Kosel/Hummelfeld (SH): Antifa-Move ya!-Aktion

Antifasachistisch lebt sich's besser! 26.10.2007 01:03 Themen: Antifa
- "Move Ya!"-AktivistInnen verteilen antifaschistische Infoflugblätter in der Schleiregion

- Kampagne Antifaschistisch lebt sich's besser begrüßt diese lang überfällige Aktion

- Rieger und Kern wollen neonazistische Infrastruktur in der Schleiregion weiter ausbauen
Im Laufe des letzten Jahres war Rieseby aufgrund anhaltender rechtsradikaler Aktivitäten wiederholt landes- und sogar bundesweit in die Schlagzeilen geraten. Darüber hinaus wurde berichtet, dass mit Jürgen Rieger in Hummelfeld und Dieter Kern in Kosel gleich zwei bundesweit bekannte und aktive Führer der Neonazis Immobilien in der Schlei-Region besitzen.
Um die AnwohnerInnen über ihre unangenehmen Nachbarn aufzuklären, steckten gestern, am 24. Oktober AktivistInnen der norddeutschen „Move Ya!“-Kampagne in Kosel, Gammelby, Hummelfeld und Fleckeby flächendeckend Flugblätter in die Briefkästen. Die Flugblätter informierten über Riegers geplantes „Museum für Natur- und Heimatgeschichte“ und Kerns „Bauernhof“, auf dem bereits größere Treffen von zumeist angereisten Neonazis stattfanden.

Die Kampagne „Antifaschistisch lebt sich`s besser!“ begrüßt die Aktion ihrer MitstreiterInnen von der „Move Ya!“ Kampagne. Die gezielte und umfassende Aufklärung aller AnwohnerInnen über die neonazistischen Umtriebe in ihrer Nachbarschaft waren angesichts der realen Bedrohung lange überfällig.
Die AktivistInnen der Kampagne verwiesen auf den erfolgreichen Protest von AntifaschistInnen und AnwohnerInnen des von Kern betriebenen „Landgasthofes“ in Heishoop (Kreis Stormarn): Dieser hatte letztlich zu einer Schließung des Neonazi-Treffpunktes mit überregionaler Bedeutung geführt. Was im Kreis Stormarn möglich ist, sollte allerdings auch in Schwansen möglich sein. Weder Rieseby, noch Hummelfeld oder Kosel dürfen ruhiger Rückzugsraum für bundesweit aktive Führer der extremen Rechten sein.

Mit Blick auf das Riesebyer „Schlei-Blättchen“ riet die Kampagne gewissen Journalisten, sich ein Beispiel an aufklärenden Aktionen wie „Move Ya!“ nehmen und über die Aktivitäten der Rechten zu berichten, statt ihre Energie dafür einzusetzen, Engagement gegen Nazis in Misskredit zu bringen. Der Herausgeber der Zeitung Hartmut Schmidt hatte auf seiner Internet-Seite in den letzten Wochen massiv Stimmung gegen in AntifaschistInnen gemacht und diese sogar zu „TerroristInnen“ erklärt.


Mehr zu "Move Ya!":
 http://www.move-ya.tk


Mehr zu den bisherigen antifaschistischen Aktivitäten in der Schleiregion:

Zusammenfassung:  http://de.indymedia.org/2007/09/195463.shtml
Musikkundgebung, 15.09.:  http://de.indymedia.org/2007/09/194572.shtml
Infokundgebung, 13.09.:  http://de.indymedia.org/2007/09/194254.shtml
Verbot von Antifa-Veranstaltungen:  http://de.indymedia.org/2007/09/194084.shtml
Demo, 01.09.:  http://de.indymedia.org/2007/09/192997.shtml
Kampagnenstart:  http://de.indymedia.org/2007/08/192764.shtml
Aufruf:  http://de.indymedia.org/2007/08/190238.shtml
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Ergänzungen

Flugblatt zu Riegers Immobilie in Hummelfeld

Move ya! 26.10.2007 - 01:14
Schon seit langem wird das Riesebyer Umland immer wieder mit aufkeimenden Nazi¬strukturen konfrontiert. Doch in den letzten Monaten ist die Region zu trauriger Berühmtheit gelangt. Hier werden Nazis zu Schulsprechern gewählt. Hier führt die NPD Flugblattaktionen durch und baut Info¬stände auf. Hier finden Rechtsrock-Konzerte und Sommersonnenwend¬feiern in ländlicher Idylle statt. Hier häufen sich Übergriffe von Neonazis auf nicht „deutsch¬stämmige“ Menschen oder diejenigen, die nicht zur rechten Szene dazugehören wollen oder sich gar gegen diese aussprechen.

