Nazibilder Friedrichshafen 2

--- 24.08.2007 11:00
Die zweite Ladung Nazibilder aus Friedrichshafen
Nochmal Nazigesichter
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

Bitte keine reinen Bildergalerien mehr

imc-Moderationsgruppen 24.08.2007 - 12:12
Gemeinsame Stellungnahme der Moderationsgruppen von de.indymedia.org

Seit digitale Fotokameras für viele Menschen erschwinglich geworden sind, hat die Anzahl der auf Indymedia veröffentlichten Bilder stark zugenommen.

Teilweise sind Fotos eine perfekt Ergänzung zu selbst verfassten Berichten. Wenige, gut ausgewählte, repräsentative Aufnahmen vermitteln oft einen besseren Eindruck von einer bestimmten Situation als lange Beschreibungstexte.

Aber leider beschränkt sich das journalistische Engagement oft auf das Hochladen dutzender oft spärlich oder gar nicht beschrifteter Bilder von Demos oder Aktionen. Teilweise wird im Textteil des Postings noch etwas verschämt darauf hingewiesen, dass sicher noch jemand anderes einen Bericht schreiben wird. Oft wird nicht einmal der Ort, die Zeit und der ungefähre Ablauf der Veranstaltung - zumindest in Stichworten - zusammengefasst. Ein knappes "Demofotos Hamburg Samstag" ist alles was sich die selbsternannte MedienaktivistIn abringen kann.

Der Nachrichtenwert solcher Bilderstrecken geht unsereserachtens gegen Null.

Insbesondere jenseits der eigenen lokalen Subszene lässt sich mit den immer gleichen Bildern von vermummten Polizeikräften und/oder plärrenden Nazifratzen nichts anfangen. Der unreflektierte Aktualitäts-Hype und eine reine Medien-Konsumhaltung bei einigen NutzerInnen von Indymedia führt dazu, dass eben 7 Tage später einfach die nächste Aktion ansteht, und natürlich erwartet mensch auch von der wieder krasse Bilder-Serien.

Teilweise ist der Verdacht nicht von der Hand zu weisen, dass solche Veröffentlichungen hauptsächlich passieren, um die eigenen Fotos, die eigene Demo, den eingesetzten Wasserwerfer etc. im Internet zu sehen.

Ein durchaus legitimes Anliegen, nur wenn sich der journalistische Anspruch dabei auf das Hochladen möglichst vieler möglichst "krasser" Bilder beschränkt, ist mensch schon sehr nah dran an einem Sensationsjournalismus im Stil von RTL-exclusiv oder BILD.

Die Rubrik Antifa macht, vor allem mengenmäßig, einen Großteil der Indymedia-Postings aus. Hier gibt es ein weiteres Problem. Genau wie das veröffentlichen von Termin- und Mobilisierungsinfos, macht das Posten von Nazi-Portraits auf einer völlig offenen Plattform wie dem OpenPosting bei Indymedia keinen Sinn. Im Gegenteil, die Praxis erweist sich zunehmend als kontraproduktiv.

Wir wissen, daß die meisten Antifa-AktivistInnen gut organisiert sind und überlegt und verantwortungsvoll mit gesammelten Informationen umgehen. Schon sehr früh gab es deshalb aus Antifakreisen selbst berechtigte Kritik am unüberlegten Umgang mit dem OpenPosting und Kommentarfunktion.

Wir gehen davon aus, daß es nur wenige Digikam-AktivistInnen sind, die mit ihrer "Knipsen und Posten"-Strategie Indymedia als private Nazi-Bildergalerie benutzen. Würden diese Postings nicht grundsätzlich anonym abgesetzt, könnten wir uns langatmige Stellungnamen sparen und diesen Leuten einfach direkt schreiben.

Grundsätzlich ist das Sammeln und Austauschen von Informationen über Nazistrukturen ein wichtiger Teil organisierter Antifa-Arbeit. Dazu gehören auch persönliche Daten sowie Fotos der Nazi-Kader. Auch das Veröffentlichen solcher Informationen ist eine gute Strategie, um gegen Nazis vorzugehen. Damit kann ihnen beispielsweise klargemacht werden, dass sie nicht aus der Sicherheit ihrer "bürgerlichen" Existenz heraus in Ruhe operieren können.

