Anmerkung der Moderationsgruppe:
Trotz der Bitte, de.indymedia.org zum Veröffentlichen von eigenen Berichten und selbst recherchierten Reportagen zu nutzen, wurde hier ein Text aus einer anderen Quelle, ein Flugblatt, eine Presseerklärung oder eine Stellungnahme einer Gruppe reinkopiert.
Es ist nicht das Ziel von Indymedia ein umfassendes Infoportal mit Kopien möglichst vieler vermeintlich wichtiger und lesenswerter Texte anzubieten. Indymedia will eine Plattform für engagierte MedienmacherInnen und ihre eigenen Inhalte bieten. Die strategische Zweitveröffentlichung von Texten gehört nicht zu den Zielen dieses Projektes.
Bitte lest zu diesem Thema auch die Crossposting FAQ.
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Schlesiergedenken Haltern, Demo+Erklärung
Schlesiergedenken in Haltern, kleine Demo + Erklärung, die auch an die lokalen Zeitungen geschickt wurde.
Erklärung
Diese Erklärung wird mit Bitte um Abdruck an die Redaktionen der Tageszeitungen "WAZ" und "Ruhrnachrichten" in Haltern verschickt.
Wir haben am Sonntag, den 5.8., eine Spontandemonstration über den Halterner Annaberg veranstaltet, wo das Schlesiergedenken seid 1946, ein Jahr nach Kriegsende und dem offiziellen Bekanntwerden des Holocaust mit seinen 6 Millionen jüdischen Opfern, stattfindet und auch an diesem Tag stattfand. Wir äußern damit unseren Unmut darüber, dass von ewig gestrigen völkischen Heimatfanatikern versucht wird, die Geschichte Deutschlands dahingehend umzudeuten, dass alle Toten der Zeit von 1933 bis 1945 gleichsam "Opfer von Krieg und Vertreibung" gewesen seien. Dies stellt die Singularität des Holocausts in Frage, verschiebt die Schuld am Krieg zugunsten der Deutschen und ihres Nationalgefühls auf "alle Kriegsparteien", ja es relativiert den gesamten historischen Nationalsozialismus auf unglaublich abartige Weise. Darüber hinaus wendet sich unsere Aktion gegen jedwedes völkisches, nationalistisches und antisemitisches Denken und Handeln, weil wir als AntifaschistInnen unter anderem eine Welt ohne Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus erstreben.
Wenn man sich die Organisationen genauer anschaut, die hinter dem Halterner Schlesiergedenken stecken, dauert es nicht lang, bis man im tiefen braunen Sumpf steckt. So organisiert die "Landesmannschaft der Oberschlesier", auch in Haltern vertreten, zusammen mit der "Kameradschaft Freikorps- und Bund Oberland" in Schliersee ein ähnliches Schlesiergedenken, zusammen mit eindeutigen Neonazis, Reichsflaggen und dem Deutschlandlied in all seinen Stropfen. In den 20er Jahren nahm Adolf Hitler persönlich an Gedenkfeiern in Schliersee teil. 1919 gegründet, um die Münchner Räterepublik zu bekämpfen, wurde das Freikorps Oberland zur Bekämpfung gegen aufständische Polen in Oberschlesien 1921 eingesetzt. Später beteiligte es sich am erstern Hitlerputsch. Die Veranstaltung konnte durch das Engagement von 250 AntifaschistInnen am 20.5. dieses Jahres zur Selbstaufgabe gebracht werden.
Besucht man Internetseiten der genannten Organisationen und liest ihre Veröffentlichungen, wird schon an den Akzentuierungen auf "uns Deutsche", auf "unser Volk" , an der Sprache und vielem anderen deutlich, dass es sich hier nicht nur um Menschen handelt, die, was natürlich völlig in Ordnung ist, um ihre ermordeten Bekannten und Verwandten trauern. Wir möchten derlei Gefühle nicht verletzt haben. Es handelt sich hierbei jedoch um eine eindeutige Opferstilisierung, die geschichtsrevisionistischen Charakter hat, die die "Nation" und das "Volk" zum Zusammenhalt beschwört, die die "eigene" Kultur, die freilich über die (biologische) Zugehörigkeitt zum "deutschen Volk", zu den "Schlesiern", definiert wird, gegen die Kulturen der "anderen" zu verteidigen versucht.
