Protest im G8-Strandkorb
Der Strandkorb des G8-Gipfels in Heiligendamm war am 23.6. Schauplatz einer Protestaktion, bei der als Staatschefs verkleidete DemonstrantInnen die Inhalte der G8-Protestwoche in den Tag der Offenen Tür beim Bundesrat getragen haben.
Noch vor zwei Wochen präsentierten sich in diesem XXL-Strandkorb hinter Gittern die acht Regierungschefs zum Fototermin. Am Samstag setzte sich eine Gruppe von DemonstrantInnen hinein, von denen viele auch in Heiligendamm protestiert haben, und kritisierte den G8-Gipfel mit dem Marie Antoinette zugeschriebenen Zitat „Sie haben kein Brot? So sollen sie doch Kuchen essen!“ Mit diesem Spruch kritisierte tatsächlich Rousseau im 19. Jahrhundert die Ignoranz der Herrschenden gegenüber der Armut. Eine der DemonstrantInnen zur Aktualität des Zitats: „Die G8 sind eine illegitime und scheinheilige Institution. Die VertreterInnen der wirtschaftsstärksten Staaten sind an einer echten Lösung der globalen sozialen und ökologischen Probleme in Wahrheit nicht interessiert. Das zeigt sich auch in diesem Jahr in der Abschlußerklärung des Gipfels, in der er heißt, daß das die Halbierung der eigenen Treibhausgase bis 2050 nur 'ernsthaft geprüft werden' soll. Entgegen allen Beteuerungen im Vorfeld hat sich der Gipfel damit als klimapolitische Nullnummer erwiesen.“
Die Protestierenden waren verkleidet mit Masken der acht Regierenden und trugen T-Shirts mit der Aufschrift „Gefährliche (M)8“. Eine Teilnehmerin erklärt diesen Titel folgendermaßen: „Die G8 sind gefährlich, weil sie auf Kosten des Großteils der Weltbevölkerung weiter eine neoliberale Politik betreiben. So erzwingen sie unter enormem diplomatischen Druck die Öffnung empfindlicher nationaler Märkte für die eigenen hochsubventionierten Agrarprodukte. Dadurch zerstören sie kleinbäuerliche Existenzen im globalen Süden.“
Die Gruppe verteilte an die BesucherInnen des Bundesrats Flugblätter, in denen sie auch die Verhinderung von Technologietransfer und die Verteuerung von lebensnotwendigen Medikamenten durch den Schutz geistiger Eigentumsrechte angriffen. Obwohl die Aktion den Ablauf des offiziellen Programms nicht störte und zwischenzeitlich der Strandkorb für Foto-Wünsche der BesucherInnen freigegeben wurde, erhielten die DemonstrantInnen ein Hausverbot und eine Strafanzeige wegen Verstoß gegen das Versammlungsgesetz. Trotzdem zieht die Gruppe eine positive Bilanz: „Die Aktion war ein Erfolg, weil wir vielen Leuten gezeigt haben: Die G8 sind ein Teil des Problems und nicht der Lösung.“
Die Protestierenden waren verkleidet mit Masken der acht Regierenden und trugen T-Shirts mit der Aufschrift „Gefährliche (M)8“. Eine Teilnehmerin erklärt diesen Titel folgendermaßen: „Die G8 sind gefährlich, weil sie auf Kosten des Großteils der Weltbevölkerung weiter eine neoliberale Politik betreiben. So erzwingen sie unter enormem diplomatischen Druck die Öffnung empfindlicher nationaler Märkte für die eigenen hochsubventionierten Agrarprodukte. Dadurch zerstören sie kleinbäuerliche Existenzen im globalen Süden.“
Die Gruppe verteilte an die BesucherInnen des Bundesrats Flugblätter, in denen sie auch die Verhinderung von Technologietransfer und die Verteuerung von lebensnotwendigen Medikamenten durch den Schutz geistiger Eigentumsrechte angriffen. Obwohl die Aktion den Ablauf des offiziellen Programms nicht störte und zwischenzeitlich der Strandkorb für Foto-Wünsche der BesucherInnen freigegeben wurde, erhielten die DemonstrantInnen ein Hausverbot und eine Strafanzeige wegen Verstoß gegen das Versammlungsgesetz. Trotzdem zieht die Gruppe eine positive Bilanz: „Die Aktion war ein Erfolg, weil wir vielen Leuten gezeigt haben: Die G8 sind ein Teil des Problems und nicht der Lösung.“
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Ergänzungen
Q jurastudent
Gruzß
MW
P.S.: Die Autoren müsstest du ja kennen ;-)
Mehr Fotos von der Aktion
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
frage — funky
antwort — jurastudent
test — tester