Transpiaktion gegen Genmais

Mon810 - Fresser 09.07.2007 15:39 Themen: Biopolitik Ökologie
Heute Vormittag gelang es KletterInnen der Organisation "Gendreck Weg", vor dem Landwirtschaftsministerium in Berlin ein Transparent mit der Aufschrift "Seid Unkraut im Getriebe! Gegen illegalen Genmais" zu hissen. Nach 2 Stunden beendeten die AktivistInnen die Aktion selbständig.
Seit Jahren wird auf die Gefahren von Gentechnik hingewiesen, aber trotzdem werden gentechnische veränderte Pflanzen angebaut. Die zuerst genehmigte Sorte Mon810 ist jetzt verboten, trotzdem wachsen die Pflanzen immer noch auf den Äckern. Vom 19.-22. Juli gibt es ein gentechnikfreies Wochenende im Oderbruch, welches mit einer Feldbefreiung endet. Infoveranstaltungen dazu gibt's u.a. am Donnerstag, 12.7. um 20 Uhr im Bethanien in Berlin. Mehr Infos auf der Website.
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Ergänzungen

Auch ganz interessant

liLi 09.07.2007 - 21:05
Washington. Die Zahl der erheblich behindert geborenen Kinder ist in der USA stark rückläufig. Wissenschaftliche Untersuchungen stellen diese Entwicklung in engen Zusammenhang mit dem Anbau von gentechnisch verändertem Mais. Das Erbgut des Maises ist so verändert, dass bestimmte Schimmelpilze nicht mehr auf dem Mais wachsen können. Spuren diese Pilzes können bei Ungeborenen zu erheblichen Schädigung des Erbgutes führen. Die Resistenz gegen besagten Pilz hat zur Folge, dass die schädlichen Abbauprodukte sowie der Pilze selbst nicht mehr in die Nahrungskette gelangt. In Gebieten mit besonders hohen Anteil an Gen-Mais ist auch der Rückgang der mit Erbgutschäden geborenen Kinder besonders signifikant. Ein Zusammenhang kann als bestätigt angesehen werden.

Am Ende der Fahnenstange

WALTRAUD SCHWAB 10.07.2007 - 11:35
Initiative Gendreck-weg protestiert gegen Seehofer: Umweltaktivisten kletterten die Masten vor dem Landwirtschaftsministerium hoch und fordern striktere Regelungen gegen genmanipuliertes Saatgut

unternehmerische Freiheit über alles!?

aquanori 18.07.2007 - 10:38
der folgende link führt zur Zusammenfassung eines Interviews mit der Monsanto-Deutschland-chefin, Ursula Lüttmer Ouazane. Ich habe lange nicht mehr so was unsymphatisches gelesen, es ist einfach Wahnsinn, mit welcher Dreistigkeit sie argumentiert, von wegen fanatische Genmais-Gegner sind daran Schuld, dass in irgendwelchen Dörfern die Leute miteinander Streit bekommen oder Kinder in der Schule gemobbt werden! Das zeigt ganz im Gegenteil, in welch mannigfaltiger Art und Weise das agrressive Marketing von genetisch manipuliertem Saatgut Probleme verursacht. Und dann dieser Satz, frei heraus: "Kein Landwirt ist gezwungen, Saatgut von Monsanto zu kaufen, nirgendwo auf der Welt". Welch geschäftsschädigende Äusserung, Frau Ouazane!


 http://www.monsanto.de/newspresse/2007/pdf/MM_Interview_Monsanto.pdf

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Titel der Ergänzung

Dein Name 09.07.2007 - 16:32
"Seid Unkraut im Getriebe! Gegen ILLEGALEN Genmais"

warum seit ihr nur gegen illegalen Genmais. würde man den Mon810 legalisieren währe es also kein problem mehr?

Legal-Illegal

Ikearegal 09.07.2007 - 20:23
Steht denn auf dem Transpi, dass die nix gegen legalen Genmais haben?
Steht denn da drauf, dass die nix gegen legalen Atomstrom haben?
War wohl der Aufhänger.

NO GENTECHNIK!

Ein Krüppelbewegter 09.07.2007 - 21:24
@liLi
Da ist wohl jemand auf der Suche nach dem arisch-perfekten genetischen Mensch - ohne Fehler, sog. Behinderungen, Krankheiten und sonstwas, am besten noch blond und blauäugig...willkommen in der Eugenik des 21. Jahrhunderts. FUCK YOU, ARSCHLOCH!

