Anmerkung der Moderationsgruppe:
Trotz der Bitte, de.indymedia.org zum Veröffentlichen von eigenen Berichten und selbst recherchierten Reportagen zu nutzen, wurde hier ein Termin, ein Aufruf, die Einladung zu einer Veranstaltung oder die Ankündigung einer Aktion reinkopiert.
Es ist nicht das Ziel von Indymedia, ein möglichst umfassendes Infoportal incl. Terminkalender anzubieten. Indymedia will eine Plattform für engagierte MedienmacherInnen und ihren eigenen Inhalte bieten. Das Veröffentlichen von Terminen, Aufrufen und Einladungen gehört nicht zu den Zielen des Projektes. Mehr Informationen, warum sich Indymedia nicht zum Veröffentlichen von Terminen eignet, findest Du hier. Bitte nutze stattdessen die verlinkten Terminkalender-Seiten.
Es ist nicht das Ziel von Indymedia, ein möglichst umfassendes Infoportal incl. Terminkalender anzubieten. Indymedia will eine Plattform für engagierte MedienmacherInnen und ihren eigenen Inhalte bieten. Das Veröffentlichen von Terminen, Aufrufen und Einladungen gehört nicht zu den Zielen des Projektes. Mehr Informationen, warum sich Indymedia nicht zum Veröffentlichen von Terminen eignet, findest Du hier. Bitte nutze stattdessen die verlinkten Terminkalender-Seiten.
Terroristen auf Vorrat
Siegesmeldung von Schäuble zum politisch bestellten Zeitpunkt. Oder wie die Herrschenden ihren Umgang mit dem Volk gestalten.
Erzeuge Angst und das Volk schart sich um dich ein alt bekannter Trick mit immer wieder neuen Auflagen.
In Deutschland ist die Diskussion über zunehmende Bespitzelung der gesamten Bevölkerung immer heftiger davon bestimmt, dass man die Argumentation, das diene doch alles nur der eigenen Sicherheit im Kampf gegen den Terror, nicht mehr glaubt.
Also die neue Schäubelstrategie:
Fakes als Fakten!
Erzeuge Angst und das Volk schart sich um dich ein alt bekannter Trick mit immer wieder neuen Auflagen.
In Deutschland ist die Diskussion über zunehmende Bespitzelung der gesamten Bevölkerung immer heftiger davon bestimmt, dass man die Argumentation, das diene doch alles nur der eigenen Sicherheit im Kampf gegen den Terror, nicht mehr glaubt.
Also die neue Schäubelstrategie:
Fakes als Fakten!
Terroristen auf Vorrat.
Siegesmeldung von Schäuble zum politisch bestellten Zeitpunkt. Oder wie die Herrschenden ihren Umgang mit dem Volk gestalten.
In Deutschland ist die Diskussion über zunehmende Bespitzelung der gesamten Bevölkerung immer heftiger davon bestimmt, dass man die Argumentation, das diene doch alles nur der eigenen Sicherheit im Kampf gegen den Terror, nicht mehr glaubt.
Immer mehr Menschen sehen, dass diese Maßnahmen die Rechtsgrundlage nachhaltig verändert und die persönlichen Freiheiten aufgehoben werden, gleichzeitig ist nicht erkennbar dass in Deutschland eine reale Gefahr besteht.
Was macht man da? Man überzeugt die Menschen am besten durch „Tatsachen“ nicht durch Worte.
Also man bringt „Fakten“. (gemeint sind „Fakes“)
Wie geht man da vor?
Nun wie ging man vor? Man präsentierte eine Erfolgsmeldung: Deutsche Ermittler haben einen Anschlag verhindert.
Die Täter sollten am besten Deutsche sein dann würde es plausibler dass man auch Deutsche abhören müsste.
Und so war es auch.
Schauen wir uns dies mal genauer an.
Fritz G.
Fritz G., der mutmaßliche Kopf der Zelle, wurde im September 1979 in München geboren und konvertierte schon mit 16 Jahren zum Islam.
Er kommt aus "gutem Hause". Der Vater ist Ingenieur, die Mutter Ärztin. Als er fünf Jahre alt ist, ziehen die Eltern mit ihm und seinem Bruder nach Ulm in Baden-Württemberg. Als er 15 ist, trennen sich seine Eltern, was ihm zu schaffen macht. Der verunsicherte Jugendliche findet offenbar Trost in islamistischen Kreisen, und zwar im Multikulturhaus im bayerischen Neu-Ulm, in das er laut "Süddeutscher Zeitung" regelmäßig geht. Ende 2005 wurde es schließlich geschlossen.
Er kam in Kontakt mit der islamistischen Szene in den Nachbarstädten Ulm (Baden-Württemberg) und Neu-Ulm (Bayern). Zentrale Anlaufstelle war der 1996 gegründete Verein „Multi-Kultur-Haus Ulm“, in dessen gleichnamigem Gebäude in Neu-Ulm viele Islamisten verkehrten.
Im Januar heiratete Fritz G. eine streng muslimische Deutsch-Türkin. Das Paar hatte sich in der Moschee kennen gelernt. Sie leben in einem grünen Ulmer Wohnviertel, wenige Meter von einem Kindergarten entfernt.
Vergangenes Jahr verschwand Fritz G. plötzlich für mehrere Wochen. Er wolle in Syrien Arabisch lernen, erklärte er. Tatsächlich ließ er sich aber offenbar in einem islamistischen Lager in Pakistan ausbilden. Die Ermittler machen keine Angaben zu diesen Details. Fritz G. sei laut Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) einmal im Zusammenhang mit einem Besuch des späteren Terrorpiloten vom 11. September 2001, Mohammed Atta, in Neu-Ulm aufgefallen.
Der zum Islam konvertierte 28-jährige Fritz G. gilt als Rädelsführer der in Deutschland aufgedeckten Terrorzelle.
