Rektoratsgebäude in Bochum wird bunt
Dutzende lila Flecken, wie sie am Dienstag am Rektoratsgebäude der Ruhr-Uni Bochum aufgetaucht sind, können zweierlei bedeuten: entweder will die RUB in modernem Look fuer die bevorstehend Entscheidung in Sachen Exzellenzinitiative dastehen oder die Verwaltung war wieder mal Opfer von unbelehrebaren Studiengebührengegner_innen. Letzteres ist wahrscheinlich, da es in der Vergangenheit bereits öfters im Zusammenhang mit den Kämpfen für freie Bildung zu ähnlichen Aktionen gekommen war.
Zudem jährte sich am 18. September die Entscheidung des Hochschulsenates, allgemeine Studiengebühren in Bochum einzuführen. Die Senatssitung ist damals, wie in den meisten Hochschulen in NRW, von einem massivem Polizeiaufgebot geschützt worden. So liegt der Schluss nahe, dass es sich hier um einen erneuten Vorstoß handelt, den Preis der verheerenden Entscheidung, tausende von Bildungsbiographien zu zerstören, in die Höhe zu treiben.
Solidarische Gruesse an die Boykotteure in Hamburg!Die letzte Schlacht gewinnen wir!
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Ergänzungen
Nicht nur die Verwaltung
Das Bekennerschreiben
Ein Jahr nach Einführung der Studiengebühren an der Ruhr-
Universität-Bochum ist ebendiese Problematik leider weitgehend aus
dem öffentlichen Bewusstsein und damit auch aus der öffentlichen
Disskusion verschwunden.
Wir wollen diesen Zustand nicht hinnehmen.
Denn wir meinen das der Widerstand gegen soziale Ungleichheit - wie
eingeschränkter Zugang zu Bildung, z.B. für Menschen mit kleinem
Geldbeutel - welche in diesen neoliberalen Zeiten leider
kontinuierlich zunimmt, richtig und wichtig ist. In der Nacht zum
18. September haben wir Farbe bekannt. Gegen die
Universitätsverwaltung, den Wohnsitz von Rektor Weiler und dem des
Vorsitzenden der Gruppe der ProfessorInnen im Senat, Herr Pohl,
flogen Farbbeutel. Im Senat der RUB wurde vor genau einem Jahr die
Einführung von Studiengebühren beschlossen. Der heutige Rektor
Weiler war schon damals ein Hardliner unter den Beführwortern von
Studiengebühren und Pohl steht stellvertretend für die
ProfessorInnen im Senat, welche die Gebühren durchdrückten.
Solidarität für freie Bildung!
Für freies selbstbestimmtes Leben und Lernen jenseits
kapitalistischer Verwertungslogik!
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
gegen schule und uni — kleinfritz