In Zeitungen aus der Ecke der Schlesiergedenken finden sich dann auch solche Zitate, wie man sie auch auf einschlägigen Internetseiten der Neonazis um NPD und "Freie Kameradschaften" findet : (Schlesische Nachrichten, Nr 13.2005,1. Juli)
"Wir kennen die seit Jahrzehnten professionell
erhobene Anklage von uns
Deutschen durch Deutsche, die meinen, es
für richtig zu halten, uns Deutschen wegen
Kollektivschuld auf die Anklageband zu
zwingen. Wir Deutsche sollen ein ewig
schuldiges Volk sein und bleiben."
oder
"(...) Hundert junge Deutsche fanden sich an jenem 60. Jahrestag zu einem Mahnzug durch unsere Hauptstadt zusammen, um würdig und durch einen schweigenden Marsch all jener Schicksale zu gedenken, derer heute offiziell nicht oder nur als „Opfer 2. Klasse“ erinnert wird (die an ihrem Schicksal ja selbst Schuld seien, weil Deutschland den 2. Weltkrieg – angeblich alleine – vom Zaun gebrochen
habe)."
Gemeint ist mit diesen "jungen Deutschen" der Neonaziaufmarsch am 8. Mai 2005, dem 60. Jahrestag des Kriegsendes, der selbst in der internationalen Presse auftauchte. Damals konnte der Aufmarsch der Neonazis von unterschiedlichsten AntifaschistInnen ebenfalls gemeinsam verhindert werden.
Nie wieder Faschismus, nie wieder Deutschland ! Wir werden auch weiterhin gegen Opfermythen, Schlesiergedenken und Geschichtsrevisionismus vorgehen !
Mit antifaschistischen Grüßen, antifaschistisch engagierte Menschen der Umgebung
PS, an die Redaktion : Im Indymedia-Artikel
http://de.indymedia.org/2007/05/179391.shtml findet sich eine weitere Sammlung an "Beweisen", Videos und Darlegungen, falls sie Interesse haben. Falls sie die Erklärung nicht ganz abdrucken wollen, bitten wir darum, sie mitsamt einem Vermerk in ihrer Zeitung auf ihrer homepage ganz zu veröffentlichen. Rückfragen bitte an "
aaa.antifa@web.de"
Diese Erklärung wird mit Bitte um Abdruck an die Redaktionen der Tageszeitungen "WAZ" und "Ruhrnachrichten" in Haltern verschickt.
Wir haben am Sonntag, den 5.8., eine Spontandemonstration über den Halterner Annaberg veranstaltet, wo das Schlesiergedenken seid 1946, ein Jahr nach Kriegsende und dem offiziellen Bekanntwerden des Holocaust mit seinen 6 Millionen jüdischen Opfern, stattfindet und auch an diesem Tag stattfand. Wir äußern damit unseren Unmut darüber, dass von ewig gestrigen völkischen Heimatfanatikern versucht wird, die Geschichte Deutschlands dahingehend umzudeuten, dass alle Toten der Zeit von 1933 bis 1945 gleichsam "Opfer von Krieg und Vertreibung" gewesen seien. Dies stellt die Singularität des Holocausts in Frage, verschiebt die Schuld am Krieg zugunsten der Deutschen und ihres Nationalgefühls auf "alle Kriegsparteien", ja es relativiert den gesamten historischen Nationalsozialismus auf unglaublich abartige Weise. Darüber hinaus wendet sich unsere Aktion gegen jedwedes völkisches, nationalistisches und antisemitisches Denken und Handeln, weil wir als AntifaschistInnen unter anderem eine Welt ohne Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus erstreben.
