Neue Polizei-Technologien
Die Verschmelzung von von innerer und äußerer Sicherheit (Merkel, Ziercke, Schäuble) geht mit der Einführung neuer Sicherheitstechnologie einher. Vieles davon spielt sich im Verborgenen ab. Nicht nur auf deutscher Ebene werden Datenbanken zusammengelegt (vgl. Schäubles "Anti-Terror-Datei" mit 334 Einzel-Datenbanken). Anbieter der "Sicherheitsindustrie" konkurrieren bei der Vereinheitlichung europäischer Standards. Die Industrie hat mehrere Verfahren zur "automatisierten Texterschließung" entwickelt. Damit werden die beim permanenten "Data-Mining" erhobenen Daten abgeglichen. Zukünftig sollen Straftaten rechnerisch vorhersehbar werden.
Das Fact-Sheet ist für Mobilisierungsveranstaltungen zur Kampagne gegen den "11. Europäischen Polizeikongreß" erstellt. Bilder und Texte sind größtenteils der offiziellen Webseite des Polizeikongreß entnommen. Mehr Hintergrund und Links hier.
Siehe auch Fact-Sheet "Risk Control".
Das Fact-Sheet ist für Mobilisierungsveranstaltungen zur Kampagne gegen den "11. Europäischen Polizeikongreß" erstellt. Bilder und Texte sind größtenteils der offiziellen Webseite des Polizeikongreß entnommen. Mehr Hintergrund und Links hier.
Siehe auch Fact-Sheet "Risk Control".
Mobilisierungs-Veranstaltungen zur Kampagne gegen den "11. Europäischen Polizeikongreß":
"Sicherheitsarchitektur" bei "polizeilichen Großlagen"- "Risk Control", Internationale Polizeikooperation, "Handhabung von Menschenmassen", neue Sicherheitstechnologie
15.11. Rostock, Median, 20.00 Uhr
27.11. Berlin, KATO, 20.00 Uhr
13.12. Hamburg, Flora, 19.00 Uhr
Kampagnen-Vorbereitungstreffen:
14.11. 19.00 Uhr, Berlin, Bethanien Südflügel
23.11., 18.00 Uhr, Berlin, Bethanien Südflügel
Kampagnen-Webseite:
http://euro-police.noblogs.org
Weiterlesen:
http://gipfelsoli.org/Repression/Methoden
http://blog.kairaven.de
"Sicherheitsarchitektur" bei "polizeilichen Großlagen"- "Risk Control", Internationale Polizeikooperation, "Handhabung von Menschenmassen", neue Sicherheitstechnologie
15.11. Rostock, Median, 20.00 Uhr
27.11. Berlin, KATO, 20.00 Uhr
13.12. Hamburg, Flora, 19.00 Uhr
Kampagnen-Vorbereitungstreffen:
14.11. 19.00 Uhr, Berlin, Bethanien Südflügel
23.11., 18.00 Uhr, Berlin, Bethanien Südflügel
Kampagnen-Webseite:
http://euro-police.noblogs.org
Weiterlesen:
http://gipfelsoli.org/Repression/Methoden
http://blog.kairaven.de
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Fact Sheet "Neue Polizei-Technologien" (978K)

Ergänzungen
Polizei-Panne: Daten-Kolateralschaden
Geheime Daten veröffentlicht
Mitarbeiter des Darmstädter Polizeipräsidiums überprüfen das Faxgerät.
Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr ist der Darmstädter Polizei eine Datenpanne unterlaufen. Am Wochenende haben Beamte versehentlich ein Fax mit Objektschutzdaten an einen Presseverteiler verschickt
Auf dem veröffentlichten Formular wurden die Adressen von unter Objektschutz stehenden Personen und Einrichtungen in Darmstadt und Griesheim aufgeführt. Neben den US-Einrichtungen in Darmstadt und den Satellitenkontrollzentren wurde auch die Privatwohnung von Bundesjustizministerin Zypries inklusive ihrer Adresse veröffentlicht. Aus dem Fax ging außerdem hervor, wie oft eine Polizeistreife nachts bei ihr patrouillierte. Namentlich genannt wurden ebenfalls ein von der organisierten Kriminalität bedrohter Darmstädter Staatsanwalt. Auch dessen Wohnsitz konnte man der Liste entnehmen.
