Alternatives Jugendzentrum in Hennigsdorf
Im brandenburgischen Hennigsdorf am Oder-Havel-Kanal (Oberhavel) tut sich einiges. Nun sind die Besetzer_Innen eines Gebäudes der alten "Wäscherei" in Hennigsdorf schon den vierten Tag im Gebäude. Die Aussenfassade wurde weiß gestrichen, das Haus wird entrümpelt, Toiletten, Küche, Schlafräume wurden eingerichtet, es wurden schon erste Sanierungsarbeiten angefangen. Die Stimmung ist gut und die meisten Anwohner sind sehr solidarisch, Nazis machen sich trotz ihrer Gefährlichkeit Lächerlich. Ein kurzer Abriss der letzten vier Tage.
Am ersten Tag kamen erst nur mäßig Unterstützer_Innen ausserhalb von Hennigsdorf und die Polizei/ Stadt duldete erstmal die Besetzung.
Einen bisher andauernden Mobilisierungsschub von Unterstützer_Innen löste eine Angriffswelle abends gegen viertel zehn von etwa 30 Neo-Nazis, zum Großteil vermummt, mit Schlagstöcken und Leuchtspurmunition bewaffnet aus. Diese Angriffswelle dauerte bis zu einer dreiviertel Stunde an (in der sich auch die Polizei zurückzog und den Nazis ein rechtsfreien Raum im Kampf gegen Linke bot). Die Nazis hatten nicht mit dem starken Widerstand der Hennigsdorfer_Innen gerechnet und so zogen sie sich zurück, während es auf unserer seite keine Verletzten gab.
An dem Abend kamen unendlich viele Antifaschist_Innen nach Hennigsdorf um den Nazis nicht das neu-besetzte alternative Jugendzentrum zu überlassen. Die Stimmung war sehr gut, doch Nazis sah man am Mittwoch Abend nicht mehr. Das Aufgebot der Antifas wirkte auf die Bürger wohl sehr martialisch.
Dennoch lauerten Nazis einen vermeintlich Linken auf und prügelten die Person ins Krankenhaus.
Nur unsere Spreegeschwader-Gartencenter-Lieferwagen Fraktion konnte sich nicht im Zaum halten und wollte mit ihren Autos die Stadt neu vermessen.
Die Polizei zog irgendwann ihre Kräfte zurück und beschränkte sich auf Streifen.
Am Donnerstag waren wieder viele Untertützer_Innen da, nun bewachte die Polizei die Aus- und Eingänge, hatte aber nach eigenen Aussagen Schwierigkeiten links und rechts Äusserlich auseinander zu halten. Nachdem sie um die Mittagszeit herum das Gelände umstellt hatten und Räumung drohten zogen sie wieder zurück. Die Stadt ließ Sperren aufstellen die sie einen Tag später wieder entfernte. Interessanterweise trafen sich wieder die Nazis am "On the Streets", angeblich sei ein Lauti der Nazis aus Mecklenburg da und angeblich auch Nazis aus Potsdam, Oranienburg und Neuruppin. Auf die unsrige Seite des "Bahndammes" kamen sie aber nicht und die Polizist_Innen sahen uns als das eigentliche Problem an und verniedlichten die Nazis als "die Anderen".
Bis auf die übliche Autofahrerei der Nazis blieb aber alles ruhig, obwohl es angeblich immerwieder "Angriffsankündigungen" gab.
Am Freitag fanden einige Antifas den Namen "On the Streets" nicht mehr zeitgemäß, da trotz Dorfbuschfunk Angriffsankündigungen wieder nicht passierte. Sie sollten wohl als "On the cellar" oder "In the House" betitelt worden seien.
Als eine Gruppe von sage und schreibe Acht Antifas zum Hennigsdorfer Bahnhof ging Bemerkten sie halb im Tunnel drin eine etwa gleichgroße Gruppe "Autonomer Nationalisten" oder auch "Anti-Antifa"-Aktivistinnen und Aktivisten. Bevor man überhaupt an sie rankam waren sie auch schon wieder weg. Später waren noch ein paar Jugendliche des Conne Island da, die ihren unmut verbal zum Ausdruck brachten und heute inspizierten schon ältere Besucher desselbigen das Gelände...
