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Badespass auf Naziart

Nazihunter 17.07.2007 08:43
Rechtsextremisten haben an einem Strand in Mecklenburg ausländerfeindliche Parolen gebrüllt, den Hitlergruß gezeigt, Badegäste belästigt und mit einer Maschinenpistole mehr als ein Dutzend Mal in die Luft geschossen.
Rechtsextremisten haben an einem Strand in Mecklenburg ausländerfeindliche Parolen gebrüllt, den Hitlergruß gezeigt, Badegäste belästigt und mit einer Maschinenpistole mehr als ein Dutzend Mal in die Luft geschossen. Sieben Verdächtige im Alter zwischen 21 und 29 Jahren wurden festgenommen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die zum Teil betrunkenen Randalierer waren demnach am späten Sonntagnachmittag mit einem Kleintransporter an der Badestelle am Krakower See in der Nähe der Ortschaft Serrahn südlich von Güstrow aufgetaucht. Ihre Aggressivität habe sich besonders gegen Familien von Spätaussiedlern gerichtet, die dort gebadet hätten.

Einigen Männern, die sich zum Zeitpunkt der Schüsse im Wasser aufhielten, gelang es laut Polizei, die Neonazis am Strand zu überwältigen und bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Unter den sieben Festgenommenen befindet sich auch eine Frau. Die Waffe, einige Patronen sowie Hülsen wurden sichergestellt. Bei der Waffe soll es sich um eine russische MPi 41 handeln.
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Ergänzungen

für alle

die immer noch an schlaue nazis glaubt 17.07.2007 - 10:31

weitere quellen

antifa-blogger 17.07.2007 - 10:36
auf  http://antifa-aktionen.blogspot.com/2007/07/rechte-schieen-badestrand-um-sich.html werden einige zu diesem thema erschienene/rscheinende artikel gesammelt.

keep on rockin´!

Dazu passend und aktuell

rostocker 17.07.2007 - 11:53
Daß Nazis offenbar ein Faible für Maschinengewehre haben, zeigt auch das aktuelle Beispiel im "East Coast Corner", einem Nazi-Laden in Rostock KTV.  http://www.links-lang.de/0707/04.php

Auf Links-Lang.de findet sich auch ein Hinweis auf eine Kundgebung in Güstrow (also die nächstgrößere Stadt zu dem besagten Badesee):
Samstag 21.07. Kundgebung "Für ein nazifreies Güstrow" am Bhf. Güstrow.

Und an alle Antifas außerhalb von M-V: Wacht endlich auf! Dort wo die Linke schwach ist, fangen die Nazis an, zu machen, was ihnen gefällt; sei es Angriffe auf eine Antifa-Demo mit Zwillen wie in Wismar, sei es ein gezielter Angriff von 60 Nazis auf Reisende in der S-Bahn in Pölchow, sei es der Schußwaffeneinsatz hier am Badesee oder auch die fast täglichen Übergriffe in der Urlaubsregion Vorpommern.
Also: Linke Freiräume verteidigen! Den Nazis den gesellschaftlichen Nährboden entziehen!

Über Unterstützung aus anderen Bundesländern freuen sich die linken Strukturen in M-V stets. Get in contact!
(Adressen der local antifas findet ihr auf Links-Lang.de.)

Neonazis verprügeln Russlanddeutsche

http://www.mz-web.de 17.07.2007 - 11:58
Erneut rechtsextremer Überfall in Sachsen-Anhalt - Zeugin ruft Polizei

erstellt 15.07.07

Magdeburg/dpa. Fünf Wochen nach dem Überfall auf eine Theatergruppe in Halberstadt haben jetzt Anhänger der rechten Szene in Magdeburg fünf junge Russlanddeutsche attackiert und verletzt. Nach Angaben der Polizei vom Sonntag forderte ein mutmaßlich rechts Gesinnter die Jugendlichen zwischen 18 und 23 Jahren auf, einen Parkplatz nahe eines rechten Szenetreffs zu verlassen. Dann sei er zunächst verschwunden und kurz darauf mit Verstärkung zurückgekehrt. Die Angreifer beschimpften die jungen Leute zunächst, schlugen und traten dann auf sie ein. Die fünf Opfer, vier Männer und eine Frau, konnten ihren Peinigern schließlich leicht verletzt entkommen.