In der Region existiert eine – gemessen an den Einwohnerzahlen – relativ große Naziszene, welche eine Hegemonialstellung unter den Jugendlichen innehat. Diese, bisher nicht politisch aktive Naziszene, beginnt sich mit Unterstützung der NPD Kiel/Plön und den Freien Nationalisten Eckernförde zu organisieren und zu vernetzen. Eine weitere Form der Unter¬stüt¬zung finden Rechtsextreme aus der Region auch bei dem Nazikader Dieter Kern, der sich auf einem ehemaligen Bauernhof in Lundshof zwischen Rieseby und Kosel niedergelassen hat. Auf Dieter Kerns Hof fanden bereits mehrere rechtsextrem motivierte Veranstaltungen statt. So zum Beispiel ein Rechtsrock-Konzert, die Feier zur Sommersonnenwende – ein Feiertag, der in keinem Nazikalender fehlen darf – und eine Party im April diesen Jahres, die von einem Großaufgebot der Polizei aufgelöst wurde.

Dieter Kern hat bereits eine lange Karriere in der Naziszene hinter sich.
Als sich 1997 das Bündnis Rechts (Netzwerk von gewaltbereiten Neonazis und Altnazis) in Schleswig-Holstein gründet, wird Dieter Kern Vorsitzender und Spitzenkandidat des selbigen. Schwer¬punkt der Aktivitäten des Bündnis Rechts war Lübeck, wo Dieter Kern damals noch lebte und arbeitete. Dort nahm das Bündnis Rechts 1998 erstmals an den Kommunal¬wahlen teil. Der Einzug in die Bürgerschaft scheiterte allerdings und die Aktivitäten Kerns be¬schränkten sich, neben dem Durchführen von Naziaufmärschen in Lübeck und Flensburg, immer mehr auf das Betreiben der Internetseite bzw. des Infotelefons des Bündnis Rechts, sowie das bundesweite Auftreten als antisemitischer Redner. 2001 verlor Kern seinen Arbeitsplatz bei der Stadt Lübeck. Grund waren mehrere Zeitungsartikel, in denen er seine faschistische und menschenverachtende Propaganda publizierte.

2004 erwarb Dieter Kern eine Gaststätte in Heilshoop, einem kleinen Dorf in der Nähe von Lübeck. Sein Ziel war es, ein neues Zentrum – ähnlich dem Club 88 in Neumünster - für Nazis in Schleswig-Holstein zu etablieren. Im „Landgasthof“ in Heilshoop fanden eine Vielzahl Ver¬anstaltungen mit einschlägigen Nazikadern statt. So waren z. B. Horst Mahler, Holocaust¬leugner und Nazianwalt, die rechten Liedermacher Frank Rennike und Andre Lüders sowie der Naziterrorist Manfred Roeder (verurteilt wegen gefährlicher Körper¬ver¬letzung, Brand¬anschläge gegen Flüchtlingsheime und Volksverhetzung) bei Dieter Kern zu Gast. Doch dank einer energischen und engagierten antifaschistischen Öffentlichkeitsarbeit blieben Kern schnell die Gäste aus. Z.B. verzichtete die örtliche Feuerwehr auf ihren regelmäßigen Stammtisch im „Landgasthof“. Obwohl sich Kerns wirtschaftlichen Ver¬hältnisse verschlechtert hatten, hielt er an seinem Plan fest auch weiterhin den „Landgasthof“ für rechtsextreme Veranstaltungen nutzen zu wollen. Als die zuständigen Behörden einen teuren Umbau bezüglich Schall- und Brandschutzeinrichtungen forderten, musste Kern den Gasthof im Juli 2005 schließen.

Offensichtlich bemüht sich Dieter Kern darum in Lundshof einen neuen Treffpunkt für Nazis zu schaffen. Auch hier lädt Kern zu Musikabenden und rechten Feiern ein. Er möchte auf dem abgelegenen Bauernhof ein Café einrichten und den Hof ausbauen. Außerdem beantragte Kern nicht nur die Konzession für ein Café, sondern auch für einen Campingplatz.

