Polizei bestätigt eingeschleuste Zivibullen

naja 08.06.2007 14:16 Themen: G8 Heiligendamm Repression
Die Polizei hat bestätigt, dass es sich um den enttarnten vermummten Provokateur um einen eingeschleusten Zivibullen aus Bremen handelt. Dies wirft natürlich ein besonderes Licht auf die Demos. Und es soll den Medien endlich die Augen öffnen, welche Spiele hier ablaufen.
Zur Medienkampagne gegen die G8-Proteste
Die meisten Medien zeichneten von den G8-Protesten durchwegs ein gewalttätiges und abschreckendes Bild. Ein Beispiel dafür ist die Fehlinformation und Manipulation der meistgelesenen Gratis-«Zeitung» der Schweiz «20 Minuten».

Ein Polizist wollte an einer Demonstration am Sonntag in Rostock einen Berner Aktivisten als Steinewerfer wiedererkannt haben, worauf dieser verhaftet wurde. Dieser Vorwurf genügte dem Gratis-Blatt «20 Minuten», um aus dem Aktivisten gleich einen «Krawall-Tourist» zu machen (3.6. bzw. 4.6.). Eine solche Schlagzeiel kommt einer Vorverurteilung gleich und ist weder rechtlich noch journalistisch haltbar.Der Berner wurde inzwischen aus der Haft entlassen. Die Anschuldigungen gegen ihn haben keine Chance.

Doch «20 Minuten» führte die ganze Woche hindurch diese Hetzkampagne weiter. So lautete am Mittwoch die Schlagzeile: «G-8-Gegner: Mit Spritzpistole ätzende Flüssgikeit versprüht». Obwohl bereits zur Zeit der Publikation in diversen deutschen Medien dieses Gerücht als bewusst gestreute Falschmeldung entlarvt worden ist. Davon steht selbstverständlich in der heutigen Ausgabe (7. Juni) kein Wort – im Gegenteil: Obwohl die Blockadeaktionen der G8-Gegner am Mittwoch sehr erfolgreich und friedlich abgelaufen sind und sie mit ihren bunten und kreativen Aktionen die Polizei lächerlich machten, will «20 Minuten» heftige Krawalle am Sicherheitszaun gesehen haben. Und dies obwohl selbst bürgerliche Medien in Deutschland die Gewaltandwendung lediglich bei der Polizei ortete, als sie die zahlreichen Blockaden mit Gummiknüppel, Tränengas, Wasserwerfer und Pfefferspray räumen wollte.

Kein Wort hingegen verlor die Zeitung zu dem Vorfall, dass gestern mindestens ein als Demonstrant verkleideter Zivilpolizist enttarnt wurde. Dieser hatte versucht, andere Demonstranten zu Gewalttaten anzustacheln. Er wollte andere G8-Gegner beispielsweise zum Steinewerfen animieren.

Auch zu den sogenannten «Krawallen» von Samstag in Rostock verbreitete die Polizei Falschmeldungen: Inzwischen wurde bekannt, dass die angegebene Zahl von verletzten Beamten keinweswegs den Tatsachen entspricht. Von den gemeldeten 30 Schwerverletzten Polizisten blieben nach der Recherche von einigen Medien lediglich noch ein Knochenbruch und eine Gehirnerschütterung übrig. Alle anderen Verletzungen bestanden aus blauen Flecken, Verstauchungen usw. und wurden lediglich ambulant behandelt.

Warum wird die «normale» Leserschaft so belogen? Ist es Provokation, gezielte Strategie oder schlicht nur Dummheit?

Heute ist auf Spiegel-Online die offizielle Bestätigung der Polizei zum sogenannten "Zivilbeamten" publiziert worden. Es bleibt zu hoffen, dass dieser erneute Fall den Journalisten, die noch etwas Berufsstolz besitzen, nun endlich die Augen öffnet. Man darf gespannt sein, ob davon nun ebenso breit und ausführlich berichtet wird. Nimmt BILD nun auch die grossen Buchstaben hervor, um solche Provokationen anzuklagen???






Kopie aus Spiegel-Online (Bestätigung der Meldung):


G-8-DEMONSTRATIONEN - Polizei bestätigt Einschleusen von Zivilbeamten

Die Polizei hat den Einsatz von getarnten Zivilbeamten bei Demonstrationen zum G8-Gipfel bestätigt. Der Vorwurf jedoch, dass ein Polizist als agent provocateur Blockadeteilnehmer aufgewiegelt hätte, entbehre jeder Grundlage.

Rostock - Der am Mittwoch von Demonstranten erkannte und angegriffe Beamte sei leicht verletzt worden, erklärte die Polizei in Rostock. "Behauptungen, der Zivilbeamte habe den Auftrag gehabt, andere Blockadeteilnehmer zur Begehung von Straftaten und Störungen anzustiften, entbehren aber jeglicher Grundlage." Seine einzige Aufgabe habe darin bestanden, Informationen über die Planung und Begehung von Straftaten und Störungen zu erheben. Der Einsatz solcher zivilen Kräfte sei Bestandteil der Deeskalationsstrategie und diene ausschließlich der beweiskräftigen Feststellung von Gewalttätern.

