Antifaschistischer Kiezspaziergang in Magdeburg
Heute (Fr., 17.8.07) fand im Bezirk Stadtfeld in Magdeburg ein antifaschistischer Kiezspaziergang statt. Diese Aktion reiht sich in die Kampagne “Stadtfeld nazifrei!“ lokaler AntifaschistInnen ein. Hier folgt nun ein kurzer Bericht mit Fotos der heutigen Aktion.
Bei schönem Wetter trafen sich 30 AntifaschistInnen zum Antifaschistischen Kiezspaziergang in Magdeburg - Stadtfeld. Gegen 17.30 Uhr begann sich der gut gelaunte Mob über die Goethestr. in Bewegung zu setzen. Durch die Steinigstr., Arndtstr. über den Schellheimer Platz, Spielhagenstr. und Fröbelstr. gelangten wir in die Beimssiedlung (Stadtfeld- West). Hier wurden Flugblätter verteilt, mit dem Ziel eine Schlüsselfigur der dortigen Nazis zu outen: Axel Meier. Er sucht regelmässig die Treffpunkte der pubertierenden Nazis dort auf und versorgt sie mit Propaganda und Aufklebern. Bei körperlichen Auseinandersetzungen mit Antifas war er auch schon in der Vergangenheit beteiligt gewesen. An der “Oskar Linke Schule“ verteilte A. Meier in Anzug und Krawatte die rassistische Schulhof CD der NPD/JN und einen Aufruf gegen die LehrerInnen und Pädagogen der Schule. Dort wurde, der Aussagen eines Schülers zufolge dazu aufgerufen, gegen die “zu sozialistischen LehrerInnen“ vorzugehen.
Abschließend wurde eine Kundgebung vor der hiesigen Einkaufspassage (Gr. Diesdorfer Str.) abgehalten. Mit Hilfe eines Transparentes (“Kennen sie ihre Nachbarn? Nazis aus der Deckung holen!“) und etlichen Flugblättern wurden PassantInnen über die wieder aufkommenden Nazistrukturen in Stadtfeld (und allgemein in Magdeburg) informiert.
Die Polizei ließ sich im ganzen Verlauf der Veranstaltung nicht blicken. Einige Nazis wurden gesichtet, die jedoch eifrig die Flucht ergriffen haben.
Zum Schluss bleibt zu sagen das dies nicht die letzte Aktion gewesen sein wird. Am heutigen Tag und an anderen Tagen werden wir den Nazis deutlich machen, dass Stadtfeld für sie ein heißes Pflaster bleibt. Es gilt den aufkommenden Nazistrukturen frühzeitig entgegen zuwirken und ihnen keinen Zentimeter mehr Raum zu überlassen.
Direkt im Anschluß der Abschlußkundgebung wurden dann noch zwei Prachtexemplare nationalistischer Gesinnung im Einkaufszentrum getroffen. Die waren jedoch von unserer Anwesenheit so überrascht, so dass die Bullen doch noch kommen mussten um sie heraus zu begleiten.
In diesem Sinne:
Kein Fussbreit den Faschisten – Stadtfeld nazifrei !
im Anschluss noch der Text des verteilten Flugblattes:::::
______________
Kennen sie ihre Nachbarn? Nazis aus der Deckung holen!
Neofaschisten und Rassisten bekommen immer mehr Einfluss bei den Jugendlichen -
auch in Stadtfeld!
Magdeburg hatte und hat in Bezug auf Rechtsextremismus und Neonazis einen schlechten Ruf. Aber es gibt immer Menschen, und vor allem Jugendliche, die sich dem Naziterror in unserer Stadt und dem damit verbundenen Image einer „Rechten Hochburg“ im Osten entgegenstellen. Sie sind HipHopper, Skater, Punker oder gehören anderen alternativen Jugendkulturen an. Doch diese Jugendkulturen sehen sich mit einem weiter anwachsenden rechten Milieu konfrontiert, welche keine Toleranz für Solidarität und einer antirassistischen Weltanschauung bietet.
Für Jugendliche, die nicht das rechte Gedankengut vertreten, sondern sich den Nazis entgegenstellen, wird es immer gefährlicher - mittlerweile auch in Stadtfeld.