Die Ursache der Datenpanne war offenbar ein Faxgerät im zweiten Darmstädter Polizeirevier. Von dort aus werden sowohl Mitteilungen an die Presse verschickt wie auch vertrauliche Daten an einen internen Verteiler. Der Präsident des Polizeipräsidiums, Gosbert Dölger, bedauerte das Versehen am Montagabend. Er sprach von menschlichem Versagen und Fahrlässigkeit. Der Vorfall werde polizeiintern untersucht, auch dienstrechtliche Konsequenzen würden überprüft. Dölger habe sich zudem mit den auf dem Formular genannten Personen in Verbindung gesetzt. Außerdem seien die Schutzmaßnahmen vorsorglich umgestellt worden. Rund eine Stunde nach der Fehlleitung des Faxes seien die Empfänger informiert und gebeten worden, das Papier zu vernichten.
Einsatzprotokolle kursierten im Netz
Bereits im Januar kam es bei der Darmstädter Polizei zu einem peinlichen Zwischenfall. Beamte hatten persönliche Daten von 46 Bürgern ins Internet gestellt - unbeabsichtigt. Die Einsatzprotokolle sollten eigentlich nur im polizeiinternen Netz veröffentlicht werden. Es dauerte eine Woche, bis der Zugriff endgültig gesperrt war, denn die Suchmaschine Google hatte eine Kopie des Dokuments angefertigt und auf einen eigenen Server gestellt.
Innenminister Volker Bouffier (CDU) sprach damals von einem bedauerlichen Versehen und kündigte Konsequenzen an. Daraufhin änderte die hessische Polizei laut des stellvertretenden Landespolizeipräsidenten Günter Hefner ihr Internet-Verfahren.
06.12.07 17Uhr BERLIN INNENMINISTERKONFERENZ
Radiobeitrag..einfach mal anhören
Bundeskriminalamt arbeitet mit Stasiunterlage
Anti-Terror mit der Stasi
Mit der Losung "Stasi 2.0" mobilisieren Bürger- und Menschenrechtsaktivisten derzeit zu Protesten gegen die neue Überwachungspolitik der Bundesregierung. Ob Vorratsdatenspeicherung, flächendeckende Kameraüberwachung oder "Bundestrojaner" - Gründe für Besorgnis gibt es unter der großen Koalition genug. Nun ist ein weiterer hinzugekommen: Nach Informationen, die der Telepolis-Redaktion vorliegen, hat das Bundeskriminalamt (BKA) in den laufenden Ermittlungen (Andrej H., § 129a und die verdächtigen Begriffe) gegen mutmaßliche Mitglieder einer linksradikalen Organisation mit dem Namen "militante gruppe" (mg) systematisch auf Datenmaterial des Ministeriums der Staatssicherheit (MfS) der DDR zurückgegriffen.
Das geht aus einem Schriftwechsel zwischen dem BKA und der Behörde der "Bundesbeauftragen für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik" (BSTU) von Anfang November vergangenen Jahres hervor. Die Ermittler fragten damals die Stasi-Akten von vier Personen ab, gegen die derzeit ein Ermittlungsverfahren wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation auf der Basis des Strafrechtsparagraphen 129a geführt wird. Die Zusammenarbeit mit der Behörde unter Leitung der DDR-Oppositionellen Marianne Birthler funktionierte reibungslos: Nur vier Tage nach der Anfrage stellte das Haus die gewünschten Unterlagen zur Verfügung.