@ Ein Krüppelbewegter

ein bewegter Krüppel 09.07.2007 - 21:44
Hier geht es doch nicht um genetisch perfekte Menschen, sondern um die Verhinderung von Krankheiten, in diesem Fall Erbgutschäden, die durch Schimmelpilze hervorgerufen werden.
Sei mal nicht so verkrampft ;)

@ Ein Krüppelbewegter

liLi 09.07.2007 - 21:55
Alles klar bei Ihnen? Es geht nicht um den perfekten Menschen. Ich habe, wahrscheinlich im Gegensatz zu Ihnen, ein Kind mit Down-Syndrom. Es ist eine große Freude mit meinem Sohn die Welt erkunden zu gehen, ihm beim leben zusehen zu können. Dennoch wünsche ich wirklich niemandem mit diesem Schicksal leben zu müssen. Jedes Kind ohne Down-Syndrom ist wünschenswert. Ihre hier zur Schau gestellte Menschenfreundlichkeit ist in wirklichkeit nichts als Hass, gegen jeden und alles. Nur weil ich etwas gegen Behinderungen an sich habe, habe ich noch lange nichts gegen Menschen mit Behinderung.
Sie können ja auch mal drüber nachdenken, ob jeder, der den Kampf gegen AIDS unterstützt auch was gegen AIDS-Kranke haben muss?? Wie funktioniert eigentlich Ihr Körperteil über dem Hals? Ich denke gar nicht.
Lass das Sprüche klopfen, denk erstmal nach was Sie so sagen wollen. Ihre Ergänzung empfinde ich als Beleidigung für alle Menschen mit Behinderung sowie Menschen die sich beruflich oder privat mit eben diesen Menschen auseinadersetzen.
Wenn Sie glauben, der richtige Umgang mit Menschen, die an einer Krankheit leiden oder eine Behinderung haben, ist gleich die Glorifizierung der Krankheiten und Behinderungen an sich, bitte... Einen Gefallen tun Sie niemanden!

PS: Arschloch lasse ich mich von Ihnen, ganz offensichtlich einem Menschen, der noch nie länger als 15 Sekunden über sich und die Welt nachgedacht hat, ganz bestimmt nicht.

@liLi

quasimodo 10.07.2007 - 19:22
diese untersuchung möchte ich gern mal sehen. hört sich an wie eine
kurzmeldung aus einer hochglanz-bröschüre der gen-industrie.

interessant?

muss? 11.07.2007 - 00:42
In eigenem Studium leidvoll erfahren, möchte ich nur nochmal daran erinnern, dass mit "wissenschaftlichen" Studien jedes gewünschte Ergebnis erzielt werden kann. Es kommt nur auf die Fragestellung, die Untersuchungsmethodik, die Auswertung etc. an - und das alles hängt von dahinterstehenden Interessen ab. Und diese sind leider in den meisten Fällen profitorientiert.

Was auch noch interessiert

abc 11.07.2007 - 09:45
Denver. Der schulische Erfolg von Grundschülern hat nach dem Genuss von gentechnisch verändertem Mais stark zugenommen. Wissenschaftliche Studien konnten zeigen, dass gentechnisch veränderter Mais die Intelligenz von Schulkindern erheblich steigern kann. In einem Experiment bekamen Kinder der McNamara-Schule in Denver regelmäßig Cornflakes mit einem hohen Anteil an sogenannten Bt-Mais verabreicht. Ihre Schulnoten stiegen daraufhin sprunghaft an. Bei Schulkindern einer anderen Schule im selben Stadtteil änderten sich im selben Zeitraum die Schulnoten nicht signifikant. Diese hatten nur Cornflakes aus konventionellen Mais erhalten. Der Zusammenhang von gentechnisch verändertem Mais und schulischer Leistung kann als signifikant angesehen werden, so der leitende Wissenschaftler Prof. Dr. J.B.Smith jr.

interessant

genom 13.07.2007 - 22:48
bei gentechnisch verändertem mais wird ein stück DNA rausgeschnitten und durch ein anderes ersetzt. dadurch wird der mais widerstandsfähiger gegen schädlinge. das ist jedem kLAR:
Daß aber die pharmaindustrie genau nach dem gleichen schema arbeitet und durch genetisch veränderte stammzellen bereits ein mittel (in der testphase) gegen AIDS gefunden hat ,wissen nur wenige wir greifen hier lediglich der evolution etwas vor....dabei stimmt das nicht mal, denn wir sind teil der evolution..
meine frau forscht in der gentechnik und ich vertraue ihr und wenn sie sagt daß es ungefährlich ist, genmais zu essen , dann habe ich kein problem damit genau das zu tun.
es wird keiner von uns zum monster mit vier augen und drei beinen vom verzehr von mais!


übrigens: 73 % aller bundesbürger glauben NUR! GENmais besteht aus genen.....