Homophobe Hassrapper feiern in Halle
Als bekannt wurde, dass in Halle eine Party mit dem Hassrapper G-HOT [dschi-hat] stattfinden sollte, formierte sich Protest. Nach öffentlicher Kritik verkündete der Schorre-Chef, er hätte G-HOT ausladen lassen. Auch der Veranstalter erklärte gegenüber der Presse, G-HOT sei ausgeladen worden. Die Veranstaltung fand nun statt, mit weiteren Mordaufrufen, einem Auftritt G-HOTs, und der Aussage des Hauptacts KAISA, bei dem Hasslied „Keine Toleranz“ handele es sich um sein Lieblingslied.
Dies ist ein selbstgeschriebener Beitrag, auch wenn ihm die Presseerklärung der Gruppe eQual! vom 08.10.2007 zu Grunde liegt.
„Ich liebe dieses Lied !“
Als bekannt wurde, dass in der bekannten Easy Schorre am 05.10. eine Party mit drittklassigen Berliner „Hip-Hoppern“ stattfinden sollte, unter anderem mit dem Hassrapper G-HOT [dschi-hat], formierte sich Protest.
Nach öffentlicher Kritik verkündete der Schorre-Chef, er hätte G-HOT ausladen lassen. Für seine Hass-Texte sei kein Platz in der Easy Schorre. Auch der Veranstalter erklärte gegenüber der Presse, G-HOT sei ausgeladen worden.
Die Veranstaltung fand nun statt, mit weiteren Mordaufrufen, einem Auftritt G-HOTs, und der Aussage des Hauptacts KAISA, bei dem Hasslied „Keine Toleranz“ handele es sich um sein Lieblingslied.
>>>Hintergrundinfos im Anhang
Das Vorspiel
Dass der Nazirapper G-HOT (Gökhan Sensan), gegen den Ermittlungen wegen Volksverhetzung und Aufruf zum Mord laufen, in Halle auftreten sollte, erregte nicht nur unseren Protest. Unsere Presseerklärung löste im Forum des unabhängigen Radios „Corax“ eine rege Diskussion aus, die die Radiomacher dazu veranlasste, sich in einer Sondersendung des Themas anzunehmen.
Der Veranstalter alias Mr. X durfte eine hanebüchene apologetische Erklärung verlesen, auch der Hauptact des Konzertes „Rasenmähermann-Releaseparty“, KAISA, kam live zu Wort. Die absurden homophoben Äußerungen des letzteren („Die Schwulen provozieren mit ihrem perversen CSD, bauen ihre eigene perverse Parrallelwelt auf, laufen in Lack und Leder durch Berlin“) blieben weitgehend unwidersprochen, auch die demagogische Argumentationsschiene des Mr. X: „Hat nicht jeder eine zweite Chance verdient?“ Den lächerlichen Rechtfertigungen, G-HOT habe das nicht so gemeint, es sei ironisch gemeint gewesen, er habe mit Hass auf Schwule nichts am Hut, wurde ein Podium geboten, Kritik blieb weitgehend aus.
Dass Mr. X im Radio verkündete, er würde die „Schmierfinkenpresse“ verarschen und vielleicht auch die Schorre-Betreiber, ließ Schlimmes erahnen. Und tatsächlich wurde die Presse von den verlogenen Veranstaltern, die nicht einmal den Mut hatten, zu ihren „Künstlern“ zu stehen, „verarscht“. Titelte die BILD Halle noch „Hip-Hop ohne Hass-Rapper in der Schorre“, kam es am Sonnabend auf dem Konzert zu Szenen, die zu erwarten waren, aber trotz alledem die Beobachterin von eQual! Halle schockiert haben.
Das Konzert
Einleitend heizte der stark alkoholisierte „Moderator“ Playboy 51 die Menge auf: „Scheiß Schwuchteln!“ lallte er ins Mikro, und neben „G-G-G-Unit!“ auch „G-G-G-HOT!“ Als BREITI von den HASSMONSTAS auftrat, rappte er in einem Lied: „Kinderschänder werden aufgehängt/ der CSD wird weggesprengt/ Schwule sind der Abschaum der Welt“.