Daniel S.
Der zweite Konvertit in der Gruppe ist Daniel S., im September 1985 im saarländischen Neunkirchen geboren. Daniel S. ist schon vor der Planung der Anschläge kriminell aufgefallen: Drogendelikte, illegaler Waffenbesitz. Zuletzt lebte er im Saarbrücker Stadtteil Dudweiler. Daniel S. reiste auch 2006 nach Pakistan, wo er in einem Camp der Islamischen Dschihad Union gedrillt wurde.
Auch der im saarländischen Neunkirchen geborene Daniel S., der am Sonntag 22 Jahre alt wird, soll aus einem bürgerlichen Elternhaus stammen. Bis Herbst 2003 ging er laut FAZ auf das Steinwald-Gymnasium in Neunkirchen, brach aber nach nur vier Wochen in der 12. Klasse die Schule ab. 2004 soll er zum Islam konvertiert sein und in Ägypten Arabisch gelernt haben.
Adem Y.
Der im November 1978 im türkischen Bayburt geborene Adem Y. reiste vor 21 Jahren das erste Mal in die Bundesrepublik ein. Er lebte bei seinen Eltern in Langen, etwa 30 Kilometer von Hanau entfernt. Möglicherweise gab Adem Y. seiner Gruppe den Tipp, die Hutier-Kaserne auszuspionieren. Adem Y. hat nach den Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden ebenfalls 2006 ein Terrortraining in Pakistan absolviert.
Schon lange werden die Festgenommenen observiert, sie sind bekannt wie ein bunter Hund.
Bereits 2004 gerät Fritz G. endgültig ins Raster der Fahnder. Am 11. Dezember 2004 wird er von der Polizei mit seinem Kumpel Attila S., der ebenfalls im aktuellen Fall als Beschuldigter verfolgt wird, aufgegriffen. Die beiden jungen Männer hatten in der Nacht ein Buch verbrannt, wenig später finden die Polizisten in ihrem Auto Propaganda-Material des Terrorführers Osama Bin Laden. Wenig später erhalten die Ermittler einen neuen Hinweis. Ein Zeuge, ebenfalls Teil der ausgehobenen Zelle, berichtet, er habe G. und S. kürzlich gemeinsam in Saudi-Arabien getroffen.
Rhein-Main-Gebiet 05.05.07
Ermittlungen gegen deutsche Islamisten
Die Bundesanwaltschaft ermittelt seit Monaten gegen mehrere Islamisten, die Terroranschläge im Rhein-Main-Gebiet planen sollen. Unter den Verdächtigen sind zwei zum Islam konvertierte Deutsche.
Nach FOCUS-Informationen aus Ermittlerkreisen besteht die Gruppe aus zwei zum Islam konvertierten Deutschen und drei gebürtigen Türken, die deutsche Pässe haben. Die Gruppe wurde im Dezember observiert, als sie eine US-Kaserne im hessischen Hanau ausspähte. Die Verdächtigen gehören offenbar der El-Kaida-nahen Islamic Jihad Union an, die vornehmlich in Usbekistan aktiv ist und dort bei Anschlägen 52 Menschen getötet hat.
25. Juni 2007
DEUTSCHE TERROR-VERDÄCHTIGE
Pakistan kündigt Auslieferung an
Zwei der drei in Pakistan unter Terror-Verdacht festgenommenen Deutschen könnten schon bald ausgeliefert werden. Was den Männern konkret vorgeworfen wird, ist noch unklar. Einer der Männer, ein Türke mit deutschem Pass, ist der Terror-Fahndern jedoch bestens bekannt.
Berlin - Die beiden am 10. Juni an der pakistanisch-afghanischen Grenze festgenommenen Deutschen könnten nach Angaben aus pakistanischen und deutschen Regierungskreisen schon bald nach Deutschland ausgeliefert werden. In Islamabad hieß es, Pakistan sei nach mehreren Vernehmungen bereit, den 29-jährigen Tolga D. aus Ulm in Baden-Württemberg und den staatenlosen Libanesen Hussain al-M., der eine Aufenthaltsgenehmigung hat, nach Deutschland zu überstellen.
06. Juli 2007
Deutsche Extremisten im Aufmarschgebiet von al-Qaida
Pakistanischen Sicherheitskräften sind erneut zwei Deutsche ins Netz gegangen, die in einem Terrorcamp ausgebildet wurden. Noch hat die Bundesregierung keine Bestätigung - aber deutsche Extremisten im Qaida-Aufmarschgebiet halten die Behörden schon länger in Atem.
Berlin - Das Auswärtige Amt geht derzeit Berichten nach, denen zufolge zwei deutsche Staatsbürger in Pakistan unter Terrorverdacht festgenommen wurden. Außenamtssprecher Martin Jäger erklärte in Berlin, die deutsche Botschaft in der Hauptstadt Islamabad prüfe entsprechende Angaben. "Wir haben bisher noch keine Antwort von pakistanischer Seite", sagte Jäger.
Bei den Festgenommenen soll es sich um zwei deutsche Staatsbürger türkischer Herkunft handeln. Ein Offizier des Grenzschutzes in der südwestpakistanischen Stadt Quetta erklärte heute, die beiden Brüder hätten die Verbindungen zum Terrornetzwerk al-Qaida und in Afghanistan ein Trainingscamp von Terroristen besucht. Sie seien von Afghanistan nach Pakistan gereist und hätten auf ihrem Weg zurück nach Westeuropa versucht, die Grenze nach Iran zu überqueren. Die Männer seien Ende 20 oder Anfang 30 und hätten sowohl einen deutschen als auch einen türkischen Pass.
