Wendlandcamp feiert im Zoo Gorleben
Alle Jahre findet in Gedelitz bei Gorleben das Wendlandsommercamp statt. Das Camp ist ein freies Treffen von allen, die sich gerne außerhalb der gewöhnlichen Strukturen von Hierarchie und Konkurrenz treffen wollen, um sich auszutauschen und einfach zu leben. Es gibt VoKü, Kino und zahlreiche Workshops zu unterschiedlichen Themen wie Schulkritik, Gender, etc. Atomkraft und die Atomanlagen in der Nähe stehen natürlich auch im Mittelpunkt.
Dieses Jahr gab es verschiedene Workshops/Vorträge zu Störfällen in AKWs. Weiter wurden Pläne geschmiedet und „direct Aktion“ ohne größeren Stress ausprobiert. Zum Beispiel direkt an den Atomanlagen. Es gibt -leider- viele davon: Erkundungsbergwerk, Zwischenlager für schwach und mittel radioaktiven Müll, Castorhalle, PKA... Das Gelände wird von Bullen und Securitys rund um die Uhr bewacht. AtomkraftgegnerInnen haben ja viel Fantasie; sie sind sooo gefährlich!
Beim Zwischenlager wurde in den letzten Monaten ein neues, sicherlich sehr teures, Tor mit schwerem Fundament vor dem Parkplatz errichtet. Ein Tor mehr, denn es gab ja schon 2 Tore im Einfahrtsbereich. Viele verstehen dies als Symbol einer langjährigen Auseinandersetzung um Atomkraft und Atommüll. Denn der Kampf wird sicherlich noch über Jahrzehnte andauern. Gitter und Repression als Antwort auf Fragen und Protest von Tausenden.
Das neue Tor wurde dieses Jahr für eine kleine lustige Aktion zum Anlass genommen. Es ging um die Einweihung vom „Parasitär zoologischer Garten Gorleben“. Ein Lageplan wurde dazu am Tor aufgehängt. Dargestellt wurden diverse Tiere wie grüne Bullen (4.BPH), Security Gorillas, Castor-Pack-Esel, etc.
Die rund 60 Partygäste kamen mit Lust und Laune, mit Straßenmalkreide, mit lauten Kochtöpfen, ... Die einen nutzen einige Lücken und gingen etwas Spazieren - vielleicht auf der Suche nach Castor-Pack-Esel? -, andere Gäste spielten Volleyball, die grünen Bullen hatten sich netterweise als „Netz“ in einer Reihe dazwischen aufgestellt. Es wurde an einer Laterne und am Zaun herumgeklettert.
Gegen 21Uhr wurde die Party von Gorillas und Bullen erheblich gestört. Einige Gorillas wollten raus aus dem Käfig, und andere wollten rein: Schichtwechsel. Die grünen Bullen kamen den Gorillas zur Hilfe und räumten den Einfahrtsweg gewaltsam frei. Ratlos zeigten sie sich aber gegenüber Partygäste, die direkt auf dem Tor feierten. Sie wurden nicht geräumt und eine Anwesende genoss das neune Karussell, als das Tor auf und zu gemacht wurde. Nach einer Weile nutzte sie die Gelegenheit, dass die grünen Bullen sie rein ließen und ging zum nächsten Tor spazieren. Dies führte gleich zu Aufregung bei Bullen und Gorillas, für die diesen Besuch ein Dorn im Auge war: Tore sind nicht unüberwindbar! Gleich 3 Kameras von Grünteam kamen zum Einsatz. Höchste Gefahrenlage! Die unerwünschte Besucherin kam schließlich herunter. Länger wollte sie nicht im Käfig bleiben. Sie wurde von den grünen Bullen blitzschnell eng gefesselt und gewaltsam abgeführt. Bullen können ja nicht anders. Erschreckte Partygäste stellten sich noch den Bullenfahrzeugen in den Weg, währenddessen sprangen weitere Gäste über das Tor. Die überforderten Bullen räumten den Weg mit Gewalt frei, die gefährliche Besucherin wurde ein paar Kilometer weiter in der Pampa ausgesetzt, nachdem die Bullen während der Fahrt ihre Höfflichkeit bewiesen: „Nein, wir können nicht ohne Gewalt handeln und das ist gut so. Halt’ mal die Schnauze.“
Die Beteiligten bewerten die kleine Aktion als Erfolg. Es hat Spaß gemacht, es war eine lustige Art zu protestieren und die Polizei kann mit freien Menschen schon gar nicht umgehen.
„Wir sind nicht frei, so wie ihr“, gab ein Polizist im Laufe der Aktion zu.