Doch gegen Ende des Konzertes wurde die Pogromstimmung weiter hochgekocht. KAISA von Hellraisa Records verkündete, es hätte Leute gegeben, die das Konzert verbieten wollten. Er wolle jetzt einen Rapper ankündigen, der allen bekannt sei. Dieser habe ein Lied veröffentlicht, das er persönlich liebe, es sei sein Lieblingslied. Wie hieß es noch gleich, fragte er, und hielt das Mikro in die Menge. Diese brüllte: „Keine Toleranz! Keine Toleranz! Keine Toleranz!“ Genau, sagte KAISA, und bat G-HOT auf die Bühne.
Die aufgeheizte Stimmung, eher als Pogromatmosphäre zu beschreiben, nutzte KAISA, um zu Gewalttaten gegen den Presseverantwortlichen Christian Macke aufzurufen: „Leute, ich werde die Adresse von diesem Christian Macke auf meiner Website veröffentlichen, dann könnt ihr dem mal zeigen, was ihr von ihm haltet!“
Das Nachspiel
Sicherlich erkennt man bei vielen der jungen Besucher eher eine infantile Trotzreaktion, bringt ihnen die Mißachtung vermeintlicher gesellschaftlicher Tabus und Verbote ebenso eine Befriedigung, wie das nach Hause Kommen nach der elterlichen Deadline 22 Uhr. Doch aus den Texten der angehimmelten Rapper spricht pathologischer Hass auf die „Anderen“, die als Bedrohung wahrgenommen werden. Schwule dienen als Projektionsfläche für unsichere Jungmänner, deren Ängste nicht nur Homophobie sondern auch den ausgeprägten Hang zum Frauenhass und Sexismus erklären helfen.
Dass es keine Ausweiskontrollen gab und die Mehrzahl der Gäste unter 18 Jahren war, ist erschreckend. Niemand möchte daran denken, wozu alkoholisierte und aufgeputschte Jungen (KAISA: „Jetzt machen wir Party und grapschen die Tussis an den Arsch“) fähig sind, zumal die etwa 15- bis 20-jährigen Mädchen etwa 10 Prozent des Publikums ausmachten. Außerdem machten die Veranstalter sich dadurch strafbar.Man beschränkte sich am Einlass auf die Frage „Wie alt bist Du?“, selbst eindeutig Minderjährige wurden eingelassen, wenn sie „18“ antworteten.
Mit am schockierendsten ist jedoch die Tatsache, dass der Chef der Easy Schorre höchstpersönlich durch sein Etablissement schaukelte, hier ein Bierglas beiseite räumte, da eine Pfandflasche aufsammelte - und die Hetze auf der Bühne ebenso gelassen nahm, wie den Auftritt GHOTs, den er ja angeblich untersagt hatte.
Offensichtlich handelt es sich um ein abgekartetes Spiel, der Presse und der kritischen Öffentlichkeit wurde vorgegaukelt, der Hassrapper sei ausgeladen worden, doch der Realität entsprach dies nicht. Nicht nur die menschenverachtende Hetze eines BREITI (s.o.) kümmerte den Betreiber nicht, auch die illegalen Einlasskontrollen nahm er hin. Schließlich wären sonst höchstens ein paar Hundert Gäste zusammengekommen.
Die vollmundigen Erklärungen Volker Lindenhahns erscheinen nun wie blanker Hohn, die Kritker sollten offensichtlich wie Idioten abgefrühstückt werden. Die Gruppe eQual! dazu: "Dass uns das Konzert die 16 € wert war, und unsere Beobachterin mit einem Freund den ganzen Abend unbemerkt in der Menge mittanzte, damit hat wohl niemand gerechnet."
Ihre Erklärung endet mit folgenden Forderungen:
"Wir fordern eine Erklärung der Easy Schorre-Verantwortlichen!
Sollte der Auftritt tatsächlich gegen auch nur mündliche Absprachen hinter dem Rücken der Schorre-Leitung durchgeführt worden sein, fordern wir sie hiermit nachdrücklich zu rechtlichen Schritten auf,die mit höchster Wahrscheinlichlkeit aufgrund des dann klaren Vertragsbruches von Erfolg gekröntsein werden.
