Kolumbien: Cauca-Uni, Repression!

Menschenrechtsnetz kolumbianischer Südwesten 03.06.2007 08:48 Themen: Repression Soziale Kämpfe
Die G8 wurden u.a.konzipiert um Strategien gegen das Aufbegehren des Südens zu entwickeln. Die Auswirkungen zeigen sich z.B. in der aktuellen Eskalation an den kolumbianischen Universitäten. Aufruf zum Proteste artikulieren und senden....
DRINGEND: BRUTALE REPRESSION GEGEN DIE STUDENTEN/TINNEN DER CAUCA-UNIVERSITÄT
Von: Red DH "Francisco Isaias Cifuentes" ( Menschenrechtsnetz des kolumbianischen Südwestens );  redfcifuentes@gmail.com
31.Mai 07
Die Polizei hat mit Blut und Feuer den Campus der Cuca-Universität eingenommen
Ungefär 200 Polizeieinheiten stürmten, einer präsidentialen Order Folge leistend, das Unigelände, zerstörten Einrichtungen und griffen die dort befindlichen StudentInnen an, die seit dem 09.Mai eine Besetzung innerhalb der Universitätsgebäude aufrechterhalten. Damit protestierten sie gegen die verantworungslose und schädliche Staatspolitik, welche die öffentliche Bildung in Gefahr bringt. Diese Politik hat während der letzten Monate ( ähnlich wie zu Beginn der Erhebung in Oaxaca ) bereits tausende Mitglieder von öffentlichen Bildungseinrichtungen in ganz Kolumbien mobilisiert ( siehe hierzu auch:  http://de.indymedia.org/2007/05/175695.shtml )

WAS PASSIERT IST: ESMAD GREIFT ERNEUT UNIS UND STUDENT/INNEN AN

An die Nationale und Internationale Gemeinschaft
Die friedliche Universitätsbesetzung der StudentInnen am Hauptsitz der Cauca-Universität, im Südwesten Kolumbiens, Dpt. Cauca, Popayan, ist von den Mobilen Aufstandsbekämpfungsschwadronen ( ESMAD ) brutal attackiert worden.
Die Besetzung der Universität hat den Charakter einer studentischen Generalversammlung an der Cauca-Universität. Diese Generalversammlung hat im Verlauf der Besetzung stets einen offenen und ehrlichen Verhandlungswillen bekundet und zu diesem Zweck eine SprecherInnenkomission gebildet, die über die Forderungen der StudentInnenschaft verhandeln sollte. Die Komission akzeptierte die und nahm Teil an der Bildung einer Annäherungskomission für Gespräche mit der Universitätsdirektion über den Präsidenten des Höchsten Unirats, dem Rektor und zwei delegierten VermittlerInnen der öffentlichen, sozialen und gewerkschaftlichen Organisationen des Cauca; ebenso wurde die Involvierung des Ombudsmannes in die Annäherungskomission akzeptiert.

29.MAI 07
Auf Anforderung des Höchsten Unirats fand am Morgen eine Versammlung der erweiterten Annäherungskomission unter Teilnahme von vier Mitgliedern des Höchsten Rats und einer Komission von zwanzig SprecherInnen der StudentInnenversammlung, des Ombudsmanns, einer geladenen Person der Procuraduría und einem Delegierten der VermittlerInnen der öffentlichen, sozialen und gewerkschaftlichen Organisationen des Cauca statt.
Auf dieser Versammlung wurde der Charakter der Universität als autonomer Raum des Denkens und der Diskusionen unterstrichen; gegenseitiger Respekt der Parteien gefordert; die Annäherung als Kompromiss hervorgehoben, der beinhaltet, dass es keine direktive Befugniss zur Räumung der Besetzung gibt und dass es eine politische Entscheidung der Parteien zur Bildung einer Dialogrunde geben muss, die am 30. Mai während einer Versammlung der erweiterten Annäherungskomission stattfinden sollte.

