Demo gegen Naziläden in Neunkirchen 24.11.07
Am Samstag, den 24.11.2007, versammelten sich etwa 300 Menschen in Neunkirchen um gegen den Naziladen "First Class Streetwear" in Neunkirchen und andere Naziläden im Saarland zu demonstrieren. Wie erwartet trafen am Samstag ca. 30-40 Neonazis den Weg nach Neunkirchen um die Demo zu stören.Die Demonstration war der Auftakt zu einer Kampagne gegen Naziläden im Saarland unter dem Motto "Kein Raum für Nazis - Den rechten Lifestyle aus der Deckung holen". Die Kampagne wird von Antifa Gruppen aus dem Saarland getragen und ohne zeitlichen Rahmen auch saarlandweit fortgeführt.
Pünktlich um 14:00 Uhr füllte sich der Vorplatz des Neunkircher Bahnhofs und letztendlich kamen circa 300 Personen zusammen. Der Grund ihres Zusammenkommens war es, gegen den Naziladen "First Class Streetwear"zu demonstrieren, der seit einigen Monaten in der Neunkircher Innenstadt eröffnet hat. Dies war bereits die zweite Demonstration gegen das "First Class Streetwear" nach der Demo im Juni (
http://de.indymedia.org/2007/06/183266.shtml), bei der relativ kurzfristig 100 Personen mobilisiert werden konnten.
Um 14:15 Uhr begann die von der Autonomen Antifa [NK] organisierten Demonstration mit einer Kundgebung am Bahnhof und setzte sich daraufhin in Richtung Innenstadt in Bewegung. Auf dem Weg durch Neunkirchen wurde lautstark auf sich aufmerksam gemacht,woraufhin sich viele Außenstehender mit der Demo kam. So konnte auch, trotz veränderter Route seitens des Landratsamts, eine große Außenwirkung erzielt werden. Zudem war zu diesem Zeitpunkt auch noch kaum Polizei präsent.
Doch als die Demo sich dem Stadtinneren näherte zeigte sich mehr und mehr Polizei. Die Hebbelstraße, in welcher sich der Naziladen befindet wurde mit mehreren Reihen von Polizeifahrzeugen zugestellt und das Gebiet um den Laden weiträumig von der Polizei überwacht, was in das Konzept der Polizei passte, mit dem sie schon im Vorfeld die Demonstration schikanierte. So hatte das Landratsamt kurzfristig die schon lange angemeldete Route verboten und aufgrund der Zeitnähe zur Demo damit Widerspruch gegen dieses Verbot unmöglich gemacht. Auch wurde von dem Neunkircher Ordnungsamt auffällig penibel sämtliche Plakate und Aufkleber, die auf die Demonstration hinweisen entfernt.
All diese Versuche der Demo Steine in den Weg zu legen änderten aber nichts daran, dass dem Naziladen und den davor versammelten Nazis an dieser Stelle lautstark mitgeteilt wurde, was von ihnen gehalten wird. Als die Demo dann ihren Weg fortsetzte und auf dem Stummplatz dann versuchte näher an den Laden heranzukommen, kam es zu einer Rangelei mit der Polizei, bei der es leider einige Verletzte gab. Die Polizeireihe war offenbar überfordert und knüppelte ohne lange zu zögern auf die vorderen Reihen der Demo ein.
Auch die angereisten Neonazis versuchten auf sich aufmerksam zu machen und winkten der Demo von einem Parkdeck her zu. Die Polizei und der Security-Dienst des Parkhauses versuchten die Nazis von dem Parkdeck zu entfernen, was ihnen aber nicht gelang, da diese ihrerseits schon vorher die Flucht ergriffen. Nach diesen kurzen Unterbrechungen zog die Demonstration auf den Lübbener Platz, wo eine Zwischenkundgebung abgehalten wurde, ehe es wieder langsam Richtung Bahnhof zurückging. Auf dieser kurzen Wegstrecke kam es zu keinen besonderen Zwischenfällen.
Als die Demo am Bahnhof ankam, wurde noch eine kurze Abschlusskundgebung abgehalten und auf anstehende Termine hingewiesen, im Anschluss wurde die Auftaktdemo aufgelöst. Im Laufe des Tages überwachte die Polizei längere Zeit noch sämtliche Zugangswege zum Juz in Neunkirchen sowie zu dem Naziladen "First Class Streetwear". Nach einigen Auseinandersetzungen in der Innenstadt zwischen Antifas und Nazis wurde von der Polizei der bestehende Platzverweis für die Nazis aufgehoben, diese gaben sich dann mit ihren mal wieder gescheiterten Störversuchen zufrieden und machten sich auf nach Hause bzw. in die nächsten Kneipen.
