Jena: NS-Verherrlichung auch am 8. September
Die Bands, die beim „2. Fest der Völker“ am 8. September auftreten sollen, stellen sich offen in die Tradition des 3. Reiches. Allesamt dem „Blood and Honour“-Spektrum angehörend, positionieren sie sich bewusst in einer Linie mit der historischen Hitler-Jugend und der Waffen-SS. Der Stadtverwaltung Jena, der vor wenigen Tagen noch ein Internetvideo als Verbotsgrund des Heß-Marsches vom 18. August genügte, weigert sich weiterhin, das „Fest der Völker“ als das anzusehen, was es ist: Eine Weiterführung der verbotenen internationalen „Blood and Honour“-Strukturen unter dem Deckmantel der NPD.
Nach den einschlägigen Inhalten braucht man bei den fünf internationalen Nazibands, die auftreten sollen, nicht lange suchen. „Brutal Attack“ aus England beziehen sich beispielsweise explizit auf Adolf Hitler und dessen Stellvertreter Rudolf Heß:
„Ich verließ deine Seite einst bei meinen Flug für den Frieden,
aber ich konnte nicht wissen, dass der Tod mein einziger Ausweg sein wird
46 Jahre verbrachte ich allein, ich diente dir noch am Ende.
Für mich warst du mein Führer und ich dein loyalster Freund.“
(Brutal Attack - Proud to serve /
http://lyrics.songtext.name/Brutal%20Attack/Proud-To-Serve-61678.html)
Die Band existiert seit 1980 und trat bereits mit dem „Blood and Honour“-Gründer Ian Stuart auf. Ihre internationale Bedeutung ist als erheblich einzuschätzen. In einem Internetvideo sieht man die Band vor einem „Blood and Honour“-Transparent spielen. Im Publikum wird der Hitler-Gruß gezeigt. (
http://www.youtube.com/watch?v=yUfo7MEYaTo)
Zum Netzwerk gehören auch die Tschechen von „Conflict 88“. Die Zahl 88 ist ein beliebter Code der Neonazis für den achten Buchstaben im Alphabet und bedeutet „Heil Hitler“. Auf den Seiten der NPD wurde die Zahl weggelassen und die Band wird schlicht als „Conflict“ angekündigt. (siehe Naziseite
http://f-d-v.de/deutschland/index.php?fdv=programm)
Die deutsche „Blood and Honour“-Sektion wurde bereits 2000 verboten. Die Übersetzung „Blut und Ehre“ war auf den Fahrtenmessern der Hitler-Jugend eingraviert, das Nürnberger Rassengesetz hieß offiziell „Gesetz zum Schutz des deutschen Blutes und der deutschen Ehre“. Das Netzwerk wurde in den 1980er Jahren unter maßgeblicher Beteiligung von Ian Stuart Donaldson, dem Sänger der Rechtsrock-Band „Skrewdriver“ gegründet, der bis heute als Vorbild für rechtsextreme Rockbands gilt. Der Fortbestand der ehemaligen „Blood and Honour“-Strukturen zeigte sich nicht zuletzt im Rahmen einer bundesweiten Aktion gegen Nachfolgeorganisationen 2006. Am 7. März durchsuchte das BKA bundesweit 120 Wohnungen von Neonazis, darunter auch 11 in Thüringen, wegen Verdachtes auf Weiterführung der Organisation. (
http://www.verfassungsschutz.thueringen.de/vsberichte/2006/vsb2006.htm )
Mit einem Verbot der Naziveranstaltung durch die Stadtverwaltung ist trotz der offensichtlichen Zusammenhänge und der menschenverachtenden Ideologie des Festes der Völker nicht zu rechnen, wie Rechtsamtsleiter Pfeiffer bereits 2006 ankündigte. „Wir können und wollen uns nicht auf Entscheidungen von oben verlassen. Wir können uns nicht auf eine Stadtverwaltung verlassen, die auch dann untätig bleibt und Gegendemonstranten angreift, wenn eindeutige Hinweise zu Auflageverstößen bei den Nazis vorliegen. Wir müssen die Bekämpfung des Neonazismus und dieses europaweiten Nazitreffens in die eigene Hand nehmen und am 8. September durch vielfältige, solidarisch verlaufende Aktionsformen wie massenhafte Sitzblockaden behindern wo es nur geht“, erklärt Franka Heßler für die JAPS Jena.
Bitte beachtet auch die ausführlichen Artikel mit Quellenangaben im Internet unter
http://jena.antifa.net/fdv/index.php/Recherche/bands und
http://asj.jena.antifa.net/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=16&Itemid=30