Der Zivilbeamte aus Bremen sei in der Blockade an der Galopprennbahn eingesetzt worden, wo ihn Demonstranten aus dieser Region erkannt hätten, erklärte die Polizei. Er sei "angegriffen und gewaltsam aus der Menschenmenge gedrängt" worden. Dem Eingreifen friedlicher Globalisierungskritiker sei es zu verdanken gewesen, dass es nicht zu schwereren Verletzungen gekommen sei.

G-8-Gegner hatten der Polizei vorgeworfen, der in schwarz gekleidete Zivilbeamte, hätte die Demonstranten zum Steinwerfen aufwiegeln wollen. (mehr...) Er habe seine Kapuze nicht abnehmen wollen, sich auch geweigert, seinen Personalausweis zu zeigen, erklärte ein Sprecher der Block-G-8-Gruppe. Als ihm jemand die Maske vom Gesicht riss, sei der Mann von einem Umstehenden als Polizist erkannt worden, erzählt der Sprecher.

Ulf Claassen, Sprecher der Polizei-Sondereinheit "Kavala", hatte gestern dementiert, dass Kavala einen Zivilbeamten eingesetzt habe. "Tatsache ist, dass wir keinen Beamten vermissen, es handelt sich also um keinen Kavala-Polizisten", sagte er. So etwas gehöre seiner Meinung nach auch "nicht in einen Rechtsstaat, das wäre inakzeptabel und unverhältnismäßig". Allerdings sei er über das, was beispielsweise der Verfassungsschutz tue, nicht informiert.

Nachdem die Polizei heute bestätigte, dass ein getarnter Mitarbeiter vor Ort ermittelte, sagte Claasen zu SPIEGEL ONLINE: "Das ist ein neuer Sachstand. Was ich gestern gesagt habe, war gestern zutreffend. Was ich heute sage, ist heute zutreffend." Er bleibe bei seiner Darstellung, dass er den Einsatz von agents provocatuers für verfassungswidrig und unangemessen halte. Aber bei dem Zivilpolizisten habe es sich eben nicht um einen agent provocateur gehandelt.

anr/flo/dpa/ddp
Creative Commons-Lizenzvertrag Dieser Inhalt ist unter einer
Creative Commons-Lizenz lizenziert.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen

Was kommt

nowar 08.06.2007 - 14:31
Die Erklärung, dass der Polizist nur zum Aufdecken von Straftaten da war, wird sicher von den Medien aufgegriffen und damit wird bis auf Randbemerkungen nichts mehr kommen.

Aber was so ein Ermittler eigentlich ermitteln will, wenn alle Demonstranten von tausend Polizisten beobachtet werden, ist doch sehr fraglich.

Die "Zeit" dazu

Ben 08.06.2007 - 14:58
auch die deutsche Wochenzeitung "Die Zeit" hat den Vorfall auf ihrer Internetseite beschrieben:  http://blog.zeit.de/g8-blog/2007/06/08/der-grune-block-im-schwarzen_39

Hoffen wir, dass das alles nicht sang- und klanglos als "Bagatelle" untergeht.

Polizei bestätigt Undercover-Einsatz

Stern 08.06.2007 - 15:54

Presseerklärung der Polizei zu Ziliv-Beamten

surfer 08.06.2007 - 15:57
Hier die offizielle Presseerklärung der Polizei Mecklenburg-Vorpommern:

 http://www.polizei.mvnet.de/index.php?option=content&task=view&id=3941&Itemid=265

Interessant ist, dass die Anstiftung zu Straftaten nicht dementiert wird ... und man fragt sich schon was der letzte Satz bedeuten soll:

"Der Einsatz solcher zivilen Kräfte ist Bestandteil der Deeskalationsstrategie und dient ausschließlich der beweiskräftigen Feststellung von Gewalttätern."

Wir können nur hoffen, dass die Staatsanwaltschaft sich dieses Themas annimmt und endlich Licht ins Dunkel bringt!

Flucht in die Unglaubwürdigkeit

tiamat 08.06.2007 - 15:58
Die Polizei tritt die Flucht nach vorn an.
Angesichts des kursierenden Bildmaterials räumt sie nun ein, dass der schwarz Vermummte ein Zivilbeamter war.
Und - natürlich - sie weist alle Darstellungen zurück, denen zufolge der Bremer versuchte, andere zur Gewalt anzustiften.
Offensichtlich in der Hoffnung, dass vom Beginn der Enttarnungsszene keine aussagekräftigen Bilder existieren, im Bemühen, den GAU zu vermeiden, gibt sie soviel zu wie nötig und beteuert, das sei völlig normal.

Nun gibt es von den Demos genügend Fotos, die Zivilbeamte zeigen, zuweilen polizeitypisch aktiv mit Kontrollen und Durchsuchungen, zuweilen nur beobachtend.
Warum also jetzt diese bemühten Erklärungen, um Normalität zu behaupten?
Das lenkt den Blick erst recht auf die Ungereimtheit und Unnormalität des Ereignisses.

Ein Vermummter also. Inmitten der buntschwarzen Menge einer im vollen Kriegsornat, ein garantiert sehr entspannender Anblick.
Nur im Märchen geht der König mit Krone ins Bett, und dass ein Autonomer Tag und Nacht vermummt sei, auch in Feld, Wald und Wiese, das muss demnach wohl ein Polizeimärchen sein, nächtens auf dem Revier erzählt.