Am Abend fanden sich auch viele Teilnehmer der Demo noch im Juz Neunkirchen ein, wo es Abends noch eine sehr gelungene und ebenso stimmungsvolle Soliparty gab mit etwa 130 Besuchern feierten die Autonome Antifa [NK] den Start der Kampagne welche in nächster Zeit wohl noch weiter auf sich aufmerksam machen wird.
http://neunkirchen.antifa.net
http://www.kein-raum-fuer-nazis.de.vu
http://de.indymedia.org/2007/06/183266.shtml), bei der relativ kurzfristig 100 Personen mobilisiert werden konnten. Um 14:15 Uhr begann die von der Autonomen Antifa [NK] organisierten Demonstration mit einer Kundgebung am Bahnhof und setzte sich daraufhin in Richtung Innenstadt in Bewegung. Auf dem Weg durch Neunkirchen wurde lautstark auf sich aufmerksam gemacht,woraufhin sich viele Außenstehender mit der Demo kam. So konnte auch, trotz veränderter Route seitens des Landratsamts, eine große Außenwirkung erzielt werden. Zudem war zu diesem Zeitpunkt auch noch kaum Polizei präsent.
Doch als die Demo sich dem Stadtinneren näherte zeigte sich mehr und mehr Polizei. Die Hebbelstraße, in welcher sich der Naziladen befindet wurde mit mehreren Reihen von Polizeifahrzeugen zugestellt und das Gebiet um den Laden weiträumig von der Polizei überwacht, was in das Konzept der Polizei passte, mit dem sie schon im Vorfeld die Demonstration schikanierte. So hatte das Landratsamt kurzfristig die schon lange angemeldete Route verboten und aufgrund der Zeitnähe zur Demo damit Widerspruch gegen dieses Verbot unmöglich gemacht. Auch wurde von dem Neunkircher Ordnungsamt auffällig penibel sämtliche Plakate und Aufkleber, die auf die Demonstration hinweisen entfernt.
All diese Versuche der Demo Steine in den Weg zu legen änderten aber nichts daran, dass dem Naziladen und den davor versammelten Nazis an dieser Stelle lautstark mitgeteilt wurde, was von ihnen gehalten wird. Als die Demo dann ihren Weg fortsetzte und auf dem Stummplatz dann versuchte näher an den Laden heranzukommen, kam es zu einer Rangelei mit der Polizei, bei der es leider einige Verletzte gab. Die Polizeireihe war offenbar überfordert und knüppelte ohne lange zu zögern auf die vorderen Reihen der Demo ein.
Auch die angereisten Neonazis versuchten auf sich aufmerksam zu machen und winkten der Demo von einem Parkdeck her zu. Die Polizei und der Security-Dienst des Parkhauses versuchten die Nazis von dem Parkdeck zu entfernen, was ihnen aber nicht gelang, da diese ihrerseits schon vorher die Flucht ergriffen. Nach diesen kurzen Unterbrechungen zog die Demonstration auf den Lübbener Platz, wo eine Zwischenkundgebung abgehalten wurde, ehe es wieder langsam Richtung Bahnhof zurückging. Auf dieser kurzen Wegstrecke kam es zu keinen besonderen Zwischenfällen.
Als die Demo am Bahnhof ankam, wurde noch eine kurze Abschlusskundgebung abgehalten und auf anstehende Termine hingewiesen, im Anschluss wurde die Auftaktdemo aufgelöst. Im Laufe des Tages überwachte die Polizei längere Zeit noch sämtliche Zugangswege zum Juz in Neunkirchen sowie zu dem Naziladen "First Class Streetwear". Nach einigen Auseinandersetzungen in der Innenstadt zwischen Antifas und Nazis wurde von der Polizei der bestehende Platzverweis für die Nazis aufgehoben, diese gaben sich dann mit ihren mal wieder gescheiterten Störversuchen zufrieden und machten sich auf nach Hause bzw. in die nächsten Kneipen.
Am Abend fanden sich auch viele Teilnehmer der Demo noch im Juz Neunkirchen ein, wo es Abends noch eine sehr gelungene und ebenso stimmungsvolle Soliparty gab mit etwa 130 Besuchern feierten die Autonome Antifa [NK] den Start der Kampagne welche in nächster Zeit wohl noch weiter auf sich aufmerksam machen wird.
http://neunkirchen.antifa.net
http://www.kein-raum-fuer-nazis.de.vu
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Ergänzungen
Jetzt aber Bilder!
Bilder 2
merci an alle!
NOCH EIN HERZLICHES DANKESCHÖN AN ALLE, DIE DA WAREN UND AUCH DIE VIELEN HELFERINNEN!