Verbindungen nach Usbekistan
Die drei sollen in Deutschland eine Zelle der "Islamic Jihad Union" (IJU) gegründet haben. Was klingt wie eine Mischung aus al-Quida und einem CDU-Verband ist in Wirklichkeit eine Abspaltung usbekischer Islamisten: Insgesamt kosteten die Anschläge der IJU seit 2004 47 Menschen das Leben. Anschlagsziele waren unter anderem die israelische und die US-Botschaft in der usbekischen Hauptstadt Taschkent. Das organisatorische Zentrum der Gruppe soll derzeit in den pakistanischen Paschtunengebieten liegen. Bereits in den 1990er Jahren hatte es trotz ethnischer Spannungen mit den Einwohnern der usbekisch besiedelten Gebiete Afghanistans ein Bündnis zwischen den paschtunischen Taliban und dem "Islamic Movement of Usbekistan" (IMU), vom dem sich die IJU 2002 oder 2003 abspaltete, gegeben.
Die Anfänge des usbekischen Islamismus gehen auf den Bürgerkrieg im Afghanistan der 1980er Jahre zurück. Etwa 100.000 sowjetische, arabische, philippinische und chinesische Islamisten ließen sich bereits seit 1982 bei den CIA-geförderten Mudschaheddin explizit deshalb ausbilden, um danach den Dschihad in ihrer Heimat weiterzuführen.[1] Vor allem bei Islamisten aus der Sowjetunion sah man das auf Seiten der CIA durchaus gerne.
Die Festnahme
Angeblich sollte ein Attentat verhindert werden.
Wieder einmal überschlagen sich Medien und Behörden, weil in Deutschland vorgeblich ein - oder mehrere - Bombenanschläge mehr oder minder "in letzter Minute" verhindert worden sei.
Am Dienstagnachmittag sind demnach drei Verdächtige - zwei Deutsche und ein Türke - in dem Ort Oberschledorn im Bundesland Nordrhein-Westfalen in einem angemieteten Ferienhaus verhaftet worden. Nach Aussage der Generalbundesanwältin Monika Harms sind hierdurch "massive Bombenanschläge" verhindert worden.
Tatsächlich offenbaren sich bei genauerer Betrachtung der Berichte zahlreiche Widersprüche, Unwissen und Unwahrheiten. Einer Pressemitteilung der Generalbundesanwaltschaft zufolge wurden "von Februar bis August 2007" von einem der Festgenommenen "im Raum Hannover nach und nach 12 Fässer (insgesamt 730 kg) mit einer zum Teil hochprozentigen Wasserstoffperoxid-Lösung" "beschafft". Ein beispielsweise von SpiegelOnline veröffentlichtes dpa-Photo zeigt unübersehbar nur 10 "Fässer" - Kanister wäre sicherlich ein zutreffenderes Wort. Die Welt wiederum meldete, das Wasserstoffperoxid sei "so hoch konzentriert", dass es "nur eine Woche gelagert" werden könne - was für unmittelbar bevorstehende Anschläge spräche. Nur eben, dass die Chemikalie tatsächlich von Februar bis August dieses Jahres beschafft worden war. Bemerkenswert ist auch, dass nach Aussage der Generalbundesanwaltschaft offenbar nur ein Teil des Wasserstoffperoxids in einer hochprozentigen Form vorhanden war. Wie groß dieser Anteil war, darüber herrscht bisher Stillschweigen.
Inwieweit die Behauptung, Polizeibeamte hätten von den vorgeblichen Attentätern unbemerkt "frühzeitig" die "in den Fässern befindliche hochprozentige Lösung Wasserstoffperoxid durch eine gefahrlose Austauschlösung" ersetzt, erscheint angesichts der langen Lagerung zumindest eines Teils des Wasserstoffperoxids zumindest fragwürdig, erst recht, da diese unter wenig geeigneten Umständen stattfand. Dieses zerfällt tatsächlich mit der Zeit zu Wasser und Sauerstoff, so dass die Konzentration der Lösung abnimmt. Allein dieser "frühzeitige" Austausch der Chemikalie hat allerdings letztlich dazu geführt, dass praktisch keinerlei Gefahr mehr bestand, dass tatsächlich Sprengstoff hätte hergestellt werden können. Sollte der "Austauschstoff" wie in einigen Berichten genannt handelsübliches Wasserstoffperoxid mit einer Konzentration von 3 Prozent - statt der 35-prozentigen Lösung, die sich vorgeblich in den Kanistern befand - so wäre zwar mit einem vorhergehenden Bearbeitungsschritt eine Verwendung durchaus noch möglich gewesen, dies hätte aber einerseits das Wissen um den Austausch vorausgesetzt, andererseits hätte sich so aber eine entsprechend weitaus geringere Menge Sprengstoff herstellen lassen.
Bemerkenswert ist auch, dass grundsätzlich nur vom Fund der 730 Kilogramm Wasserstoffperoxid gesprochen wird. Tatsächlich wird zur Herstellung des Sprengstoffs Triacetontriperoxid (TATP) neben Wasserstoffperoxid eine noch größere Menge Aceton und eine ebenfalls große Menge einer Säure - wobei Zitronensaft zwar möglicherweise interessante Reaktionen hervorrufen, aber kaum zur Herstellung von TATP geeignet sein dürfte - benötigt. Die "Bombenbauer" müssten also noch weit über einer Tonne weiterer Chemikalien besessen haben. Angesichts der freien Verfügbarkeit von zumindest grundlegenden Beschreibungen zur Herstellung von TATP kann kaum angenommen werden, dass allein das Wasserstoffperoxid gezeigt wird, um so zu verhindern, dass "Bombenbauinformationen" an die Öffentlichkeit gelangen.