Wer auf Dieter Kerns Anwesen campen, rasten und feiern soll, dürfte jedem klar sein.
Deshalb ist antifaschistische Gegenwehr unbedingt notwendig! Wir möchten alle Menschen ermutigen, den Kampf gegen den Faschismus in die eigenen Hände zu nehmen. Auch wenn mensch sich in seiner vermeintlichen Ruhe gestört fühlt, ist es absolut erforderlich, Vorraus¬set¬zungen gegen die Etablierung von Nazizentren zu schaffen.
Diese Vorraussetzungen sind ein gesellschaftliches Klima, in dem die Nazis nicht Fuß fassen können. Ein Klima, in dem ihre menschenverachtende Ideologie und ihre Hetzpropaganda auf taube Ohren stoßen und in dem Antifaschismus zur Kür und nicht zur Pflicht wird!

Spucken wir den Nazis gehörig in die Suppe!
Kein Nazizentrum in Lundshof!

Flugblatt zu Kerns Hof bei Kosel

Move ya! 26.10.2007 - 01:14
Schon seit langem wird das Riesebyer Umland immer wieder mit aufkeimenden Nazi¬strukturen konfrontiert. Doch in den letzten Monaten ist die Region zu trauriger Berühmtheit gelangt. Hier werden Nazis zu Schulsprechern gewählt. Hier führt die NPD Flugblattaktionen durch und baut Info¬stände auf. Hier finden Rechtsrock-Konzerte und Sommersonnenwend¬feiern in ländlicher Idylle statt. Hier häufen sich Übergriffe von Neonazis auf nicht „deutsch¬stämmige“ Menschen oder diejenigen, die nicht zur rechten Szene dazugehören wollen oder sich gar gegen diese aussprechen.

In der Region existiert eine – gemessen an den Einwohnerzahlen – relativ große Naziszene, welche eine Hegemonialstellung unter den Jugendlichen innehat. Diese, bisher nicht politisch aktive Naziszene, beginnt sich mit Unterstützung der NPD Kiel/Plön und den Freien Nationalisten Eckernförde zu organisieren und zu vernetzen. Eine weitere Form der Unter¬stüt¬zung finden Rechtsextreme aus der Region auch bei dem Nazikader Dieter Kern, der sich auf einem ehemaligen Bauernhof in Lundshof zwischen Rieseby und Kosel niedergelassen hat. Auf Dieter Kerns Hof fanden bereits mehrere rechtsextrem motivierte Veranstaltungen statt. So zum Beispiel ein Rechtsrock-Konzert, die Feier zur Sommersonnenwende – ein Feiertag, der in keinem Nazikalender fehlen darf – und eine Party im April diesen Jahres, die von einem Großaufgebot der Polizei aufgelöst wurde.

Dieter Kern hat bereits eine lange Karriere in der Naziszene hinter sich.
Als sich 1997 das Bündnis Rechts (Netzwerk von gewaltbereiten Neonazis und Altnazis) in Schleswig-Holstein gründet, wird Dieter Kern Vorsitzender und Spitzenkandidat des selbigen. Schwer¬punkt der Aktivitäten des Bündnis Rechts war Lübeck, wo Dieter Kern damals noch lebte und arbeitete. Dort nahm das Bündnis Rechts 1998 erstmals an den Kommunal¬wahlen teil. Der Einzug in die Bürgerschaft scheiterte allerdings und die Aktivitäten Kerns be¬schränkten sich, neben dem Durchführen von Naziaufmärschen in Lübeck und Flensburg, immer mehr auf das Betreiben der Internetseite bzw. des Infotelefons des Bündnis Rechts, sowie das bundesweite Auftreten als antisemitischer Redner. 2001 verlor Kern seinen Arbeitsplatz bei der Stadt Lübeck. Grund waren mehrere Zeitungsartikel, in denen er seine faschistische und menschenverachtende Propaganda publizierte.

2004 erwarb Dieter Kern eine Gaststätte in Heilshoop, einem kleinen Dorf in der Nähe von Lübeck. Sein Ziel war es, ein neues Zentrum – ähnlich dem Club 88 in Neumünster - für Nazis in Schleswig-Holstein zu etablieren. Im „Landgasthof“ in Heilshoop fanden eine Vielzahl Ver¬anstaltungen mit einschlägigen Nazikadern statt. So waren z. B. Horst Mahler, Holocaust¬leugner und Nazianwalt, die rechten Liedermacher Frank Rennike und Andre Lüders sowie der Naziterrorist Manfred Roeder (verurteilt wegen gefährlicher Körper¬ver¬letzung, Brand¬anschläge gegen Flüchtlingsheime und Volksverhetzung) bei Dieter Kern zu Gast. Doch dank einer energischen und engagierten antifaschistischen Öffentlichkeitsarbeit blieben Kern schnell die Gäste aus. Z.B. verzichtete die örtliche Feuerwehr auf ihren regelmäßigen Stammtisch im „Landgasthof“. Obwohl sich Kerns wirtschaftlichen Ver¬hältnisse verschlechtert hatten, hielt er an seinem Plan fest auch weiterhin den „Landgasthof“ für rechtsextreme Veranstaltungen nutzen zu wollen. Als die zuständigen Behörden einen teuren Umbau bezüglich Schall- und Brandschutzeinrichtungen forderten, musste Kern den Gasthof im Juli 2005 schließen.

