Neonaziaufmarsch am 30.6. in Herford
Knapp 100 Nazis kriechen durch Herford
Auch ohne Blockaden brauchten die Nazis rund 4 Stunden für ihre 4 Kilometer lange Strecke. Die Polizei schirmte die knapp 100 Hochleistungssprinter auf ihrer Strecke mit rund 1.000 Beamten und ca. 10 Staatsschützern hermetisch ab.
Das Mengenverhältnis so zugunsten der Nazis gewendet, war es uns heute nicht möglich, den Aufmarsch der Rassisten, Antisemiten und Faschisten aus ganz NRW effektiv zu verhindern. Im Weg standen Bereitschafts- und Bundespolizei, polizeilicher Staatsschutz, Hubschrauber und Reiterstaffeln und machten sich so sehr wohl zu Erfüllungsgehilfen der Nazis.
Aufmarsch-Anmelder Sascha Krolzig hatte Unterstützung von Rhein und Ruhr mitgebracht, unter anderem SS-Sigi B. und seine Borussenfront. Auf die angekündigten 200 Teilnehmer kam der Haufen denn aber nicht annähernd.
Auffällig während der Zwischenkundgebung war vor allem der Umgang der Nazis mit den Beamten des Staatsschutzes. Eine Rangelei zwischen dem abgesetzten Bielefelder Staatsschutzchef Dirk B. (Jetziger Leiter: Peter B. und einem Aufmarschteilnehmer führte zu kurzem Tumult, nicht aber zu dessen Festnahme. Zuvor hatte sich bereits Marco S. mit B. konsequenzlos angelegt. Währenddessen führte Christian M. freundschaftliche Gespräche mit anderen Zivilbeamten.
Kleiner Höhepunkt der Veranstaltung war das Sträflings-Outfit, das Marcus W. wohl in Anlehnung an Ernst Zündels Auftritte in Kanada gewählt hatte. Es erinnerte die anwesenden AntifaschistInnen daran, dass er im kommenden Monat vom Bückeburger Landgericht erneut zu einer Haftstrafe verurteilt werden und diese voraussichtlich unmittelbar antreten wird. Nur ein kleiner Trost angesichts der Tatsache, dass die restlichen Verbrecher noch immer frei rumlaufen und dabei von Teilen der Polizei nach Kräften unterstützt werden.
Zum Ende des Aufmarsches kam es noch zu einem missglückten Versuch der Polizei, die antifaschistischen DemonstrantInnen in die Irre zu führen. So verkündete man dem Versammlungsleiter von Herford gegen Nazis frühzeitig, die Nazis seien bereits weg und würden gar nicht mehr zum Bahnhof gebracht werden. Da die Polizei allerdings keine Anstalten machte, den Bahnhof und angrenzende Straßen wieder freizugeben, war offensichtlich, dass es sich hier um eine Lüge handelte und der größte Teil der AktivistInnen verblieb auf dem Bahnhofsvorplatz.
Ca. 1 Stunde später erreichten die Nazis dann endgültig die abgeriegelten Gleise und zogen Parolen skandierend durch den Bahnhof, der für GegendemonstrantInnen polizeilich zur No-Go-Area erklärt wurde. Machten sich einzelne dieser lautstark bemerkbar wurden sie von BundespolizistInnen aus dem Gebäude gedrängt.
Als schließlich der Bahnhof für den allgemeinen Reiseverkehr wieder freigegeben wurde, ereignete sich noch ein folgenschwerer Zwischenfall:
Aus völlig unverständlichen Gründen, wurde ein einzelner Nazi (Alexandre Jim G., aus Detmold) von 6 BundespolizistInnen in die Bahnhofshalle zum Fahrkartenautomaten begleitet. Dieser genoß offenbar seinen Geleitschutz und stolzierte feist grinsend mit demonstrativem Nationaler Widerstand-T-Shirt durch die ersten völlig verdutzten AntifaschistInnen. Auch zum anliegenden Backshop geleiteten ihn die Beamten. Inzwischen befanden sich rund 60 AntifaschistInnen in der Halle und trauten noch immer ihren Augen nicht.
Die dummdreiste Aktion fand ihren Höhepunkt darin, dass der Faschist sein frisch erstandenes Gebäck nach einem umstehenden Antifa schmiss. Dieser freundlichen Initialzündung folgte das plötzliche und entschlossene Aufrücken der zugegenen AntifaschistInnen, die völlig zurecht die Festnahme des Nazis forderten.