Das Wendlandcamp ist eine Möglichkeit, den Standort Gorleben mehr als ein Mal im Jahr während des Castortransportes durch eine offene Aktion zu thematisieren. Und im Kampf gegen die Atomindustrie gibt es noch viel zu tun. Ein nächster wichtiger Termin ist die Demonstration und der anschließende „Generations Move“ am 1. September 2007 ab 12 Uhr von Gedelitz zu den Gorlebener Atomanlagen.
Sommercamp:
http://wendlandcamp.de/2007
Septemberdemo 1.9.2007:
http://www.castor.de/aktionen/2007/1sept/flugblatt.html
Beim Zwischenlager wurde in den letzten Monaten ein neues, sicherlich sehr teures, Tor mit schwerem Fundament vor dem Parkplatz errichtet. Ein Tor mehr, denn es gab ja schon 2 Tore im Einfahrtsbereich. Viele verstehen dies als Symbol einer langjährigen Auseinandersetzung um Atomkraft und Atommüll. Denn der Kampf wird sicherlich noch über Jahrzehnte andauern. Gitter und Repression als Antwort auf Fragen und Protest von Tausenden.
Das neue Tor wurde dieses Jahr für eine kleine lustige Aktion zum Anlass genommen. Es ging um die Einweihung vom „Parasitär zoologischer Garten Gorleben“. Ein Lageplan wurde dazu am Tor aufgehängt. Dargestellt wurden diverse Tiere wie grüne Bullen (4.BPH), Security Gorillas, Castor-Pack-Esel, etc.
Die rund 60 Partygäste kamen mit Lust und Laune, mit Straßenmalkreide, mit lauten Kochtöpfen, ... Die einen nutzen einige Lücken und gingen etwas Spazieren - vielleicht auf der Suche nach Castor-Pack-Esel? -, andere Gäste spielten Volleyball, die grünen Bullen hatten sich netterweise als „Netz“ in einer Reihe dazwischen aufgestellt. Es wurde an einer Laterne und am Zaun herumgeklettert.
Gegen 21Uhr wurde die Party von Gorillas und Bullen erheblich gestört. Einige Gorillas wollten raus aus dem Käfig, und andere wollten rein: Schichtwechsel. Die grünen Bullen kamen den Gorillas zur Hilfe und räumten den Einfahrtsweg gewaltsam frei. Ratlos zeigten sie sich aber gegenüber Partygäste, die direkt auf dem Tor feierten. Sie wurden nicht geräumt und eine Anwesende genoss das neune Karussell, als das Tor auf und zu gemacht wurde. Nach einer Weile nutzte sie die Gelegenheit, dass die grünen Bullen sie rein ließen und ging zum nächsten Tor spazieren. Dies führte gleich zu Aufregung bei Bullen und Gorillas, für die diesen Besuch ein Dorn im Auge war: Tore sind nicht unüberwindbar! Gleich 3 Kameras von Grünteam kamen zum Einsatz. Höchste Gefahrenlage! Die unerwünschte Besucherin kam schließlich herunter. Länger wollte sie nicht im Käfig bleiben. Sie wurde von den grünen Bullen blitzschnell eng gefesselt und gewaltsam abgeführt. Bullen können ja nicht anders. Erschreckte Partygäste stellten sich noch den Bullenfahrzeugen in den Weg, währenddessen sprangen weitere Gäste über das Tor. Die überforderten Bullen räumten den Weg mit Gewalt frei, die gefährliche Besucherin wurde ein paar Kilometer weiter in der Pampa ausgesetzt, nachdem die Bullen während der Fahrt ihre Höfflichkeit bewiesen: „Nein, wir können nicht ohne Gewalt handeln und das ist gut so. Halt’ mal die Schnauze.“
Die Beteiligten bewerten die kleine Aktion als Erfolg. Es hat Spaß gemacht, es war eine lustige Art zu protestieren und die Polizei kann mit freien Menschen schon gar nicht umgehen.
„Wir sind nicht frei, so wie ihr“, gab ein Polizist im Laufe der Aktion zu.
Das Wendlandcamp ist eine Möglichkeit, den Standort Gorleben mehr als ein Mal im Jahr während des Castortransportes durch eine offene Aktion zu thematisieren. Und im Kampf gegen die Atomindustrie gibt es noch viel zu tun. Ein nächster wichtiger Termin ist die Demonstration und der anschließende „Generations Move“ am 1. September 2007 ab 12 Uhr von Gedelitz zu den Gorlebener Atomanlagen.
Sommercamp:
http://wendlandcamp.de/2007 Septemberdemo 1.9.2007:
http://www.castor.de/aktionen/2007/1sept/flugblatt.html
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Noch ein Zaun? — Demonstrant