Lokale und überregionale Archive und Publikationen oder das Outen per Flugblatt im Wohnumfeld sind sinnvolle Ansätze, um interessierte Antifa-AktivistInnen oder die Öffentlichkeit zu erreichen. Wichtig dabei ist, dass solche sensiblen Veröffentlichungen von Menschen betreut werden, die einen engen thematischen und lokalen Bezug zur Materie haben. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Informationen akkurat sind und verantwortungsvoll an die richtigen Leute weitergegeben werden. Das Open-Posting von Indymedia kann weder das eine noch das andere gewährleisten. Antifa Postings werden von Nazi-Zusammenhängen gezielt und systematisch sabotiert. Dazu veröffentlichen Nazis beispielsweise in den Kommentaren zu einem Artikel mit Nazidemo-Portraits vermeintliche Namen und Adressen zu den Gesichtern. Ärgerlicherweise handelt es sich aber dabei um Namen und Adressen völlig unbeteiligter oder öffentlich agierender Linker.

Diese schreiben dann empört an Indymedia, weil sie fälschlicherweise als Nazis geoutet wurden - wenn es gut läuft. Läuft es schlecht, wenden sie sich gleich an ihren Rechtsbeistand oder die Polizei. Wird der entsprechende Kommentar daraufhin von der Moderation entfernt, gerät sie dabei in den Verdacht, die Identität von Nazi-Tätern schützen zu wollen. Nur eine gründliche Recherche würde zutage fördern, ob es sich um Antifa-Arbeit oder Nazi-Fakes handelt.

Die wöchentlich rotierenden Moderationsgruppen können und wollen diese Aufgabe nicht übernehmen. Indymedia ist als Veröffentlichungsplattform ohne jede redaktionelle Betreuung für das detaillierte Offenlegen von Nazistrukturen nicht geeignet. Genauso wenig taugt es als Archiv für Nazi-Fotos oder Adressen. Bitte nutzt antifa-eigene, zuverlässig betreute Internet-Seiten für solche Zwecke.
Beispielsweise:
Der Rechte Rand
Lexikon Rechtsextremismus
Neo-Nazis in Dresden
bremen.antifa.net

Wir appellieren weiterhin an die BenutzerInnen von indymedia verantwortungsvoll und kritisch mit dem Medium OpenPosting und seinen Stärken und Schwächen umzugehen. Wir wünschen uns weiterhin, dass die Ziele von Indymedia anerkannt, diskutiert und bei Bedarf gemeinsam weiterentwickelt werden. Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform für selbstrecherchierte und selbstproduzierte Reportagen und Berichte. Indymedia ist kein linkes allround-Tool, kein Szene-Terminkalender und keine Antifa-Bildergalerie.

Die weiterhin regelmäßig veröffentlichten Termine, Aufrufe und kopierten Zweitveröffentlichungen zeigen leider, dass es eine Reihe von Indymedia-NutzerInnen gibt, die die gemeinsam erarbeiteten Ziele des Projektes ignorieren und es stattdessen, je nach Bedarf, für ihre Anliegen missbrauchen. Obwohl die Veröffentlichung solcher Texte explizit nicht zu den Zielen dieses Projektes gehören, müssen die Moderationsgruppen sie mitbetreuen. Oft sind es gerade solche formal unerwünschten Postings, die nachträglich einen erheblicher zusätzlichen Arbeitsaufwand erfordern. (Änderungswünsche, Kommentarschlachten, Beschwerden...). In den Moderationsgruppen schwindet die Bereitschaft, hier für unterschiedliche Zusammenhänge weiter Dienstleistungsaufgaben zu übernehmen.

Im Falle der Veröffentlichungen von Portraits vermeintlicher oder tatsächlicher Nazis behalten wir es uns deshalb vor, im Zweifelsfall nicht jedem Posting nachzurecherchieren, sondern entsprechende Beiträge oder einzelne Fotos umgehend zu zensieren. Wir haben hier ausgiebig begründet, warum das Open-Posting nicht für solche Zecke geeignet ist. Wir bitten um Euer Verständnis. Bitte nutzt für Eure Arbeit, die wir schätzen und für sehr wichtig halten, andere geeignetere Plattformen.
Möglichkeiten, kostenlos Fotos ins Internet zu stellen, findest Du hier:
 http://www.google.com/search?q=Image+hosting+flickr+online+photo+albums
Bitte beachte die AGBs und Datenschutz-Hinweise der einzelnen Dienste.
 http://de.indymedia.org/static/statement050513.shtml

Mods

non 24.08.2007 - 13:00
Da die Mods ihre Kriterien selbst nicht ernstnehmen und die Bildergalerien durchlassen hilft auch das Posten ihrer eigenen Regeln nicht, weil sie sich einfach nicht daran halten wollen.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 9 Kommentare

LANG-WEI-LIG

Antifaschist 24.08.2007 - 12:02
Schnarch - nazifotos - wen interessiert das?
Indy ist kein Fotoalbum für Nazis, wo mal jeder seine erinerungsfotos an den letzten aufmarsch reinstellt - und Antifas, die nix besseres zu tun haben als Papparazzi spielen, sollen sich doch bitte eine eigene Internet-Seite einrichten, da können dann ja all die ach so spannenden fotos getauscht werden.