Die Bevölkerung ist sehr solidarisch, findet größtenteils gut was getan wird, unterstützt finanziell, materiell und moralisch diese Besetzung. Migrantische Jugendliche sollen sogar zueinander gesagt haben: "Heut verprügeln wir zusammen mit den Punks die Scheiß Nazis!" pöbelten später aber unentschlossener Weise (vermutlich aufgrund fehlender Nazis) doch Linke, halb spasseshalber, an. Russische Aussiedler greifen auch nicht mehr offen Linke an. Es ist also meiner Meinung ein signifikanter Stimmungswechsel zu beobachten.
Dennoch sind in der teilweise temporär Nazibefreiten Zone Hennigsdorf immernoch die Nazis unterwegs und planen Aktionen gegen das Alternative Jugendzentrum. Eine ihrer letzten Ideen war eine Besetzung für ein "Nationales Jugendzentrum" usw usf.
Der Bürgermeister will das die Jugendlichen ohne großes Aufsehen einfach ihr Vorhaben aufgeben, damit sich angeblich die Verhandlungsbasis der Jugendlichen verbessere. Die Bevölkerung spricht von uns schon als "Nachbarn" und die Stadt habe es ja sowieso 15 Jahre lang zerfallen lassen...
Die Auseinandersetzung mit Polizei und Ordnungsamt ist zur Zeit so kooperativ und deeskalativ wie es nur geht, es wird teilweise polizeilich Interessierten der Besuch untersagt und Platzverweis geahndet oder vermeintlichen Antifas ihre Spielzeuge geklaut...
Ganz so langweilig ist es dennoch nicht und es wird dringend um Unterstützung gebeten. Also wenn ihr ein paar Stunden nichts zu tun habt FAHRT NACH HENNIGSDORF!!!
Gerüchtehalber soll es heut gar ein Konzert geben. Essen und Trinken könnt ihr mitbringen, braucht ihr aber nicht unbedingt...
Also unterstützt den Kampf für ein nazifreies Jugendzentrum in Hennigsdorf.
Einen bisher andauernden Mobilisierungsschub von Unterstützer_Innen löste eine Angriffswelle abends gegen viertel zehn von etwa 30 Neo-Nazis, zum Großteil vermummt, mit Schlagstöcken und Leuchtspurmunition bewaffnet aus. Diese Angriffswelle dauerte bis zu einer dreiviertel Stunde an (in der sich auch die Polizei zurückzog und den Nazis ein rechtsfreien Raum im Kampf gegen Linke bot). Die Nazis hatten nicht mit dem starken Widerstand der Hennigsdorfer_Innen gerechnet und so zogen sie sich zurück, während es auf unserer seite keine Verletzten gab.
An dem Abend kamen unendlich viele Antifaschist_Innen nach Hennigsdorf um den Nazis nicht das neu-besetzte alternative Jugendzentrum zu überlassen. Die Stimmung war sehr gut, doch Nazis sah man am Mittwoch Abend nicht mehr. Das Aufgebot der Antifas wirkte auf die Bürger wohl sehr martialisch.
Dennoch lauerten Nazis einen vermeintlich Linken auf und prügelten die Person ins Krankenhaus.
Nur unsere Spreegeschwader-Gartencenter-Lieferwagen Fraktion konnte sich nicht im Zaum halten und wollte mit ihren Autos die Stadt neu vermessen.
Die Polizei zog irgendwann ihre Kräfte zurück und beschränkte sich auf Streifen.
Am Donnerstag waren wieder viele Untertützer_Innen da, nun bewachte die Polizei die Aus- und Eingänge, hatte aber nach eigenen Aussagen Schwierigkeiten links und rechts Äusserlich auseinander zu halten. Nachdem sie um die Mittagszeit herum das Gelände umstellt hatten und Räumung drohten zogen sie wieder zurück. Die Stadt ließ Sperren aufstellen die sie einen Tag später wieder entfernte. Interessanterweise trafen sich wieder die Nazis am "On the Streets", angeblich sei ein Lauti der Nazis aus Mecklenburg da und angeblich auch Nazis aus Potsdam, Oranienburg und Neuruppin. Auf die unsrige Seite des "Bahndammes" kamen sie aber nicht und die Polizist_Innen sahen uns als das eigentliche Problem an und verniedlichten die Nazis als "die Anderen".