Dagegen müssen wir gemeinsam vorgehen. Der Anstieg der rechten Aktivitäten und der damit verbundenen Gewalt darf nicht wieder unschuldigen Menschen das Leben kosten:
Die rassistischen Morde an Thorsten Lamprecht und Frank Böttcher in Magdeburg, zeigen den Ernst der Situation.
Beide galten als Anhänger der ,,Punkszene“ .
Sie folgten ihrem eigenen Lebensstil und das hat den faschistischen Täter gereicht um ihnen das Leben zu nehmen.
Stadtfeld, ein Zuhause für Nazis und Schläger??? Auf gar keinen Fall !!!
Früher konnte Stadtfeld als alternatives Viertel bezeichnet werden, wo sich „nicht- rechte“ Menschen und MigrantInnen einigermaßen sicher fühlen konnten.
Sie mussten nicht in der ständigen Angst vor rassistischen Überfällen leben.
Doch der Einfluss der Neonazis auf Kinder und Jugendlichen in unserem Stadtteil wird wieder spürbar stärker. Dies belegen einige traurige Beispiele:
- Am 27.Juli.2007 wurden umliegende Häuser der „Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung Heizhaus“ in der Harsdorfer Strasse mit verschiedenen neofaschistischen Parolen besprüht (Foto).
- Am 29.Oktober.2006 veröffentlichte die JN (Kreisverband Schönebeck) auf ihrer Internetseite die Meldung über die Gründung eines JN –Stützpunkt in Stadtfeld.
Die JN (Junge Nationalisten) ist die Jugendorganisation der NPD deren stellvertretender Landesvorsitzender in Sachsen- Anhalt Jens Bauer ist. Er wohnt in Klein Wanzleben mit Andreas Biere zusammen, einem weiteren NPD- Mitglied und früheren Anhänger der sog. Nationalen Sozialisten.
Die NPD/JN, sowie die so genannten „freien Kräften“ und deren Umfeld sind uns nicht unbekannt.
Regelmäßig organisieren sie Kundgebungen und Demonstrationen.
Jährlich kommen Hunderte von Nazi aus ganz Deutschland um zum Westfriedhof - in Stadtfeld - zu marschieren. Dort gedenken sie nicht den unschuldigen Zivilisten und Opfer von Krieg und Nationalsozialismus. Im Gegenteil, sie gedenken den Kriegstreibern und Militaristen des faschistischen Regimes. Damit verhöhnen sie nicht nur den Holocaust sondern auch alle anderen Opfer dieses Krieges.
Nazis aus der Anonymität holen !!!
Ein aktives Mitglied der JN in Stadfeld West ist Axel Meier.
So verteilte er an der „Oskar Linke Schule“ in Stadtfeld West in Anzug und Krawatte die rassistische Schulhof CD der NPD und einen Aufruf gegen die Lehrer und Pädagogen der Schule. Dort wurde, der Aussage eines Schülers zufolge, dazu aufgerufen gegen die „zu sozialistisch eingestellten LehrerInnen“ vorzugehen. Angeblich würden diese den Jugendlichen nur das Abitur „versauen“ wollen.
Im Fußballstadion hat sich Axel Meier bereits auch als Schläger einen Namen gemacht.
Er wohnt zur Zeit in der Wolfenbüttler Straße in Magdeburg Sudenburg. Trotzdem kommen er und andere Rechtsextreme regelmäßig nach Stadtfeld West, um ihre menschenverachtende Propaganda unter den Jugendlichen zu verteilen. Damit versuchen sie ihr Umfeld zu stärken um ihre Organisation weiter ausbauen zu können.
Regelmäßig sucht er verschiedene Treffpunkte pubertierender Nazis auf. Diese Befinden sich überwiegend in der Beimssiedlung.(wie z.B. der Bolzplatz in der Beimsstraße, Spielplatz Hohendodeleber Str. und der Abenteuerspielplatz in der Fröbelstrasse)
Diese Machenschaften dürfen in unserem Stadtteil und anderswo keinen Nährboden finden.