Die Bundespolizisten kamen dieser Aufforderung nicht nur nicht nach, sondern gingen mit der einfallenden Verstärkung dann mit großer Härte gegen die zwar aufgebrachten aber dennoch friedlichen AntifaschistInnen vor. Am Ende standen zwei durch Tonfastöße verletzte (davon eineR schwer) AntifaschistInnen.
Das Résumé des Tages zeigt, dass der Staat derzeit bemüht ist, Naziaufmärsche und -kundgebungen ohne Not um jeden Preis durchzusetzen. Da wir dem Staat derzeit kaum die Machtfrage stellen können, muss der Kampf gegen die umtriebigen Faschisten der Region dringend auch abseits des üblichen Aufmarschtourismus stattfinden. Nur weil diese mittels Aufmärschen versuchen, die Zentren wie Bielefeld, Gütersloh, Minden und Herford zurückzugewinnen, darf ihnen das Hinterland nicht als Rückzugsort überlassen werden.
Es wird in nächster Zeit darum nötig sein, den aufsuchenden Antifaschismus wiederzubeleben und die Nazis dort zu konfrontieren, wo sie sich nicht hinter ihren Erfüllungsgehilfen verstecken können.
Heute ist nicht alle Tage, wir sehen uns wieder - keine Frage!
Auch ohne Blockaden brauchten die Nazis rund 4 Stunden für ihre 4 Kilometer lange Strecke. Die Polizei schirmte die knapp 100 Hochleistungssprinter auf ihrer Strecke mit rund 1.000 Beamten und ca. 10 Staatsschützern hermetisch ab.
Das Mengenverhältnis so zugunsten der Nazis gewendet, war es uns heute nicht möglich, den Aufmarsch der Rassisten, Antisemiten und Faschisten aus ganz NRW effektiv zu verhindern. Im Weg standen Bereitschafts- und Bundespolizei, polizeilicher Staatsschutz, Hubschrauber und Reiterstaffeln und machten sich so sehr wohl zu Erfüllungsgehilfen der Nazis.
Aufmarsch-Anmelder Sascha Krolzig hatte Unterstützung von Rhein und Ruhr mitgebracht, unter anderem SS-Sigi B. und seine Borussenfront. Auf die angekündigten 200 Teilnehmer kam der Haufen denn aber nicht annähernd.
Auffällig während der Zwischenkundgebung war vor allem der Umgang der Nazis mit den Beamten des Staatsschutzes. Eine Rangelei zwischen dem abgesetzten Bielefelder Staatsschutzchef Dirk B. (Jetziger Leiter: Peter B. und einem Aufmarschteilnehmer führte zu kurzem Tumult, nicht aber zu dessen Festnahme. Zuvor hatte sich bereits Marco S. mit B. konsequenzlos angelegt. Währenddessen führte Christian M. freundschaftliche Gespräche mit anderen Zivilbeamten.
Kleiner Höhepunkt der Veranstaltung war das Sträflings-Outfit, das Marcus W. wohl in Anlehnung an Ernst Zündels Auftritte in Kanada gewählt hatte. Es erinnerte die anwesenden AntifaschistInnen daran, dass er im kommenden Monat vom Bückeburger Landgericht erneut zu einer Haftstrafe verurteilt werden und diese voraussichtlich unmittelbar antreten wird. Nur ein kleiner Trost angesichts der Tatsache, dass die restlichen Verbrecher noch immer frei rumlaufen und dabei von Teilen der Polizei nach Kräften unterstützt werden.
Zum Ende des Aufmarsches kam es noch zu einem missglückten Versuch der Polizei, die antifaschistischen DemonstrantInnen in die Irre zu führen. So verkündete man dem Versammlungsleiter von Herford gegen Nazis frühzeitig, die Nazis seien bereits weg und würden gar nicht mehr zum Bahnhof gebracht werden. Da die Polizei allerdings keine Anstalten machte, den Bahnhof und angrenzende Straßen wieder freizugeben, war offensichtlich, dass es sich hier um eine Lüge handelte und der größte Teil der AktivistInnen verblieb auf dem Bahnhofsvorplatz.