Selbst wenn die Männer auch im Besitzt dieser benötigten Stoffe in den entsprechenden Mengen gewesen wären - und das Wasserstoffperoxid in hoher Konzentration vorgelegen hätte - wäre ihnen bei der Verarbeitung dieser Menge Chemikalien aller Wahrscheinlichkeit nach nur eines gelungen: sich selbst in die Luft zu sprengen. Oder wahlweise, sich die nächsten Jahre mit der Produktion zu beschäftigen. So ist es für die Herstellung von TATP beispielsweise notwendig, die Zutaten während der Reaktion deutlich unter Zimmertemperatur zu kühlen. Dies ist bei kleinen Mengen und unter Labor- beziehungsweise Industriebedingungen sicherlich machbar, aber keinesfalls bei den genannten Mengen in einem Ferienhaus. Infolgedessen wäre bei der Reaktion entweder kein TATP entstanden oder es wäre gleich zu einer Explosion gekommen. Tatsächlich ist TATP ein derart instabiler Sprengstoff, dass er ohnehin industriell und militärisch praktisch keinerlei Bedeutung hat. Schon das Fallenlassen eines Behälters mit TATP wird in den meisten Fällen durch den Aufschlag auf den Boden bereits den Sprengstoff zünden.
Aus diesem Grund erscheint es auch fragwürdig, dass sich die Verhafteten vorgeblich ebenfalls bereits "mehrere Zünder" beschafft hatten - sollten hiermit nicht handelsübliche Hammer gemeint gewesen sein.
Wäre es den Männern im Widerspruch zu aller Logik tatsächlich gelungen, den Sprengstoff herzustellen, so hätte zweifellos spätestens das Verladen in Fahrzeuge beziehungsweise die Fahrten zu den geplanten Anschlagszielen entweder zur Explosion geführt oder die Aufmerksamkeit von Behörden auf sich gezogen, da die Fahrt dann nur im Schrittempo erfolgt wäre.
Erwähnenswert ist sicherlich auch noch die Behauptung, es handele sich bei dieser "Terrorzelle" um einen Ableger der aus Usbekistan stammenden "Islamic Jihad Union" (IJU). Diese verübte ihrerseits vorgeblich im März 2004 eine Reihe von Anschlägen in Usbekistan. Tatsächlich hat der damalige britische Botschafter in Usbekistan, Craig Murray, schwerste Zweifel an der offiziellen Darstellung der usbekischen Regierung angemeldet. "Tatsächlich scheint die vorgebliche Reihe von Selbstmordanschlägen nichts dergleichen gewesen zu sein", so Murray, der die Urheber vielmehr innerhalb der Regierung Usbekistans vermutet. "Ich besuchte den Ort jedes der Bombenanschläge innerhalb weniger Stunden und in einem Fall Minuten nach der vorgeblichen Explosion."
"In einem kleinen dreieckigen Hinterhof hatte eine Bombe vorgeblich sechs Polizisten getötet. Aber die Fenster auf allen Seiten, zwischen 10 und 30 Meter von der vorgeblichen Explosion entfernt, waren nicht beschädigt. Ein Baum in der Mitte des Hofes war ebenfalls nicht beschädigt. Der Körper eines der vorgeblichen Selbstmordattentäter war unversehrt, abgesehen von einer kleinen Verbrennung in Größe einer Walnuss auf ihrem Bauch", so Murray über seine Eindrücke von einem der vorgeblichen Anschlagsorte.
Auch die Behauptung, die Verhafteten seien in einem "Terroristenausbildungslager" in Pakistan ausgebildet worden, erscheint zumindest fragwürdig. Einerseits erschiene es weitaus logischer, dass usbekische Terroristen auch "Ausbildungslager" innerhalb Usbekistans unterhalten, andererseits ist dies natürlich ein wichtiges "Indiz" für die allseits erwähnte "Verbindung zu Al-Qaida".
Bemerkenswert ist auch, dass die Beamten, die die Männer seit Monaten beobachteten, bemerkt wurden, weil sie sich zu auffällig verhielten, dies die vermeintlichen Bombenbauer aber anscheinend nicht von ihren Plänen abbrachte. Ob dies wie vielfach berichtet ein Indiz für ihre "Entschlossenheit" oder doch eher für einen ganz anderen Hintergrund ist, mag im Auge des Betrachters liegen.
Sollten die drei Festgenommenen tatsächlich versucht haben, eine derart große Menge TATP herzustellen - und dies unter derart unzureichenden Bedingungen - um hiermit Anschläge durchzuführen, so handelte es sich hier sicherlich um "Selbstmord-Terroristen", allerdings eher analog zu dem "fliegenden Suizidkommando" aus dem Film "Das Leben des Brian". In dem Fall hat das BKA zweifellos verhindert, dass Menschen durch Sprengstoffexplosionen getötet wurden - die drei Verhafteten.
Nachtrag 07.09.07: Tatsächlich konnten sich die Verdächtigen bereits im Mai im Focus darüber informieren, dass ihnen sowohl die deutschen Behörden als auch die CIA bereits auf den Fersen waren. Dies hat sie aber offenbar nicht davon abgehalten, ihre "Pläne" fortzuführen. Ebenso hat es nicht zu einem sofortigen Zugriff der deutschen Behörden geführt, obgleich hierdurch unter normalen Umständen eine umgehende Flucht der Verdächtigen zu erwarten wäre. Und auch andere Medien straften den Focus-Bericht - in klarem Widerspruch zum üblichen Interesse an neuen "Terror-Meldungen" - mit Nichtachtung.
Ja offensichtlich haben die Deutschen am Beispiel von nine elefen und den angeblichen Massenvernichtungswaffen im Irak gelernt.
Kommt alle:
http://www.vorratsdatenspeicherung.d...5/116/lang,de/
P.S.
Könnte übrigens sein - rein "spekulativ" - dass die Typen BND ler sind, und als Lockvögel gearbeitet haben. Nun dann haben sie eben jetzt einem "höheren" Zweck gedient.
Schäuble wird sich erkenntlich zeigen.