DANKE!!
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Gelungene Demo
Endlich wird das Saarland nicht mehr von ausserhalb boykottiert ;-) . Jetzt müssen nur noch Kontakte nach Frankreich geknüpft werden und der Laden geschlossen werden und dann steht einer Abspaltung von Deutschland nichts mehr im Wege.
Und nicht vergessen
Kundgebung gegen Ns-Kriegsverbrecher Samstag, 1.Dez. 2007 13.30 Johanneskirche Saarbrücken
schöne kraftvolle Demo
Das die Nazis ihr Pseudo-Millitanz Gestus mal wieder nicht in die Praxis umgesetzt haben ist nicht weiter verwunderlich - wenn Dorf-Suff Prolls und Möchtegern ANler sich zusammen finden, kann nichts konstruktives daraus entstehen :-)
Schön war es auch zu sehen, das einige Personen von anderen Bundesländern den Weg ins Saarland gefunden haben - die Solidarität untereinander wurde damit definitiv gestärkt.
Wir kommen wieder - keine Frage! Doch vorher Nazis in Ettlingen von der Straße fegen!
Saarland-Boykott
Antifa distanziert sich von Brandanschlag
Pressemitteilung der Antifa Wismar
In der Nacht vom 25. zum 26. November wurde ein Brandanschlag mit einem sogenannten Molotow-Cocktail auf einen rechten Wismarer Szeneladen am Spiegelberg der Hansestadt verübt. "Dabei kam glücklicherweise niemand zu Schaden", teilt die Gruppe Antifa Wismar mit und schreibt weiter: "Durch unsere bisherige politische Auseinandersetzung mit der rechten Szene und insbesondere auch ihren Geschäften und Projekten liegt es nahe, dass Außenstehende vermuten könnten, die Antifa Wismar sei in Planung und Ausführung dieses Brandanschlages involviert gewesen." "Wir als Antifa Wismar distanzieren uns deutlich von den Geschehnissen in der Nacht vom 25. zum 26. November 2007", schreibt Silvio Maifeld, Pressesprecher der Antifa Wismar. "Ein derartiges Vorgehen kommt f�r uns angesichts der baulichen Zustände im Altstadtbereich nicht in Frage, da bei ,richtiger´ Zündung des Brandsatzes und ein weniger schnelles Eingreifen eines Zeugen die Gefährdung von Bewohnern und Anwohnern unumgänglich ist", ist der Standpunkt der Mitglieder dieser Gruppe.
In der Pressemitteilung heißt es weiter: "Jegliche Racheaktionen der rechten Szene gegen alternative Personen, Gebäude und/oder Strukturen werden wir jedoch nicht tatenlos hinnehmen." Silvio Maifeld weiter: "Wir haben schon einmal relativ kurzfristig eine lautstarke Demonstration durch die Hansestadt Wismar organisiert, dies würden wir als Reaktion auf entsprechende Gewaltakte jederzeit wieder machen. Ein Zurückhalten der Demonstrationsteilnehmer bei rechter Provokation wäre dann um einiges schwieriger." Aus welcher politischen Richtung der Anschlag gekommen war, dazu hatte die Polizei noch keine näheren Erkenntnisse.
Balsam für die Antifa-Seele
Und wo blieb die positive Außenwirkung? Es wurden zwar fleißig Flyer an die PassantInnen verteilt, aber von der Demo zu sehen war nur ein lauter, schwarzer und trotz fröhlicher musikalischer Begleitung vom Lautiwagen, ein aggressiv anmutender Block zu sehen, in dem sich niemand so recht freiwillig einreihen wollte. Wie auch, wenn bis hinter den Lautiwagen mit Transparenten kategorisch alles ausgesperrt wurde? Da blieb also nur noch, sich HINTER die Elite herzulaufen (was, soweit ich sehen konnte, nicht wirklich jemand ernsthaft in Betracht gezogen hat).
Mein Fazit: Geile Antifa-Demo, fette Party, und aalglatt (und kalkuliert) am Ziel vorbei. Hoch lebe der Style-(Anti)-Faschismus!
Neunkirchen goes Wismar???
...wir kommen wieder!
Tolle Demo
Erstens glaube ich nicht, dass diese die Außenwirkung wirklich beeinflusst hat (es ging ja in erster Linie um Aufmerksamkeit für den Naziladen, nicht um Sympathien mit der Antifa), und zweitens hat Selbstschutz schon seinen Sinn. Das hat bei einigen vielleicht auch was mit Lifestyle und Kuschelantifa zu tun, aber a) ist das imho nicht dramatisch und b) sind die Leute in der Minderheit.