Vereinzelt geschmierte Hakenkreuze an den Wänden Stadtfelds, nationalistische Aufkleber, sowie körperliche Übergriffe auf „andersdenkende Menschen„ dürfen wir nicht länger hinnehmen.
Deshalb müssen wir gemeinsam darauf achten, dass die Nazis nicht weiter an Raum gewinnen. Öffentlichkeitsarbeit und eine aktive Gegenwehr sind Basiselemente der
antifaschistischen Praxis und schaffen somit die Grundlage für einen nazifreien Raum.
In diesem Sinne:
Kein Fussbreit den Faschisten- Stadtfeld Nazifrei !!!
Abschließend wurde eine Kundgebung vor der hiesigen Einkaufspassage (Gr. Diesdorfer Str.) abgehalten. Mit Hilfe eines Transparentes (“Kennen sie ihre Nachbarn? Nazis aus der Deckung holen!“) und etlichen Flugblättern wurden PassantInnen über die wieder aufkommenden Nazistrukturen in Stadtfeld (und allgemein in Magdeburg) informiert.
Die Polizei ließ sich im ganzen Verlauf der Veranstaltung nicht blicken. Einige Nazis wurden gesichtet, die jedoch eifrig die Flucht ergriffen haben.
Zum Schluss bleibt zu sagen das dies nicht die letzte Aktion gewesen sein wird. Am heutigen Tag und an anderen Tagen werden wir den Nazis deutlich machen, dass Stadtfeld für sie ein heißes Pflaster bleibt. Es gilt den aufkommenden Nazistrukturen frühzeitig entgegen zuwirken und ihnen keinen Zentimeter mehr Raum zu überlassen.
Direkt im Anschluß der Abschlußkundgebung wurden dann noch zwei Prachtexemplare nationalistischer Gesinnung im Einkaufszentrum getroffen. Die waren jedoch von unserer Anwesenheit so überrascht, so dass die Bullen doch noch kommen mussten um sie heraus zu begleiten.
In diesem Sinne:
Kein Fussbreit den Faschisten – Stadtfeld nazifrei !
im Anschluss noch der Text des verteilten Flugblattes:::::
______________
Kennen sie ihre Nachbarn? Nazis aus der Deckung holen!
Neofaschisten und Rassisten bekommen immer mehr Einfluss bei den Jugendlichen -
auch in Stadtfeld!
Magdeburg hatte und hat in Bezug auf Rechtsextremismus und Neonazis einen schlechten Ruf. Aber es gibt immer Menschen, und vor allem Jugendliche, die sich dem Naziterror in unserer Stadt und dem damit verbundenen Image einer „Rechten Hochburg“ im Osten entgegenstellen. Sie sind HipHopper, Skater, Punker oder gehören anderen alternativen Jugendkulturen an. Doch diese Jugendkulturen sehen sich mit einem weiter anwachsenden rechten Milieu konfrontiert, welche keine Toleranz für Solidarität und einer antirassistischen Weltanschauung bietet.
Für Jugendliche, die nicht das rechte Gedankengut vertreten, sondern sich den Nazis entgegenstellen, wird es immer gefährlicher - mittlerweile auch in Stadtfeld.
Dagegen müssen wir gemeinsam vorgehen. Der Anstieg der rechten Aktivitäten und der damit verbundenen Gewalt darf nicht wieder unschuldigen Menschen das Leben kosten:
Die rassistischen Morde an Thorsten Lamprecht und Frank Böttcher in Magdeburg, zeigen den Ernst der Situation.
Beide galten als Anhänger der ,,Punkszene“ .
Sie folgten ihrem eigenen Lebensstil und das hat den faschistischen Täter gereicht um ihnen das Leben zu nehmen.
Stadtfeld, ein Zuhause für Nazis und Schläger??? Auf gar keinen Fall !!!
Früher konnte Stadtfeld als alternatives Viertel bezeichnet werden, wo sich „nicht- rechte“ Menschen und MigrantInnen einigermaßen sicher fühlen konnten.
Sie mussten nicht in der ständigen Angst vor rassistischen Überfällen leben.