Eine Zeugin, die den Überfall beobachtete, rief die Polizei. Diese konnte in Tatortnähe einen 34-jährigen Tatverdächtigen ermitteln. Wie viele Angreifer zu der Neonazi-Gruppe gehörten, ist noch unklar. «Die Angaben der Zeugin und der Opfer variieren zwischen fünf und zehn», sagte ein Polizeisprecher. Die weiteren Täter seien derzeit noch unbekannt. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.

Anfang Juni hatte der brutale Überfall rechtsextremer Schläger auf Ensemblemitglieder des Nordharzer Städtebundtheaters in Halberstadt für Aufsehen gesorgt. Fünf der insgesamt 14 Tänzer, Musiker und Statisten wurden bei dem Angriff zum Teil schwer verletzt. Den 19 bis 32 Jahre alten Opfern wurden Zähne ausgeschlagen, Knochen gebrochen und schwere Verletzungen im Gesicht zugefügt. Nach dem Neonazi-Überfall hatte es massive Fehler der eingesetzten Polizeibeamten gegeben. Bisher sind vier von etwa acht mutmaßlichen Angreifern gefasst.

polizeibericht

... 17.07.2007 - 12:41

Schüsse am Krakower See
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Sieben Tatverdächtige im Alter von 21 bis 29 Jahren nahm die Polizei in den späten Nachmittagsstunden des 15.07.2007 am Strand des Krakower Sees fest, nachdem sie mehrere Badegäste belästigt, ausländerfeindliche Parolen gerufen und sogar Schüsse aus einer Maschinenpistole abgegeben hatten.

Gegen 17.30 Uhr fuhren die Tatverdächtigen mit einem VW – Kleintransporter zu einer Badestelle des Krakower Sees in der Nähe der Ortschaft Serrahn. Kaum angekommen beschimpften die zum Teil stark alkoholisierten Personen andere Strandgäste, vor allem Familien von Spätaussiedlern, die dort badeten. Weiterhin riefen die Tatverdächtigen ausländerfeindliche Sprüche, zeigten den Hitlergruß und nahmen wenig später eine Maschinenpistole aus dem Fahrzeug. Mit der Waffe schossen sie demonstrativ mehr als ein dutzend Mal in die Luft.

Männlichen Zeugen, die sich zum Zeitpunkt der Schussabgabe noch im Wasser aufgehalten hatten, gelang es, die Tatverdächtigen am Strand zu überwältigen und sie bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Durch Polizeibeamte des Teterower Polizeireviers, des Autobahnpolizeireviers Linstow sowie der Inspektion Zentrale Dienste erfolgte die vorläufige Festnahme der sechs männlichen und einer weiblichen Tatverdächtigen. Die Waffe, einige Patronen sowie Hülsen konnten vor Ort sichergestellt werden.

Durch die Kriminalpolizeiinspektion Rostock werden gegen die Tatverdächtigen aus Güstrow und Krakow Anzeigen wegen des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz sowie des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen bearbeitet. Die Verdächtigen befinden sich im Rostocker Zentralgewahrsam. Die Ermittlungen dauern gegenwärtig an.

Russische MP?