Schauen wir mal wie lange die sitzen werden und wie es den Familien von íhnen später geht.
So ein Ausbruch wär sicherlich auch ne gute Story Herr Schäuble so als Typ für Sie.
Siegesmeldung von Schäuble zum politisch bestellten Zeitpunkt. Oder wie die Herrschenden ihren Umgang mit dem Volk gestalten.
In Deutschland ist die Diskussion über zunehmende Bespitzelung der gesamten Bevölkerung immer heftiger davon bestimmt, dass man die Argumentation, das diene doch alles nur der eigenen Sicherheit im Kampf gegen den Terror, nicht mehr glaubt.
Immer mehr Menschen sehen, dass diese Maßnahmen die Rechtsgrundlage nachhaltig verändert und die persönlichen Freiheiten aufgehoben werden, gleichzeitig ist nicht erkennbar dass in Deutschland eine reale Gefahr besteht.
Was macht man da? Man überzeugt die Menschen am besten durch „Tatsachen“ nicht durch Worte.
Also man bringt „Fakten“. (gemeint sind „Fakes“)
Wie geht man da vor?
Nun wie ging man vor? Man präsentierte eine Erfolgsmeldung: Deutsche Ermittler haben einen Anschlag verhindert.
Die Täter sollten am besten Deutsche sein dann würde es plausibler dass man auch Deutsche abhören müsste.
Und so war es auch.
Schauen wir uns dies mal genauer an.
Fritz G.
Fritz G., der mutmaßliche Kopf der Zelle, wurde im September 1979 in München geboren und konvertierte schon mit 16 Jahren zum Islam.
Er kommt aus "gutem Hause". Der Vater ist Ingenieur, die Mutter Ärztin. Als er fünf Jahre alt ist, ziehen die Eltern mit ihm und seinem Bruder nach Ulm in Baden-Württemberg. Als er 15 ist, trennen sich seine Eltern, was ihm zu schaffen macht. Der verunsicherte Jugendliche findet offenbar Trost in islamistischen Kreisen, und zwar im Multikulturhaus im bayerischen Neu-Ulm, in das er laut "Süddeutscher Zeitung" regelmäßig geht. Ende 2005 wurde es schließlich geschlossen.
Er kam in Kontakt mit der islamistischen Szene in den Nachbarstädten Ulm (Baden-Württemberg) und Neu-Ulm (Bayern). Zentrale Anlaufstelle war der 1996 gegründete Verein „Multi-Kultur-Haus Ulm“, in dessen gleichnamigem Gebäude in Neu-Ulm viele Islamisten verkehrten.
Im Januar heiratete Fritz G. eine streng muslimische Deutsch-Türkin. Das Paar hatte sich in der Moschee kennen gelernt. Sie leben in einem grünen Ulmer Wohnviertel, wenige Meter von einem Kindergarten entfernt.
Vergangenes Jahr verschwand Fritz G. plötzlich für mehrere Wochen. Er wolle in Syrien Arabisch lernen, erklärte er. Tatsächlich ließ er sich aber offenbar in einem islamistischen Lager in Pakistan ausbilden. Die Ermittler machen keine Angaben zu diesen Details. Fritz G. sei laut Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) einmal im Zusammenhang mit einem Besuch des späteren Terrorpiloten vom 11. September 2001, Mohammed Atta, in Neu-Ulm aufgefallen.
Der zum Islam konvertierte 28-jährige Fritz G. gilt als Rädelsführer der in Deutschland aufgedeckten Terrorzelle.
Daniel S.
Der zweite Konvertit in der Gruppe ist Daniel S., im September 1985 im saarländischen Neunkirchen geboren. Daniel S. ist schon vor der Planung der Anschläge kriminell aufgefallen: Drogendelikte, illegaler Waffenbesitz. Zuletzt lebte er im Saarbrücker Stadtteil Dudweiler. Daniel S. reiste auch 2006 nach Pakistan, wo er in einem Camp der Islamischen Dschihad Union gedrillt wurde.
Auch der im saarländischen Neunkirchen geborene Daniel S., der am Sonntag 22 Jahre alt wird, soll aus einem bürgerlichen Elternhaus stammen. Bis Herbst 2003 ging er laut FAZ auf das Steinwald-Gymnasium in Neunkirchen, brach aber nach nur vier Wochen in der 12. Klasse die Schule ab. 2004 soll er zum Islam konvertiert sein und in Ägypten Arabisch gelernt haben.
Adem Y.
Der im November 1978 im türkischen Bayburt geborene Adem Y. reiste vor 21 Jahren das erste Mal in die Bundesrepublik ein. Er lebte bei seinen Eltern in Langen, etwa 30 Kilometer von Hanau entfernt. Möglicherweise gab Adem Y. seiner Gruppe den Tipp, die Hutier-Kaserne auszuspionieren. Adem Y. hat nach den Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden ebenfalls 2006 ein Terrortraining in Pakistan absolviert.
Schon lange werden die Festgenommenen observiert, sie sind bekannt wie ein bunter Hund.
Bereits 2004 gerät Fritz G. endgültig ins Raster der Fahnder. Am 11. Dezember 2004 wird er von der Polizei mit seinem Kumpel Attila S., der ebenfalls im aktuellen Fall als Beschuldigter verfolgt wird, aufgegriffen. Die beiden jungen Männer hatten in der Nacht ein Buch verbrannt, wenig später finden die Polizisten in ihrem Auto Propaganda-Material des Terrorführers Osama Bin Laden. Wenig später erhalten die Ermittler einen neuen Hinweis. Ein Zeuge, ebenfalls Teil der ausgehobenen Zelle, berichtet, er habe G. und S. kürzlich gemeinsam in Saudi-Arabien getroffen.