Offensichtlich bemüht sich Dieter Kern darum in Lundshof einen neuen Treffpunkt für Nazis zu schaffen. Auch hier lädt Kern zu Musikabenden und rechten Feiern ein. Er möchte auf dem abgelegenen Bauernhof ein Café einrichten und den Hof ausbauen. Außerdem beantragte Kern nicht nur die Konzession für ein Café, sondern auch für einen Campingplatz.

Wer auf Dieter Kerns Anwesen campen, rasten und feiern soll, dürfte jedem klar sein.
Deshalb ist antifaschistische Gegenwehr unbedingt notwendig! Wir möchten alle Menschen ermutigen, den Kampf gegen den Faschismus in die eigenen Hände zu nehmen. Auch wenn mensch sich in seiner vermeintlichen Ruhe gestört fühlt, ist es absolut erforderlich, Vorraus¬set¬zungen gegen die Etablierung von Nazizentren zu schaffen.
Diese Vorraussetzungen sind ein gesellschaftliches Klima, in dem die Nazis nicht Fuß fassen können. Ein Klima, in dem ihre menschenverachtende Ideologie und ihre Hetzpropaganda auf taube Ohren stoßen und in dem Antifaschismus zur Kür und nicht zur Pflicht wird!

Spucken wir den Nazis gehörig in die Suppe!
Kein Nazizentrum in Lundshof!



Flugblatt zu Riegers Immobilie in Hummelfeld

Move ya! 26.10.2007 - 01:16
Spätestens seit dem Medienrummel im Frühjahr dieses Jahres wissen die meisten Menschen, dass sich die Region um Eckernförde immer wieder mit aufkeimenden Nazistrukturen konfrontiert sieht. Doch in den letzten Monaten ist dieses hübsche Fleckchen Erde zu trauriger Berühmtheit gelangt. In Rieseby wird ein bekennender Nazi zum Schulsprecher gewählt, die NPD führt Flugblattaktionen durch und baut Infostände auf. Auf einem Hof bei Kosel finden Rechtsrockkonzerte und Sommersonnenwendfeiern in ländlicher Idylle statt. Übergriffe von Nazis auf nicht „deutschstämmige“ Menschen oder diejenigen, die nicht zur rechten Szene dazugehören wollen oder sich gar gegen diese aussprechen häufen sich.

In der Region existiert eine, gemessen an den Einwohnerzahlen, relativ große Naziszene, welche eine Hegemonialstellung unter den Jugendlichen innehat. Diese, bisher nicht politisch aktive Naziszene, beginnt sich mit Unterstützung der NPD Kiel/Plön und den Freien Nationalisten Eckernförde zu organisieren und zu vernetzen. Unterstützung finden die Rechts¬extremen auch bei dem Nazikader Dieter Kern, der sich auf einem ehemaligen Bauern¬hof in Lundshof zwischen Kosel und Rieseby niedergelassen hat. Doch Dieter Kern ist nicht der einzige Nazikader, der sich in der Schleiregion niedergelassen hat.

In Hummelfeld erwarb Jürgen Rieger, Rechtsanwalt und seit Februar 2007 Landes¬vor¬sitzender der Hamburger NPD, 2003/2004 ein baufälliges Fachwerkhaus aus dem 19. Jahr¬hundert. Ganz offiziell kaufte Rieger als Vorsitzender der „Artengemeinschaft Germanische Glaubensgemeinschaft“ das Haus in dem Landschaftsschutzgebiet an der Schlei. Das Haus soll als Treffpunkt für die „Artengemeinschaft“ dienen, die seit 1951 die „germanischen Sitten¬gesetze“ wiedererwecken will und für eine „gleich geartete Gattenwahl als Gewähr für gleich geartete Kinder“ eintritt. Bis heute wurden Veranstaltungen mit Neonazis aus dem In- und Ausland in unregelmäßigen Abständen dort abgehalten.