Sollte die Schorre-Leitung mit den Veranstaltern zusammengearbeitet haben, um die Öffentlichkeit bewusst hinters Licht zu führen, was ganz schön erbärmlich wäre, behalten wir uns weitere öffentlichkeitswirksame Schritte vor.
RAPNAZIS RUNTER VON DEN BÜHNEN!
Halle, am 08.10.2007
eQual! Halle
Initiative lesbischer und schwuler Studierender an der
Martin-Luther-Universität und der HfKD Burg Giebichenstein
equal_halle@gmx.net ::
http://www.gleich.tk"
[Dokumentation :: Auszüge aus der ersten Presseerklärung vom 12.09.]
>>Die 4:12 Minuten lange Hasstirade der Rapper G-HOT und BOSS A BERETTA aus Berlin mit dem
Titel „Keine Toleranz“ ist einzigartig. Während sonst im Reim-Vergleich mit rassistischen,
nationalistischen oder eben homophoben Wortspielen kokettiert wird, formulieren die beiden eine eindeutige Aufforderung zur Vernichtung:
„Gott schuf Adam und Eva und nicht Adam und Peter/ [...] Was soll in Zukunft passiern/
Männerehen und Schwuchteln die Mädchen erziehen/ Meiner Meinung nach hat sowas kein
Leben verdient/ Man sollte Schwule in den Medien verbieten/ Aus meiner Gegend wird dieses
Elend vertrieben/ [Weg hier] Ihr seid der Grund warum die Väter aussterben/ Falsch gepolt und steht wie Mädchen auf Pferde/ Eine Schande für den Mann in den Po gefickt/ Deine Eltern
schämen sich dass Du ein Homo bist/ Ich geh mit zehn MG's zum CSD/ Und kämpf für die Heten
die auf Mädchen stehn/ Seid wie ein Mann und zeigt dass Ihr keine Toleranz habt/ Haltet
zusammen und schneidet ihnen den Schwanz ab“
Von einer neonazistischen Skinheadgruppe müsste dieser Hate-Hit im Clubhaus einer ostdeutschen Schrebergartenkolonie zum Besten gegeben werden, in Halle kann der Nazirapper G-HOT in der bekanntesten und größten Diskothek, der „Easy Schorre“ auftreten. Es ist ein Deutschrap-Abend der Extraklasse, auf dem er zusammen mit einigen fast genauso niveaulosen Kollegen aus dem Berliner Möchtegern-Untergrund einem jungen und nicht nur sexuell frustrierten Publikum menschenverachtende, homophobe und frauenfeindliche Schlager präsentieren will. Auf youtube oder myspace stößt man sofort auf die brutalen und frauenverachtenden Songs, die nur von Gewalt, „Schwänzen“ und mit dem oder gegen den Willen ihrer Besitzerinnen penetrierten „Fotzen“ handeln.<<
„Ich liebe dieses Lied !“
Als bekannt wurde, dass in der bekannten Easy Schorre am 05.10. eine Party mit drittklassigen Berliner „Hip-Hoppern“ stattfinden sollte, unter anderem mit dem Hassrapper G-HOT [dschi-hat], formierte sich Protest.
Nach öffentlicher Kritik verkündete der Schorre-Chef, er hätte G-HOT ausladen lassen. Für seine Hass-Texte sei kein Platz in der Easy Schorre. Auch der Veranstalter erklärte gegenüber der Presse, G-HOT sei ausgeladen worden.
Die Veranstaltung fand nun statt, mit weiteren Mordaufrufen, einem Auftritt G-HOTs, und der Aussage des Hauptacts KAISA, bei dem Hasslied „Keine Toleranz“ handele es sich um sein Lieblingslied.
>>>Hintergrundinfos im Anhang
Das Vorspiel
Dass der Nazirapper G-HOT (Gökhan Sensan), gegen den Ermittlungen wegen Volksverhetzung und Aufruf zum Mord laufen, in Halle auftreten sollte, erregte nicht nur unseren Protest. Unsere Presseerklärung löste im Forum des unabhängigen Radios „Corax“ eine rege Diskussion aus, die die Radiomacher dazu veranlasste, sich in einer Sondersendung des Themas anzunehmen.
