Boykott CHE-Ranking an der ASFH Berlin

AStA ASFH 19.10.2007 01:05 Themen: Bildung
Ergebnis der Diskussion um marktorientiertes CHE-Ranking –
Hochschulleitung will studentische Vollversammlung übergehen
Ergebnis der Diskussion um marktorientiertes CHE-Ranking –
Hochschulleitung will studentische Vollversammlung übergehen

Zu Beginn des neuen Semesters kündigte die Alice-Salomon Fachhochschule
für Sozialwesen in Berlin-Hellersdorf ihren Studierenden das dieses Jahr
auch für sie stattfindende und sehr umstrittene so genannte CHE-Ranking
an. Daraufhin rief der AStA der Alice Fachhochschule die
Studierendenschaft zum Boykott der anstehenden CHE-Umfrage auf. Als
Antwort auf den Boykottaufruf reagierte die Hochschulleitung mit einem
Diskussionsangebot, damit gemeinsam das weitere Vorgehen im Umgang mit dem
Ranking besprochen wird. Parallel dazu wurde dem AStA der ASFH schriftlich
mitgeteilt, dass in Zukunft von der Rektorin nicht genehmigte Aushänge
entfernt werden.
An der heutigen 18.10.2007 Diskussion mit dem Direktorat nahmen 70
Studierende und andere ReferentInnen des LAK teil.
In einem langen Monolog stellten Rektorin und Prorektor ihre Positionen
zu dem Fall dar. Anschließend wurde eine Diskussionsrunde eröffnet, in der
die Studierenden konstruktive Beiträge zu dem Boykottaufruf anführten.
Immer wieder geriet die Hochschulleitung hier durch in
Argumentationszwang, da sie keine für die Studentenschaft schlüssigen
Argumente liefern konnte, welche eine Teilnahme an dem CHE-Ranking
rechtfertigen konnte. Zum Beispiel konnten sie den wiederholten Zweifel an
der Datenschutzrechtlichen Absicherungen der Umfrage nichts entgegensetzen
und konnte auch im Bezug auf Einflussnahme der Wirtschaft auf den Bereich
Hochschulpolitik die Kritik nicht von sich weisen.
Zu Ende der Diskussion zeichnete sich eine allgemeine Zustimmung der
Studierenden zu der Idee des Boykotts ab. Der Vorschlag der anwesenden
DiskussionsteilernehmerInnen die Teilnahme am CHE-Ranking mit einer
Vollversammlung der Studierendenschaft demokratisch abzustimmen, wurde von
der Rektorin scharf zurückgewiesen, da der Versand der Umfragebögen an
eine angeblich schon feststehende „Deadline“ von Seiten des CHE gebunden
sei. Diese jedoch entpuppte sich nach Prüfung als unwahr, da bis zum
heutigen Datum keine „Deadline“ festgelegt ist. Sie fügte hinzu, dass sie
die Vollerversammlung nicht als demokratischen Beschluss der gesamten
StudentInnen anerkennt, weil sie der Meinung ist, dass die
Vollerversammlung die einzelnen Studierenden beeinflussen könnte und diese
doch für sich selbst entscheiden sollten. Hiermit missachtet sie das
höchste Beschluss fassende Gremium, welches den Studierenden zur Meinungs-
und Entscheidungsfindung zur Verfügung steht.

Als Ergebnis der heutigen Diskussion behält sich der AStA der ASFH vor
eventuell mit rechtlichen Schritten gegen das Verhalten der
Hochschulleitung vorzugehen und wird mit bundesweiter Solidarität weitere
Aktionen zum Boykott des CHE-Rankings planen und durchzuführen.
Der Landes Asten Konferenz Berlin (LAK) geht es darum Rankings prinzipiell
zu kritisieren und in Frage zu stellen. Wir wollen frei von Wettbewerb und
Konkurrenz studieren, egal an welcher Universität oder Fachhochschule.


Landes ASten Konferenz Berlin (LAK)

Der Boykott wird ausdrücklich unterstützt von:

AStA der ASFH, AStA der FU, ReferentInnen Rat der HU, AStA der UDK, AStA
der TFH
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Ergänzungen

abgestimmt

studentin 25.10.2007 - 22:09
auf der heutigen vollversammlung haben übrigens die studierenden der asfh mehrheitlich für den boykott des che-rankings abgestimmt!