Diese Vollkostümierung könnte als Dummheit oder Masochismus durchgehen - vermutlich wurde der Kollege in seiner Rüstung gesotten wie ein Hummer.
Dennoch ist das allein keine Erklärung für die folgenden Ereignisse.
Wenn der Mensch sich ganz friedlich und unauffällig verhalten hat, wie konnte es derartig zum Eclat kommen? Es muss etwas passiert sein, das ihn in den Mittelpunkt der Empörung gerückt hat.
Was mag das wohl gewesen sein?

Wenn die Staatshüter dafür eine plausible Erklärung hätten, wäre das recht günstig für die Reste ihrer Glaubwürdigkeit.

tiamat

Wie zu erwarten

nowar 08.06.2007 - 16:06
Im ZDF hat der Herr Freiberg von der Polizei erklärt, dass solche Zivis zum Standart der Polizeimaßnahmen gelten (dabei hat das Kavala gestern noch für unmöglich erklärt). Er könne zwar nicht ausschließen, dass der einzelne Beamte zu Straftaten aufgefordert hat, es ist aber unmöglich, dass das nach Anweisungen geschah.
Leider wird das auch nicht zu beweisen sein.
Gut, dass die Medien so an einer Aufklärung von solchen Vorfällen interesiert sind!

also alles wie bisher.

Staatsanwaltschaft prüft Ermittlungsverfahren

ad-hoc-news 08.06.2007 - 16:07

Krawallmacher enttarnt

junge welt 08.06.2007 - 16:23

Mal was zum lachen ...

qwertz 08.06.2007 - 17:04

ZDF - Zeig Deine Fratze

dekonstrukteur 08.06.2007 - 17:45
Wie sich die Szene der Zivi-Enttarnung genau gegenteilig instrumentalisieren lässt demonstriert das ZDF. Während die Rangelei mit dem Spitzel gezeigt wird, lautet der Kommentar: "Einige Demonstanten versuchen Vermummte aus ihren Reihen abzudrängen. 'Zeig dein Gesicht', ruft die Menge, die sich offenbar von Gewalttätern distanzieren will". Oder in einer späteren Version: "Bei Rethwisch kommt es unterdessen zu Auseinandersetzungen zwischen friedlichen Demonstranten und dem Schwarzen Block".
Man muss feststellen, dass es sich hierbei um gezielte Desinformation des Bürgers handelt, um einen klaren Bruch mit der Aufklärungsfunktion, die den öffentlich-rechtlichen Medien in einer demokratischen Gesellschaft zukommt. Absurderweise bezahlt der Bürger seine eigene Manipulation auch noch selbst.


Im Netz unter:
 http://www.zdf.de/ZDFmediathek/inhalt/16/0,4070,5548496-6-wm_dsl,00.html

Oder zum runterladen als Datei (6,7 MB).

Zeuge beschuldigt verdeckten Zivilpolizisten

dekonstruktuer 08.06.2007 - 18:17
SPIEGEL ONLINE - 08. Juni 2007, 17:45

URL:  http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,487554,00.html

Zeuge beschuldigt verdeckten Zivilpolizisten als Aufwiegler

Indizien für undercover Aktionen am 2.6.

tiamat 08.06.2007 - 18:58
"Rostock 2.6. - Simultane Aggression um 15:00 Uhr"

In Text und Bild hier:

 http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/3813329/

willkürliche worte

dekon 08.06.2007 - 19:06
Im Lichte der Spitzel-Affäre, die vielleicht sogar eine "l'affaire d'un agent provocateur" ist, liest sich die Danksagung des Innenministers von MV an die Polizei wie ein schlechter Witz. "Kooperationsbereitschaft" meint wohl das Einschleusen von Zivis. Kommunikationsbereitschaft? Immer nur soviel sagen, wie man notgedrungenerweise zugeben muss. Um der Wahrheit näher zu kommen ersetze man im zweiten Absatz das Wort "angereist" durch "eingesetzt".


Pressemitteilung des Innenministerium M-V

08. Juni 2007

Innenminister Lorenz Caffier dankt allen Einsatzkräften beim G8-Gipfel

(...)

„Die Polizeibeamtinnen und –beamten haben durch ihr professionelles und besonnenes, der Situation angepasstes Handeln dafür gesorgt, dass die Gipfelteilnehmer ungestört tagen und zugleich tausende friedliche Demonstranten ihre Botschaften an die Politik richten konnten“, so das Fazit des Ministers. „Die Kommunikations- und Kooperationsbereitschaft der Polizei, gepaart mit konsequentem Vorgehen gegen Straftäter, haben dazu geführt, dass wir unsere Ziele erreicht haben.“

Leider ist es im Verlauf friedlicher Protestveranstaltungen auch zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen, die der Minister nochmals auf das Schärfste verurteilte. Insbesondere die Ereignisse in Rostock haben deutlich gemacht, dass Gewalttäter aus dem Schutz friedlicher Versammlungen heraus ihre Straftaten begehen und auch nur zu diesem einzigen Zweck angereist waren. Die große Mehrheit der Gipfelkritiker und ihrer Sprecher haben sich nach den Ereignissen vom 2. Juni öffentlich und glaubhaft von jeder Form gewaltsamen Protestes distanziert. Das ist eine neue Qualität gegenüber allen bisherigen G8-Treffen.

