Kundgebung vor der russ. Botschaft, 31.7.

linda_grey 01.08.2007 09:37 Themen: Antifa Atom Weltweit
50-60 Leute kamen am Dienstag, 31.7. zur Protestkundgebung vor der russischen Botschaft, um gegen den Überfall auf das Anti-Atom-Camp in Angarsk und den Mord an Ilya Borodayenko (s. feature auf der mittelspalte) zu protestieren, aber auch die Verbindungslinien zwischen russischer und deutscher Atompolitik aufzuzeigen.
Zwar wurde die Kundgebung von den anwesenden Ordnungskraeften auf den Mittelstreifen verwiesen, Flugblaetter auf deutsch und russisch wurden jedoch aktiv auch auf dem Gehweg vor der Botschaft verteilt. Die Botschaft selbst oeffnete auch auf Klingeln ihr Pfoertchen nicht, um ein Exemplar entgegen zu nehmen. Allerdings werden die Botschaftsangehoerigen die deutlich sichtbar angebrachten Transpis auch so zur Kenntnis genommen haben - der wachhabende Polizeibeamte fragte telefonisch im Inneren der Botschaft nach Übersetzung und erhielt diese auch...
In Redebeitraegen wurde an Ilya erinnert, der bei dem Überfall von Nazis auf das Camp starb. Den GenossInnen in Angarsk, die das Camp fortsetzen, wünschten die RednerInnen viel Kraft und riefen dazu aus, diese auch weiterhin mit Aktionen und aktiver Einmischung zu unterstützen.
Die Stimmung in Angarsk gegen die internationale Urananreicherungsanlage wurde deutlich, als zwei russischsprachige Passanten um das Wort baten - wie sich herausstellte, Touristen aus Angarsk, die berichteten, dass viele Leute in der Region empört auf den Überfall reagiert haben und bereit sind, sich gegen die Anlage einzusetzen. Gelegenheit, den Kampf gegen die Atompolitik weiterzuführen, gibt es auch hierzulande genug - die deutsche Atompolitik setzt aktiv auf Atommüllexporte nach Russland, um ihr Endlagerproblem scheinzulösen.
Auch auf das Ausmass des Naziterrors in Russland wurde hingewiesen, der allein schon in diesem Jahr dutzende Menschen, v.a. MigrantInnen, das Leben gekostet hat. Doch statt die Nazis zu bekämpfen, greift das Regime lieber zu Repressionsmassnahmen gegen linke AktivistInnen - AntifaschistInnen, ÖkologInnen, GewerkschafterInnen, die immer häufiger des "Extremismus" beschuldigt werden.
Insgesamt war die Kundgebung eine erste Solidaritätsbekundung mit den Protestierenden vor Ort und ein Ausdruck der geteilten Trauer um Ilya. Sie war hoffentlich ein Auftakt nicht nur zu weiteren Unterstützungsaktionen, sondern zu einem noch stärker vernetzten gemeinsamen Kampf gegen die global vernetzte Atompolitik, und gegen Nazis überall.
No pasaran!
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Ergänzungen

Solierklärung A-Camp Österreich 2007

anarcho 01.08.2007 - 10:32
Solidaritätsnote an das sibirische Anti-Atom-Camp

Мы не можем вас обнять,
Мы не можем вас согреть,
Мы не можем уменьшить вашу боль из за потеря Ильи
И также не можем мы вам послать оружие,
чтобы ответить нацистам на единственном языке, который они понимают.
Но, мы посылаем вам эти слова.
Они полны грусти и боли,
слова которые не могут выразить нашу грусть в этом подлом нападении.
Мы клянемся бороться с фашистами до последнего нашего вздоха!

Viva la Anarchie!

We cannot take you in our arms,
We cannot warm you,
We cannot make it hurt less,
then it does because of the loss of Ilya.
And we cannot send you weapons to answer
the fascists and no-nazis in the only language they understand.
But we send you these words.
Words full of sadness and pane,
words that cannot express our sad, deep feelings about this brutal attack.
We swear to fight fascists and neo-nazis till our last breath!

Viva la Anarchie!

Wir können Euch nicht umarmen,
wir können Euch nicht wärmen,
wir können Euch nicht trösten,
und den Schmerz nicht lindern.
Wir können Euch die Zeit mit Ilya nicht zurückbringen und
wir können Euch auch keine Waffen senden
um den Faschisten die Antwort zu geben in der einzigen Sprache die sie verstehen.
Aber wir senden Euch diese Worte,
Worte voller Wut und Zorn über diese bestialische und brutale Attacke,
und wir schwören Euch bis zum unseren letzten Atemzug gegen Faschismus und Neonazis zu kämpfen!

Es lebe die Anarchie!

Anarchistisches Sommercamp, Austria, 2007

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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Zum großen Transpi... — Rechthaber

nochmal zu den Transpis — nochn Rechthaber

Rechthaberei — Mein Name