Rhein-Main-Gebiet 05.05.07
Ermittlungen gegen deutsche Islamisten
Die Bundesanwaltschaft ermittelt seit Monaten gegen mehrere Islamisten, die Terroranschläge im Rhein-Main-Gebiet planen sollen. Unter den Verdächtigen sind zwei zum Islam konvertierte Deutsche.
Nach FOCUS-Informationen aus Ermittlerkreisen besteht die Gruppe aus zwei zum Islam konvertierten Deutschen und drei gebürtigen Türken, die deutsche Pässe haben. Die Gruppe wurde im Dezember observiert, als sie eine US-Kaserne im hessischen Hanau ausspähte. Die Verdächtigen gehören offenbar der El-Kaida-nahen Islamic Jihad Union an, die vornehmlich in Usbekistan aktiv ist und dort bei Anschlägen 52 Menschen getötet hat.
25. Juni 2007
DEUTSCHE TERROR-VERDÄCHTIGE
Pakistan kündigt Auslieferung an
Zwei der drei in Pakistan unter Terror-Verdacht festgenommenen Deutschen könnten schon bald ausgeliefert werden. Was den Männern konkret vorgeworfen wird, ist noch unklar. Einer der Männer, ein Türke mit deutschem Pass, ist der Terror-Fahndern jedoch bestens bekannt.
Berlin - Die beiden am 10. Juni an der pakistanisch-afghanischen Grenze festgenommenen Deutschen könnten nach Angaben aus pakistanischen und deutschen Regierungskreisen schon bald nach Deutschland ausgeliefert werden. In Islamabad hieß es, Pakistan sei nach mehreren Vernehmungen bereit, den 29-jährigen Tolga D. aus Ulm in Baden-Württemberg und den staatenlosen Libanesen Hussain al-M., der eine Aufenthaltsgenehmigung hat, nach Deutschland zu überstellen.
06. Juli 2007
Deutsche Extremisten im Aufmarschgebiet von al-Qaida
Pakistanischen Sicherheitskräften sind erneut zwei Deutsche ins Netz gegangen, die in einem Terrorcamp ausgebildet wurden. Noch hat die Bundesregierung keine Bestätigung - aber deutsche Extremisten im Qaida-Aufmarschgebiet halten die Behörden schon länger in Atem.
Berlin - Das Auswärtige Amt geht derzeit Berichten nach, denen zufolge zwei deutsche Staatsbürger in Pakistan unter Terrorverdacht festgenommen wurden. Außenamtssprecher Martin Jäger erklärte in Berlin, die deutsche Botschaft in der Hauptstadt Islamabad prüfe entsprechende Angaben. "Wir haben bisher noch keine Antwort von pakistanischer Seite", sagte Jäger.
Bei den Festgenommenen soll es sich um zwei deutsche Staatsbürger türkischer Herkunft handeln. Ein Offizier des Grenzschutzes in der südwestpakistanischen Stadt Quetta erklärte heute, die beiden Brüder hätten die Verbindungen zum Terrornetzwerk al-Qaida und in Afghanistan ein Trainingscamp von Terroristen besucht. Sie seien von Afghanistan nach Pakistan gereist und hätten auf ihrem Weg zurück nach Westeuropa versucht, die Grenze nach Iran zu überqueren. Die Männer seien Ende 20 oder Anfang 30 und hätten sowohl einen deutschen als auch einen türkischen Pass.
Verbindungen nach Usbekistan
Die drei sollen in Deutschland eine Zelle der "Islamic Jihad Union" (IJU) gegründet haben. Was klingt wie eine Mischung aus al-Quida und einem CDU-Verband ist in Wirklichkeit eine Abspaltung usbekischer Islamisten: Insgesamt kosteten die Anschläge der IJU seit 2004 47 Menschen das Leben. Anschlagsziele waren unter anderem die israelische und die US-Botschaft in der usbekischen Hauptstadt Taschkent. Das organisatorische Zentrum der Gruppe soll derzeit in den pakistanischen Paschtunengebieten liegen. Bereits in den 1990er Jahren hatte es trotz ethnischer Spannungen mit den Einwohnern der usbekisch besiedelten Gebiete Afghanistans ein Bündnis zwischen den paschtunischen Taliban und dem "Islamic Movement of Usbekistan" (IMU), vom dem sich die IJU 2002 oder 2003 abspaltete, gegeben.
Die Anfänge des usbekischen Islamismus gehen auf den Bürgerkrieg im Afghanistan der 1980er Jahre zurück. Etwa 100.000 sowjetische, arabische, philippinische und chinesische Islamisten ließen sich bereits seit 1982 bei den CIA-geförderten Mudschaheddin explizit deshalb ausbilden, um danach den Dschihad in ihrer Heimat weiterzuführen.[1] Vor allem bei Islamisten aus der Sowjetunion sah man das auf Seiten der CIA durchaus gerne.
Die Festnahme
Angeblich sollte ein Attentat verhindert werden.
Wieder einmal überschlagen sich Medien und Behörden, weil in Deutschland vorgeblich ein - oder mehrere - Bombenanschläge mehr oder minder "in letzter Minute" verhindert worden sei.
Am Dienstagnachmittag sind demnach drei Verdächtige - zwei Deutsche und ein Türke - in dem Ort Oberschledorn im Bundesland Nordrhein-Westfalen in einem angemieteten Ferienhaus verhaftet worden. Nach Aussage der Generalbundesanwältin Monika Harms sind hierdurch "massive Bombenanschläge" verhindert worden.
