Der Bioterrorismus von Cargill in Paraguay: E
Anwälte, Mitglieder der KonsumentInnenorganisation ASUCOOP und die Gewerkschaft der Wasserversorgungswerke Paraguays ESSAP kündigten öffentlich eine Umweltrekurs an wegen des Baus des Hafens von Cargill im Gebiet von Vinas Kue, ein wenig ausserhalb Asuncions, Paraguays Hauptstadt.
Der geplante Hafen liegt bloss 500 Meter von den zwei Wasserentnahmestellen entfernt, die die Hauptstadt und die benachbarten Städte mit Trinkwasser versorgen. Zudem befindet sich diese Stelle flussabwärts, weshalb Treib- und Schmierstoffabfälle der riesigen Barkassen, mehr Sedimentation und der pestizidhaltige Staub beim Verladen der Sojabohnen unweigerlich die Trinkwasserversorgung negativ beeinflussen werden. Dieses Werk bringt die Gesundheit von 1.1 Millionen Menschen in Gefahr. 95% der Bevölkerung von Asuncion, der Gemeinden Mariano Roque Alonso, Luque, Fernando de la Mora, San Lorenzo, Lambaré und Teile von Limpio und Villa Elisa.
Die Folgen des Projektes sind unkalkulierbar: die AnwohnerInnen, die Fischer, die Elendsviertel am Flussufer und sogar ein SOS-Kinderdorf werden direkt und ab Inbetriebnahme betroffen sein. Aber langfristig wird die Konzentration der Pestizide und Brennstoffe im städtischen Trinkwasser die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Krankheiten wie Krebs, Leukämie, Allergien, Atem- und Verdauungsschwierigkeiten, Missbildungen bei Neugeborenen und spontane Aborte exponentiell erhöhen.
Der Bau des Hafens von Cargill kann als wahrhafter Akt von Bioterrorismus bezeichnet werden. Bioterrorismus wird als der Gebrauch von chemischen Mitteln definiert, um Krankheiten und Vergiftungen in einer schutzlosen Bevölkerung hervorzurufen. Es scheint, als ob die soziale und ökologische Katastrophe von 2.5 Millionen Hektar Gentechsoja im Land nicht genug wären: das Verschwinden der Wälder, der Verlust der Artenvielfalt, die Zerstörung fast aller Wasserläufe und die Landflucht von 90.000 Familien in den letzten Jahren. Jetzt lässt sich der Multi in der Stadt nieder, um direkt die Gesundheit der städtischen Bevölkerung anzugreifen.
Cargill dominiert den Weltmarkt mit Getreide und Soja. Dieser Multi liess sich 1978 in Paraguay nieder, als das Land von einer finsteren Militärdiktatur beherrscht wurde. Cargill ist die führende Unternehmung im Agrobusiness mit 41 Niederlassungen, wo sie jährlich 1.3 Milliarden Tonnen Soja, Mais und Weizen kommerzialisieren. Dieses Volumen macht fast 30% der gesamten nationalen Produktion aus. Die Firma ist mit 900.000 Tonnen Soja pro Jahr der grösste Verarbeiter in Paraguay. Ausserdem verfügt Cargill über das Monopol für den Transport dieser landwirtschaftlichen Rohstoffe auf den Flüssen Paraguay und Paranà.
Cargill ist international berühmt dafür, Umweltgesetze und andere Normen zu ignorieren. Der skandalträchtigste Fall ist ihr Hafen in Santarem im brasilianischen Amazonas. Er wurde illegal gebaut und ein Gericht hat schlussendlich die sofortige Schliessung angeordnet, bis eine Umweltprüfung präsentiert und akzeptiert wird.
Im Falle des Hafens von Vinas Kue konnten die Anwälte und die Mitglieder von ESSAP und ASUCOOP keine Einsicht in die Umweltprüfungsakten erreichen, obwohl sie dies bei mehreren Regierungsinstanzen gefordert hatten. Wegen des Druckes dieser drei Organisationen kommt es nun am Mittwoch, dem 3. Oktober zu einer öffentlichen Anhörung im Parlament. Man hofft, dass die Anhörung ein erster Schritt sein wird, um den Widerstand der Zivilgesellschaft zu festigen und das makabre Werk zu stoppen.
https://paraguay.indybay.org
www.lasojamata.org
www.baseis.org.py
Die Folgen des Projektes sind unkalkulierbar: die AnwohnerInnen, die Fischer, die Elendsviertel am Flussufer und sogar ein SOS-Kinderdorf werden direkt und ab Inbetriebnahme betroffen sein. Aber langfristig wird die Konzentration der Pestizide und Brennstoffe im städtischen Trinkwasser die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Krankheiten wie Krebs, Leukämie, Allergien, Atem- und Verdauungsschwierigkeiten, Missbildungen bei Neugeborenen und spontane Aborte exponentiell erhöhen.
Der Bau des Hafens von Cargill kann als wahrhafter Akt von Bioterrorismus bezeichnet werden. Bioterrorismus wird als der Gebrauch von chemischen Mitteln definiert, um Krankheiten und Vergiftungen in einer schutzlosen Bevölkerung hervorzurufen. Es scheint, als ob die soziale und ökologische Katastrophe von 2.5 Millionen Hektar Gentechsoja im Land nicht genug wären: das Verschwinden der Wälder, der Verlust der Artenvielfalt, die Zerstörung fast aller Wasserläufe und die Landflucht von 90.000 Familien in den letzten Jahren. Jetzt lässt sich der Multi in der Stadt nieder, um direkt die Gesundheit der städtischen Bevölkerung anzugreifen.
Cargill dominiert den Weltmarkt mit Getreide und Soja. Dieser Multi liess sich 1978 in Paraguay nieder, als das Land von einer finsteren Militärdiktatur beherrscht wurde. Cargill ist die führende Unternehmung im Agrobusiness mit 41 Niederlassungen, wo sie jährlich 1.3 Milliarden Tonnen Soja, Mais und Weizen kommerzialisieren. Dieses Volumen macht fast 30% der gesamten nationalen Produktion aus. Die Firma ist mit 900.000 Tonnen Soja pro Jahr der grösste Verarbeiter in Paraguay. Ausserdem verfügt Cargill über das Monopol für den Transport dieser landwirtschaftlichen Rohstoffe auf den Flüssen Paraguay und Paranà.
Cargill ist international berühmt dafür, Umweltgesetze und andere Normen zu ignorieren. Der skandalträchtigste Fall ist ihr Hafen in Santarem im brasilianischen Amazonas. Er wurde illegal gebaut und ein Gericht hat schlussendlich die sofortige Schliessung angeordnet, bis eine Umweltprüfung präsentiert und akzeptiert wird.
Im Falle des Hafens von Vinas Kue konnten die Anwälte und die Mitglieder von ESSAP und ASUCOOP keine Einsicht in die Umweltprüfungsakten erreichen, obwohl sie dies bei mehreren Regierungsinstanzen gefordert hatten. Wegen des Druckes dieser drei Organisationen kommt es nun am Mittwoch, dem 3. Oktober zu einer öffentlichen Anhörung im Parlament. Man hofft, dass die Anhörung ein erster Schritt sein wird, um den Widerstand der Zivilgesellschaft zu festigen und das makabre Werk zu stoppen.
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Ergänzungen
Cargill und Deutschland
ein paar sachen über diesen verein auch hier in deutschland , seine standorte , und seine kooperation mit nestlé
zeigen wir ihnen das es uns reicht!
solidarität