(...)

 http://www.polizei.mvnet.de/index.php?option=content&task=view&id=3944&Itemid=265

1984

-- 08.06.2007 - 19:55
"Das ist ein neuer Sachstand. Was ich gestern gesagt habe, war gestern zutreffend. Was ich
heute sage, ist heute zutreffend." (Polizeisprecher zu Spiegel Online)

Polizei = Ministerium für Wahrheit. oder was?

agent provokateur

tom j. 08.06.2007 - 20:34
schlimm.
zivile polizisten provozieren gewalt..
haette nicht gedacht dass so etwas in unserem heutigen land noch vorkommt.

am rande; noch bis in die 80er jahre hinein war das leider normal.

ich habe es etwa 1986 (damals als bildjournalist) selber erlebt; demo in hamburg (hafenstrasse): die demo bewegte sich auf eine massive polizeisperre zu, etwa 30m vor der sperre brachen mehrere schwarz-vermummte aus den ersten reihen, stuermten auf die sperre zu und riefen "los! durchbrechen!" - und zogen dadurch andere mit, mitzulaufen. insbesonders leute aus den folgenden reihen liefen hinterher - ohne eigentlich sehen zu koennen was in der ersten reihe genau los war. ich stand am strassenrand genau zwischen erster reihe und der polizeisperre, etwa 3-5m entfernt, und konnte genau verfolgen was dann passierte.
etwa 4...3m vor erreichen der sperre riefen die ersten "demonstranten" den polizisten der sperre etwas zu, und zu meiner grossen verwunderung wurden diese schwarz-vermummten durchgelassen. die folgenden demonstranten wurden dann aufs schwerste mit schlagstoecken niedergeschlagen.

eigentlich hab ich nach all den jahren von "zivilem widerstand" zum erreichen einer humaneren gesellschaft, wie auch nach raf und rz und 2.juni... heutzutage (knapp 50 jahre) echt die schnauze von all dem scheiss voll.

also, zurueck zu "buerger beobachten die polizei" - und lasst euch nicht zur gewalt provozieren. gegen rueckfall ins mittelalter!

tom
(ex EA gorleben, startbahn, haeuserkampf..)

Überrascht?

BB 08.06.2007 - 22:32
Bildung hilft! Der Lockspitzel , oder Agent Provokateur ist ein konstitutiver Bestandteil des bürgerlichen Polizeiapparates und lässt sich bis zum Anfang seiner Geschichte zurück verfolgen. Lesetipp: Foucault- Überwachen und Strafen.

Motiv der Eskalation

bla 09.06.2007 - 09:06
Da die Frage nach dem Motiv für die Eskalation aufgekommen ist; Eskalation führt zu Gewalt und damit zu Traumatisierung. Verschiedenene Menschen reagieren darauf unterschiedlich, die meisten lassen sich abschrecken und die anderen radikalisieren sich. Die Mächtigen haben ein Interesse daran eine Bewegung in eine radikale Minderheit und einen verängstigten handlungsunfähigen Rest zu spalten. Nebenbei lassen sich dadurch auch Einschränkungen der Rechte aller Bürger viel besser verkaufen.

DIE WELT als Zeugin

Ticker 09.06.2007 - 10:47
Tatsache, alles nichts Neues. Kein Grund es einfach hinzunehmen. Weiterer Belege finden sich sogar in der WELT, die ja bekannt ist für ihre Systemfeindliche Haltung. Hier taucht nebenbei die WELT Journalistin als Zeugin des Vorfalls auf.



 http://www.welt.de/politik/article930215/1_Gipfel_8_Politiker_16.000_Polizisten_1060_Festnahmen_-_davon_140_fuer_laengere_Zeit.html

Ticker – Tag 3

+++ Rostock, 12.53 Uhr +++
Die Polizei hat den Einsatz von getarnten Zivilbeamten bei Demonstrationen zum G-8-Gipfel bestätigt. Der am Mittwoch von Demonstranten erkannte und angegriffe Beamte sei leicht verletzt worden, erklärte die Polizei weiter. „Behauptungen, der Zivilbeamte habe den Auftrag gehabt, andere Blockadeteilnehmer zur Begehung von Straftaten und Störungen anzustiften, entbehren jeglicher Grundlage. Seine einzige Aufgabe bestand darin, Informationen über die Planung und Begehung von Straftaten und Störungen zu erheben.“
WELT-ONLINE-Reporterin Freia Peters berichtete am Mittwoch von dem Vorfall. Ein schwarz gekleideter Vermummter stachelte zum Steine werfen auf. Schnell wurden die Demonstranten skeptisch, er war perfekt gekleidet. „Das ist ein Zivilbulle!“ rief einer. Hunderte rannten auf ihn zu und riefen „verpiss Dich!“, einige sammelten Steine im Kiesbecken der Molli-Bahn und zogen ihre Vermummungen hoch. Block-G-8-Aktivist Henning Obens rannte mit seinem Megafon herbei und sprach den jungen Mann an, wo er herkommen würde und wie er hieße, doch er blieb stumm während die Menge tobte. Zeitgleich marschierte eine Hundertschaft von Süden auf die Straße in Richtung Zaun vorbei an den Blockierern. Obens schützte den Vermummten mit seinem Körper und zerrte ihn zur Polizei. Dort wurde er von den Beamten in Empfang genommen und hinter die Polizeisperre gezogen.