Tatsächlich offenbaren sich bei genauerer Betrachtung der Berichte zahlreiche Widersprüche, Unwissen und Unwahrheiten. Einer Pressemitteilung der Generalbundesanwaltschaft zufolge wurden "von Februar bis August 2007" von einem der Festgenommenen "im Raum Hannover nach und nach 12 Fässer (insgesamt 730 kg) mit einer zum Teil hochprozentigen Wasserstoffperoxid-Lösung" "beschafft". Ein beispielsweise von SpiegelOnline veröffentlichtes dpa-Photo zeigt unübersehbar nur 10 "Fässer" - Kanister wäre sicherlich ein zutreffenderes Wort. Die Welt wiederum meldete, das Wasserstoffperoxid sei "so hoch konzentriert", dass es "nur eine Woche gelagert" werden könne - was für unmittelbar bevorstehende Anschläge spräche. Nur eben, dass die Chemikalie tatsächlich von Februar bis August dieses Jahres beschafft worden war. Bemerkenswert ist auch, dass nach Aussage der Generalbundesanwaltschaft offenbar nur ein Teil des Wasserstoffperoxids in einer hochprozentigen Form vorhanden war. Wie groß dieser Anteil war, darüber herrscht bisher Stillschweigen.
Inwieweit die Behauptung, Polizeibeamte hätten von den vorgeblichen Attentätern unbemerkt "frühzeitig" die "in den Fässern befindliche hochprozentige Lösung Wasserstoffperoxid durch eine gefahrlose Austauschlösung" ersetzt, erscheint angesichts der langen Lagerung zumindest eines Teils des Wasserstoffperoxids zumindest fragwürdig, erst recht, da diese unter wenig geeigneten Umständen stattfand. Dieses zerfällt tatsächlich mit der Zeit zu Wasser und Sauerstoff, so dass die Konzentration der Lösung abnimmt. Allein dieser "frühzeitige" Austausch der Chemikalie hat allerdings letztlich dazu geführt, dass praktisch keinerlei Gefahr mehr bestand, dass tatsächlich Sprengstoff hätte hergestellt werden können. Sollte der "Austauschstoff" wie in einigen Berichten genannt handelsübliches Wasserstoffperoxid mit einer Konzentration von 3 Prozent - statt der 35-prozentigen Lösung, die sich vorgeblich in den Kanistern befand - so wäre zwar mit einem vorhergehenden Bearbeitungsschritt eine Verwendung durchaus noch möglich gewesen, dies hätte aber einerseits das Wissen um den Austausch vorausgesetzt, andererseits hätte sich so aber eine entsprechend weitaus geringere Menge Sprengstoff herstellen lassen.
Bemerkenswert ist auch, dass grundsätzlich nur vom Fund der 730 Kilogramm Wasserstoffperoxid gesprochen wird. Tatsächlich wird zur Herstellung des Sprengstoffs Triacetontriperoxid (TATP) neben Wasserstoffperoxid eine noch größere Menge Aceton und eine ebenfalls große Menge einer Säure - wobei Zitronensaft zwar möglicherweise interessante Reaktionen hervorrufen, aber kaum zur Herstellung von TATP geeignet sein dürfte - benötigt. Die "Bombenbauer" müssten also noch weit über einer Tonne weiterer Chemikalien besessen haben. Angesichts der freien Verfügbarkeit von zumindest grundlegenden Beschreibungen zur Herstellung von TATP kann kaum angenommen werden, dass allein das Wasserstoffperoxid gezeigt wird, um so zu verhindern, dass "Bombenbauinformationen" an die Öffentlichkeit gelangen.
Selbst wenn die Männer auch im Besitzt dieser benötigten Stoffe in den entsprechenden Mengen gewesen wären - und das Wasserstoffperoxid in hoher Konzentration vorgelegen hätte - wäre ihnen bei der Verarbeitung dieser Menge Chemikalien aller Wahrscheinlichkeit nach nur eines gelungen: sich selbst in die Luft zu sprengen. Oder wahlweise, sich die nächsten Jahre mit der Produktion zu beschäftigen. So ist es für die Herstellung von TATP beispielsweise notwendig, die Zutaten während der Reaktion deutlich unter Zimmertemperatur zu kühlen. Dies ist bei kleinen Mengen und unter Labor- beziehungsweise Industriebedingungen sicherlich machbar, aber keinesfalls bei den genannten Mengen in einem Ferienhaus. Infolgedessen wäre bei der Reaktion entweder kein TATP entstanden oder es wäre gleich zu einer Explosion gekommen. Tatsächlich ist TATP ein derart instabiler Sprengstoff, dass er ohnehin industriell und militärisch praktisch keinerlei Bedeutung hat. Schon das Fallenlassen eines Behälters mit TATP wird in den meisten Fällen durch den Aufschlag auf den Boden bereits den Sprengstoff zünden.
Aus diesem Grund erscheint es auch fragwürdig, dass sich die Verhafteten vorgeblich ebenfalls bereits "mehrere Zünder" beschafft hatten - sollten hiermit nicht handelsübliche Hammer gemeint gewesen sein.
Wäre es den Männern im Widerspruch zu aller Logik tatsächlich gelungen, den Sprengstoff herzustellen, so hätte zweifellos spätestens das Verladen in Fahrzeuge beziehungsweise die Fahrten zu den geplanten Anschlagszielen entweder zur Explosion geführt oder die Aufmerksamkeit von Behörden auf sich gezogen, da die Fahrt dann nur im Schrittempo erfolgt wäre.
Erwähnenswert ist sicherlich auch noch die Behauptung, es handele sich bei dieser "Terrorzelle" um einen Ableger der aus Usbekistan stammenden "Islamic Jihad Union" (IJU). Diese verübte ihrerseits vorgeblich im März 2004 eine Reihe von Anschlägen in Usbekistan. Tatsächlich hat der damalige britische Botschafter in Usbekistan, Craig Murray, schwerste Zweifel an der offiziellen Darstellung der usbekischen Regierung angemeldet. "Tatsächlich scheint die vorgebliche Reihe von Selbstmordanschlägen nichts dergleichen gewesen zu sein", so Murray, der die Urheber vielmehr innerhalb der Regierung Usbekistans vermutet. "Ich besuchte den Ort jedes der Bombenanschläge innerhalb weniger Stunden und in einem Fall Minuten nach der vorgeblichen Explosion."
