Angriff auf das Demonstrationsrecht
Antirepressionsdemonstration in Hamburg am 15.12.2007 - Versammlungsbehörde kündigt Angriff auf das Demonstrationsrecht an
In einem Kooperationsgespräch in der Versammlungsbehörde am 06.12.2007 im Polizeipräsidium wurde gegenüber dem Anmelder der Demo und seinem Rechtsanwalt mitgeteilt, dass die von den Veranstaltern vorgesehene Route durch die Hamburger Innenstadt ebenso wie andere Teile des Weges nicht in Frage kommen. Die Polizei erwartet 3.000 Demo-Teilnehmer, darunter 1.000 Gewalttäter, die der Polizei das Leben und den Bürgern das Einkaufen vermiesen, durch üble Ausschreitungen u. a. gegen Weihnachtsmänner.
Angemeldet wurde: Schulterblatt, Max-Brauer-Allee, Stresemannstr. (Kdgb. PK 16), Neuer Pferdemarkt, Neuer Kamp, Feldstr., Karolinenstr., Holstenglacis (Kdgb. Gerichte), Sievekingplatz, Johannes-Brahms-Platz, Gorch-Fock-Wall, Stephansplatz, Dammtorstr., Gänsemarkt (Kdgb.), Jungfernstieg, Bergstr., Mönckebergstr. (Kdgb.), Steintordamm, Hachmannplatz
Von der geplanten Route will die Polizei nichts übrig lassen:
1. Am Polizeirevier 16 in der Stresemannstr. könne die Demo nicht vorbei, weil sonst die Funktionsfähigkeit der Wache und damit die des Staates gefährdet sei. Die Polizei könne Bewurf des Polizeireviers mit Gegenständen nicht verhindern. Die Demo soll daher über Altonaer Str. und Schanzenstraße zum Neuen Pferdemarkt laufen, um dort die Zwischenkundgebung in Sichtweite des PK 16 durchzuführen.
2. Auch der Weg über die Feldstraße zum Sievekingplatz mit den Gerichten wird untersagt, da sich im Bereich Feldstraße/Karolinenstraße/Glacischaussee eine Baustelle befindet. Diese ist nach Auffassung der Versammlungsbehörde für die Demo nicht passierbar. Außerdem würden dort zu viele als Wurfgeschosse geeignete Gegenstände lagern. Faktisch existiert dort zwar eine Baustelle mit Spurabsperrungen. Heute waren dort jedoch drei Spuren auf der Feldstr. und auf dem Sievekingplatz zwei Spuren plus eine Busspur frei. Die Polizei hält aber den Fortgang der Bauarbeiten für nicht kalkulierbar. Klar das dann halt die angemeldete Kundgebung bei den Gerichten auch ausfallen muss. Gnädigerweise wird angeboten, doch über die menschenleeren Wege Budapester Str., den Millerntorplatz und den Holstenwall zum Johannes-Brahms-Platz zu gehen und dort die Gerichtskundgebung abzuhalten.
3. Der Bereich der Innenstadt ist nach Polizeimeinung für die Demo grundsätzlich tabu. Dies wurde zunächst damit begründet, dass schon wegen einiger mehrstündiger Weihnachtsmannveranstaltungen und Adventsumzüge (u. a. ein Wettlauf mit tausenden Weihnachtsmännern) auf dem Jungfernstieg und der Mönckebergstraße, diese Straßen nicht zur Verfügung stünden. Die Veranstaltungen seien seit Sommer 2007 als öffentlichrechtliche Sondernutzungen angemeldet und wären gebührenpflichtig genehmigt worden. Diese Veranstaltungen seien daher vorrangig. Im Übrigen ergäbe sich aus der Gefahrenprognose wegen der Aufrufe (u.a. out of control), dass Störungen der anderen Veranstaltungen nicht auszuschließen wären.