Bis auf die übliche Autofahrerei der Nazis blieb aber alles ruhig, obwohl es angeblich immerwieder "Angriffsankündigungen" gab.
Am Freitag fanden einige Antifas den Namen "On the Streets" nicht mehr zeitgemäß, da trotz Dorfbuschfunk Angriffsankündigungen wieder nicht passierte. Sie sollten wohl als "On the cellar" oder "In the House" betitelt worden seien.
Als eine Gruppe von sage und schreibe Acht Antifas zum Hennigsdorfer Bahnhof ging Bemerkten sie halb im Tunnel drin eine etwa gleichgroße Gruppe "Autonomer Nationalisten" oder auch "Anti-Antifa"-Aktivistinnen und Aktivisten. Bevor man überhaupt an sie rankam waren sie auch schon wieder weg. Später waren noch ein paar Jugendliche des Conne Island da, die ihren unmut verbal zum Ausdruck brachten und heute inspizierten schon ältere Besucher desselbigen das Gelände...
Die Bevölkerung ist sehr solidarisch, findet größtenteils gut was getan wird, unterstützt finanziell, materiell und moralisch diese Besetzung. Migrantische Jugendliche sollen sogar zueinander gesagt haben: "Heut verprügeln wir zusammen mit den Punks die Scheiß Nazis!" pöbelten später aber unentschlossener Weise (vermutlich aufgrund fehlender Nazis) doch Linke, halb spasseshalber, an. Russische Aussiedler greifen auch nicht mehr offen Linke an. Es ist also meiner Meinung ein signifikanter Stimmungswechsel zu beobachten.
Dennoch sind in der teilweise temporär Nazibefreiten Zone Hennigsdorf immernoch die Nazis unterwegs und planen Aktionen gegen das Alternative Jugendzentrum. Eine ihrer letzten Ideen war eine Besetzung für ein "Nationales Jugendzentrum" usw usf.
Der Bürgermeister will das die Jugendlichen ohne großes Aufsehen einfach ihr Vorhaben aufgeben, damit sich angeblich die Verhandlungsbasis der Jugendlichen verbessere. Die Bevölkerung spricht von uns schon als "Nachbarn" und die Stadt habe es ja sowieso 15 Jahre lang zerfallen lassen...
Die Auseinandersetzung mit Polizei und Ordnungsamt ist zur Zeit so kooperativ und deeskalativ wie es nur geht, es wird teilweise polizeilich Interessierten der Besuch untersagt und Platzverweis geahndet oder vermeintlichen Antifas ihre Spielzeuge geklaut...
Ganz so langweilig ist es dennoch nicht und es wird dringend um Unterstützung gebeten. Also wenn ihr ein paar Stunden nichts zu tun habt FAHRT NACH HENNIGSDORF!!!
Gerüchtehalber soll es heut gar ein Konzert geben. Essen und Trinken könnt ihr mitbringen, braucht ihr aber nicht unbedingt...
Also unterstützt den Kampf für ein nazifreies Jugendzentrum in Hennigsdorf.
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
Supersache!!!
Chronik 4. Tag
-zu bedenken ist-
es wäre nicht die erste wäscherei in der ehemaligen ddr, deren grundstück und gebäude mit chemischen altlasten verseucht ist.
eine eventuelle sanierung auf landes-/gemeindekosten könnte, eigentumsverhältnisse mal unberücksichtigt, durchaus an den erheblichen kosten für begutachtung und bodenentgiftung scheitern.
habt ihr euch noch nie die frage gestellt, warum sich der eigentümer eines grundstückes im berliner speck-gürtel mit öpnv-anbindung nicht darum kümmert?
vielleicht zockt der eigentümer nun ein bißchen um die sanierung auf landeskosten zu bekommen. und danach lässt er räumen.