Wie schützt sich eine Demo vor Prokateuren?

undercoverbuster 09.06.2007 - 16:13
Provokateure verschiedener Art gehören zu einer Großdemonstration dieser Art ebenso wie der Regen zum Regenwald.
Einen wirklichen Schutz gegen Provokateure bietet nur ein gut organisierter Ordnerdienst, zu dem Demonstrationsveranstalter sogar verpflichtet werden können.
Doch wie organisiert man einen Ordnerdienst und wie soll ein solcher agieren?
Interessanter Text hier:
 http://nemetico.myblog.de/nemetico/art/5098526/Lehren_aus_Rostock_und_Heiligendamm

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 18 Kommentare

Nachtigall, ick hör dir trapsen ...

Bernd Kudanek alias bjk 08.06.2007 - 14:55
... typisch, nur zugeben, was sich partout nicht mehr verheimlichen läßt
... die neueste Aussage - weitere folgen mit Sicherheit - des KAVALA-Polizeisprechers ist ungefähr so glaubwürdig, wie einst der angeblich nie erfolgte Schießbefehl an den DDR-Grenzen
... klar ist doch, daß die Undercover-Bullen unter enormen Druck durch ihre Einsatzleitungen stehen, auf Deuwel komm raus Politik und Einsatzleitung genehme "Erfolgsmeldungen" bringen zu müssen
... einige prügelgeile, wie z.B. die berüchtigten Berliner Schlägerbullen, brauchen dafür kein Augenzwinkern durch ihre Vorgesetzten, die zoffen aus Spaß am Losprügeln
... der Bremer Undercoverbulle wird sich jetzt einiges anhören müssen, weil er sich dämlicherweise hat erwischen lassen, während seine KollegInnen entkommen konnten - Mitleid brauchen wir da aber keines zu haben
... er wird das Bauernopfer sein, den Psycho-Schäuble und seine Staatsterroristen ggfs. (schein-)entrüstet abservieren werden um selber als Saubermänner dazustehen
... gerade Schmiergeld-Schäuble hat ja darin mehr als ausreichend Erfahrung - er ist nämlich trotz kriminell anrüchiger Machenschaften Minister geworden!!!

bjk
ALG II-Unterschichtler
Forum:  http://freies-politikforum.carookee.com

Es ist allerhöchste Zeit, Art. 1, Abs. 1 und Art. 20, Abs. 4, GG, Geltung und Wirkung zu verschaffen!

Friedlichen Protest kaputt gemacht!

Tim 08.06.2007 - 15:08
Ich finde es eine Schande für die "Move against G8 Bewegung", dass es seitens einiger Chaoten (damit ist nicht die Polizei gemeint)zu Auschreitungen kam und dabei friedliche Demonstranten und die Sicherheitskräfte verletzt wurden. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema Globalisierung und deren Folgen war ab dem Zeitpunkt nur noch bedingt bis gar nicht mehr möglich. Wir sollten uns alle schämen, dass es soweit gekommen ist.

@Tim

nowar 08.06.2007 - 15:15
Ich glaub du hast noch nicht den Artikel gelesen.
Die Staatsmacht war an diesen Bildern interesiert.
Es war also fast nicht möglich ohne irgendwelche Randalebilder am Samstag zu demonstrieren!

Tim der gute Polizist

Hans 08.06.2007 - 15:35
Lieber Tim,

du scheinst es immer noch nicht verstanden zu haben... Stell Dir doch selbst mal ein paar Fragen:

1. Wer hatte denn ein wirkliches Interesse an den Ausschreitungen? Am meisten profitiert hat die Polizei, die dem BVerfG damit brühwarm die achso gefährlichen G8 Gegner unter die Nase reiben konnte...

2. Wenn als Vermummte verkleidete Bullen innerhalb der Blockaden zu Gewalt aufstacheln, glaubst Du ernsthaft, die waren nicht auch am Samstag im Einsatz?

3. Die KAVALA streut seit Beginn des Gipfels bewusst Lügen in die Presse, glaubst Du denn das die so schlecht informiert sind?

4. Zieh Deine Uniform aus, und lern` nen anständigen Beruf.

Wie naiv...

08.06.2007 - 15:57
...seid ihr eigentlich? Es ist doch landläufig bekannt, dass bei den Demos immer Greiftrupps der Bullen unterwegs sind. Das ist weder neu noch was besonderes. Der Unterschied hier ist, dass mal einer erkannt wurde. Na und? Einer von bestimmt mehr als 30, die da ihr Werk verrichten. Ob die Geschichte mit dem Agent Provocateur stimmt, wird sowieso niemals jemand erfahren. Die Polizei wird dementieren, jeder 2. Gipfelkritiker stand genau daneben, als dieser Zivilbulle angeblich zum Steineschmeissen aufgerufen hat. Es ist wie immer: Die Wahrheit stirbt zuerst. Übrigens: Ich glaube den Scheiß nicht, dass er zum Steine schmeissen aufgerufen hat.

wer hat eigentlich noch ein...

egal 08.06.2007 - 16:31
interesse gehabt, dass es zu gewalttätigkeiten am zaun kam?
der staat sicherlich nicht mehr, denn am wochenende hat die "böse fratze des schwarzen blocks (hooligans)" ihm bereits die passenden bilder geliefert, die er brauchte.
er (der staat) musste keinen mehr draufsetzen, es wäre unnötig!
ich kann damit nicht ausschließen, dass einzelne polizisten mal auch ihr eigenes ding machen, aber das auftreten war viel zu plump und diletantisch, als das es jemals zum erfolg führen konnte! ich halte den staat für durchaus kompetenter (blöder begriff) in diesem bereich!

wer hätte noch ein interesse gehabt?
nun,... ich denke es könnten genau die schwarzen hools gewesen sein, die eine möglichkeit suchen, sich für ihren scheiß am samstag in rostock aus der affäre zu ziehen.
schnell noch nen doofen polizisten gesucht (die waren übrigens sehr einfach auszumachen, aber offensichtlich nicht für alle ;-)), dann noch schnell ein gerücht in die welt gesetzt und...
man höre und staune, die polizei hat die sache am samstag in rostock selbst angezettelt...
so einfach ist es..., naja, aber nur, wenn man jeden scheiß auf indy glaubt!

