Rechtsextreme demonstrieren in der Schweiz
Am Samstag Nachmittag, 13.10.07, marschierten über 100 Rechtsradikale durch Appenzell im Rahmen einer unbewilligten Demonstration gegen Kinderschänder. Die Polizei schritt dabei nicht ein, und auch Widerstand von der Bevölkerung war keiner da.
Die Rechtsradikalen versammelten sich um 13.00 auf dem Brauereiparkplatz. Die meisten waren mit Privatautos angereist, und konnten scheinbar die Polizeikontrollen auf der Anreise passieren. In der Innenstadt standen einige Gruppen Polizisten herum, und auch einige Zivis wurden beobachtet. Nach einiger Zeit sah man eine Frau mit den Polizisten verhandeln (vermutlich die Anmelderin der Demo Marina Rechsteiner, lief an der Demo mit Transparent "Frei nationale Kameradschaft Schweiz Germania"). Scheinbar waren die Verhandlungen erfolgreich. Etwas nach 14.00 Uhr setzte sich der Demonstrationszug in Bewegung, worauf sofort einige Mannschaftswagen mit Riotcops herangekarrt wurden um die Brücke abzusperren und somit den Zugang zur Altstadt. Ausserdem bekamen 5-6 Polizisten die Aufgabe, die wenigen AntifaschistInnen von der Demo abzuschirmen. Auf die Frage, warum die Demo laufen durfte, antwortete der Einsatzleiter bloss "Müssen wir darüber diskutieren?". Im Vorfeld hatte die Polizei noch versichert einzugreifen. Der Demozug lief eine kleine Schlaufe durch zwei Strassen und kehrte dann auf den Brauereiparkplatz zurück (ca. 20min). Zuvorderst war ein Fronttransparent "Blood&Honour Schweiz". Auf weiteren Transparenten und Schildern waren Sprüche wie "Unsere Kinder sind die Zukunft, schützt sie!", "Spielzeuge kann man flicken, kaputte Kindheiten nicht", "Jedes misshandelte Kind ist eines zuviel!" und "Kinderschänder sind nicht heilbar!". Den Abschluss der Demo machten ein Transparent von "Blood&Honour Zürich". Zurück auf dem Brauereiplatz, wurde die Demo aufgelöst und die Rechtsextremen stiegen in ihre Autos und verliessen Appenzell. Die wenigen Gruppen, die noch blieben, wurden von der Polizei aufgefordert, auch zu gehen.
Die Demo wurde anfangs September im Zusammenhang mit der Entführung Ylenias angemeldet. Später wurde die Bewilligung von der Polizei zurückgezogen, da bekannt wurde, dass hinter der Anmeldung die "Frei nationale Kameradschaft Schweiz-Germania" steckt. Verschiedene rechtsextreme Gruppierungen riefen aber trotzdem dazu auf nach Appenzell zu fahren, darunter die PNOS (Partei national orientierter Schweizer).
Fotos zum Artikel:
http://ch.indymedia.org/demix/2007/10/53521.shtml
Medienberichte:
http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/schweiz/801884.html
http://www.20min.ch/news/dossier/ylenia/story/27585569 (mit Fotostrecke)
http://stadt24.ch/page/7754/17
Die Demo wurde anfangs September im Zusammenhang mit der Entführung Ylenias angemeldet. Später wurde die Bewilligung von der Polizei zurückgezogen, da bekannt wurde, dass hinter der Anmeldung die "Frei nationale Kameradschaft Schweiz-Germania" steckt. Verschiedene rechtsextreme Gruppierungen riefen aber trotzdem dazu auf nach Appenzell zu fahren, darunter die PNOS (Partei national orientierter Schweizer).
Fotos zum Artikel:
http://ch.indymedia.org/demix/2007/10/53521.shtml Medienberichte:
http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/schweiz/801884.html
http://www.20min.ch/news/dossier/ylenia/story/27585569 (mit Fotostrecke)
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Ergänzungen