„Ich verließ deine Seite einst bei meinen Flug für den Frieden,
aber ich konnte nicht wissen, dass der Tod mein einziger Ausweg sein wird
46 Jahre verbrachte ich allein, ich diente dir noch am Ende.
Für mich warst du mein Führer und ich dein loyalster Freund.“
(Brutal Attack - Proud to serve /
http://lyrics.songtext.name/Brutal%20Attack/Proud-To-Serve-61678.html) Die Band existiert seit 1980 und trat bereits mit dem „Blood and Honour“-Gründer Ian Stuart auf. Ihre internationale Bedeutung ist als erheblich einzuschätzen. In einem Internetvideo sieht man die Band vor einem „Blood and Honour“-Transparent spielen. Im Publikum wird der Hitler-Gruß gezeigt. (
http://www.youtube.com/watch?v=yUfo7MEYaTo) Zum Netzwerk gehören auch die Tschechen von „Conflict 88“. Die Zahl 88 ist ein beliebter Code der Neonazis für den achten Buchstaben im Alphabet und bedeutet „Heil Hitler“. Auf den Seiten der NPD wurde die Zahl weggelassen und die Band wird schlicht als „Conflict“ angekündigt. (siehe Naziseite
http://f-d-v.de/deutschland/index.php?fdv=programm) Die deutsche „Blood and Honour“-Sektion wurde bereits 2000 verboten. Die Übersetzung „Blut und Ehre“ war auf den Fahrtenmessern der Hitler-Jugend eingraviert, das Nürnberger Rassengesetz hieß offiziell „Gesetz zum Schutz des deutschen Blutes und der deutschen Ehre“. Das Netzwerk wurde in den 1980er Jahren unter maßgeblicher Beteiligung von Ian Stuart Donaldson, dem Sänger der Rechtsrock-Band „Skrewdriver“ gegründet, der bis heute als Vorbild für rechtsextreme Rockbands gilt. Der Fortbestand der ehemaligen „Blood and Honour“-Strukturen zeigte sich nicht zuletzt im Rahmen einer bundesweiten Aktion gegen Nachfolgeorganisationen 2006. Am 7. März durchsuchte das BKA bundesweit 120 Wohnungen von Neonazis, darunter auch 11 in Thüringen, wegen Verdachtes auf Weiterführung der Organisation. (
http://www.verfassungsschutz.thueringen.de/vsberichte/2006/vsb2006.htm ) Mit einem Verbot der Naziveranstaltung durch die Stadtverwaltung ist trotz der offensichtlichen Zusammenhänge und der menschenverachtenden Ideologie des Festes der Völker nicht zu rechnen, wie Rechtsamtsleiter Pfeiffer bereits 2006 ankündigte. „Wir können und wollen uns nicht auf Entscheidungen von oben verlassen. Wir können uns nicht auf eine Stadtverwaltung verlassen, die auch dann untätig bleibt und Gegendemonstranten angreift, wenn eindeutige Hinweise zu Auflageverstößen bei den Nazis vorliegen. Wir müssen die Bekämpfung des Neonazismus und dieses europaweiten Nazitreffens in die eigene Hand nehmen und am 8. September durch vielfältige, solidarisch verlaufende Aktionsformen wie massenhafte Sitzblockaden behindern wo es nur geht“, erklärt Franka Heßler für die JAPS Jena.
Bitte beachtet auch die ausführlichen Artikel mit Quellenangaben im Internet unter
http://jena.antifa.net/fdv/index.php/Recherche/bands und
http://asj.jena.antifa.net/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=16&Itemid=30
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Volksverhetzung FDV 2005
Zu sehen sind Ausschnitte aus einer antisemitischen Hetzrede von Patrick Wieschke, einem der Organisatoren der Veranstaltung.
Außerdem enthält das Video einen ´musikalischen` Beitrag, der vermutlich der Naziband ´System Coffins`(Sachsen-Anhalt)zuzuschreiben ist. Leider ist die Band aufgrund des Abstandes zur Bühne nicht sichtbar, evtl. handelt es sich auch um Musik von einer CD. Dies sollte zumindest für die Staatsanwaltschaft angesichts der polizeilichen Videoaufnahmen herauszufinden sein - der verzerrt gesungene Text scheint nämlich auch nachträgliche Ermittlungen wert zu sein. Selbst bei mehrmaligem anhören bleibt der Eindruck, dass es sich bei dem Cover des Ramones-Songs ´Hey Ho Let´s Go` um eine volksverhetzende Version handelt. Zu Verstehen sind die Fetzen ´White men let´s go`, ´tötet alle Juden` bzw. ´sie sind alle Juden, bringt sie um!`
Videoformat: Quicktime, Video: H.264, Audio: QDesign Music2 (Mono), 176x144 Pixel, 3,62 MB, 3:31 Min
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Schon Freitag: Pressekonferenz mit Udo Voigt
Damit haben die Lokalpolitiker unter Führung von OB Albrecht Schröter ihr Ziel erreicht, die Nazis aus "Jenas guter Stube" draußen zu halten. In der vorausgegangenen Auseinandersetzung hatten die Nazis erneut mit ihrem größten Trumpf, der Rückendeckung durch das Geraer Verwaltungsgericht, gedroht. Eine Änderung der Hausordnung soll sicherstellen, dass künftig nur noch Veranstaltungen im Rathaus stattfinden können, die die gesamte Stadt in besonderer Weise repräsentieren.
Uns reicht das nicht! Uns ist egal, ob Voigt im Rathaus oder in einem Kabuff der Stadtverwaltung auftritt. Verschärfte Hausordnungen lösen das Naziproblem nicht, im Gegenteil sie entsprechen den Zielen der Nazis.
Wir rufen alle Antifaschisten auf, den Veranstaltungsort zu blockieren. Es wird die Generalprobe für den 8. September. Pennplätze für Menschen, die schon am Freitag nach Jena kommen wollen, stehen zur Verfügung.
Wir rufen alle demokratischen Journalisten auf, die Veranstaltung mit Voigt zu boykottieren. Etwas interessantes Neues hat der Faschist nicht zu sagen, und eure Anwesenheit würde nur seiner Eitelkeit schmeicheln.
Treffpunkt: JG Stadtmitte, Johannisstraße, 16 Uhr
Infos: WAP-Ticker
EA: 0178 - 33 96 927 (Achtung! Samstag Leipziger Nummer: 0341-211 93 13)
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
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