4. Ferner wurden weitere Strecken und Örtlichkeiten, welche von den Demo-Vertretern als Alternativen im Kooperationsgespräch vorgeschlagen wurden, ebenfalls abgelehnt. Auch die Dammtorstr., der Gänsemarkt, der Valentinskamp, die Kaiser-Wilhelm-Str. – alles verboten für eine Antirepressionsdemo. Wer gegen Repression oder sogar out of control ist darf nicht in die Nähe von Weihnachtsmärkten, Adventsumzügen und Weihnachtsmänner kommen – erst Recht nicht wenn Leute sich polizeilichen Konzepten ganz entziehen wollen.
Nun hat die Polizei definit am 7.12.2007 telefonisch angekündigt, der Demonstration ausschließlich die beiden nachfolgenden Routen alternativ anzubieten, beide sind unerträglich. Es wird nicht hingenommen, dass die Polizei die Demonstration die meiste Zeit auf menschenleeren Hauptstraßen – weit weg von der angemeldeten Route verweist.
Die Routen der Polizei:
(Schulterblatt, Altonaer Str., Schanzenstr., Neuer Pferdemarkt, Budapester Str. Millerntorplatz,)
- Holstenwall, Gorch-Fock-Wall, Stephansplatz, Esplanade, Lombardsbrücke, Hauptbahnhof/Hachmannplatz oder
- Ost-West-Str., Willy-Brandt-Str., Rödingsmarkt, Domstr., Steinstr., Hauptbahnhof
In dem Kooperationsgespräch hat der Vertreter der Versammlungsbehörde zudem angekündigt, dass die Versammlung „durch Polizeikräfte einschließend begleitet“ werden wird. Die Antirepressionsdemo soll also im Wanderkessel zwischen Hundertschaften der Repressionskräfte als Gefangenentransport auf großen, zumeist menschenarmen Straßen am Rande der Innenstadt vorbeigeführt werden.
Es wurden dann noch von der Versammlungsbehörde die in Hamburg für Repressionsgegner üblichen Demoauflagen angekündigt, u. a.:
- Kein Laufen, kein Sprinten
- Keine Seitentransparente länger als 150 cm, zwischen zwei Transpis mindestens 50 cm Abstand, keine Verseilung oder Verknotung von mehreren Seitentransparenten
Ferner wurde für die 50. KW eine neue ganz spezielle Auflage angekündigt, wonach auf dem Demo nur noch Personen, die sich direkt auf der Straße unmittelbar im Aufzug selbst befinden, unter dem Schutz des Versammlungsrechts stehen würden. Gegen alle Personen außerhalb des Aufzuges würde dagegen ggf. sofort nach dem Polizeirecht vorgegangen werden. Praktisch wird damit angedroht, Leute außerhalb des Demozuges spätestens bei Meinungskundgaben mit Platzverweisen, Ingewahrsamnahmen und Einkesselungen zu überziehen. Eine Demo out of control soll es offenbar keinesfalls geben.
Weder die vollkommen zusammengestauchte Route noch die nur auf vollständige Kontrolle und Mundtotmachung bedachten Auflagen wird der Veranstalter hinnehmen. Eine Antirepressionsdemo soll ein starker und phantasiereicher Ausdruck des Widerstandes gegen staatliche Kontrollwut und Verfolgung sein. Die Innenbehörde will mit der nun angedrohten Route nebst Auflagen offenbar der Demo den Kampf erklären. Die Veranstalter sind zuversichtlich, dass dennoch eine große Demonstration in der Hamburger Innenstadt mit großer Öffentlichkeit möglich ist und das auch an den angemeldeten „politischen Zielen“ der Demo vorbeigegangen werden kann.
HH, 7.12.07
Info-Team
Angemeldet wurde: Schulterblatt, Max-Brauer-Allee, Stresemannstr. (Kdgb. PK 16), Neuer Pferdemarkt, Neuer Kamp, Feldstr., Karolinenstr., Holstenglacis (Kdgb. Gerichte), Sievekingplatz, Johannes-Brahms-Platz, Gorch-Fock-Wall, Stephansplatz, Dammtorstr., Gänsemarkt (Kdgb.), Jungfernstieg, Bergstr., Mönckebergstr. (Kdgb.), Steintordamm, Hachmannplatz
Von der geplanten Route will die Polizei nichts übrig lassen:
1. Am Polizeirevier 16 in der Stresemannstr. könne die Demo nicht vorbei, weil sonst die Funktionsfähigkeit der Wache und damit die des Staates gefährdet sei. Die Polizei könne Bewurf des Polizeireviers mit Gegenständen nicht verhindern. Die Demo soll daher über Altonaer Str. und Schanzenstraße zum Neuen Pferdemarkt laufen, um dort die Zwischenkundgebung in Sichtweite des PK 16 durchzuführen.