Volker 17.07.2007 - 19:07
Hmm, die Waffe auf dem Foto sieht eher wie ein Amateurmodell aus, welches aus verschiedenen Modellen zusammengebaut wurde. Ist es nicht im wesentlichen viel eher eine Bergmann 1918 als eine russische Maschinenpistole? Allerdings war bei den Bergmanns das für sie typische Seitenmagazin auf der linken Seite, ebenso bei den anderen in Deutschland im II Weltkrieg gebräuchlichen 9 mm Parabellum MP 18 und 28 II ("Schmeisser") sowie der 9 mm (Mauser) Steyr Solothurn MOD 1934. Meines Wissens war die einzige Russische MP mit Holzschaft der Nachbau der britischen Thompson. Diese hatten unterhalb der Waffe ein Trommelmagazin. Eher sieht die Waffe wie eine Beretta 1938 aus, an der auf rechten Seite (in Schussrichtung) von einem Amateur das Magazin, statt wie bei der Beretta typischerweise unten, rechts aufmontiert wurde. Zusätzlich zeigt die von den Meckpomm-Nazis benutzte Waffe (Siehe Foto) vorne einen Untergriff - dieser wiederum der britischen "Sten" ähnelnd, aber offensichtlich ein nachträglicher Anbau. Die Beretta 38 (9 Millimeter Revolvermunition) wie das Nachfolgemodell 42 erfreute sich bei den italienischen Partisanen trotz des starken Rückstoßes und des enormen Gewichts großer Beliebtheit. Die Hinrichtung Mussolinis wurde allerdings mit einer französischen MAS 1938 durchgeführt. Die Originalwaffe befindet sich übrigens im Museum in der albanischen Hauptstadt Tirina als Geschenk eines italienischen Partisanen-Veterans. Die Frage ob die Waffe nicht zurück nach Italien geführt werden sollte, führte erst kürzlich zu einer Kontroverse in Italien... Aber das führt zu weit weg. Kommen wir zurück zur eigentlich wichtigen Frage, die sicherlich alle Indy-user brennend interessiert, ob sich bei dem in M-V benutzen Modell um eine Bergmann 18 handelt. Nun, es ist nicht auszuschließen, dass...

Waffe

egal 17.07.2007 - 20:57
ich kenne mich mit Waffen nicht so detailliert aus, wie mein Vorredner, kann allerdings allen Waffeninteressierten weiterhelfen: es handelte sich bei dem Überfall um eine finnische "Suomi M 31" aus dem Jahre 1925, siehe Foto. Quelle? Da:  http://www.taz.de/index.php?id=deutschland&art=2037&id=442&cHash=7cf392f3cb

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Die Welt!!!

helmutberger 17.07.2007 - 09:14
So schlimm das Geschehene auch ist, der Text ist gestern in der Springer-Zeitung "Die Welt" erschienen.

Merseburg (Sachsen

Lowrider 17.07.2007 - 14:26
Nazi-Überfall in Merseburg

Am frühen Abend des 13.7. kam es im Merseburger Schlossgarten zu einem Überfall von Neo-Nazis auf Punks und alternative Jugendliche, die sich dort treffen. Zuerst fuhren 2 Autos vor, aus denen ca. 6 bis 7 Personen stiegen. Zuerst setzten sie sich auf eine Bank im Schlossgarten. Plötzlich begannen sie eine Person (15) zu schlagen und zu treten. Einige der Antifaschisten versuchten zu helfen als die Situation eskalierte. Die Antifas wurden mit Flaschen, Fäusten und Stiefeln angegriffen und zusammengeschlagen. 4 Person erlitten leichte Verletzungen. 1 Person musste am Ohr genäht werden, eine andere auf Grund einer Gehirnerschütterung und anderen Verletzungen 2 Tage stationär behandelt werden.

munition?

kein waffennarr 18.07.2007 - 02:39
haben die mit scharfer munition geschossen oder eher mit leuchtspur/schrecksschussmunition? fände es ansonsten schon ziemlich kamikazemäßig, sich nackt oder mit badehose auf einen nazi mit mpi zu stürzen. dass die nazis waffen horten ist ja kein geheimnis, bei jeder größeren razzia bestätigt sich das. verblüffend ist, dass sowenig passiert.