Der Veranstalter alias Mr. X durfte eine hanebüchene apologetische Erklärung verlesen, auch der Hauptact des Konzertes „Rasenmähermann-Releaseparty“, KAISA, kam live zu Wort. Die absurden homophoben Äußerungen des letzteren („Die Schwulen provozieren mit ihrem perversen CSD, bauen ihre eigene perverse Parrallelwelt auf, laufen in Lack und Leder durch Berlin“) blieben weitgehend unwidersprochen, auch die demagogische Argumentationsschiene des Mr. X: „Hat nicht jeder eine zweite Chance verdient?“ Den lächerlichen Rechtfertigungen, G-HOT habe das nicht so gemeint, es sei ironisch gemeint gewesen, er habe mit Hass auf Schwule nichts am Hut, wurde ein Podium geboten, Kritik blieb weitgehend aus.
Dass Mr. X im Radio verkündete, er würde die „Schmierfinkenpresse“ verarschen und vielleicht auch die Schorre-Betreiber, ließ Schlimmes erahnen. Und tatsächlich wurde die Presse von den verlogenen Veranstaltern, die nicht einmal den Mut hatten, zu ihren „Künstlern“ zu stehen, „verarscht“. Titelte die BILD Halle noch „Hip-Hop ohne Hass-Rapper in der Schorre“, kam es am Sonnabend auf dem Konzert zu Szenen, die zu erwarten waren, aber trotz alledem die Beobachterin von eQual! Halle schockiert haben.
Das Konzert
Einleitend heizte der stark alkoholisierte „Moderator“ Playboy 51 die Menge auf: „Scheiß Schwuchteln!“ lallte er ins Mikro, und neben „G-G-G-Unit!“ auch „G-G-G-HOT!“ Als BREITI von den HASSMONSTAS auftrat, rappte er in einem Lied: „Kinderschänder werden aufgehängt/ der CSD wird weggesprengt/ Schwule sind der Abschaum der Welt“.
Doch gegen Ende des Konzertes wurde die Pogromstimmung weiter hochgekocht. KAISA von Hellraisa Records verkündete, es hätte Leute gegeben, die das Konzert verbieten wollten. Er wolle jetzt einen Rapper ankündigen, der allen bekannt sei. Dieser habe ein Lied veröffentlicht, das er persönlich liebe, es sei sein Lieblingslied. Wie hieß es noch gleich, fragte er, und hielt das Mikro in die Menge. Diese brüllte: „Keine Toleranz! Keine Toleranz! Keine Toleranz!“ Genau, sagte KAISA, und bat G-HOT auf die Bühne.
Die aufgeheizte Stimmung, eher als Pogromatmosphäre zu beschreiben, nutzte KAISA, um zu Gewalttaten gegen den Presseverantwortlichen Christian Macke aufzurufen: „Leute, ich werde die Adresse von diesem Christian Macke auf meiner Website veröffentlichen, dann könnt ihr dem mal zeigen, was ihr von ihm haltet!“
Das Nachspiel
Sicherlich erkennt man bei vielen der jungen Besucher eher eine infantile Trotzreaktion, bringt ihnen die Mißachtung vermeintlicher gesellschaftlicher Tabus und Verbote ebenso eine Befriedigung, wie das nach Hause Kommen nach der elterlichen Deadline 22 Uhr. Doch aus den Texten der angehimmelten Rapper spricht pathologischer Hass auf die „Anderen“, die als Bedrohung wahrgenommen werden. Schwule dienen als Projektionsfläche für unsichere Jungmänner, deren Ängste nicht nur Homophobie sondern auch den ausgeprägten Hang zum Frauenhass und Sexismus erklären helfen.
Dass es keine Ausweiskontrollen gab und die Mehrzahl der Gäste unter 18 Jahren war, ist erschreckend. Niemand möchte daran denken, wozu alkoholisierte und aufgeputschte Jungen (KAISA: „Jetzt machen wir Party und grapschen die Tussis an den Arsch“) fähig sind, zumal die etwa 15- bis 20-jährigen Mädchen etwa 10 Prozent des Publikums ausmachten. Außerdem machten die Veranstalter sich dadurch strafbar.Man beschränkte sich am Einlass auf die Frage „Wie alt bist Du?“, selbst eindeutig Minderjährige wurden eingelassen, wenn sie „18“ antworteten.