2. Auch der Weg über die Feldstraße zum Sievekingplatz mit den Gerichten wird untersagt, da sich im Bereich Feldstraße/Karolinenstraße/Glacischaussee eine Baustelle befindet. Diese ist nach Auffassung der Versammlungsbehörde für die Demo nicht passierbar. Außerdem würden dort zu viele als Wurfgeschosse geeignete Gegenstände lagern. Faktisch existiert dort zwar eine Baustelle mit Spurabsperrungen. Heute waren dort jedoch drei Spuren auf der Feldstr. und auf dem Sievekingplatz zwei Spuren plus eine Busspur frei. Die Polizei hält aber den Fortgang der Bauarbeiten für nicht kalkulierbar. Klar das dann halt die angemeldete Kundgebung bei den Gerichten auch ausfallen muss. Gnädigerweise wird angeboten, doch über die menschenleeren Wege Budapester Str., den Millerntorplatz und den Holstenwall zum Johannes-Brahms-Platz zu gehen und dort die Gerichtskundgebung abzuhalten.
3. Der Bereich der Innenstadt ist nach Polizeimeinung für die Demo grundsätzlich tabu. Dies wurde zunächst damit begründet, dass schon wegen einiger mehrstündiger Weihnachtsmannveranstaltungen und Adventsumzüge (u. a. ein Wettlauf mit tausenden Weihnachtsmännern) auf dem Jungfernstieg und der Mönckebergstraße, diese Straßen nicht zur Verfügung stünden. Die Veranstaltungen seien seit Sommer 2007 als öffentlichrechtliche Sondernutzungen angemeldet und wären gebührenpflichtig genehmigt worden. Diese Veranstaltungen seien daher vorrangig. Im Übrigen ergäbe sich aus der Gefahrenprognose wegen der Aufrufe (u.a. out of control), dass Störungen der anderen Veranstaltungen nicht auszuschließen wären.
4. Ferner wurden weitere Strecken und Örtlichkeiten, welche von den Demo-Vertretern als Alternativen im Kooperationsgespräch vorgeschlagen wurden, ebenfalls abgelehnt. Auch die Dammtorstr., der Gänsemarkt, der Valentinskamp, die Kaiser-Wilhelm-Str. – alles verboten für eine Antirepressionsdemo. Wer gegen Repression oder sogar out of control ist darf nicht in die Nähe von Weihnachtsmärkten, Adventsumzügen und Weihnachtsmänner kommen – erst Recht nicht wenn Leute sich polizeilichen Konzepten ganz entziehen wollen.
Nun hat die Polizei definit am 7.12.2007 telefonisch angekündigt, der Demonstration ausschließlich die beiden nachfolgenden Routen alternativ anzubieten, beide sind unerträglich. Es wird nicht hingenommen, dass die Polizei die Demonstration die meiste Zeit auf menschenleeren Hauptstraßen – weit weg von der angemeldeten Route verweist.
Die Routen der Polizei:
(Schulterblatt, Altonaer Str., Schanzenstr., Neuer Pferdemarkt, Budapester Str. Millerntorplatz,)
- Holstenwall, Gorch-Fock-Wall, Stephansplatz, Esplanade, Lombardsbrücke, Hauptbahnhof/Hachmannplatz oder
- Ost-West-Str., Willy-Brandt-Str., Rödingsmarkt, Domstr., Steinstr., Hauptbahnhof
In dem Kooperationsgespräch hat der Vertreter der Versammlungsbehörde zudem angekündigt, dass die Versammlung „durch Polizeikräfte einschließend begleitet“ werden wird. Die Antirepressionsdemo soll also im Wanderkessel zwischen Hundertschaften der Repressionskräfte als Gefangenentransport auf großen, zumeist menschenarmen Straßen am Rande der Innenstadt vorbeigeführt werden.
