Israel: Mordechai Vanunu 6 Monate Gefängnis

Guardian 02.jul.2007: Israel jails Vanunu over foreign contacts
Am 02.jul.2007 erklärte ihn ein israelisches Gericht für schuldig, in den vergangenen drei Jahren, Interviews an internationale Median gegeben zu haben»Jemanden zurück ins Gefängnis zu bringen, der bereits 18 Jahre da »gedient« hat bringt Niemanden Freude, es bleibt keine andere Wahl als diesen Schritt zu unternehmen um klar zu machen das die Nation ihre
»Geheimnisse« und seine »Sicherheit« bewahren wird. erklärte der Staatsanwalt Dan Eldad was das Justizministerium verbreitete. Das Satement lautet: »Der Haftbefehl basiert auf der Tatsache, dass der Angeklagte in seinem Gedächtnis als geheim eingestufte information gesammelt hat, welche noch nicht freigegeben wurde und durch die Freigabe könnten die Sicherheitsinteressen Israels Schaden nehmen.«
Herr Vanunu erklärt er möchte eine friedliche Anti-kern-Kampagne betreiben. »Alles was ich möchte ist frei zu sein und das Land zu verlassen« erklärt er.Vanunu erhielt sein 18jährige Freiheitsstrafe, nach dem er der »Sunday Times« von seiner Arbeit als Techniker in Dimona, mit der Bekanntgabe zog er den Schleier der Geheimnisse um das angenommene israelische nukleare Arsenal.
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Ergänzungen
SPIEGEL ONLINE - 02. Juli 2007, 17:10
Israelischer Atomspion muss zurück ins Gefängnis
18 Jahre saß der israelische Atomforscher Mordechai Vanunu bereits im Gefängnis, weil er Details aus dem Atomprogramm seines Landes an britische Journalisten verraten hatte. Jetzt kommt er erneut für sechs Monate hinter Gitter - wegen des Verstoßes gegen Auflagen der Justiz.
Jerusalem - Der israelische Atomspion Mordechai Vanunu muss mehr als drei Jahre nach seiner Freilassung erneut ins Gefängnis. Ein Gericht in Jerusalem verhängte heute eine sechsmonatige Haftstrafe. Die Richter hatten ihn schon im April für schuldig befunden, Kontakt zu Ausländern gehabt und damit gegen Auflagen der Justiz verstoßen zu haben.
Der Atomtechniker saß wegen Spionagevorwürfen 18 Jahre lang im Gefängnis und kam erst im April 2004 frei. Ihm wurde aber unter anderem verboten, mit ausländischen Journalisten zu sprechen oder das Land zu verlassen.
1986 hatte der frühere Techniker der Atomanlage Dimona in der Wüste Negev Informationen über den Reaktor an eine britische Zeitung weitergegeben. Auf Grund seiner Enthüllungen gelangten Experten zu der Einschätzung, dass Israel über mehrere hundert Atomsprengköpfe verfügt. Offiziell hat Israel den Besitz von Atomwaffen bis heute weder dementiert noch bestätigt.
Vanunu hatte schon nach dem Urteil im April erklärt, es zeige, dass Israel keine Demokratie sei. "Ich möchte dieses Land verlassen", sagte er. "Ich möchte frei sein." Seit seiner Haftentlassung 2004 war es Vanunu untersagt, das israelische Staatsgebiet zu verlassen oder ohne vorherige Genehmigung Kontakt mit Ausländern aufzunehmen.
Der heute 52-Jährige habe mehrfach Kontakt zu Journalisten gehabt und versucht, in das Westjordanland zu reisen, befand das Gericht in Jerusalem. Damit habe er gegen die richterlichen Auflagen verstoßen. Zusätzlich zur Gefängnisstrafe verhängte das Gericht eine sechsmonatige Bewährungsstrafe.
"Einen Mann wieder hinter Gittern zu bringen, nachdem er 18 Jahre inhaftiert war, macht niemanden glücklich", ließ die Staatsanwaltschaft über das israelische Justizministerium erklären, "aber für diesen Schritt gab es keine Alternative. Es muss deutlich werden, dass unser Land seine Geheimnisse verteidigt und seine Sicherheit schützt."
In der Vergangenheit hatte der Ex-Atomtechniker mehrmals vergeblich gegen die Beschränkungen der Richter geklagt und in verschiedenen westlichen Ländern erfolglos Asyl beantragt. Er ist zum Christentum konvertiert und betrachtet sich nicht mehr als Israeli.
amz/rtr/dpa/ap
Israelischer Atomforscher Vanunu (bei seiner Freilassung im April 2004): Zu sechsmonatiger Haftstrafe verurteilt
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Israel, Iran und die Atomwaffen — Knut Mellenthin
@Knut Mellenthin — Arthur
@arthur — rumpel
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@ so einen — Arthur
@ Antifa Berlin (wenn dem denn so ist) — Arthur