Haie - Killer oder Retter der Menschen?

Fabzgy 03.12.2007 05:15 Themen: Globalisierung Kultur Weltweit Ökologie
70 % des weltweiten Sauerstoffs wird von Plankton im Meer produziert. Haie stehen am Ende der Nahrungsrungskette dieses unverzichtbaren Ökosystems. Ohne Haie könnte das Gleichgewicht dieses Ökosystems empfindlich gestört werden. Fische, die sich von Plankton ernähren, können sich uneingeschränkt vermehren und somit die Sauerstoffproduktion einschränken.
Haie existieren seit 400 Millionen Jahren auf der Erde, das sind 150 Millionen Jahre vor den Dinosauriern. Wir Menschen haben die weltweiten Haibestände bereits um 90 % reduziert und heutzutage werden mehr Haie abgeschlachtet als jemals zuvor.
Wer tötet die Haie?

In asiatischen Ländern, wie China und Taiwan, gilt Haifischflossensuppe als Delikatesse. Ein Teller Haifischflossensuppe geht in HongKong für ~ 85 US $ über die Theke.
Außerdem wird in diesen Ländern Medizin aus Haifischflossen hergestellt. Die Bevölkerung glaubt fälschlicherweise, dass Haie nie krank werden und Medizin die aus Haifisch hergestellt ist die Abwehrkräfte stärkt.
Somit gibt es einen riesigen Markt der saftige Gewinne verspricht. Die Haifischindustrie ist längst kein kleiner Fisch mehr, hier geht es um Milliardenbeträge.
Das ist der Grund warum asiatische Fangflotten und lokale Fischer die die Haifischflossen an asiatische Händler verkaufen überall auf der Welt den Haien nachstellen.

Was kann man tun?

Es exisitiert leider keine internationale Gesetzgebung die Haie beschützt. Außerdem exisitert keine Organisation die internationale Gewässer überwacht. Die Ozeane sind praktisch schutzlos der neoliberalen Ausbeutung ausgeliefert.
Selbst in Weltnaturerben wie den Galapagos Inseln wurde mit Langleinen auf Haie gefischt. Mittlerweile wurde diese praxis aufgrund von öffentlichem Druck aus der Bevölkerung wieder verboten. Trotzdem werden immernoch Haie auf den Galapagos Inseln gefangen. Ob von lokalen Fischern mit Lizenz oder von illegalen Fangboten. Ähnliches passiert im UNSECO Weltnaturerbe in Costa Rica, den Cocos Inseln. Hier ist sogar das Fischen mit Langleinen weiterhin erlaubt. Offiziell ist das "Finning" von Haien in Costa Rica zwar nicht erlaubt aber die Regierung übersieht gerne die taiwanesischen Haifischdocks in Puntarenas im Austausch für die Finanzierung eines Millionen schweren Großprojekts wie der längsten Brücke Costa Ricas.

In diesem Zusammenhang ist es wirklich empfehlenswert den Film "Sharkwater" anzusehen. Die Dokumentation von Rob Steward zeigt recht anschaulich wie die Situation der Haie weltweit aussieht und auf welche Art und Weise das Streben nach hohem Gewinnmargen der Anfang einer weltweiten ökologischen Katastrophe sein kann.
Creative Commons-Lizenzvertrag Dieser Inhalt ist unter einer
Creative Commons-Lizenz lizenziert.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

Hierzulande

tagmata 03.12.2007 - 12:44
...wären das meistens "Schillerlocken", also geräuchertes Bauchfleisch vom Dornhai (_Squalus acanthias_). Siehe Rote-Liste-Eintrag hier:  http://www.iucnredlist.org/search/details.php/39326/all

Die Dornhaipopulationen von der die in Europa verkauften Schillerlocken kommen, sind in den letzten 10 Jahren durch Überfischung um 95% reduziert worden. Es ist fraglich, ob es diese Tiere in 20 Jahren noch geben wird.

Gilt übrigens auch für Europäische Aale.

weitere Informationen

el tiburón 04.12.2007 - 00:13
weitere Information und Möglichkeiten zur Beteiligung an Aktionen:  http://www.sharkproject.org

sehr interessant, mit gutem Forum...

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 4 Kommentare

was ein Quark

veganer 03.12.2007 - 14:27
Gnarpsch!

Die Haie schützen das Plankton vor den bösen Fischen, die doch längst weggefischt sind.
Schon mal was von Überfischung gehört?

So pervers die Welt samt (Hai-)Fischfang und Fleischfresserei ist - solche unreflektierten Artikel will ich von Euch nicht vorgesetzt bekommen!

Gnarz!

och mann

bakunin 03.12.2007 - 16:03
obwohl ich schillerlocken eigentlich gerne mag, hab die letzte aber auch vor jahren gegessen^^

@veganer

corny 04.12.2007 - 11:15
"So pervers die Welt samt (Hai-)Fischfang und Fleischfresserei ist"

Wie fühlt man sich eigentlich, wenn man so erhaben ist, dass man über andere richten kann? Nur gut, dass wir wenigstens euch haben, wenn wir schon so pervers sind. (Ich persönlich finde es ja schon fast psychotisch über die ganze Welt richten zu wollen, aber naja...)

"solche unreflektierten Artikel will ich von Euch nicht vorgesetzt bekommen!"

Ja, äußerst Schade, dass er nicht so niveauvoll und differenziert ist, wie dein Kommentar.

So wie alle Veganer-Kommentare: absolut inhaltsleer. Könnt ihr uns nicht mal mit eurer Hetze in Ruhe lassen? Es gibt auch Leute, die essen was ihnen schmeckt und nicht weil sie sich dann moralisch überlegen fühlen können und anderen vorwerfen wie pervers sie doch sind. Auch lasse ich mir nicht vorschreiben, was ich zu essen habe, denn ich bin ein Individuum und kann noch ganz gut selbst entscheiden. Aber ich kann verstehen, dass es für Manche zu schwierig ist eine eigene Meinung zu haben, die auch begründet werden kann. Da rennt man lieber irgendwem hinterher. Besonders, wenn es "die Guten" sind. Da kann man sich doch gleich überlegen fühlen.

Viel Spaß weiterhin beim Missionieren der Welt. Hauptsache ihr wisst, was das Richtige ist, wenn alle anderen zu dumm oder pevers dazu sind.


btw: du hast vergessen zu erwähnen, dass jeder der anderer Meinung ist als du zu blöd ist um zu kapieren, worum es wirklich geht...

ps: es gibt auch nicht-essbare Fische

Und was

Käpptn Iglo 05.12.2007 - 00:53
ist mit Miethaien?