Feldbefreiung im Oderbruch gelungen

Genmaisgegner_in 26.07.2007 00:45 Themen: Biopolitik Ökologie
Etwa 5 ha von der Maissorte MON 810 erfolgreich befreit
Die Feldbefreiung im Oderbruch war erfolgreich. Wolkenbruchartige Regenfälle sorgten für schlammig-rutschigen Ackerboden, was die Leute nicht in ihrer Entschlossenheit beeinflusste, sich gegen die Verseuchung unserer Umwelt, Nahrung und Sortenvielfalt durch gentechnisch veränderten Mais der Sorte MON 810 vehement aber gewaltfrei zu wehren. 52 Leute wurden verhaftet, aber nicht ohne Teile der Felder erreicht und befreit zu haben und Beweismittel für den illegalen Genmaisanbau mitgebracht zu haben, um die Verantwortlichen eben zur Verantwortung zu ziehen.
Die Stimmung im Camp, während der Demo und auch vor der GESA war fröhlich, kreativ und solidarisch. Die Verpflegung durch die Flying Kitchen war super und versorgte alle mit viel nahrhafter und veganer, gentechnikfreier Energie.


Ausführlichere und fundierte Infos zur Aktion und zum Thema Genfood siehe Homepage der Gendreck weg! Initiative.
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Ergänzungen

Hintergründe

informierer 26.07.2007 - 13:51
Wenn du dem Link folgst, findest du auf der Homepage unter Hintergründe ne arg kurze fassung mit ökonomischen Gründen gegen den Anbau von genmanipulierten Pflanzen. Ausserdem ein paar ausgewählte Artikel.

Oder im Wikipedia (Transgener Mais):
"Transgener Mais, teilweise auch (umgangssprachlich) Genmais genannt, bezeichnet gentechnisch veränderten Mais. Das Ziel der Saatzucht-Industrie ist, eine höhere Resistenz gegenüber Krankheiten oder Parasiten (z. B. dem Maiswurzelbohrer oder Maiszünsler) zu erreichen, indem entsprechende Gene in das Erbgut eingeschleust werden. Weitere wichtige Ziele sind höhere Erträge, schnellere Reife und andere wirtschaftliche Faktoren.

Wie viele Anwendungen der Gentechnologie ist auch transgener Mais umstritten. Die Kritiker berufen sich darauf, dass die Folgen solcher Manipulationen vom Menschen nicht richtig abgeschätzt werden können. Ebenso führen sie an, dass gerade die Resistenz gegen Parasiten immer mit einem Giftstoff, der aufgrund des neuen Gens von der Pflanze erzeugt wird, einhergehe, und diese Giftstoffe oft nicht bekannt seien. Diese Giftstoffe könnten sich im Boden anreichern und geschützte Insekten schädigen."

Kurzgefaß: Es winken höhere Erträge und weniger Pesitzid-Bedarf (an sich positiv), was für den Bauern höheren Gewinn bedeutet. Für Monsanto (den bekanntesten Herrsteller von genverändertem Saatgut, der regelmäßig gegen Bauern klagt, die teile der Ernte aufbewahren um sie dann, vertragswiedrig, wieder auszusähen.. achja: Agent Orange ham die auch Produziert) bedeutet das natürlich auch ne Gewinnerhöhung.
Da die Forschungslage auf dem Gebiet extrem widersprüchlich ist, und jeder für alles ne eigene Studie vorweisen kann, ist genmaipuliertes Saatgut umstritten. Und da u.a. nicht klar ist, inwiefern die Gene auf andere Arten übertragen werden können, ist das Zeug bei deutschen Konsumenten unbeliebt.

Infos zum Thema

Gerhard 26.07.2007 - 14:26
Du kannst gerne mal auf der Seite  http://genfood.wordpress.com nachlesen.

Gruß
Gerhard

Kurzdoku über die Feldbefreiung online

cine rebelde 27.07.2007 - 12:48
Eine 10minutige Doku zum Aktionswochenende kann hier angeschaut werden:

 http://www.youtube.com/watch?v=ewQFkUUSpeM
Leider erst mal auf youtube, da video.indymedia.org down ist.

Verbreitet den Clip weiter, verlinkt ihn auf eurer Seite. Der Film kann in DVD Qualität für Veranstaltungen unter  orders@cinerebelde.org bestellt werden.

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Genmais? — Thairu