Eine weitere Einschätzung
Rechtsfreier Raum
Hennigsdorf - Naziterror gegen besetztes Haus
News
Chronik 5. Tag
News
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
rechtsfreier Raum ???
denn WER DIE MACHT HAT HAT DAS RECHT
Recht fällt weder vom Himmel, noch ist es statisch,
schon garnicht objektiv/gerecht...
Recht ist, je nach staatlicher Verfasstheit unterschiedlich,
von Menschen gemacht und wird ständig verändert
wenn wie in diesem Fall sich die "StaatsMACHT" sprich Polizei zurück zieht, so entsteht wenn mensch so will, ein Raum, ohne die Kontrolle des staatlichen Gewaltmonopols.
Das die Bullen bei ihrem Job, angegriffene Menschen zu schützen, ob aus Unfähigkeit oder aus Desinteresse versagen, ist klar `ne Sauerei und gehört skandalisiert,
jedoch der Subtext von "rechtsfreier Raum", ist der Ruf nach staatlicher/bürgerlicher Ordnung (und die beinhaltet (nicht nur) in diesem Land Ausbeutung, Unterdrückung, Arbeitszwang, Mietzwang, Abschiebung, Verteilungsungerechtigkeit...)
Räume ohne Anwesendheit der Staatsmacht/Sicherheitsorgane/Ordnungskräfte...
gibt es bisher jedoch noch zu hauf, obwohl Schily, Schäuble, Wüfelspitz etc,
es gern anders hätten, denn nicht jeder Winkel dieses Planeten/Land ist mit,
wie es immer so schön verharmlosend, positivistisch "Sicherheitskräften" besetzt...
Ist personell auch nicht möglich, weshalb sie ja so auf Überwachungstechnik setzten - ein riesiger Industriezweig mit enormen Wachstumspotential
Auch in diesen Fällen wäre es genauso unsinnig von "rechtsfreien Raum" zu reden/schreiben...
Macht ist mit Recht gekoppelt und da, wo zwei Menschen zusammenkommen entstehen, Interessenskonflikte, dort wirken Machtverhältnisse, dort hat der eine Recht,
setzt sich durch... und der andere muß zurückstecken...
bei "rechtsfreier Raum" schwingt außerdem noch mit das das Gegenteil was gutes wäre
dem ist aber überhaupt nicht so
RECHTS-STAAT DEUTSCHLAND
Treffpunkt für Tag 5
conny island
ansonsten, weiter so
Wir wollen alles - Grüsse aus Berlin Mitte
36 Schüler nach Vandalismus festgenommen
Mitte
# 2011
Die Polizei hat heute Vormittag 35 Jugendliche und ein Kind festgenommen, nachdem diese in einem Lebensmittelmitteldiscounter in der Berolinastraße in Mitte gewütet hatten.
Ende Juni wandten sich Verantwortliche des Marktes an die Polizei, da seit geraumer Zeit Jugendliche in diese Filiale kamen und sich bedienten, ohne zu bezahlen. Die Jugendlichen hatten neben den begangenen Diebstählen auch Ware aus den Auslagen gerissen, waren durch die Verkaufsräume gerannt und hatten Angestellte und Kunden beleidigt. Das vom Verkaufspersonal ausgesprochene Hausverbot hatten die Schüler schlichtweg ignoriert.
Heute warteten die Beamten bereits auf Täter. Gegen 10 Uhr 40 kamen sie in das Geschäft und begannen, den Eingangsbereich zu verwüsten. Einer der Schüler leistete bei seiner Festnahme Widerstand gegen die Polizisten. Die Festgenommenen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren wurden im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen ihren Eltern übergeben oder nach Rücksprache mit den Eltern wieder entlassen. Ein Jugendlicher wurde dem Kindernotdienst zugeführt. Gegen die Schüler wurden Anzeigen wegen Diebstahls, Sachbeschädigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie Landfriedensbruchs erstattet.
a
fettes lob - sollten mal mehr menschen auf die reihe kriegen!
Unbedingt unterstützer hin
das die Lage noch angespannt ist, gestern trafen sich 5 vollbesetzte weiße Kleinbusse vor "On the street" und fuhren danach zum glück nur durch die Gegend immer am haus vorbei
,außerdem kann immernoch alles gebraucht werden was abgegeben werden
kann.