"In einem kleinen dreieckigen Hinterhof hatte eine Bombe vorgeblich sechs Polizisten getötet. Aber die Fenster auf allen Seiten, zwischen 10 und 30 Meter von der vorgeblichen Explosion entfernt, waren nicht beschädigt. Ein Baum in der Mitte des Hofes war ebenfalls nicht beschädigt. Der Körper eines der vorgeblichen Selbstmordattentäter war unversehrt, abgesehen von einer kleinen Verbrennung in Größe einer Walnuss auf ihrem Bauch", so Murray über seine Eindrücke von einem der vorgeblichen Anschlagsorte.
Auch die Behauptung, die Verhafteten seien in einem "Terroristenausbildungslager" in Pakistan ausgebildet worden, erscheint zumindest fragwürdig. Einerseits erschiene es weitaus logischer, dass usbekische Terroristen auch "Ausbildungslager" innerhalb Usbekistans unterhalten, andererseits ist dies natürlich ein wichtiges "Indiz" für die allseits erwähnte "Verbindung zu Al-Qaida".
Bemerkenswert ist auch, dass die Beamten, die die Männer seit Monaten beobachteten, bemerkt wurden, weil sie sich zu auffällig verhielten, dies die vermeintlichen Bombenbauer aber anscheinend nicht von ihren Plänen abbrachte. Ob dies wie vielfach berichtet ein Indiz für ihre "Entschlossenheit" oder doch eher für einen ganz anderen Hintergrund ist, mag im Auge des Betrachters liegen.
Sollten die drei Festgenommenen tatsächlich versucht haben, eine derart große Menge TATP herzustellen - und dies unter derart unzureichenden Bedingungen - um hiermit Anschläge durchzuführen, so handelte es sich hier sicherlich um "Selbstmord-Terroristen", allerdings eher analog zu dem "fliegenden Suizidkommando" aus dem Film "Das Leben des Brian". In dem Fall hat das BKA zweifellos verhindert, dass Menschen durch Sprengstoffexplosionen getötet wurden - die drei Verhafteten.
Nachtrag 07.09.07: Tatsächlich konnten sich die Verdächtigen bereits im Mai im Focus darüber informieren, dass ihnen sowohl die deutschen Behörden als auch die CIA bereits auf den Fersen waren. Dies hat sie aber offenbar nicht davon abgehalten, ihre "Pläne" fortzuführen. Ebenso hat es nicht zu einem sofortigen Zugriff der deutschen Behörden geführt, obgleich hierdurch unter normalen Umständen eine umgehende Flucht der Verdächtigen zu erwarten wäre. Und auch andere Medien straften den Focus-Bericht - in klarem Widerspruch zum üblichen Interesse an neuen "Terror-Meldungen" - mit Nichtachtung.
Ja offensichtlich haben die Deutschen am Beispiel von nine elefen und den angeblichen Massenvernichtungswaffen im Irak gelernt.
Kommt alle:
http://www.vorratsdatenspeicherung.d...5/116/lang,de/ P.S.
Könnte übrigens sein - rein "spekulativ" - dass die Typen BND ler sind, und als Lockvögel gearbeitet haben. Nun dann haben sie eben jetzt einem "höheren" Zweck gedient.
Schäuble wird sich erkenntlich zeigen.
Schauen wir mal wie lange die sitzen werden und wie es den Familien von íhnen später geht.
So ein Ausbruch wär sicherlich auch ne gute Story Herr Schäuble so als Typ für Sie.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
glaub ich nicht
den rest glaub ich schon so im großen und ganzen. DIE typen waren echt mal sock puppets. die mit den kofferbomben, *das* waren vielleicht terroristen. das hier? möchtegern-terroristen die man mal hat machen lassen.
wer würde es nicht so machen: man bekommt spitz, daß da ein paar homies "was am planen dran" sind, und observiert halt ein bißchen herum. wenn sie ernst machen wollen, oder es anzuraten ist (aus sicht des im/bnd/bka) - zb weil sich bereits springers und markworts printmedien öffenlich über den gesundheitszustand von herrn sch. zu sorgen begionnen - zieht man die reißleine und sägt die idioten ab.
und überhaupt: h2o2. bißchen glorreicher und ziemlich umständlicher brandbeschleuniger wenn man das machen will was die (angeblich) vorhatten. gegeltes superbenzin bringt mehr leistung für'n preis. man *kann* mit h2o2 richtig derbe dinger bauen, aber ich habe momentan zweifel daran daß *die* typen das überlebt hätten. ein kellerlabor reicht dafür gerade mal eben; in der küche kriegt man daraus nix gescheites hin. außer toten möchtegernterroristen qua eigener dummheit, was mir als ausgang nicht unrecht ist. zumal wenn es irgendwo in ner laubenkolonie oder so und nicht im wohnblock.
und es *dauert* auch schlicht seine zeit, um mit h2o2 und kettenfett hochbrisanten bumm zu bauen, zu pflegmatisieren, zu vergießen etc. booohooo, sie hatten sich schon *autos* klargemacht für den anfang.
tell you what: wenn uncle sam vorhat, die scheiße aus irgendwas zu bomben, bestellt er die cruise missiles auch n halbes jahr vorher.
es sei denn er ist neocon, dann schmiert er lieber seinen burschikumpel und muß die CRASSESTE BOMBENSHOW ALLER ZEITEN[TM] nach einer halben woche beenden um sich nicht winchester zu gehen.
(was glaubst du wie das abfucked. war klar daß *irgendwann* so was kommen würde. aber es sah grad so aus... fuckit. der countdown für den verfassungsloyalen abschuß des im lief schon, da kommen diese PISSER an und versauens.)