Gräfenberg: der 12. Nazi-Aufmarsch am 3.10.
Am 2./3. Oktober fand in Gräfenberg nahe Nürnberg erneut ein Naziaufmarsch statt. Anlass war diesmal der Tag der deutschen Einheit.
Am 2./3. Oktober fand in Gräfenberg nahe Nürnberg erneut ein Naziaufmarsch statt. Anlass war diesmal der Tag der deutschen Einheit. Und auch diesmal lag der Erfolg auf Seiten der Antifa. Lediglich 2 Dutzend Neonazis folgten dem Aufruf der NPD, sich bereits am 2. Oktober zu einer Fackelmahnwache am Gräfenberger Marktplatz einzufinden, um eine erneute Blockade durch AntifaschistInnen zu verhindern. Die mehr als unmotivierten Nazis wechselten sich halbstündlich beim Halten der Fackeln ab, was ziemlich jämmerlich rüber kam. Die Nazis waren von 2 Reihen Polizeiwägen in einer kleinen Ecke des Marktplatzes eingekesselt. Auf der anderen Seite der Bullenbarrikade sah das ganz anders aus. Mehrere Hundert GegendemonstrantInnen waren bereits am 2. Oktober anwesend. Im großen Festzelt konnte mensch sich dank der Essens- und Getränkestände des Bürgerforums stärken. Die VVN bewarb die No-NPD-Kampagne, das Antifaschistische Aktionsbündnis Nürnberg informierte mit einem Büchertisch über die kürzlich gestartete Kampagne gegen Nazi-Kneipen in Fürth und im Rathaus war eine Ausstellung über Rechtsextremismus in Bayern zu sehen. Um die AntifaschistInnen die ganze Nacht über bei Laune zu halten gab es ein politisches Kabarett und alte Filme über Wackersdorf.
Sowohl außerhalb, als auch im Zelt gab es einen regen Austausch zwischen Antifas und Gräfenberger BürgerInnen, was den Widerstand in Gräfenberg wieder einmal zu etwas Besonderem werden ließ. Die ganze Nacht über wurde die Mahnwache der Nazis massiv gestört. Wer sich für den nächsten Tag ausruhen wollte, konnte es sich im Zelt oder im Rathaus auf Feldbetten gemütlich machen.
Am nächsten Morgen wurde den GegendemonstrantInnen, entgegen der Ankündigung durch die Polizei den Marktplatz zu räumen, gestattet sich am Gitter vor die Nazi-Kundgebung zu postieren. Lediglich der Zugang zum Rathaus wurde für die Dauer der KG gesperrt.
Am 3.Oktobers fanden sich etwa 100 Neonazis am Marktplatz ein. Das Weißwurst-Frühstück musste dank des fehlenden braunen Stroms jedoch kalt serviert werden. Ein Gräfenberger Wirt hatte sich geweigert den Nazis, trotz des Angebots von größeren Geldbeträgen, Strom zur Verfügung zu stellen.
Die Reden von Matthias Fischer, Paulus und Ollert wurden durch lautstarke linke Parolen übertönt oder gingen in Pfeifkonzerten unter.
Gegen 11 Uhr war der braune Spuk endlich vorbei.
Nun lud das Bürgerforum zu einem Fest der Demokratie und Menschenrechte. Der für Linke doch recht mühsam zu ertragende ökumenische Gottesdienst fand auch bald sein Ende und ging in politische Reden über. Nach einer eher peinlichen Rede eines CSUlers, der sich mit seiner Ablehnung des NPD-Verbotes nicht viele Freunde machte, kam auch das Antifaschistische Aktionsbündnis mit einem Redebeitrag zu Wort.