Wenn man sich die Organisationen genauer anschaut, die hinter dem Halterner Schlesiergedenken stecken, dauert es nicht lang, bis man im tiefen braunen Sumpf steckt. So organisiert die "Landesmannschaft der Oberschlesier", auch in Haltern vertreten, zusammen mit der "Kameradschaft Freikorps- und Bund Oberland" in Schliersee ein ähnliches Schlesiergedenken, zusammen mit eindeutigen Neonazis, Reichsflaggen und dem Deutschlandlied in all seinen Stropfen. In den 20er Jahren nahm Adolf Hitler persönlich an Gedenkfeiern in Schliersee teil. 1919 gegründet, um die Münchner Räterepublik zu bekämpfen, wurde das Freikorps Oberland zur Bekämpfung gegen aufständische Polen in Oberschlesien 1921 eingesetzt. Später beteiligte es sich am erstern Hitlerputsch. Die Veranstaltung konnte durch das Engagement von 250 AntifaschistInnen am 20.5. dieses Jahres zur Selbstaufgabe gebracht werden.
Besucht man Internetseiten der genannten Organisationen und liest ihre Veröffentlichungen, wird schon an den Akzentuierungen auf "uns Deutsche", auf "unser Volk" , an der Sprache und vielem anderen deutlich, dass es sich hier nicht nur um Menschen handelt, die, was natürlich völlig in Ordnung ist, um ihre ermordeten Bekannten und Verwandten trauern. Wir möchten derlei Gefühle nicht verletzt haben. Es handelt sich hierbei jedoch um eine eindeutige Opferstilisierung, die geschichtsrevisionistischen Charakter hat, die die "Nation" und das "Volk" zum Zusammenhalt beschwört, die die "eigene" Kultur, die freilich über die (biologische) Zugehörigkeitt zum "deutschen Volk", zu den "Schlesiern", definiert wird, gegen die Kulturen der "anderen" zu verteidigen versucht.
In Zeitungen aus der Ecke der Schlesiergedenken finden sich dann auch solche Zitate, wie man sie auch auf einschlägigen Internetseiten der Neonazis um NPD und "Freie Kameradschaften" findet : (Schlesische Nachrichten, Nr 13.2005,1. Juli)
"Wir kennen die seit Jahrzehnten professionell
erhobene Anklage von uns
Deutschen durch Deutsche, die meinen, es
für richtig zu halten, uns Deutschen wegen
Kollektivschuld auf die Anklageband zu
zwingen. Wir Deutsche sollen ein ewig
schuldiges Volk sein und bleiben."
oder
"(...) Hundert junge Deutsche fanden sich an jenem 60. Jahrestag zu einem Mahnzug durch unsere Hauptstadt zusammen, um würdig und durch einen schweigenden Marsch all jener Schicksale zu gedenken, derer heute offiziell nicht oder nur als „Opfer 2. Klasse“ erinnert wird (die an ihrem Schicksal ja selbst Schuld seien, weil Deutschland den 2. Weltkrieg – angeblich alleine – vom Zaun gebrochen
habe)."
Gemeint ist mit diesen "jungen Deutschen" der Neonaziaufmarsch am 8. Mai 2005, dem 60. Jahrestag des Kriegsendes, der selbst in der internationalen Presse auftauchte. Damals konnte der Aufmarsch der Neonazis von unterschiedlichsten AntifaschistInnen ebenfalls gemeinsam verhindert werden.
Nie wieder Faschismus, nie wieder Deutschland ! Wir werden auch weiterhin gegen Opfermythen, Schlesiergedenken und Geschichtsrevisionismus vorgehen !
Mit antifaschistischen Grüßen, antifaschistisch engagierte Menschen der Umgebung
PS, an die Redaktion : Im Indymedia-Artikel
http://de.indymedia.org/2007/05/179391.shtml findet sich eine weitere Sammlung an "Beweisen", Videos und Darlegungen, falls sie Interesse haben. Falls sie die Erklärung nicht ganz abdrucken wollen, bitten wir darum, sie mitsamt einem Vermerk in ihrer Zeitung auf ihrer homepage ganz zu veröffentlichen. Rückfragen bitte an "
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Demnächste Aktionen in Haltern ankündigen — Proletarier aus Haltern
??? — Ulrike Hixibixi