Dresden: Nazis greifen Univeranstaltung an
18.30 Uhr sammelte sich Jens Baur - NPD-Kreisvorsitzender - mit seinen "KameradInnen" vor dem Hörsaalzentrum der Technischen Universität Dresden. Wenig später drangen 30 Nazis an den VeranstalterInnen vorbei in den Raum im Erdgeschoss ein, und warfen dabei mit Schnippseln um sich, auf denen sie sich als "Nationale Sozialisten" bezeichneten. Erst nach Verhandlungen mit der Polizei kamen sie wieder heraus.
Die Veranstaltung begann, Schär begann seinen Vortrag und kommentierte auch das Auftreten der Nazis und da waren sie wieder. Sie zogen in Form einer Spontandemonstration an den Fenstern der Veranstaltung im Erdgeschoss vorbei und blieben für eine Art Kundgebung stehen. Ronny Thomas bemühte sich dabei am Megafon um launige Bemerkungen zur Situation. Maik Müller und viele weitere bekannte Nazigesichter, z.B. die Störer vom Bürgerfest im Oktober in Pieschen waren zu sehen. Nachdem der Sichtschutz heruntergelassen war, begannen sie an den Fenstern zu trommeln und mit Megafonsirene und Sprechchören Lärm zu machen. Sie forderten Einlass und begaben sich anschließend auch zum Hintereingang, um in das Hörsaalzentrum zu gelangen. Im Zuge dessen griffen Nazis auch mehrere Schaulustige an. Dabei wurde eine junge Studentin ins Gesicht geschlagen und leicht verletzt. Sie erstattete Anzeige. Die Polizei ging dazwischen und schickte die ganze Gruppe Nazis weg.
Als Letztes kam der unvermeidliche Sven Hagendorf, seines Zeichens ehemaliger Nazikader. Auch ihm wurde der Einlass durch AntifaschistInnen verwehrt, die Polizei nahm ihn schließlich mit (siehe Foto).
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Ergänzungen
Gewalttätige Neonazi-Störaktion an der TU DD
Pressemitteilung der Antifaschistischen Hochschulgruppe Dresden
Die Linke Hochschulgruppe Dresden veranstaltete heute, am 05.12.2007, eine Diskussionsrunde im Hörsaalzentrum der TU Dresden mit Oberstaatsanwalt Jürgen Schär zum Thema „Rechtsextremismus. Was bringt die Rechtsverfolgung?“
Bereits 10 Minuten nach dem Beginn der Veranstaltung marschierten circa 40 Neonazis der Dresdner NPD und der freien Kameradschaftsszene mit Transparenten und Megaphon vor dem Hörsaalzentrum auf. Unter ihnen waren der NPD-Kreisvorsitzende Jens Baur und der vorbestrafte rechte Gewalttäter Ronny Thomas. Nachdem die Veranstalter die Jalousien des Vortragsraumes herunter ließen, schlugen und traten die Störer gegen eben diese.
Eine junge Frau, die scheinbar ihren Unmut über die Störaktion der Neonazis äußern wollte, wurde ins Gesicht geschlagen. Sie erstatte Anzeige. Erst nach dem Eintreffen eines größeren Aufgebots der Polizei konnte die Situation entschärft werden.
Bereits im Juni 2006 kam es zu einem Störversuch von Neonazis des Nationalen Jugendbündnis Dresden (jetzt JN Dresden) um Jens Baur bei einer Veranstaltung des Studentenrates der TU Dresden (SäZ berichtete).
Die Sprecherin der Antifaschistischen Hochschulgruppe Dresden, Susanne Lange sagte zu dem Vorfall: „Immer wieder versuchen Neonazis Veranstaltungen, in denen sie selbst zum Thema werden, zu stören oder zu verhindern. Damit sollen ihre politischen GegnerInnen eingeschüchtert werden. Dieser Zustand ist für uns absolut nicht hinnehmbar. Den Neonazis muss auf allen gesellschaftlichen Ebenen entschlossen entgegen getreten werden!“
Sächsische Zeitung, 6. 12. 2007
Von Alexander Schneider
Die linke Hochschulgruppe der TU Dresden hat gestern Abend einen Vortrag mit Oberstaatsanwalt Jürgen Schär im Hörsaalzentrum veranstaltet. Doch noch ehe Schär – in seiner Abteilung werden politisch motivierte Straftaten verfolgt – da war, hatten sich schon 30 Rechtsextreme im Saal breitgemacht. Mit ihrem dominanten Auftreten versuchten sie, den Vortrag zu stören und Gäste zu verunsichern.
Erst der Polizei gelang es, das Hausrecht durchzusetzen und die Störer aus dem Gebäude zu verweisen. Danach demonstrierten die Rechten und marschierten lautstark um das Haus – begleitet von der Polizei. „Dabei trommelten sie an die Hörsaal-Fenster“, sagte Polizeiführer Roland Anders. Von verbalen Auseinandersetzungen abgesehen, sei es zu keinen weiteren Übergriffen gekommen. Da sich die Rechtsextremen weiter im Umfeld aufgehalten hatten, mussten die etwa 50 Beamten das Haus schützen.
„Die Nazis haben gezielt Leute mit Namen angesprochen und wollten sie provozieren. Doch das ist ihnen nicht gelungen“, sagte die Linkspartei-Bundestagsabgeordnete Katja Kipping am späten Abend. Sie war als Besucherin dabei.
[redok] berichtet ....