@ X²

... 08.06.2007 - 16:44
ich gebe dir recht. natürlich war es auch so, dass ausnahmslos alles schwarz-blockler friedlich demostrieren wollten..... nur diese verdammten agents sind an allem schuld.

spaß (?) bei seite. wir werden es zwar nie erfahren aber wenn die sache so stimmen sollte, ist es eine schweinerei. trotzdem trifft die schuld ausnahmslos der schwarze block. ich kenne aus der anti-castor-zeit selbst noch genügend leute, denen es völlig egal war, was in dem behälter transportiert wurde, hauptsache etwas "riot". und so ist es auch fast immer in hamburg.

natürlich werden mich jetzt wieder ein paar als fascho oder idioten abstempeln. aber jeder der etwas ahnung hat, weiss dass ich nicht ganz unrecht habe.

also hört auf so zu tun, als wäre der sonnabend ohne diese bullen friedlicher verlaufen.

PK der Polizei auf Phoenix

nowar 08.06.2007 - 17:06
1. Der "Polizeiführer" (so wurde er anmoderiert) bedankt sich bei den Medien, dass sie das rübergebracht haben, was die Polizei ihnen gesagt hat.!

Aha

Folgt mir, ich bin der Fuehrer

Stef 08.06.2007 - 18:00
Nur weil mir einer ins Ohr flüstert: "Komm, wenn ich nen Stein schmeisse, schmeisst Du auch nen Stein!", mache ich es trotzdem nicht, wenn ich nicht sowieso mit einem ähnlichen Vorsatz zur Demo gekommen bin.

Aber klar: Der Zivi hat vorher auch die Steine und Feuerwerkskörper verteilt.

Richtigstellung der Polizei

Beobachter68 08.06.2007 - 18:35
Die Polizei Mecklenburg-Vorpommern möchte sich bei den Bürgern für eine Falschmeldung und die Verwirrung darum entschuldigen und diese berichtigen. Hies es noch gestern bezüglich des Einsatz von Zivil-Beamten: "Der Einsatz solcher zivilen Kräfte ist Bestandteil der Deeskalationsstrategie und dient ausschließlich der beweiskräftigen Feststellung von Gewalttätern."
muß dies heute korrigiert werden, handelt es sich dabei doch um eine böswillige Verleumdung aus dem linken Spektrum. Die richtige Pressemitteilung lautete natürlich: "Der Einsatz solcher zivilen Kräfte ist Bestandteil der Eskalationsstrategie und dient ausschließlich der Anstiftung beweiskräftiger Gewalttaten." Wir bedanken uns bei der Bevölkerung für das blinde Vertrauen und wünschen einen weitherhin realitätsfernen Aufenthalt im Überwachungsstaat Ihre Wahl.

@Tim - im Friedfertigkeitsrausch

kotz 08.06.2007 - 19:01
@Ach Tim im Friedfertigkeitsrausch
Wer so wie Du ganz besoffen von der eigenen Friedfertigkeit ist, und andere noch animiert, sich absolut friedlich vom Staatspparat verprügeln zu lassen, auf dem trifft der SAtz zu:
Nur die dümmsten Kälber, wählen ihre Schlächter selber. Aber Dich kann schlachten wer will: Tim bleibt friedlich!
Irgendwas müssen Wahl/WEED & Co den zahlenden Besuchern in den ATTAC-Sommercamps ins Veganer-Essen schützen.
So viel geballte devote Friedfertigkeit ist ja schon nicht mehr natürlich! Oder drücken die Indy-Zensoren alle militanten Äußerungen durch die Zensur!
Wir bleiben links, wir bleiben friedlich!

Check your paranoia

monsen 08.06.2007 - 19:10
Wir hams ja immer geahnt auf jeder großen Demo, die ich besucht hab ging die Mähr vom agent provocateur. Und nun haben wir vielleicht den Beweis - wie schon vorher gesagt: wenn man nur Infos will, tarnt man sich auf andere Weise: ungewaschen und unausgeschlafen zu sein wär wahrscheinlich die beste gewesen ;) Wer Polizisten in solcher Weise einschleust hat anderes vor. Ich bin alles andere als paranoid, aber die Geschichte stinkt einfach und ich hoffe inständig, dass solche Praktiken endlich auffliegen und verurteilt werden.

Kritisches Denken

Adam Weishaupt 09.06.2007 - 00:59
Gleich vorweg: Sollten Beamte tatsächlich als Agent Provacateurs aufgetreten sein [und nicht nur als verdeckte Ermittler, was in der Tat niemanden vom Hocker zu reißen braucht], ist das verurteilenswert und wirft ein schlechtes Licht auf das Vorgehen der Polizei. Bislang liegen dazu aber keine Beweise vor - wenn der hier beschriebene Beamte sich beim angeblichen Hetzen tatsächlich so auffällig verhalten hat, sollten doch bei der Omnipräsenz von digitaler Medientechnik (sowohl bei Protestierenden wie Medienvertretern) durchaus Bilder/Videos vorliegen...