Vom MfS zum BKA
Auf die fragwürdige Ermittlungsmethode des Bundeskriminalamtes hatte am Montag die Redaktion der Zeitschrift telegraph hingewiesen. Wie Telepolis bestätigen konnte, stammen die Akten des MfS, die vom BKA herangezogen wurden, aus dem Jahr 1988. Damals hatten linke Gruppen aus der so genannten Bürgerbewegung der DDR auch in Ostberlin gegen den im Westen der Stadt tagenden Gipfel des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank mobilisiert. Eine wichtige Rolle spielten dabei Ökoaktivisten der DDR. Gemeinsam mit Vertretern der Umweltschutzorganisation Greenpeace luden sie in der Ostberliner "Umweltbibliothek" zu einem Treffen ein, bei dem auch die Stasi anwesend war. Schon ein Jahr zuvor war die Redaktion der "Umweltblätter", wie die spätere linke Oppositionszeitschrift "telegraph" damals noch hieß, bereits durchsucht und Redakteure festgenommen worden.
20 Jahre nach den Razzien und 18 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer nutzt das BKA die damaligen Überwachungsprotokolle, um gegen mutmaßliche Mitglieder einer "militanten gruppe" vorzugehen. Diese Gruppierung wird von dem amtierenden Staatssicherheitsdienst (Bundesamt für Verfassungsschutz) verdächtigt, für eine Reihe von Brandanschlägen im Großraum Berlin verantwortlich zu sein. In der Nacht zum 1. August waren unter diesem Vorwurf drei Männer in einer Aufsehen erregenden Aktion von Staatsschutz und Polizei in Brandenburg festgenommen worden (Angeblicher Schlag gegen Militante Gruppe). Seitdem sitzen sie in Hochsicherheitshaft im Gefängnis Berlin-Moabit ein. 23 Stunden täglich müssen sie in ihren Zellen bleiben, der Kontakt zu Mitgefangenen wird stark eingeschränkt, die Post der Rechtsanwälte wird überwacht.
Die auf Stasidaten basierenden Ermittlungen führt das BKA indes auch gegen vier weitere Beschuldigte. Der Haftbefehl gegen einen von ihnen, den Berliner Soziologen Andrej Holm, musste nach Intervention des 3. Strafsenats des Bundesgerichtshofes am 24. Oktober jedoch aufgehoben werden (Verdacht ist nicht genug). Die Karlsruher Richter verwarfen den Terrorvorwurf der Staatsschützer. Ab Ende dieser Woche erwarten enge Beobachter des Verfahrens, dass auch die Terroranklage gegen die drei inhaftierten fallengelassen wird, weil die ihnen zur Last gelegten Taten (Sabotage geparkter Armeefahrzeuge) keinen Terror bedeuteten. Damit würde das Verfahren an die regionalen Justizbehörden zurückverwiesen werden. Sie würden dann auf der Basis konventioneller Strafdelikte weiterermitteln.
Bevor dem juristischen Amoklauf der vermeintlichen Antiterrorfahnder in Karlsruhe Einhalt geboten wurde, hatte das BKA Stasiunterlagen systematisch durchforstet. Ziel war es, mit Hilfe der Daten aus der MfS-Überwachung der Beschuldigten - sie alle stammen aus der DDR - die eigenen Vorwürfe zu stützen. Die bundesdeutschen Ermittler trugen zahlreiche Protokollangaben des MfS zusammen, die von der Stasiunterlagenbehörde bereitwillig zur Verfügung gestellt wurden. So heißt es über einen der Angeklagten:
Weiterhin hat er bei einer Grenzpassage aus der CSSR nicht angegeben, dass er innerkirchliches Material bei sich hatte.
Aus den BKA-Stasi-Unterlagen
Material mit diesem Vermerk durfte nach damals geltenden Gesetzen nicht geöffnet oder gar kontrolliert werden. Aktivisten der so genannten Bürgerbewegung bemühten sich um entsprechende Stempel, um politisches Material über Grenzen zu schaffen.
An einer anderen Stelle der Unterlagen, die dem BKA zugeleitet wurden, heißt es:
Bei der Demonstration am 7. Oktober 1989 in Berlin wurde er wie viele andere Personen eingeführt.
