Terrorist 007 und die Medien

Voland 26.07.2007 17:54 Themen: 3. Golfkrieg Medien Repression
Ich stolperte doch gerade bei SPIEGEL Online über einen Artikel, der vermeintliche Details aus dem Prozess gegen einen in Großbritanien verhafteten Informatikstudenten preißgab. Es bedarf keiner großen Denkleistung, um zu erkennen, dass der Autor dieses Beitrages offensichtlich dem britischen Innenministerium auf den Leim gegangen ist.
Der Autor Yassin Musharbash, SPIEGEL Online Experte für Al-Quaida und Nahost Themen, beschreibt darin, wie der mutmaßliche Terrornetzwerkunterstützer Younis Tsouli, ein marokkanischstämmiger Brite, unter seinem Nickname "Irhabi007" (Terrorist007) Webseiten hackte, um dort Propagandamaterial des Terrornetzwerkes zu veröffentlichen. Soweit so gut, wie der Text schließt, ist es genau das, wofür er letztlich verurteilt wurde: Aufruf zum Mord. Doch der Titel des Artikels lautet: "37.000 Kreditkarten für 'Terrorist007'". Mit Berufung auf das "Wallstreet Journal" schreibt Musharbash: "Zur Finanzierung ihrer sinistren Zwecke haben Tsouli und seine beiden Mitverschwörer, Waseem Mughal und Tariq al-Daour, [...] unter anderem die gestohlenen Zugangsdaten von 37.000 Kreditkarten besorgt [...]." Mit diesem Geld wurden angeblich dutzende Handy, Zelte, Flugtickets und Nachsicht geräte zur Unterstützung des von Al-Quaida betriebenen Jihads gekauft. Des weiteren sollen er und sein kleines Netzwerk großangelegte Anschläge ua. auf US FLugzeugträger geplant haben. Diese und andere angeblich pikante Details, die im Laufe des Prozesses gegen Touli zum Vorschein gekommen sein sollen, haben die britischen Ermittler heraus gegeben. Warum? Nun, wie erwähnt, verurteilt wurde er nur wegen "Aufrufes zum Mord", nicht mal zusätzlich wegen Betruges. Haben wir es hier mit einem glasklaren Fall von Selbstdarstellung seitens der Briten zu tun? Und ist der SPIEGEL Online Autor dem auch noch auf den Leim gegangen?

Zumindest bin ich nicht der Einzige, dem diese Ungereimtheiten aufgefallen sind, das SPIEGEL Online Forum kocht schon.

Der Link zu besagtem Artikel lautet wie folgt:  http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,495468,00.html
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Ergänzungen

Mann mit Bart am Mobiltelefon

fuzzy logic 26.07.2007 - 20:33
Man müsse sich Folgendes vorstellen, sagte Außenamts-Sprecher Martin Jäger am 26.Juli 2007 im ARD-Morgenmagazin. "Da sitzt ein Mann mit Bart und Mobiltelefon im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet und schafft es, mit wenigen Anrufen am Samstagvormittag ganz Deutschland in Aufregung zu versetzen. Das darf nicht sein."

Mann mit Bart und Mobiltelefon

Propagandakrieg der Taliban

SMS vom Hindukusch

"Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt!" sagte der Mann ohne Haare

So archaisch sie aussehen, sie kämpfen auch mit hochmodernen Kommunikationstechniken. Doch das Auswärtige Amt ist bereit, den Propagandakrieg zu führen.

die Hofberichterstatter vom Spiegel natürlich auch