Doch der Einfluss der Neonazis auf Kinder und Jugendlichen in unserem Stadtteil wird wieder spürbar stärker. Dies belegen einige traurige Beispiele:
- Am 27.Juli.2007 wurden umliegende Häuser der „Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung Heizhaus“ in der Harsdorfer Strasse mit verschiedenen neofaschistischen Parolen besprüht (Foto).
- Am 29.Oktober.2006 veröffentlichte die JN (Kreisverband Schönebeck) auf ihrer Internetseite die Meldung über die Gründung eines JN –Stützpunkt in Stadtfeld.
Die JN (Junge Nationalisten) ist die Jugendorganisation der NPD deren stellvertretender Landesvorsitzender in Sachsen- Anhalt Jens Bauer ist. Er wohnt in Klein Wanzleben mit Andreas Biere zusammen, einem weiteren NPD- Mitglied und früheren Anhänger der sog. Nationalen Sozialisten.
Die NPD/JN, sowie die so genannten „freien Kräften“ und deren Umfeld sind uns nicht unbekannt.
Regelmäßig organisieren sie Kundgebungen und Demonstrationen.
Jährlich kommen Hunderte von Nazi aus ganz Deutschland um zum Westfriedhof - in Stadtfeld - zu marschieren. Dort gedenken sie nicht den unschuldigen Zivilisten und Opfer von Krieg und Nationalsozialismus. Im Gegenteil, sie gedenken den Kriegstreibern und Militaristen des faschistischen Regimes. Damit verhöhnen sie nicht nur den Holocaust sondern auch alle anderen Opfer dieses Krieges.
Nazis aus der Anonymität holen !!!
Ein aktives Mitglied der JN in Stadfeld West ist Axel Meier.
So verteilte er an der „Oskar Linke Schule“ in Stadtfeld West in Anzug und Krawatte die rassistische Schulhof CD der NPD und einen Aufruf gegen die Lehrer und Pädagogen der Schule. Dort wurde, der Aussage eines Schülers zufolge, dazu aufgerufen gegen die „zu sozialistisch eingestellten LehrerInnen“ vorzugehen. Angeblich würden diese den Jugendlichen nur das Abitur „versauen“ wollen.
Im Fußballstadion hat sich Axel Meier bereits auch als Schläger einen Namen gemacht.
Er wohnt zur Zeit in der Wolfenbüttler Straße in Magdeburg Sudenburg. Trotzdem kommen er und andere Rechtsextreme regelmäßig nach Stadtfeld West, um ihre menschenverachtende Propaganda unter den Jugendlichen zu verteilen. Damit versuchen sie ihr Umfeld zu stärken um ihre Organisation weiter ausbauen zu können.
Regelmäßig sucht er verschiedene Treffpunkte pubertierender Nazis auf. Diese Befinden sich überwiegend in der Beimssiedlung.(wie z.B. der Bolzplatz in der Beimsstraße, Spielplatz Hohendodeleber Str. und der Abenteuerspielplatz in der Fröbelstrasse)
Diese Machenschaften dürfen in unserem Stadtteil und anderswo keinen Nährboden finden.
Vereinzelt geschmierte Hakenkreuze an den Wänden Stadtfelds, nationalistische Aufkleber, sowie körperliche Übergriffe auf „andersdenkende Menschen„ dürfen wir nicht länger hinnehmen.
Deshalb müssen wir gemeinsam darauf achten, dass die Nazis nicht weiter an Raum gewinnen. Öffentlichkeitsarbeit und eine aktive Gegenwehr sind Basiselemente der
antifaschistischen Praxis und schaffen somit die Grundlage für einen nazifreien Raum.
In diesem Sinne:
Kein Fussbreit den Faschisten- Stadtfeld Nazifrei !!!
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
der vollständigkeit halber
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Gut! — Gustel
KIEZ — StadtfeldBefreiungsFront
schon wieder stress — .............
warum wurde mein kommentar gelöscht — keine inhaltliche ergänzung
@ keine inhaltliche ergänzung — sdfscdgvfhgm
magdeburger antifada on tour — jungle leserin
konstruktive kritik — sfo
ja wo sind sie sonst? — Autonome Antifa Mansfeld Süd Harz
md sfo! — adasdadagasf
zu md sfo — antifa
bla bla — sfo support
@ sfo support — antifa
adaffaf — afa sfo!