08.12. Nazis zum gleichen Thema in Bautzen
am 08.12.07 wollten die neonazis dazu in bautzen unter dem motto "menschenrecht bricht staatsrecht - freiheit für alle nationalen gefangenen" aufmarschieren. diese demonstration wurde verboten.
trotzdem mobiliesiert die sächsische und südbrandenburgische neonazi-szene auch weiterhin nach bautzen zum "bratapfelessen auf dem bautzener weihnachtsmarkt". es ist damit zu rechnen das in bautzen und den umliegenden ortschaften (z.b. hoyerswerda, görlitz) am 08.12. aktionen von neonazis stattfinden werden.
deshalb ist es wichtig am samstag, den 08.12.07 zahlreich zur antifa-demonstration nach bautzen zu kommen, um die nazis zu vertreiben und mit vielen leuten kraftvoll und flexibel auf eventuelle nazi-aktionen in bautzen oder umgebung zu reagieren.
SAMSTAG, 08.12.07 UM 13.00 UHR BAUTZEN (THEATERPLATZ) "LET´S DO IT HERE - LET´S DO IT NOW!"
SäZ, 7.12., Studentin niedergeschlagen
Freitag, 7. Dezember 2007
Studentin von Rechtsextremisten niedergeschlagen
Von Alexander Schneider
Die TU Dresden hat die Störaktion von Neonazis gestern scharf verurteilt. Die Polizei fahndet nach einem braunen Schläger.
Eine Studentin wurde am Mittwochabend von einem Rechtsextremisten ins Gesicht geschlagen. Die 22-Jährige hatte eine Nazi-Demo vor dem Hörsaalzentrum der TU Dresden an der Bergstraße beobachtet. Als sie die braunen Umtriebe fotografierte, kam es zu einem Streit, in dessen Folge sie von einem Rechtsextremisten geschlagen wurde. „Wenn zum Glück nicht einer dazwischengegangen wäre, hätte der mich noch schlimmer verletzt.“ Der Studentin wurde übel. Sie erlitt eine Schädelprellung, musste zum Arzt. „Ich habe den Angriff angezeigt und der Polizei den Täter gezeigt“, sagte sie. Doch die Beamten hätten den Mann nicht gestellt. „Wir haben Aufnahmen gemacht und werden den Täter ermitteln“, sagte eine Polizeisprecherin dazu gestern.
Versuchte Provokation
Etwa 40Rechtsextremisten hatten laut Polizei zunächst einen Vortrag in der TU Dresden massiv gestört (die SZ berichtete). Schon vor Beginn hatten sie sich im Hörsaal breitgemacht. „Manche drängten sich mit Gewalt an Ordnern vorbei“, sagte Mitveranstalterin Kristin Hofman von der Hochschulgruppe der Linkspartei. „Wir wollten keine Nazis dabeihaben.“
Die ungebetenen Gäste waren gut vorbereitet: Sie hatten Transparente, Fotoapparate und Megafon dabei. Offenbar wollten sie Teilnehmer verunsichern und den Abend platzen lassen. Erst als die Polizei das Hausrecht durchgesetzt hatte, konnte Oberstaatsanwalt Jürgen Schär, Leiter der Staatsschutzabteilung, seinen Vortrag halten. Auf Einladung der Rosa-Luxemburg-Stiftung und der Hochschulgruppe berichtete er über die Strafverfolgung von Rechtsextremisten.
Unterdessen veranstalteten die Neonazis, darunter NPD-Aktivisten wie der Landtagsabgeordnete René Despang und verurteilte Straftäter, eine lautstarke Spontan-Demo vor dem Hörsaalzentrum. Sie trommelten an Scheiben und Rollos, um den Vortrag weiter zu stören.
50 Beamte waren im Einsatz
Die Polizei, im Einsatz waren nun 50 Beamte, beendete die Aktion. Es kam zu keinen Störungen. Die Beamten haben jedoch den früheren NPD-Kreisvorsitzenden Sven H. (36) abgeführt. Er verbrachte mehrere Stunden im Gewahrsam, weil er der Aufforderung, die Uni zu verlassen, nicht nachgekommen war.
TU-Rektor Hermann Kokenge sagte: „Ich bin empört, dass diese Veranstaltung auf dem Campus von Neonazis gestört wurde. Selbstverständlich werden wir auch künftig solche Veranstaltungen durchführen und keinesfalls rechten Akteuren das Feld überlassen.“
Pressemitteilung
Die Störer in Dresden hätten an der Veranstaltung im Gebäude der TU Dresden teilnehmen wollen, seien aber des Saales verwiesen worden, hieß es. Anschließend hätten sie von draußen an die Fensterscheibe geklopft. Eine 22-Jährige sei von einem Unbekannten ins Gesicht geschlagen worden, sie habe Strafanzeige wegen Körperverletzung erstattet. Nach Angaben des Sprechers der sächsischen Linksfraktion, Marcel Braumann, wurde die Veranstaltung an der Universität von der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Zusammenarbeit mit der linken Hochschulgruppe organisiert. Referent war der für die Bekämpfung des Rechtsextremismus zuständige Dresdner Oberstaatsanwalt Jürgen Schär.
Nicht Junge Linke., sondern Linke.SDS/Linke H
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Gegenwehr? — 181
Stimmt ? Stimmt net? — AFA aus Witten
Die Frau die ins Gesicht geschlagen wurde — ergänzer
schon komisch — tut nix zur sache
... und [redok] berichtet weiter .... — [redok]_Leserin
Demo bleibt verboten ! — Crowdhater
Ergänzer haben Recht! — Senf zu Senf
junge linke? — aaa