Es wurden dann noch von der Versammlungsbehörde die in Hamburg für Repressionsgegner üblichen Demoauflagen angekündigt, u. a.:
- Kein Laufen, kein Sprinten
- Keine Seitentransparente länger als 150 cm, zwischen zwei Transpis mindestens 50 cm Abstand, keine Verseilung oder Verknotung von mehreren Seitentransparenten
Ferner wurde für die 50. KW eine neue ganz spezielle Auflage angekündigt, wonach auf dem Demo nur noch Personen, die sich direkt auf der Straße unmittelbar im Aufzug selbst befinden, unter dem Schutz des Versammlungsrechts stehen würden. Gegen alle Personen außerhalb des Aufzuges würde dagegen ggf. sofort nach dem Polizeirecht vorgegangen werden. Praktisch wird damit angedroht, Leute außerhalb des Demozuges spätestens bei Meinungskundgaben mit Platzverweisen, Ingewahrsamnahmen und Einkesselungen zu überziehen. Eine Demo out of control soll es offenbar keinesfalls geben.
Weder die vollkommen zusammengestauchte Route noch die nur auf vollständige Kontrolle und Mundtotmachung bedachten Auflagen wird der Veranstalter hinnehmen. Eine Antirepressionsdemo soll ein starker und phantasiereicher Ausdruck des Widerstandes gegen staatliche Kontrollwut und Verfolgung sein. Die Innenbehörde will mit der nun angedrohten Route nebst Auflagen offenbar der Demo den Kampf erklären. Die Veranstalter sind zuversichtlich, dass dennoch eine große Demonstration in der Hamburger Innenstadt mit großer Öffentlichkeit möglich ist und das auch an den angemeldeten „politischen Zielen“ der Demo vorbeigegangen werden kann.
HH, 7.12.07
Info-Team
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Ergänzungen
Frage an das Info Team
Naja, es gibt ja auch noch Alternativkonzepte, für die Meinungskundgabe, wie z.B. die FSK - Aktion:
Termin
Los gehts am Samstag, 15.12.2007, 13 Uhr, Achidi-John-Platz (Schulterblatt) vor der Roten Flora. Das sind ein paar Minuten zu Fuß vom U-/S-Bahnhof Sternschanze.
Lasst euch nicht unterkriegen!
Schon beim ASEM-Gipfel haben sie soviel Repression "angewandt" und damit dann die nachfolgenden Krawalle provoziert...
Es hätte sicherlich auch so Krawall gegeben, doch mit dieser wunderbaren Demonstration der staatlichen Repression haben sie den Bogen überspannt.
Es läuft alles auf riesige Riots hinaus, an denen wiedereinmal die Hamburger Polizei nicht unschuldig ist.
Kommt alle zahlreich und zeigt den Bullen wo es langgeht!
Wir lassen uns das Demonstrationsrecht nicht nehmen, weder in Hamburg noch wo anders.
Und auch das neue sehr gute Konzept "Out of Control" lassen wir uns nicht nehmen.
Also kommt alle schön zahlreich und lasst euch durch den Überwachungsstaat nicht einschüchtern.
Kreativ sein und fsk
link :
Ansonsten kreativ sein , ob das jetzt Weihnachtsmänner/frauen in der Innenstadt oder Clowns in und um die Demo sind oder was auch immer den Leuten einfällt oder auch ein schwarzer Block oder mehrere Blöcke welcher Farbe auch immer.
Weihnachtsmannlauf am Sonntag!!!
Deeskalation
Wir wollen auf dem neutralen Boden der Patriotischen Gesellschaft das Gespräch beginnen mit den an der Konfliktlage beteiligten Gruppen sowie Referenten einladen, die über entsprechende Erfahrungen und Konzepte in anderen Städten berichten können.