Dennoch werden in der gegenwärtigen Debatte gerne zwei Aspekte unterschlagen:

1.GEÜBTE SOLIDARITÄT MIT DEN HOOLIGANS DES SCHWARZEN BLOCKS:
Spannend, wie hier auf Indymedia in den ersten Tagen nach den Rostockausschreitungen soviele so laut und vehement die Gewalt des schwarzen Blocks als militante aber notwendige Protestform verklärt und verteidigt haben - um jetzt exakt die gleichen Handlungen als von polizei-initierte Maßnahmen zu verurteilen... Diese 'Argumentation' ist ebenso so süß wie dumm.

2.PROVOKATION VS. GESUNDER MENSCHENVERSTAND
Zugleich ist es traurig, was hier mitunter für ein Menschenbild von Protestierenden entwickelt wird, die sich doch nach eigenem Verständnis unter dem Banner von Freiheit, Selbstbestimmung und Demokratie bewegen: Selbst wenn die Polizei durch Lockspitzel zu Gewaltanwendung und Aggression aufgefordert hat, sollte dies doch wohl hoffentlich nicht bedeuten, dass die armen unmündigen Mitdemonstranten gar nicht anders können, als mit zu kloppen... Unfrei und gesteuert können sie sich nicht gegen die Aufforderungen verwehren und greifen dressierten Hündchen gleich zum nächstbesten Stein? Ausgerechnet die, die dort in Heiligendam für Freiheit und Selbstbestimmung protestieren, sind nicht in der Lage, sich der vermeintlichen Provokation durch den Staat zu widersetzen? Ein wahrlich trauriges Bild und schwachsinnig obendrein. Wer Randale machen will, der braucht dazu keine Polizei. Wer keine machen will, den locken auch die angeblichen Agent Provocateurs nicht.

Noch abstruser wird es freilich, wenn man sich in der niedlichen Vorstellung verliert, der um die ca. 3000 Mann starke schwarze Block habe zu 100% aus Polizeispitzeln bestanden...

Chemische Flüssigkeiten

Roland Ionas Bialke 09.06.2007 - 01:07
Das "chemische Flüssigkeiten" verspritzt worden waren wurde vom Sprecher der Polizeieinheit Kavala in Interviews verbreitet. Dabei sei angemerkt, dass chemische Flüssigkeiten auch Wasser sein kann. Hingegen haben eben diese Polizisten ätzende Chemikalien auf Demonstranten geprüht, beispielsweise CS-Gas.

Hallo

allerseits 09.06.2007 - 02:50
Ist ja nun gut. Nachdem ihr es mal wieder geschafft habt, allen kritischen/selbstkritischen Stimmen hier niederzureden (argumentieren war es nicht!), möchte ich noch was nachschieben, auch wenn dann sicher bald jemand eine neue Seite öffnet!! Wie hier einige und früher auch formuliert haben, steht der schlüssige Beweis aus, dass Einsatzleitung und Politik ein Interesse an Eskalation und damit Agente Provocateurs hätten! Der Einsatz von Zivibullen ist immer noch normal und nun mal nicht zu ändern. Dass es da Leute gibt, die aus dem Ruder laufen (auch das war bei den "Sicherheitsorganen" in der Geschichte spätestens seit den Römern immer so), sollte nicht verwundern, sondern vielmehr gerade Anlass dazu bieten, über den Sinn und Erfolg von Militanz nachzudenken. Es bleibt dabei: zur "Provokation" gehört immer jemand, der so dumm ist, sich provozieren zu lassen. Sich von irgendwas provoziert zu fühlen oder das als Argument ins Feld zu führen, ist nichts weiter als rechtfertigung für die eigene Dummheit, die eigene Arroganz oder eigene Gewaltgier. Und auch wer jetzt mit Verweis auf Foceault, die 80er, Genua... sagt, das war schon immer so, verkennt, dass er selbst eben nicht lernfähig ist, denn Team Green ist es bei aller systemimmamenter Konfusion, die so ein Megaeinsatz mit sich bringt, gewiss, und die sind fähig, aus Erfahrungen zu lernen, und sie werden das die nächsten Wochen ausführlich tun, denn das ist ihr Job! Unsere "Linke" (die sogenannten "Aktivisten", mittlerweile eine abgekatschte sinnentleerte Formel, die "Autonomen"...) sitzt genau dem ach so deutschen Fehler auf, den Gegner oder das, was man dafür hält, einesteils zu verniedlichen und anderenteils zum Monster aufzubauschen. Auf diesen "urdeutschen" (??) Fehler und seine Folge, auf jeden Fall auf die Fresse zu fliegen, haben mich neulich mal Engländer aufmerksam gemacht. Bei aller Militanzdiskussion sollte den kritischeren Geistern einmal aufgefallen sein, dass 1) neben den spektakulären Bildern (Green Peace) sowohl in den öffentlich-rechtlichen Sendern als auch in den "bürgerlichen" Zeitungen ohne Bildniveau eine gelassene, positive Berichterstattung über die friedlichen Aktionen nach dem 2.6. dominierte, 2) es ziemlich permanent immer nur das eine Tor war, wo Demonstranten unangenehm oder rískant auffallen mussten und Bullerei natürlich genau dort gerne reinlangte. "Kollateralschäden" auch an anderen werden natürlich prompt ausschließlich der Bullerei angehängt, obwohl sie den "Aktivisten" hätten bewusst sein müssen. Aber wahrscheinlich ist das Manchen egal, war ja nicht ihr Augenlicht, und wenn das jetzt gegen Bullerei verwendet werden kann, umso besser! Andererseits blieb die andere Blockade mehr oder minder unbehelligt. Natürlich geht jetzt die Fragerei los, welchen Erfolg diese friedliche Blockade hatte. siehe 1). Gegenfrage an die Anderen: Habt ihr mehr gegen die Konsequenzen der Globalisierung (nur mal eben so: AIDS, Afrika, Konflikt Russland-USA, Klima... waren ein notwendig kritisierter Scheißkompromiss, aber eben immer noch vermutlich Hunderttausende Kompromiss, aus dem eher was wachsen kann, als wir die Weltrevolution haben.