Aus den BKA-Stasi-Unterlagen
Rund zwei Jahrzehnte nach dem Fall der Berliner Mauer gehen ehemalige Bürgerrechtler aus dem Hause Birthler gemeinsam mit dem heutigen Staatsschutz gegen damals wie heute andersdenkende Bürgerrechtler vor. Ein Stück deutscher Realität, knapp zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung.
Aufruf zum Schutz der Demokratie
Die Nutzung von Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes des "Unrechtsstaates", wie die DDR heute bezeichnet wird, durch das BKA bestätigt die Kritiker der neuen repressiven Innenpolitik. Vor wenigen Tagen erst hatte die Deutsche Journalistinnen und Journalisten-Union (dju) die Methoden der derzeitigen Staatsschützer in zwei Erklärungen massiv angegriffen. In einer ersten Stellungnahme bezog sich die gewerkschaftliche Pressevereinigung auf die systematische Überwachung der Post an vier Zeitungsredaktionen. Kurz zuvor war br />
Wenn die Redaktionen nicht einmal darüber informiert werden, wie sollen sich Informanten dann noch sicher sein, wenn sie mit der Redaktion in Kontakt treten. Sie müssen jederzeit davon ausgehen, dass die Post abgefangen wird.
Andreas Köhn, ver.di
In der zweiten Erklärung griff die Gewerkschaft die Ermittlungen gegen die vier Verdächtigen grundsätzlich an. Wie Telepolis berichtete (Richter prüfen Terrorvorwurf) waren die Männer ins Visier der Ermittlungsbehörden geraten, weil sie über publizistische Arbeit in Kontakt standen. Zudem hatten sie neun Wörter in ihren Texten benutzt, die auch in den Bekennerschreiben der "mg" vorgekommen sein sollen. Wenn Begriffe wie "Prekarisierung" oder "Gentrification" aber einen Terrorverdacht rechtfertigten ( "Gentrification" und "Prekarisierung"), "stehen zumindest die Gewerkschaften unter Generalverdacht", heißt es in der dju-Stellungnahme. Denn:
Die Prekarisierung der Gesellschaft ist eines unserer Kernthemen.
Pressemitteilung der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union
Ein solches Engagement scheint in Zeiten neoliberaler Politik zunehmend das Interesse der Staatsschützer zu wecken. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass der Einsatz gegen die soziale Ausgrenzung zunehmender Bevölkerungsteile laut Terrorismusdefinition als "erhebliche Schädigung" des Staates wahrgenommen werden könnte.
Fact Sheet kompakt
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Schweizer Polizei: Mord ?
Der Aargauer Untersuchungsrichter Beat Richner hat die Öffentlichkeit bewusst nicht über den Tod eines 41-Jährigen bei einer Polizeiaktion Mitte September in Fislisbach informiert.
Der psychisch kranke Mann war bei der Festnahme erstickt. Gegen die beiden Beamten, die an der Festnahme beteiligt waren, wurde unmittelbar nach dem Vorfall von Amtes wegen ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. Das Bezirksamt Baden entschied jedoch, die Öffentlichkeit darüber nicht zu informieren.
Er habe sich diesen Entscheid nicht leicht gemacht, betonte Richner heute an einer Medienkonferenz in Baden. Dazu entschieden habe er sich, um ohne Beeinflussung durch Dritte ermitteln zu können, aber auch zum Schutz der beiden beteiligten Polizisten und der Familie des Todesopfers.
Familie des Opfers war einverstanden
Die Familie sei vor zwei Monaten damit einverstanden gewesen, nicht an die Medien zu gelangen, sagte Richner. In der Zwischenzeit habe die Familie selbst den Weg zu den Medien gesucht. Der ungewöhnliche Todefall war am Wochenende von der «SonntagsZeitung» publik gemacht worden.
Der Vorfall hatte sich am 10. September ereignet. Zwei Polizisten der Regionalpolizei Rohrdorferberg-Reusstal waren nach Fislisbach ausgerückt. Eine Frau hatte um Hilfe gebeten, weil sich ihr psychisch kranker Sohn renitent verhalten und die Einnahme von Medikamenten verweigert hatte.