Es wird nicht einfach sein, eine Verfriedlichung zu erreichen, aber ohne das Gespräch der vermeintlichen Kombattanten wird es niemals erreicht werden. Druck erzeugt Gegendruck - aber Entspannung ist immer zunächst einmal einseitig und birgt das Risiko, dass der Andere nicht auch mit Entspannung antwortet.
Eine weitere Idee ist, die "Senioren für Deeskalation" zu organisieren und mobilisieren, die sich als abgeklärte Menschen zwischen wütende Demonstranten und verängstigte Polizisten drängeln sollen. Siehe dazu auch:
Meine Erfahrung von der ASEM-Demo ist: Senioren an exponierter Stelle lösen Beißhemmung aus und beruhigen so das Geschehen. Für die Demo am 15.12. konnten wir erst wenige mobilisieren, aber man erkennt uns am pensionsreifen Alter und - in Anlehnung an die UN-Friedenstruppen - an der blauen Kopfbedeckung.
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Smash it up
Dann mischt mal mit... wir freuen uns auf euch!!!
Aber ausser solcher Ankündigungen ist von euch ja dann wenn es soweit ist eh nie was zu sehen.
HH ~ Out of control
Nazis ~ off our streets
wieso nur openposting?
verkürzte Grundrechte
Der faschistische Polizeistaat ist in der BRD und EU-Europa längst Wirklichkeit!
WIDERSTAND weitermachen...
Wir werden zeigen, dass der Widerstand trotzdem groß zu Stande kommen wird!
Auf eine erfolgreiche Demo!!
wir sind alle terröristerlis
darum-lassen wir uns was kreatives einfallen!!!
Rechtsweg
Frage zum Demostart
gruß
Demo 15.12., 13h, Rote Flora
wer repression sät, kann die ernte gleich mitnehmen.
Beginn udn treffpunkt!
weihnachtsmann/frau
Wegbeschreibung
danke
Hauptbahnhof->Sternschanze
@Rostocker Antifa
S31 in Richtung Altona
und dann müsst ihr halt in Sternschanze aussteigen;)
Naja zur roten Flora ist es dann aber auch nicht weit.
Achja das Wegbeschreibungsbild hab ich von www.norddemo.tk(war eine Anti-Pelzdemo)
wollr nur danke sagen
gruß
naja
aber irgendwie wurden diverse chancen in der innenstadt am start zu sein auch oft genug nicht genutzt..
nach der asem-demo sind alle in schöner tradition vor die flora gezogen um sich da zu beulen (warum auch immer, ist schon echt schlau immer alle "gegner" zum eigenen zentrum zu locken).... dabei konnte man ungehindert zum rathausmarkt fahren (wie wir mit 5 leuten festgestellt haben, inkl. schwarz roter fahne usw.) und bis an die absperrung rankommen, nur alleine machte das natürlich auch nicht so viel sinn
und als kürzlich die protestgeschichte gegen die datenspeicherung lief, genehmigt, direkt vor dem rathaus, da waren vielleicht 200 nasen vor ort
Demo-kritik
Genauere Kritik:
Viel sinnvoller wäre es, schon im Vorfeld öffendliche Trainings zu kreativen Aktionen zu machen, damit möglichst viele Menschen möglichst viele Aktionstechniken beherrschen, und sich dann auch zutrauen, eigenständig ohne Demo, Gemeinschaft, schwarze Ritter, etc... zu agieren. Denn dann würde das Geschehen wirklich für die Bullen unkalkulierbar.
Aber bei den derzeitigen Strukturen sehe ich das leider nicht...
Und nur ne Demo mit dem Label "out of controll" zu titulieren hilft auch nicht weiter...
Noch ein Beisspiel am Ende:
Im Fall der versuchten und schlussendlich verhinderten Abschiebung der Familie Makitu in Husum im Sommer 2006 waren u.a. Demos ein Mittel, den widerständigen Protest zu kanalisieren, und wieder in geordnete, partei-und kirchenkontrollierte Bahnen zu lenken:
News: It's our day Technix
Innenstadtverbot, Wanderkessel, absurde Auflagen.
Aber immer noch:
DEM STELLEN WIR UNS!