Die Idee dort ein Haus zu besetzen und das dann tatsächlich auch noch so lange zu halten, ist einfach nur unterstützenswert und auch mal eine längere fahrt wert.
also alle und mithelfen aufbauen abends schutz machen oder einfach gute stimmung machen
toller fortschritt
Zitat:
"Migrantische Jugendliche sollen sogar zueinander gesagt haben: "Heut verprügeln wir zusammen mit den Punks die Scheiß Nazis!""
hört sich ganz gut an
Zitat:
"pöbelten später aber unentschlossener Weise (vermutlich aufgrund fehlender Nazis) doch Linke, halb spasseshalber, an."
hört sich nicht mehr so gut an
Zitat:
"Russische Aussiedler greifen auch nicht mehr offen Linke an."
juhu jetzt kloppen die russischen aussiedler nicht mehr offen linke sondern nazis.
das ist wohl der beginn einer wunderbaren freundschaft zwischen den aussiedlern und linken
mein beitrag ist zwar zynisch aber garantiert kein "nazi-fake"
ist indymedia nur für action, aber gegen...
bzw warum werden konsequent seit Jahren inhaltlich niveauvolle oder auch nicht, insbesondere aber
kritische Kommentare, Anmerkungen nach unten geschoben, oder gelöscht, während Zustimmung egal wie platt und inhaltsleer meist oben gelassen ?
meine Ausführungen zum Konstrukt und bürgerlich/medialen Kampfbegriff "rechtsfreier Raum" sind meineserachtens inhaltlicher als der Beitrag
Rechtsfreier Raum Anarcha-Feminist 15.07.2007 - 13:27 der derzeit oben steht
reflektiert ihr eigentlich auch mal die Macht und Verantwortung die ihr als ModeratorInnen habt ?
Warum reagiert ihr eigentlich nicht kommunikativ auf Nachfragen,
sondern nur administrativ ?
@ toller Fortschritt @ egal
Ich wollte rassisch nicht zwischen russischen Aussiedlern und von dir wahrscheinlich als Araber oder Türken bezeichnete Jugendliche unterscheiden, da mir nicht andere Stigmata eingefallen wären als rassistische!!! Deshalb hatte ich gänzlich drauf verzichtet.
Als Anarchist werde ich wohl kaum etwas gegen Rechtsfreie Räume haben. Ich habe nur die aktuelle Argumentation der Stadt GEGEN den Jugendklub aufgegriffen. Du sollest auch zwischendrinnen mal Schlafen gehen und dann den Text noxhmal lesen!!!!!
Wenn egal die Copy/Paste Funktion als Argumentation versteht, dann soll er halt in seiner Internet-Welt weiterleben!
@Anarcha_Feminist
damit es verständlich wird ?
Warum mixt du meinem Beitrag, mit dem von irgentjemanden anderen ("garantiert kein nazi") ?
Was haben drei Verweise auf Einträge zum Themenkomplex Recht,
aus der bürgerlich, staatstragend (und bis vor kurzem rechts "bärlach") dominierten wikipedia, mit Copy/Paste zu tun ?
Was meinst du mit dem "zwischendrinnen mal Schlafen gehen" ?
Meinst du mich oder den der sich "garantiert kein nazi" nennt und was hat das mit den Inhalten zu tun ?
Leidest du unter Verschwörungswahn oder verstehe ich dich falsch wenn ich deinen Mix so interpretiere, daß du meist "garantiert kein nazi" und egal seien ein und die selbe Person ?
Hast du wenig geschlafen und projezierst das nun auf andere ?
Dein Beitrag zum Themenkomplex "rechtsfreier Raum" hat nicht`s mit Emanzipation zu tun !
Wenn du in deiner persönlichen Anarchie Konstruktion hierachiefreie, machtfreie, rechtsfreie Räume hast schön für dich.
Ist zwar nur möglich wenn du alleine bleibst, denn bei zwei Personen, Menschen, Individuen fangen die Probleme, Interessenskonflikte, Machtgefälle, Hierachien, Konkurrenzverhalten an, die du dir einfach wegträumst/kiffst/spiritierst...!?