Ca. 1 Stunde später erreichten die Nazis dann endgültig die abgeriegelten Gleise und zogen Parolen skandierend durch den Bahnhof, der für GegendemonstrantInnen polizeilich zur No-Go-Area erklärt wurde. Machten sich einzelne dieser lautstark bemerkbar wurden sie von BundespolizistInnen aus dem Gebäude gedrängt.
Als schließlich der Bahnhof für den allgemeinen Reiseverkehr wieder freigegeben wurde, ereignete sich noch ein folgenschwerer Zwischenfall:
Aus völlig unverständlichen Gründen, wurde ein einzelner Nazi (Alexandre Jim G., aus Detmold) von 6 BundespolizistInnen in die Bahnhofshalle zum Fahrkartenautomaten begleitet. Dieser genoß offenbar seinen Geleitschutz und stolzierte feist grinsend mit demonstrativem Nationaler Widerstand-T-Shirt durch die ersten völlig verdutzten AntifaschistInnen. Auch zum anliegenden Backshop geleiteten ihn die Beamten. Inzwischen befanden sich rund 60 AntifaschistInnen in der Halle und trauten noch immer ihren Augen nicht.
Die dummdreiste Aktion fand ihren Höhepunkt darin, dass der Faschist sein frisch erstandenes Gebäck nach einem umstehenden Antifa schmiss. Dieser freundlichen Initialzündung folgte das plötzliche und entschlossene Aufrücken der zugegenen AntifaschistInnen, die völlig zurecht die Festnahme des Nazis forderten.
Die Bundespolizisten kamen dieser Aufforderung nicht nur nicht nach, sondern gingen mit der einfallenden Verstärkung dann mit großer Härte gegen die zwar aufgebrachten aber dennoch friedlichen AntifaschistInnen vor. Am Ende standen zwei durch Tonfastöße verletzte (davon eineR schwer) AntifaschistInnen.
Das Résumé des Tages zeigt, dass der Staat derzeit bemüht ist, Naziaufmärsche und -kundgebungen ohne Not um jeden Preis durchzusetzen. Da wir dem Staat derzeit kaum die Machtfrage stellen können, muss der Kampf gegen die umtriebigen Faschisten der Region dringend auch abseits des üblichen Aufmarschtourismus stattfinden. Nur weil diese mittels Aufmärschen versuchen, die Zentren wie Bielefeld, Gütersloh, Minden und Herford zurückzugewinnen, darf ihnen das Hinterland nicht als Rückzugsort überlassen werden.
Es wird in nächster Zeit darum nötig sein, den aufsuchenden Antifaschismus wiederzubeleben und die Nazis dort zu konfrontieren, wo sie sich nicht hinter ihren Erfüllungsgehilfen verstecken können.
Heute ist nicht alle Tage, wir sehen uns wieder - keine Frage!
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Ergänzungen
schwachsinn
bilder
noep
Medienspiegel
Doch war sie
Mindener Nazi
Ist auch bei der Freiwilligen Feuerwehr Böhlhorst in Minden!!!!!
Situation in Lippe Detmold Siegmeier etc.
Auch Siegmeier ist dort Stammgast wie auch die 2001 Verurteilten Tobias Thomas Budde und Sven Dickmann.(www.hiergeblieben.de oder googlen Sven Dickmann, Tobias Thomas Budde) Antifaschisten berichten von pöbbelein, drohungen sowie fliegenden Biergläsern.
Polizei rückte auf Hilferuf mehrmals an, aber die Besitzerin schaffte die Nazis jedes Mal frühzeitig durch den Hintereingang und stritt die vorwürfe gegen ihren Braunen Laden ab.
Auch das Hausrecht scheinen die Glatzen sich angeeignet zu haben, denn nach Berichten würden Siegmeier und Co. sogar bestimmen können, wer in dieser Bar ein Bier bestellen darf und wer nicht. Einem 18Jähriger Schüler aus Detmold der fälschlicherweise für einen Antifaschist gehalten wurde, wurde sogar das Handy abgenommen als dieser in Richtung der Neo-Nazis ein Foto aufnahm.
Schon 2006 gab es in Detmold einen Nazi Treffpunkt die "Blue Bar" wurde allerdings nach einer erfolgreichen Kampagne der Allen-Pauline zur Nazi-Freien Zone gemacht.
(Nachzulesen auf www.hiergeblieben.de oder einfach googlen Suchbegriffe: Blue Bar Detmold)
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