***kopfschüttel***

Absolute Spitze!

Dankender! 24.08.2007 - 12:03
Danke für die Fotos und ein dickes Lob an den Fotografen!
Besser gehts echt nicht!
weiter so!

Wichtig

ANF-Hildesheim /Willi wills wissen/Corny 24.08.2007 - 12:52
Entgegen aller Rufe, "Indymedia ist kein Fotoalbum..." finde ich es sehr wichtig, das die Nasen hier gepostet werden. Sicher wird der ein oder andere Besucher dieser HP den ein oder anderen erkennen und kann dadurch in seiner Region outen. Das ist in meinen Augen sehr wichtig und Berichte von div. Demos und Gegendemos gibt es wahrlich genug und sie klingen irgendwie alle gleich (schnarch). Mein Vorschlag ist es, wirlich mal eine eigene Antifa Page zu machen, wo halt nur Bilder von den Nasen reingestellt werden, wen das hier nicht erwünscht sein sollte, was ich eigentlich schade fände. Der Eintrag von indymedia ist wahrscheinlich auch gar nicht von der Redaktion. Klingt irgendwie nahc Besserwisserarschloch oder Naziposte.
Anifa lebe!!!!

ANF-Hildesheim ist kein Linker

sdfgh 24.08.2007 - 13:18
Er will also, daß Nazis und Bullen an Infos kommen oder Falschinfos streuen, er will daß Antifarbeit unkoordiniert abläuft und er will daß Indy zu einem Kiddieforum verkommt. Deutlicher kann mans nicht sagen.

@ non

ich 24.08.2007 - 13:20
daß die mods jetzt wild alle postings dieser art zensieren ist auch keine lösung. es wird mehr auf einsicht der antifas gehofft. allerdings denke ich auch, daß die hoffnung nicht erfüllt wird. mitläufer-antifas, die diesen mist posten sind meist sehr unreflektiert und starrsinnig. dazu kommt noch das komplizierte alter (pubertät).

Bildstrecken verbieten?!?

TopNews 24.08.2007 - 13:45
Also ich dachte, es wäre eine Hilfe für die Lokalen Antifas, hier Bilder zu veröffentlichen, daher habe ich das von dem Marsch in Jena auch getan. Jetzt wollen die keine Bildstrecken mehr... toll

"Person erkannt" -- ähm.. Bild 15? Frau???

Fotos, Aufrufe und haste nicht gesehn?

nix da 24.08.2007 - 14:41
Ich denke zum einem ist es äußerst wichtig das sich alle linken Gruppierungen auf einer Seite zusammen übereinander Informieren können und das dies auch genutzt wird. Leider hat sich das Bild zu der Entwicklung der Ruprik Antifa nicht zum besten geändert, trotzdem gehört die Antifa Ruprik zu Indy und lässt sich nicht beschneiden oder sonstwie abdrängen, denn sie ist wichtig wie alle anderen auch.
Doch welche Inhalte vermittelt man dort? hauptsächlich geht es (wohlbekannt) um Aktivitäten von Nazis, deren Gruppen, Aktivitäten und Gegenaktvivitäten. Hauptsächlich lässt sich kritisieren, dass Indy zum schnellen Abladen von Informationen genutzt wird, wenn man schon seine Demo ankündigen will dann doch bitte mit ein bisschen Hintergundinformation. Zu den Bildern, die sind genauso wichtig wie alle anderen Informationen und für fast alle Antifas lohnt sich ein Blick auf diese Bilder, sie zu beschriften ist wirklich minimale Arbeit. Doch Indy ist für solche Beiträge nicht gemacht, gibt es denn keine Möglichkeit eine Seite zu eröffnen in der Bilde und Infos bearbeitet werden können, dass könnte einige Arbeit erleichtern und würde für die Mods nur halb so wenig arbeit bedeuten.

Der eine da..

Robbe 24.08.2007 - 15:15
Sagtmal, ist der Typ mit der Sonnenbrille und dem Sonnenhut nicht Thomas Moll aus Stommeln bei Pulheim? Der Patriot, der die Deutschlandfahne mit Adler im Fenster hat und der ANP zugeschrieben wird?

Hwy, "nix da"

24.08.2007 - 15:23
Wenn die Antifarubrik so wichtig ist, warum wird die dann von euch dafür missbraucht, um zusammen mit Nazis und Bullen zu diskutieren und sie mit Spammereien unbrauchbar zu machen? Ganz schön wiedersprüchlich. Wenn ich mir dagegen die anderen Rubriken anschaue, ist die Antifarubrik eine reine Müllrubrik.