Mit Realität, Gegenwart, sozialen Leben, Interaktion... hat deine Fantasie jedoch nichts gemein außer der Reproduktion bürgerlich, herrschender Kampfbegriffe die zu 99% gegen Freiräume eingesetzt werden.
Wer Herrschaftssprache/Denken unkritisch reproduziert ist nicht weit davon entfernt wie viele seiner tausende großmäuliger Linksradikalen VorgängerInnen früher oder später den weg in den sicheren Schoß der bürgerlichen Gesellschaft zu finden.
Mit radikalem Denken, Brechen mit Vorgaben... hat die unreflektierte Reproduktion jedenfalls nichts zu tun.
@ Anarcha_Feminist zum Zweiten: Anarchie
UND NICHT "RECHTSFREIER RAUM"
Vorwort:
dein verächtlicher Kommentar zu "Copy/Paste" zeigt wie bürgerlich auch du zu sein scheinst.
Ein Link, hinter dem sich von ner leeren Seite bis zu einer ganzen Bibliothek + mehr ...,
also alles Mögliches verbergen kann, wird häufig ungesehen, verächtlich als "Link" abgetan.
In diesem Fall von oberflächlichen Menschen zu reden halte ich für gerrechtfertigt.
Warum muß mensch den alles neu erfinden, oder wie überwiegend üblich, ohne Quellenangabe so tun als ob es von einem selber stamme, wenn es auch andere Menschen gibt, die viel vernünftiges Zustande gebracht haben.
Auf der einen Seite Autoritäten, Stars, Helden, Vorbilder ... abfeiern auf der anderen
vernünftige Inhalte mit der "Copy/Paste" Keule verächtlichmachen !?
Der Spiegel, der alles zusammen klaubt und meist ohne Quellenabgaben zusammenpappt,
ist deutsches Leitmedium und wird gekauft, gelesen und "nachgebetet."
Auf ein paar Verweise auf online Dokumente, ein paar inhaltliche Mails am Tag...,
reagiert die Mehrheit(sgesellschaft) wie auf 3 verschiedene Flugblätter,
an einem Abend in `ner Kneipe, oder auf `ner Demo - ohne den Inhalt zu kennen:
Es wird gestöhnt und "hab schon so viel" gebrabbelt...
Oberflächlichkeit, Konsumismus, Konformität,...Dummheit...
jetzt kannst du in Anbetracht des Folgenden mal wieder über "Copy/Paste" lästern
oder dich mit den Inhalten auseinandersetzen:
POLITISCHE LITERATUR 09.07.2007 · 19:15 Uhr
Chaos oder Ordnung ohne Herrschaft?
Horst Stowasser über die Anarchie
Das Kompendium "Anarchie! Idee, Geschichte, Perspektiven". beginnt mit dem Satz "Am Anfang war der Zorn" und endet mit der Gewissheit, dass "die Zukunft anarchistisch sein wird". Der Autor Horst Stowasser ist der Bewegung verbunden und gibt sich alle Mühe, bei aller Gewalttätigkeit in der Geschichte des Anarchismus dessen libertäre Seiten in den Vordergrund zu stellen.
Er findet damit Anerkennung auch bei Kritiker Florian Felix Weyh.
....
Zum anderen negiert Stowasser eine ihm offensichtlich unbequeme Fraktion völlig, nämlich die radikalen Anarchokapitalisten der USA, die in ihrer Ablehnung von Staatlichkeit und ihrer Vorliebe für autonome Einheiten durchaus Gesinnungsgenossen sind. Nur in einem einzigen, tadelnden Nebensatz auf 500 Seiten findet deren Haupttheoretiker Murray Rothbard Erwähnung.
Doch auch die Anarchokapitalisten bezeichnen sich als "Libertäre", und wer dem menschlichen Zusammenleben eine "andere Grammatik" jenseits der Staatlichkeit geben will, muss sich mit deren Ideologie auseinandersetzen.