Verschwörungsspinner

A-deutsch 09.06.2007 - 05:07
Hört auf mit diesen Scheiß Verschwörungstheorien.

Selbst wenn das Bullen waren ist es vollkommen falsch sowas
zu thematisieren, führt letztlich nur zu Personalisierungen.
Und hinterher waren's wieder die Juden.

Ich krieg echt das kotzen was ich hier alles so lese, und Leute
davon halten sich auf noch für links.

Und wenn ich schon Strategie der Spannung höre, genau.
"Die Herrschenden" haben nichts besseres zu tun, als sich zu
überlegen, wie sie ihre Herrschaft aufrecht erhalten können und
daher solche Maßnahmen ergreifen?
Wie lächerlich ist das denn.
Es geht gegen das System und nicht gegen die herrschende "Klasse".

Lieber kämpfe ich mit "Kapitalisten" gegen das System als mit diesen
ganzen "Antikapitalisten" die letztlich nur verkappte Antisemiten sind,
und behaupten, daß Menschen für das was sie tun, auch noch verantwortlich wären.

Dabei sind die Strukturen verantwortlich und nicht die Leute, die sie umsetzen.

Das sollte doch wirklich jedem klar sein, der sich mit dem Nationalsozialismus
beschäftigt hat. Der Kollektivschuld-These liegt somit auch eine sehr fortschrittliche
Auffassung zu Grunde, nach der alle (oder keiner) Schuld sind, und somit dem
Struktur-/System-Charakter Rechnung trägt.

Niemand hat eine besondere Schuld, weder Bush, Merkel oder die hier eingesetzten
Bullen.

Also, endlich Schluß mit dieser Verschwörungsscheiße, sonst kommt gleich noch
daß Bin-Laden nicht Schuld für den 11.9. war, oder das die Mondlandung gefaked war
und all der Scheiß.

Unterschied

BB 09.06.2007 - 12:21
Ich unterscheide zwischen Verschwörungstheorien und Verschwörungen. Verschwörungen gab es wie das Stauffenbergattentat zeigt. Und es ist ja nicht das erste mal das in der BRD
eins staatlicher Provokateur auffliegt(Krefelder Krawalle). Je größer jedoch die Unbekannten werden so größer ist die Wahrscheinlichkeit das diese auffliegen. Die sogenannte Deliquenz ist nun mal systemimamnent und muss nicht an Personen festgemacht werden. Und aviele Fälle aktenkundig vorliegen eben auch empirisch anchweisbar und bar jeder Spekulation.

an hallon allerseits: es gab lernen

ruth 09.06.2007 - 14:15
Hallo
"hallo allersiets"

ich finde Du schreibst gut und bedenckenswert. Ich bin genau aus dem grund, weil das alles am sa. in der Schacht schon erkennbar war gefahren: ich wollte nicht
dem staat dienen unfreiwillig, weil es zu chaotisch erschien. Ich habe von hier zu hause aus versucht mit zu reden und habe nen Ratschlag für die demo in Li chtenhagen gegeben, weil ich befürchtete, dass es dorten ansonsten leicht zu nem Toten hätte kommen können Und: ich weiß und d schen nich tso einzuschätzen, ob es hier wie den Italienern auch gehen kann:

da merkte Mensch bei der 1 Mio Antikriegsdemo in Florenz, ,dass die Leute auch eine gesunde Schahm darüber zum kollektiven Lernen brachte: eine kollektive linke Schahm darüber, dass bei ihren Protesten jemand gestorben war, selbst wenn das die Gegenseite war, die dafür verantwortlich war. Ich finde das ist was einem zeigt, das es l inker Widerstand ist, dass diese Schahm möglich ist und keine Verrohung total greifft.

ich habe mich hier soooooo gefreut als ich auf Indy über die Aktion des nackten Blockes las, die die Leute für Lichtenhagen erfunden haben : da war das lernen mit dem herzen: Leute ich leieb euch dafür !!

es gibt also ein Lernen und das mus vielfältig weiter gehen, auch wenn einige Gestalten scheinbar mit den männlichen Rollenerwartungen, mit denen sie roboterartig geimpft sind durch das Kapriarchat, dazu noch nich tin der Lage zu sein scheinen.

grußchen

ruth