30. MAI 07
Am Nachmittag wurde den StudentInnen seitens der Universitätsdirektion mitgeteilt, dass der Höchste Rat den Versammlungstermin auf den Morgen des 31. Mai verschoben hatte. Ein paar Stunden später überbrachte der Chef dr Gebäude der Cauca-Uni, VICTOR HUGO RODRIGUEZ, Pläne der Fakultät für Sozial,- und Humanwissenschaften über die voraussichtliche Anforderung von staatlichen Sicherheits,-und Repressionsorganen.
Zwischen 21:00 und 22:00 forderten Mitglieder der Nationalpolizei die Freiwillige Feuerwehr des Cauca an, von er sie sich Leitern ausliehen. Zwischen 22:00 und 22:30 tauchten in der Nähe der Einrichtungen des Claustro (Konzils) de Santo Domingo Zivilbeamte in mehreren, viertürigen Lieferwagen auf.

31.MAI 07
Um 2:50 ( früh ) sperrten Nationalpolizisten ein Gebit von 20 Häuserblocks ab im historischen Zentrum der Stadt, in der Umgegend des Claustro de Santo Domingo und der Fakultät für Sozial,- und Humanwissenschaften ab und unterbanden jede Bewegung, indem sie sowohl den Autoverkehr wie auch die Fusswege ausser Funktion setzten.
Um 2:15 umzingelten Mobile Aufstandsbekämpfungsschwadronen ( ESMAD) die Einrichtungen des Claustro de Santo Domingo und schossen Tränengas ins Innere; später zerstörten sie mit einem Panzerfahrzeug das Portal des Gebäudes, das ein architektonisches Kulturerbe darstellt(e). Mehr als hundert ESMAD-Beamte stürmten ins Innere, verschossen Tränengas und schlugen brutal auf die StudentInnen ein, die versuchten vor den staatlichen Schwadronen, die alles was sich auf ihrem Weg befand, Fenster, Türen, von der Mensa bis zum Rektoriat zerstörten, auf die Dächer zu fliehen.
Diese Operatation der Aufstandsbekämpfungseinheiten ging ohne die Präsenz des Öffentlichen Ministeriums oder des Ombudsmannes von statten. Dessen Vertreter erschien auf die Forderung der öffentlichen Organisation hin, nachdem die besagten Polizeikräfte behauptetet hatten, der Inhalt von Kisten und Sprengkörpern, die sie im Innern des Unigebäudes gefunden hatten, sei explosiver Sprengstoff.

Angesichts der brutalen Aggression der ESMAD und um ihr Leben und ihre persönliche Integrität zu retten, lieferten sich die StudentInnen in Gegenwart einer Delegiertenkomission des Öffentlichen Ministeriums aus. 16 von ihnen wurden verhaftet und ihre willkürliche Verurteilung steht ebenso aus, wie anzunehmen ist, dass sie von der Verwaltung benutzt werden, um die permanente Versammlung der StudentInnen zu erpressen, indem ihnen vorgeschlagen wird, gegen ihre Freilassung, die Besetzung bei offenen Türen in einem anderen Gebäude des Universitätsgebäudes abzuhalten.

Gegen 11:00 am selben Tag erklärte der Präsident des Höchsten Rates und Delegierter des Präsidenten Álvaro Uribe Vélez, CARLOS EDUARDO CRUZ, der StudentInnenversammlung dass die Räumung auf eine präsidentiale Anordnung erfolgt sei, die für alle universitären Räume des Landes, die von StudentInnen besetzt sind, gelte und die sofort, auch im Falle einer Besetzung bei offenen Türen umgesetzt werden wird (!).

DER FASCHISMUS UND DIE KRIMINALISIERUNG DER KRITISCHEN STIMMEN DURCHDRINGEN ALLE SPHÄREN KOLUMBIENS. DIE SITUATION DER STUDENTEN/INNEN UND IHRER ORGANISATIONSPROZESSE IST SCHLIMM UND GEFÄHRLICH, SOWOHL IN PHYSISCHER WIE PSYCHISCHER HINSICHT FÜR DIE STUDENTEN/INNEN, ALS AUCH BEZÜGLICH DER BEDEUTUNG FÜR DAS INTELLEKTUELLE UND KULTURELLE LEBEN DER KOLUMBIANISCHEN BEVÖLKERUNG/EN.