Politische Literatur
Sendezeit: 09.07.2007 19:16
Autor: Barenberg, Jasper
Programm: Deutschlandfunk
Sendung: Politische Literatur
Länge: 42:29 Minuten
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RADIOFEUILLETON: BUCHKRITIK
30.05.2007
Hamburger Hafenstraße (Bild: AP Archiv) Hamburger Hafenstraße (Bild: AP Archiv)
Traum von einer herrschaftsfreien Gesellschaft
Horst Stowasser: "Anarchie! Idee - Geschichte - Perspektiven", Edition Nautilus, Hamburg 2007, 512 Seiten
Neben dem Peace-Zeichen gehört das A in einem Kreis zu den bekanntesten Politsymbolen weltweit: A wie Anarchie. Horst Stowasser ist seit Ende der 60er Jahre Anarchist. Von ihm ist jetzt ein umfangreiches Buch erschienen: "Anarchie! Idee - Geschichte - Perspektiven". Ein Buch, das mit dem Satz beginnt: "Am Anfang war der Zorn."
Hajo Schmück
"Anarchie" - Zur Geschichte eines Reiz- und Schlagwortes
das Leitmedium des Bürgertums und das Schreckgespenst:
26. Juni 2007 ANARCHIE IM NETZ
Die Gratis-Kultur Von Thomas Darnstädt
@ egal
Wie wär's, wenn du deine Enegrgie in die Unterstützung des Squats und reale Aktionen stecken würdest, statt dich in Online-Ergüssen an bestimmten Formulierungen hoch zu ziehen? Aber nein, dafür müsste mensch ja vor die Tür gehen, was den Rahmen 100%-Kopflinks-Sein ja weit überschreitet. Tzzz!
Recht ist ungleich Gerechtigkeit (siehe AJZ)
Klar wird das im kleinen auf die ein oder andere Weise bewusst oder unbewusst in Hennigsdorf praktiziert. Ein hohes Maß an Selbstorganisation (Entrümpeln, Möbel organisieren, Sanieren, Tapezieren, Gestalten, Schutz ...) dazu gelebte soziale und solidarische Gerechtigkeit. Gerechtigkeit zwischen Mittelosen und denen, die etwas haben, zwischen Leuten von vor Ort und Ausserhalb. Die Jugendlichen dort erlernen dort ein hohes Maß an sozialer Kompetenz (innersoziale Konflikte lösen, soziale Kontrolle in den Räumen herstellen und andere Probleme von "Aussen" einschätzen und anzugehen), die ihnen selbst Sozialarbeiter so nicht beibringen könnten. Man kann sagen, das die Meisten dort für ihr Leben lernen und das temporäre Zusammenleben auf engstem Raum zeigt vielen ihre eigenen Widersprüche auf!
Gleichzeitig hat dieses Beispiel eine fatale Aussenwirkung für alle Gegner des AJZ im Oberhavelländischen Hennigsdorf. Das Gelände wird jeden Tag in einen TOP-Zustand wiederhergestellt. Veränderungen am Gebäude sind sichtbar und die Menschen keine Chaoten sondern Liebe Jugendliche, die auf ihre Umwelt eingehen. Nicht Abschottung macht das Projekt so gut, sondern Offenheit und gleichzeitiger Ablehnung der Nazis. So ist dort das AJZ längst nicht nur ein Anlaufpunkt für klassische Linke sondern auch von Leuten, die sich von Linken meistens eher abgrenzen. Ebenfalls ein Hinweis für einen ganz klaren Windwechsel in Hennigsdorf.
In der Stadt machte ich die Erfahrung, das alle immer gleich wussten wer wir sind und in kürzeren Small-Talks viel Glück im Kampf um das Jugendzentrum wünschen und ihren Ärger über die Stadtverwaltung kundtun, alles in allem also recht unterstützenswert. Hennigsdorf ist und wird ANTIFASCHISTISCH! Die Nazis wirken überhaupt nicht mehr so angsmachend wie vor der Besetzung auf lokale Jugendliche, ganz im Gegenteil. Meines Erachtens lehnt jetzt auch ein anderer Teil der Stadt die Nazis offen ab, den Mensch sonst nicht hört. Wir werden sehen was es bringt.