Auch wenn es im Moment um Riegers windschiefes Anwesen in Hummelfeld ruhig geworden ist, sollte man sich dennoch im Klaren darüber sein, wer sich in der Nachbarschaft nieder¬gelassen hat. Neben den Tätigkeiten als Anwalt und NPD-Vorsitzender tritt Rieger seit Mitte der Sechziger als Multifunktionär der rechten Szene, Holocaustleugner sowie Redner bei rechten Aufmärschen und Veranstaltungen in Erscheinung. Er ist mehrfach wegen Körper¬verletzung, Volksverhetzung und der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole vorbe¬straft.
Als Anwalt vertritt Rieger seit Jahren bundesweit zahlreiche Rechtsextremisten und Holocaust¬leugner. Seit 1975 hat er eine eigene Anwaltskanzlei in Hamburg, außerdem ist er Mitglied im Deutschen Rechtsbüro, einer Vernetzung rechtsextremer Anwälte.

1991 wurde Rieger Vorstandsmitglied des Heide-Heim e.V.. Dieser Trägerverein besaß zu dieser Zeit ein Gelände in Hetendorf bei Celle. Als Organisator richtete Rieger hier die „Hetendorfer Tagungswochen“ aus. In diesem Rahmen diskutierten verschiedene faschistische Organisationen über neofaschistische Ideologien. Schulungen und Wehr¬sport¬übungen fanden statt, sowie das „Pfingstlager für Deutsche“. Mehrere hundert Nazis zelebrierten hier Jahr für Jahr die so genannte Sommersonnenwende. Nach jahrelangen Protesten verbot die niedersächsische Landesregierung 1998 den Trägerverein und be¬schlag¬nahmte das Gelände.

Des Weiteren ist Rieger Hauptorganisator des Rudolf-Heß-Gedenkmarsches im ober¬fränkischen Wunsiedel, der 2004 seinen Höhepunkt mit ca. 5000 Rechtsextremen hatte. Durch antifaschistischen Widerstand kann er bis heute nicht mehr stattfinden.

In der Vergangenheit erwarb Rieger immer wieder Immobilien, die er als Tagungs- und Versammlungszentren für Rechtsextreme und Neonazis nutzt oder nutzen will:

• 1978 war er an dem Kauf des Anwesens in Hetendorf (s.o.) beteiligt
• 1995 erwarb er ein Herrenhaus mit 650 Hektar Land in Mariestad/Südschweden
Dort wollte Rieger „reinrassige Deutsche“ ansiedeln, um germanische Nachkommen zu züchten. Dieser Plan schlug fehl. Jedoch zieht es seit 2003 immer mehr schwedische Rechtsextreme in die Gegend, um dort zu wohnen.
• 1999 kaufte er einen Gebäudekomplex mit Kino in Hameln
• 2003 das „Schützenhaus“ im thüringischen Pößneck
Das „Schützenhaus“ umfasst ein Restaurant, eine Disco, einen Biergarten und einen Festsaal für über 500 Personen. Hier richtet Rieger Veranstaltungen, wie z.B. den NPD-Landesparteitag und Konzerte aus.
• 2004 den „Heisenhof“ im niedersächsischen Dörverden bei Bremen
Nach eigenen Angaben wollte Rieger hier Fruchtbarkeitsforschung betreiben, das Gebäude sei dafür aber nicht geeignet. Da in dem alten Gebäude bis zu 300 Personen untergebracht werden können, geht man davon aus, dass Rieger auch hier Veranstal¬tungen, Tagungswochen etc. organisieren will.

Damit nicht auch in Hummelfeld ein Nazizentrum á la Hetendorf entsteht, bedarf es der Aufmerksamkeit aller Bewohner_Innen der Schleiregion und einem gesellschaftlichen Klima, in dem Nazis nicht Fuß fassen können. Haltet Augen und Ohren offen, lasst Euch von den Nazis nicht ins Boxhorn jagen! Macht Euren Protest deutlich und unüberhörbar, wenn sich Nazis in Hummelfeld treffen! Schaffen wir ein Klima, in dem ihre menschenverachtende Ideologie und ihre Hetzpropaganda auf taube Ohren stoßen und in dem Antifaschismus zur Kür und nicht zur Pflicht wird!

Spucken wir den Nazis in die Suppe!
Kein Nazizentrum nirgendwo!

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