Da die letzten autonomen AntifaschistInnen nach dem Auftritt von Brothers Keepers den Heimweg antraten, kann über den Auftritt des Nürnberger OBs Maly nicht viel gesagt werden. Nur so viel, es ist ihm wieder einmal gelungen während der Anwesenheit der Nazis durch Abwesenheit zu glänzen. Dennoch war der Protest in Gräfenberg bei weitem nicht mit Kornmarkt-Veranstaltungen zu vergleichen. Das Gräfenberger Bürgerforum hat sich durch den großen Medienrummel und die verspätete Unterstützung von Seiten der Parteien nicht beirren lassen. Von aktivem Ignorieren oder einer Distanzierung von autonomen AntifaschistInnen war auch diesmal nichts zu spüren. Auch wenn die Nazis den Marktplatz zum ersten Mal betreten haben und obwohl kein einziges Ei oder ähnliches geflogen ist, sind die beiden Tage als Erfolg zu werten. Immer mehr Menschen schließen sich den Veranstaltungen gegen die NPD in Gräfenberg an. Die anfänglich vertretene Meinung, aktives Ignorieren würde das Nazi-Problem von selbst lösen, ist einer Entschlossenheit gewichen, sich den Nazis auch die nächsten Male entschlossen entgegen zu stellen.
Es gibt kein ruhiges Hinterland – Organisiert den Widerstand
weitere Infos unter: www.graefenberg-ist-bunt.de und www.redside.tk
Sowohl außerhalb, als auch im Zelt gab es einen regen Austausch zwischen Antifas und Gräfenberger BürgerInnen, was den Widerstand in Gräfenberg wieder einmal zu etwas Besonderem werden ließ. Die ganze Nacht über wurde die Mahnwache der Nazis massiv gestört. Wer sich für den nächsten Tag ausruhen wollte, konnte es sich im Zelt oder im Rathaus auf Feldbetten gemütlich machen.
Am nächsten Morgen wurde den GegendemonstrantInnen, entgegen der Ankündigung durch die Polizei den Marktplatz zu räumen, gestattet sich am Gitter vor die Nazi-Kundgebung zu postieren. Lediglich der Zugang zum Rathaus wurde für die Dauer der KG gesperrt.
Am 3.Oktobers fanden sich etwa 100 Neonazis am Marktplatz ein. Das Weißwurst-Frühstück musste dank des fehlenden braunen Stroms jedoch kalt serviert werden. Ein Gräfenberger Wirt hatte sich geweigert den Nazis, trotz des Angebots von größeren Geldbeträgen, Strom zur Verfügung zu stellen.
Die Reden von Matthias Fischer, Paulus und Ollert wurden durch lautstarke linke Parolen übertönt oder gingen in Pfeifkonzerten unter.
Gegen 11 Uhr war der braune Spuk endlich vorbei.
Nun lud das Bürgerforum zu einem Fest der Demokratie und Menschenrechte. Der für Linke doch recht mühsam zu ertragende ökumenische Gottesdienst fand auch bald sein Ende und ging in politische Reden über. Nach einer eher peinlichen Rede eines CSUlers, der sich mit seiner Ablehnung des NPD-Verbotes nicht viele Freunde machte, kam auch das Antifaschistische Aktionsbündnis mit einem Redebeitrag zu Wort.
Da die letzten autonomen AntifaschistInnen nach dem Auftritt von Brothers Keepers den Heimweg antraten, kann über den Auftritt des Nürnberger OBs Maly nicht viel gesagt werden. Nur so viel, es ist ihm wieder einmal gelungen während der Anwesenheit der Nazis durch Abwesenheit zu glänzen. Dennoch war der Protest in Gräfenberg bei weitem nicht mit Kornmarkt-Veranstaltungen zu vergleichen. Das Gräfenberger Bürgerforum hat sich durch den großen Medienrummel und die verspätete Unterstützung von Seiten der Parteien nicht beirren lassen. Von aktivem Ignorieren oder einer Distanzierung von autonomen AntifaschistInnen war auch diesmal nichts zu spüren. Auch wenn die Nazis den Marktplatz zum ersten Mal betreten haben und obwohl kein einziges Ei oder ähnliches geflogen ist, sind die beiden Tage als Erfolg zu werten. Immer mehr Menschen schließen sich den Veranstaltungen gegen die NPD in Gräfenberg an. Die anfänglich vertretene Meinung, aktives Ignorieren würde das Nazi-Problem von selbst lösen, ist einer Entschlossenheit gewichen, sich den Nazis auch die nächsten Male entschlossen entgegen zu stellen.
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Ergänzungen
die 12?
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Ööyyy — ööööy
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überschrift — botzy
100? — 100?