Mit am schockierendsten ist jedoch die Tatsache, dass der Chef der Easy Schorre höchstpersönlich durch sein Etablissement schaukelte, hier ein Bierglas beiseite räumte, da eine Pfandflasche aufsammelte - und die Hetze auf der Bühne ebenso gelassen nahm, wie den Auftritt GHOTs, den er ja angeblich untersagt hatte.
Offensichtlich handelt es sich um ein abgekartetes Spiel, der Presse und der kritischen Öffentlichkeit wurde vorgegaukelt, der Hassrapper sei ausgeladen worden, doch der Realität entsprach dies nicht. Nicht nur die menschenverachtende Hetze eines BREITI (s.o.) kümmerte den Betreiber nicht, auch die illegalen Einlasskontrollen nahm er hin. Schließlich wären sonst höchstens ein paar Hundert Gäste zusammengekommen.
Die vollmundigen Erklärungen Volker Lindenhahns erscheinen nun wie blanker Hohn, die Kritker sollten offensichtlich wie Idioten abgefrühstückt werden. Die Gruppe eQual! dazu: "Dass uns das Konzert die 16 € wert war, und unsere Beobachterin mit einem Freund den ganzen Abend unbemerkt in der Menge mittanzte, damit hat wohl niemand gerechnet."
Ihre Erklärung endet mit folgenden Forderungen:
"Wir fordern eine Erklärung der Easy Schorre-Verantwortlichen!
Sollte der Auftritt tatsächlich gegen auch nur mündliche Absprachen hinter dem Rücken der Schorre-Leitung durchgeführt worden sein, fordern wir sie hiermit nachdrücklich zu rechtlichen Schritten auf,die mit höchster Wahrscheinlichlkeit aufgrund des dann klaren Vertragsbruches von Erfolg gekröntsein werden.
Sollte die Schorre-Leitung mit den Veranstaltern zusammengearbeitet haben, um die Öffentlichkeit bewusst hinters Licht zu führen, was ganz schön erbärmlich wäre, behalten wir uns weitere öffentlichkeitswirksame Schritte vor.
RAPNAZIS RUNTER VON DEN BÜHNEN!
Halle, am 08.10.2007
eQual! Halle
Initiative lesbischer und schwuler Studierender an der
Martin-Luther-Universität und der HfKD Burg Giebichenstein
equal_halle@gmx.net ::
http://www.gleich.tk" [Dokumentation :: Auszüge aus der ersten Presseerklärung vom 12.09.]
>>Die 4:12 Minuten lange Hasstirade der Rapper G-HOT und BOSS A BERETTA aus Berlin mit dem
Titel „Keine Toleranz“ ist einzigartig. Während sonst im Reim-Vergleich mit rassistischen,
nationalistischen oder eben homophoben Wortspielen kokettiert wird, formulieren die beiden eine eindeutige Aufforderung zur Vernichtung:
„Gott schuf Adam und Eva und nicht Adam und Peter/ [...] Was soll in Zukunft passiern/
Männerehen und Schwuchteln die Mädchen erziehen/ Meiner Meinung nach hat sowas kein
Leben verdient/ Man sollte Schwule in den Medien verbieten/ Aus meiner Gegend wird dieses
Elend vertrieben/ [Weg hier] Ihr seid der Grund warum die Väter aussterben/ Falsch gepolt und steht wie Mädchen auf Pferde/ Eine Schande für den Mann in den Po gefickt/ Deine Eltern
schämen sich dass Du ein Homo bist/ Ich geh mit zehn MG's zum CSD/ Und kämpf für die Heten
die auf Mädchen stehn/ Seid wie ein Mann und zeigt dass Ihr keine Toleranz habt/ Haltet
zusammen und schneidet ihnen den Schwanz ab“
Von einer neonazistischen Skinheadgruppe müsste dieser Hate-Hit im Clubhaus einer ostdeutschen Schrebergartenkolonie zum Besten gegeben werden, in Halle kann der Nazirapper G-HOT in der bekanntesten und größten Diskothek, der „Easy Schorre“ auftreten. Es ist ein Deutschrap-Abend der Extraklasse, auf dem er zusammen mit einigen fast genauso niveaulosen Kollegen aus dem Berliner Möchtegern-Untergrund einem jungen und nicht nur sexuell frustrierten Publikum menschenverachtende, homophobe und frauenfeindliche Schlager präsentieren will. Auf youtube oder myspace stößt man sofort auf die brutalen und frauenverachtenden Songs, die nur von Gewalt, „Schwänzen“ und mit dem oder gegen den Willen ihrer Besitzerinnen penetrierten „Fotzen“ handeln.<<
