genveränderte Kartoffeln im Sozialministerium
Es war eine unangenehme Überraschung für die Mitarbeiter des Sozialministeriums, die für die Sicherheit der Freilandversuche mit gentechnisch veränderten Pflanzen in Mecklenburg-Vorpommern zuständig sind. Heute bekamen sie von drei Initiativen aus den Landkreisen Müritz, Demmin und Schwerin fast 10 Kilo Kartoffeln überreicht. Um die örtliche Schadstoffentsorgung nicht zu überfordern, haben wir diesmal nur eine kleine Menge mitgebracht und die Beamten mit der ordnungsgemässen Entsorgung beauftragt.
Der Ministervertreter hat Schritte angekündigt, wir sind sehr gespannt.
Der Ministervertreter hat Schritte angekündigt, wir sind sehr gespannt.
Eine brisante Lieferung, handelte es sich doch um gentechnisch veränderte Knollen, die als Erntereste auf den Versuchsflächen in Zepkow (Müritzkreis) und Hohenmocker (Landkreis Demmin) nun für alle zugänglich sind. Oder auch als „Schwund“ bei der Verladung des Erntegutes anfielen und nun auf öffentlichen Wegen liegen. Ein Beleg dafür, dass es um die vollmundig versprochene Sicherheit der Genversuche nicht gut bestellt ist.
Als im Frühjahr 2006 die ersten Freilandversuche mit genveränderten Kartoffeln angekündigt wurden, haben hunderte AnwohnerInnen mit Einwendungen versucht dies zu verhindern. Sie haben ihre Zweifel aufgeschrieben, dass die gentechnisch veränderten Kartoffeln tatsächlich im Versuchsfeld bleiben und nicht durch Wildschweine oder schlampige Ernte- und Verladearbeiten außer Kontrolle geraten. Der Versuch wurde trotzdem genehmigt. Die seinerzeit vorgebrachten Bedenken haben sich nun bestätigt. Mit der heutigen Lieferung an das Sozialministerium haben die GentechnikgegnerInnen dafür den Beweis erbracht. Tausende große und kleine genmanipulierte Kartoffeln liegen aber noch weiter auf den Versuchsfeldern ungeschützt herum.
Während der Vegetationsperiode wurden die Versuchsfelder mit 24-Stunden-Wachdienst, in Hohenmocker sogar mit Bauzaun, Elektrodraht, Videoüberwachung und Bewegungsmeldern gesichert. Mit der Ernte verschwanden jedoch alle Schutzvorkehrungen für Mensch, Flora und Fauna. Zentnerweise blieben die Kartoffeln im Boden. In Zepkow verschwand die Beschilderung mit den notwendigen Warnhinweisen komplett, in Hohenmocker gibt es trotz mehrerer Zuwege nur noch von einer Seite ein kleines Schild.
Jeder Spaziergänger könne nun genveränderte Kartoffeln unwissentlich in den Verkehr bringen. Wildschweine sowieso. Da in den Dörfern Mecklenburg-Vorpommerns traditionell Kartoffeln von der Bevölkerung nachgesammelt werden, besteht nun die direkte Gefahr, dass die Kartoffeln auf so manchem Teller landen.
Deshalb erhielten Vertreter des Sozialministeriums einen Forderungskatalog:
1. Das umgehende behördliche Einschreiten zur Sicherung der Versuchsfelder und Sicherstellung offen zugänglicher Erntereste, da Gefahr im Verzug ist.
2. Den Entzug der Genehmigung für die durchführenden Unternehmen, da die Sicherheit der Freisetzungsversuche nicht gegeben ist und die erforderliche Zuverlässigkeit der Betreiber nicht besteht.
3. Keine weiteren Genehmigungen für Freisetzungsversuche in Mecklenburg-Vorpommern und anderswo.
4. Die weitergehende Analyse des sichergestellten und heute übergebenen Beweismaterials und Nachweise über dessen Vernichtung.
5. Eine umgehende Information der Öffentlichkeit durch die Behörde und später über die Ergebnisse der Analysen und die eingeleiteten Schritte.
Als im Frühjahr 2006 die ersten Freilandversuche mit genveränderten Kartoffeln angekündigt wurden, haben hunderte AnwohnerInnen mit Einwendungen versucht dies zu verhindern. Sie haben ihre Zweifel aufgeschrieben, dass die gentechnisch veränderten Kartoffeln tatsächlich im Versuchsfeld bleiben und nicht durch Wildschweine oder schlampige Ernte- und Verladearbeiten außer Kontrolle geraten. Der Versuch wurde trotzdem genehmigt. Die seinerzeit vorgebrachten Bedenken haben sich nun bestätigt. Mit der heutigen Lieferung an das Sozialministerium haben die GentechnikgegnerInnen dafür den Beweis erbracht. Tausende große und kleine genmanipulierte Kartoffeln liegen aber noch weiter auf den Versuchsfeldern ungeschützt herum.
Während der Vegetationsperiode wurden die Versuchsfelder mit 24-Stunden-Wachdienst, in Hohenmocker sogar mit Bauzaun, Elektrodraht, Videoüberwachung und Bewegungsmeldern gesichert. Mit der Ernte verschwanden jedoch alle Schutzvorkehrungen für Mensch, Flora und Fauna. Zentnerweise blieben die Kartoffeln im Boden. In Zepkow verschwand die Beschilderung mit den notwendigen Warnhinweisen komplett, in Hohenmocker gibt es trotz mehrerer Zuwege nur noch von einer Seite ein kleines Schild.
Jeder Spaziergänger könne nun genveränderte Kartoffeln unwissentlich in den Verkehr bringen. Wildschweine sowieso. Da in den Dörfern Mecklenburg-Vorpommerns traditionell Kartoffeln von der Bevölkerung nachgesammelt werden, besteht nun die direkte Gefahr, dass die Kartoffeln auf so manchem Teller landen.
Deshalb erhielten Vertreter des Sozialministeriums einen Forderungskatalog:
1. Das umgehende behördliche Einschreiten zur Sicherung der Versuchsfelder und Sicherstellung offen zugänglicher Erntereste, da Gefahr im Verzug ist.
2. Den Entzug der Genehmigung für die durchführenden Unternehmen, da die Sicherheit der Freisetzungsversuche nicht gegeben ist und die erforderliche Zuverlässigkeit der Betreiber nicht besteht.
3. Keine weiteren Genehmigungen für Freisetzungsversuche in Mecklenburg-Vorpommern und anderswo.
4. Die weitergehende Analyse des sichergestellten und heute übergebenen Beweismaterials und Nachweise über dessen Vernichtung.
5. Eine umgehende Information der Öffentlichkeit durch die Behörde und später über die Ergebnisse der Analysen und die eingeleiteten Schritte.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
schoene sache — dedadu
horst : nomen est omen — mcB.u.n.d.