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Beim Eintreffen der Polizei sprang der 41-jährige Mann aus dem Fenster und über ein Vordach drei Meter in die Tiefe. Im Garten bedrohte er die beiden herbei eilenden Polizisten mit einem Holzbrett. Als die Polizisten die Dienstwaffe zogen, liess der psychisch kranke Mann das Brett fallen.
Lagebedingte Erstickung
In der Folge kam es zwischen den Parteien zu einem minutenlangen Kampf. Die Beamten konnten den aufgebrachten Mann schliesslich niederringen und in Bauchlage mit auf dem Rücken gefesselten Händen fixieren. Nach heftiger Gegenwehr blieb der Festgenommene plötzlich regungslos auf dem Bauch liegen.
Als die angeforderte Verstärkung und die Notfallärztin eintrafen war der Mann tot. Die gerichtsmedizinische Untersuchung habe ergeben, dass der Mann an «lagebedingter Erstickung» gestorben sei, sagte Ulrich Zollinger vom Institut für Rechtsmedizin in Bern.
Vier Fälle in der Schweiz
Bisher habe es in der Schweiz vier derartige Fälle gegeben. Im Jahr 1993 erlitt im Aargau ein Patient bei einer Schreitherapie einen «lagebedingten Erstickungstod». Im Rahmen von Polizeieinsätzen wurde dieses Phänomen zudem 1999 in Kloten sowie 2001 in den Kantonen Bern und Wallis festgestellt.
Das Grundproblem sei, dass psychisch und physisch stark erregte Personen, die sich einer polizeilichen Festnahme widersetzten, in einen psychischen Ausnahmezustand gerieten, sagte Zollinger. In dieser Situation steige der Sauerstoffbedarf erheblich. Dabei könne jegliche Behinderung der Atmung zum plötzlichen Tod führen.
Laut dem Rechtsmediziner befinden sich Polizisten in solchen Fällen in einem doppelten Dilemma. Einerseits seien sie daran interessiert, die Festnahme erfolgreich zu gestalten, weil sie sonst als Versager dastünden. Werde jedoch zu lange Druck auf den Festgehaltenen ausgeübt, könne dies einen fatalen Ausgang nehmen.
Polizisten noch im Dienst
Gemäss Silvio Caneri, Gemeindeammann von Fislisbach, hatten zwei erfahrene Regionalpolizisten den Einsatz durchgeführt. Beide seien weiterhin im Dienst. Bis die Untersuchung abgeschlossen sei, gelte die Unschuldsvermutung.
Der Mediensprecher der Aargauer Kantonspolizei, Rudolf Woodtli, zeigte sich froh darüber, dass der Fall Fislisbach von Anfang an vom Untersuchungsrichter übernommen wurde. Damit sei eine «saubere Untersuchung» gewährleistet.
Folgen für Einsatzdoktrin
Woodtli gab sich zudem überzeugt, dass der Fall Fislisbach nicht ohne Auswirkungen auf die Einsatzdoktrin der Regionalpolizeien bleiben werde. Dem Phänomen «lagebedingter Erstickungstod» werde bei der Aargauer Kantonspolizei schon seit 2002 grosse Beachtung geschenkt und in der Grundausbildung behandelt.
Bei den Regionalpolizeien hingen seien die von der Kapo angebotenen Weiterbildungsmodule freiwillig. Die Führung der Regionalpolizei sei Sache der Gemeinden. «Wir können deshalb nur empfehlen, aber nicht befehlen», so Woodtli.
Beat Richner rechnet damit, dass die Untersuchungen gegen die beiden Regionalpolizisten in einem halben Jahr abgeschlossen sein werden. Zunächst müssten noch weitere Befragungen der Beteiligten durchgeführt werden.
(ret/sda)
Antirepdemo
17.11. 14 Uhr Rostock am Saarplatz