Interview mit MR-Aktivistin in Oaxaca

PuS 27.07.2007 22:26 Themen: Repression Soziale Kämpfe Weltweit
Zweiteiliges Interview mit Jesica Sanchez Maya, Praesidentin der LIMEDDH, einer Menschenrechtsorganisation in Oaxaca, Mexico. Sie berichtet im 1. Teil, wie in Oaxacadie Menschenrechte durch den Staat und seine Vasallen auf drastische Weise verletzt werden.
Im zweiten Teil des Interviews erzaehlt sie von der konkreten Arbeit ihrer Menschenrechtsorganisation. Sie berichtet von Drohungen und schildert, welche Aufgaben ihnen als VerteidigerInnen der Menschenrechte in dieser sozialen Protestbewegung zukommen.
ANMOD (Vorschlag):
Seit letztem Jahr richten sich viele interessierte Augen auf Oaxaca, einen der aermsten Staaten Mexicos. Ausgeloest durch den Aufstand der "maestros", der LehrerInnen, im Mai 2006 entwickelte sich eine breite soziale Protestbewegung. Zunaechst ging es bei dem Protest nur um die Forderung nach einer Verbesserung des Schulwesens. Mittlerweile verlangt die Bewegung, institutionalisiert in der APPO, der Volksversammlung der Voelker Oaxacas, vehement den Ruecktritt des Gouverneurs von Oaxaca, Ulisses Ruiz Ortiz. Es geht ihnen um Aufklaerung begangener Menschenrechtsverletzungen, Gerechtigkeit, sowie eine generelle Verbesserung der Lebensbedingungen in Oaxaca. Und dafuer gingen Hunderttausende auf die Strasse, besetzten oeffentliche Plaetze und sogar Radio und Fernsehstationen. Doch die Antwort der Regierung ist hart: Hunderte Verhaftungen, Verletzte, Folter und sogar 23 Ermordete sind bisher die Folge. Erst am 16. Juli dieses Jahres kam es erneut zu Auseinandersetzungen bei einer Gegenveranstaltung zum eigentlich traditionellen, jedoch mittlerweile kommerzialisierten Guelaguetza Volksfest.
40 Personen wurden verhaftet und unzaehlige durch den gewalttaetigen Polizeieinsatz verletzt. Ein Protestierender liegt noch immer im Koma. Er wurde unverletzt verhaftet und anschliessend schwerst misshandelt.
Anlaesslich dieser Ereignisse sprachen wir mit Jesica Sanchez Maya, der Presidentin der Menschenrechtsorganisation Liga Mexicana de la Defensa de los Derechos Humanos, kurz LIMEDDH.


Im ersten Teil des Interviews erzaehlt die Menschenrechtsaktivistin von der aktuellen Situation in Oaxaca.


1. TEIL: “Die Menschenrechtsverletzungen sind konstant und systematisch” – Interview mit Jesica Sanchez Maya, Praesidentin der LIMEDDH in Oaxaca

ZWISCHENMODERATION:
Das war der erste Teil eines Interviews mit Jesica Sanchez Maya, Praesidentin der LIMEDDH, einer Menschenrechtsorganisation in Oaxaca, Mexico. Sie berichtete uns, wie dort die Menschenrechte durch den Staat und seine Vasallen auf drastische Weise verletzt werden.
Im zweiten Teil des Interviews erzaehlt sie von der konkreten Arbeit ihrer Menschenrechtsorganisation. Sie berichtet von Drohungen und schildert, welche Aufgaben ihnen als VerteidigerInnen der Menschenrechte in dieser sozialen Protestbewegung zukommen.

2. Teil “ Der Staat will unsere Arbeit unterbinden” – 2ter Teil des Interviews mit Jesica Sanchez Maya, Praesidentin der LIMEDDH in Oaxaca

ABMOD:
Soweit das Interview mit Jesica Sanchez Maya, Praesidentin der mexikanischen Menschenrechtsorganisation “Liga Mexicana de la Defensa de los Derechos Humanos”, kurz LIMEDDH, in Oaxaca. Das Interview wurde am 26. Juli 2007 gefuehrt.


[ANMERKUNG: Der 1. Teil kann auch alleine gespielt werden.]
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Ergänzungen