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Ergänzungen
schwammige Stellungnahme der Schorre
Hier eine eher fadenscheinige Stellungsnahme der easy schorre zur besagte Veranstaltung:
Stellungnahme zum Pressebericht vom 08.Okt.2007
Da wir nun zum wiederholten Male auf die Vorfälle des 05.10.07 angesprochen wurden, möchten wir nun noch einmal die Begebenheiten des Abends zusammenfassen. Geplant war ein Hip-Hop -Konzert bei dem auch der Künstler „G-Hot“ auftrete sollte. Nachdem wir von eQual Halle auf sehr merkwürdige Weise hingewiesen wurden, welchen Künstler wir uns eingeladen hätten, haben wir eigene Internetrecherchen angestellt, um uns über diese Person zu informieren. Dabei haben wir sofort beschlossen, dass ein Auftritt von dieser Person auf Grund seiner Texte für uns ausgeschlossen ist.
G-Hot wurde ausgeladen und vertraglich festgehalten, dass ein Auftritt nicht in Frage kommt. (siehe Anhang)
Das „G-Hot“ dennoch in der EASY SCHORRE anwesend war, beruhte also nicht auf einem Auftritt, sondern war ein Besuch, rein privater Natur, seinerseits. Dass er die Bühne betrat war der persönliche Wunsch des Hauptkünstlers KAISA von Hellraisa Records, welcher - wie Sie dem Pressebericht von eQual entnehmen können - „G-Hot“ selbst ankündigte ("ER wolle einen Rapper ankündigen, der allen bekannt sei"). Da weder der Moderator, der Veranstalter, noch die Verantwortlichen der EASY SCHORRE in dieses Vorhaben eingeweiht wurden, war eine Reaktion des Veranstalters nur mit kurzer Verzögerung möglich. Laut Aussage des Veranstalters war die Aufenthaltsdauer des ungebetenen Gastes nur für einen Augenblick, so dass es zu keiner tatsächlichen Performance kommen konnte.
Allerdings möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, dass es für uns noch immer keinen Ansprechpartner auf Seiten des Vereins gibt. Bis zum heutigen Tage wurden unsere E-Mails nicht beantwortet und da die Schreiben des Vereins von einer anonymisierten Faxnummer gesendet wurden, können wir auf diesem Weg leider nicht reagieren. Stattdessen werden wir mit unsachlichen Schreiben konfrontiert, mit Sachbeschädigung belästigt, mit dekonstruktiver Kritik bedacht, sowie eindeutig verleumderischen Aussagen an den Pranger gestellt.
Wir, die Schorre Veranstaltungs-GmbH, möchten auch darauf hinweisen, dass wir eindeutig der Betreiber der EASY SCHORRE sind, aber nicht der Veranstalter des Konzerts. Unseren Einfluss auf das Line-up des Abends haben wir entsprechend den Forderungen des Vereins geltend gemacht.
Mit freundlichen Grüßen
Volker Lindenhahn
Geschäftsführer
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
homophobie ... alltäglicher faschismus ? — kill your gender
allerdings — dem ist so
Bitte keine Nazirelativierung @ kill your gen — Homer
@ 21:40 — ich
sorry — aber
ok, da haste recht — ich
G Hot ist schwul ? — das kleine A...
was ist mit homosexuellen frauen? — tut nichts zur sache
Dämliche kleine Würstchen — egal
@ tut nichts zur sache — jot
Nazi — name
diese rüpel — wird eh gelöscht
"Nazi-Rapper"? — Hoschi
@hoschi — hiphopfan
Nazis — Mister Moe
zum thma "nazi-rap" — AdvancedAnarchie
Ich bin der PLO-Sunnite der bei Sony released — BassBox
@"jot" & "wird eh gelöscht" — Schall & Rauch
sorry — aber...
nene — WTF?