Köln: "Kumm erus- bella ciao?"

chiflado 02.11.2007 17:14 Themen: Freiräume Medien Soziale Kämpfe
Die "Kumm erus"(früher "von unge") wurde 1992 von Menschen der "Anti-Knast-Werkstatt Koeln" gegründet und verstand sich immer als Organ der "von unten"(der, die nicht nach oben buckeln und nach unten treten)im aussehen ähnelte es einer Kölner Bouvelardzeitung. dies und die art der berichte (subjektiv, radikal und oft sehr persönlich) fand bei einer "theorieabhängigen"Linken selten Anklang. Dafür bei all den "Überflüssigen": den erwerbslosen,arbeiterInnen, Nachbarn und Emigranten, den "Ver-rückten" und den Normalen, die immer wieder ihre eigene Geschichten und erlebnisse ins blatt brachten. Kurzfristig konnte das Blatt Bewegungen sogar initiieren.
Nach 15 Jahren wird die Zeitung wohl eingestellt.
(Dazu ein Telefonreport von Bix)
"kumm erus" macht seit langem Minus. Bisher wurde immer aus kleinen reserven oder nebenjobs zugebuttert. die reserven sind erschöpft.Was bleiben wird sind die "Unbequemen Nachrichten"(UN), allerdings ohne Strassenverkauf. Die Themen der UN - Knast und andere Anstalten - sind so ein Randthema, das kaum Interesse findet (die "kumm erus" trotz populärer Aufmachung wohl auch nicht). (bei interesse an der UN:  akp.koeln@googlemail.com)
Nun hoffen die Menschen um die (noch)"kumm erus" und die UN, zumindest den Offenen Treff inc.Büro in der Elsasstr.halten zu können. Durch praktische Selbsthilfe(die durchaus ein paar Spenden verkraften kann). soll UN und Büro gehalten werden.

Tel: 0221 - 3318716 Elsaßstr. 34 50677 Koeln
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Ergänzungen

versteh ich nicht

Schritt 01 03.11.2007 - 14:33
warum gehen sie nicht online? nur über print und straßenverkauf kann man sich doch heutzutage nicht mehr bekannt machen, auch als lokalblatt nicht.

ja und nein

chiflado 03.11.2007 - 16:38
soweit ich das mit bekommen habe,wird das zumindest erwogen ... aber eine onlineausgabe schränkt natürlich den Kreis ein/oder sperrt aus... da es eine mitmachzeitung ist/war und daher viel mit sozialer kommunikation zu tun hatte, geht da natürlich ein gewichtiger teil des "Charakters" der Zeitung verloren. Klingt hier und jetzt etwas altertümlich, aber auch hier hat nicht jede/r direkten zugang zu allen medien und - wie gesagt - verändert die Beziehungen zu-und untereinander. Vielleicht die "UN" für interessierte Aussenstehende?!

war abzusehen

schwarzes Schaf 03.11.2007 - 18:19
Es sind öfters Vorschläge gemacht worden, wie die Zeitung hätte verändert, bzw. auf die aktuelle Zeit hätte angepasst werden können, aber die Herausgeberin wollte an ihrem Konzept festhalten. Ohne Bix jetzt zu sehr kritisieren zu wollen (sie lebte in gewisser Hinsicht für die Zeitung und hat alles was ihr möglich war für die Zeitung gegeben, weshalb es durchaus nachvollziehbar war, dass sie an ihrem Konzept festhalten wollte) Seit einigen Jahren war abzusehen, dass die Kumm Erus pleite geht, da die Auflage immer weiter sank und die neuen Ausgaben immer seltener kamen. Um die Kumm Erus zu retten, hätte das Konzept geändert werden müssen! ... mäh

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