Wir lassen uns weder von ihren Schägertruppen noch von ihrer Justiz die Hoffnung auf eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung nehmen.Schon im Rahmen der Bambuleproteste hat sich ein faktisches Demonstrationsverbot für die Innenstadt etabliert.Dagegen haben wir uns mit Innenstadtaktionstagen zur Wehr gesetzt. An diese Proteste wollen wir anknüpfen, um deutlich zu machen, dass sich unser Widerstand nicht zerschlagen lässt!
Sie werden nicht verhindern können dass wir ihre Konsumidylle erschüttern!
Es gibt 1000 und einen Weg in die Innenstadt und sie werden uns nicht finden wenn wir unauffällige Klamotten und Einkaufstaschen tragen.
Das Gewühl der Menschenmassen und Weihnachtsmärkte ist unsere Chance und ihr Albtraum!
Technix:
Das Spielfeld: Der Bereich innerhalb Gorch-Fock-Wall, Lombardsbrücke, Glockengießer Wall, Ost-West Str., Stadthausbrücke, Kaiser Wilhelm Str.
Beginn: Ab 17 Uhr, Ort und weiteres auf der Demo
Klamotten: Denkt an unauffällige Wechselklamotten...
Und nicht die Weihnachtsparade vergessen.
Seid wütend!
Autonome in Bewegung
@hamburger @egal
Aber das hier wird eine bundesweite demo...
Naja beim asem-gipfel hast du recht, aber da war die Repression auch schon enorm.
und @egal:
Hast du dir mal irgendwie zu der Demo erkundigt?
Wenn du die Demoaufrufe auf der Seite zur demo gelesen hättest, wüsstest du dass out of control ein neues Konzept ist.
Und das wird auch genau beschrieben, deswegen gibts ja jetzt die neue Auflage...
Naja und es gab in ganz Deutschland Mobilierungsveranstaltungen mit infos zu diesem Konzept.
Ruhe bewahren!
Wichtig ist: Für die Demo wird nicht nur im explizit linksradikalen Spektrum mobilisiert. Exemplarisch hier der Link zum Aufruf für den "little-sister-block"
Hier werden auch ganz andere Leute angesprochen, und obwohl kritisiert werden darf, wenn Leute "ohne Demoerfahrung" eingeladen werden, so ist dies doch im Interesse von uns allen. Ich meine alle, die auch Interesse an neuen Erscheinungsformen haben und nicht einfach einen einzigen Blac Bloc sehen wollen. Deshalb haben die Erfahreneren von uns auch eine gewisse Verantwortung für andere Demoteilnehmer.
Diese Bullenprovokation ist gewollt, denkt immer daran. Wir lassen uns davon nicht beeindrucken und kontern mit etwas "Neuem". Obwohl physische Konfrontationen sicher zu erwarten sind, sind diese kein Selbstzweck! Es gibt auch zivilen Ungehorsam, denkt an G13!
Auf regierung-stuerzen gibt es neue Hinweise in einer Flashanimation.
A New Style of Protest!
Don´t let them catch you!
@ autonome Bewegung
Ach ja: Ich hab den Text gelesen...
http://www.arte.tv/de/suche/1779414.html
Zorro und Patty Hearst
Mit zahlreichen Archivaufnahmen zeigt der Dokumentarfilm die spektakuläre Entführung von Patricia Hearst, Erbin des amerikanischen Pressemagnaten William Randolph Hearst, im Jahr 1974 durch Mitglieder der revolutionären "Symbionese Liberation Army", kurz SLA. Während sich Patty Hearst kurz nach der Entführung zu den obskuren Zielen der Gruppe bekannte, gab sie nach ihrer Verhaftung an, unter Zwang gehandelt zu haben. Die Jagd auf Patty Hearst und ihre Entführer war das erste moderne Medienspektakel, das die Grenze zur Hysterie erreichte.
Interessant, weil damalige Mitglieder nach 9/11 (immerhin 27 Jahre später) nochmal für 6-8 Jahre in den Bau wanderten.
weihnachtsmannanzüge
das ist DIE einladung für die innenstadt!
wer braucht schon demos???
Zivis im Schanzenviertel
Seid wachsam und warnt Leute von außerhalb!