WIE RUFEN DIE NATIONALEN UND AUSLÄNDISCHEN UNIVERSITÄTEN, DEMOKRATISCHEN ORGANISATIONEN UND DAS KOLUMBIANISCHE VOLK DAZU AUF, GEGEN DIE POLITIK DER INHAFTIERUNGEN UND DES MUNDTOTMACHENS, GEGEN DIESE FASCHISTISCHEN MASSNAHMEN, IHRE STIMMEN ZU ERHEBEN:

WIR FORDERN:

VON DER UN-HOCHKOMISSION FÜR MENSCHENRECHTE
 Die Erfüllung ihres Mandats als Beobachter/rinnen der Einhaltung der verfassungsgemässen Verpflichtungen und der Internationalen Menschenrechte seitens des kolumbianischen Staats

VOM STAAT KOLUMBIEN:

 Die sofortige Umsetzung der wiederholten Forderungen der Respektierung und Befolgung der Internationalen Menschenrechte die von der UN-Menschenrechtskomission, der Interamerikanischen Menschenrechtskomission der OEA und den übrigen Internationalen Organisationen abgefasst worden sind.
 Die Einstellung der Repressivmassnahmen und der Einschüchterungen, welchen die StudentInnen und Organisationen der Universität des Cauca, Dpt. Cauca, seitens der regulären und irregulären Kräfte des Staates und der Direktion der Universität des Cauca ausgesetzt sind.
 Garantie für das Leben und die physische und psychische Unversehrtheit sowie das Recht auf Protest und Organisierung der StudentInnen der Universität des Cauca

VON DER DIREKTION DER UNIVERSITÄT DES CAUCA:

 Die Einstellung der Repressivmassnahmen und welchen die StudentInnen und Organisationen der Universität des Cauca, Dpt. Cauca.
 Garantie für das Leben und die physische und psychische Unversehrtheit sowie das Recht auf Protest und Organisierung der StudentInnen der Universität des Cauca
 Die Überwindung der Bedingungen zur Lösung der Ursachen, welche die Krise hervorgebracht haben

VOM OMBUDSMANN DES VOLKES

 Dass er seine institutionelle Rolle erfüllt, indem er dafür Sorge trägt, dass die Verfassungsrechte auf Leben, physische und psychische Unversehrtheit sowie das Recht auf Protest und Organisierung der StudentInnen der Universität des Cauca eingehalten werden.

WIR FORDERN
Von der UN-Hochkomissiopn für Menschenrechte , dass sie im Rahmen ihres Mandats alles unternimmt, damit die Handlungsweise des kolumbianischen Staats den internen und externen Normen angepasst werden, die zu respektieren er sich verpflichtet hat und die aufgrund seiner Nichtanerkennung, Gegenstand von Untersuchungen sind.

WIR RUFEN MENSCHENRECHTS,- und ÖFFENTLICHE ORGANISATIONEN UND ORGANISMEN DAZU AUF, WACHSAMKEIT GEGENÜBER DER KRITISCHEN MENSCHENRECHTSSITUATION IM DEPARTEMENT CAUCA WALTEN ZU LASSEN!!!

RED DE DERECHOS HUMANOS DEL SUROCCIDENTE COLOMBIANO “FRANCISCO ISAIAS CIFUENTES”
31 de mayo de 2007
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Folgend die Adressen der Institutionen, an welche diese Forderungen gesandt werden sollten ( der übliche Zusatz: Mir/uns ist bekannt, dass... kann in etwa heissen:

Sehr geehrte Damen und Herren ( kann natürlich auch entfallen !)

Ich/wir habe/haben Kenntnis von den schweren Menschrechtsverletzungen und der Repression, welcher die Versammlung der StudentInnen der Universidad del Cauca, Departemento. Cauca, municipio de Popayan, seitens der ESMAD und durch die Verantwortung der kolumbianischen Präsidentschaft sowie der Direktion der besagten Universität unterworfen waren.
Angesichts dieser Ungerechtigkeiten und in grosser Besorgniss, fordere ich/ fordern wir...

Nach den Adressen dann das Text-pack zum Versenden in Spanisch...

ADRESSEN:
alvaro uribe velez
Präsident der Republik
carrera 8 no. 7 -26 palacio de nariño bogotá
fax. 5662071
 auribe@presidencia.gov.co

francisco santos
Vizepräsident der Republik
carrera 8 no.7-57 bogotá d.c.
 fsantos@presidencia.gov.co

juan manuel santos
Verteidigungsminister
avenida el dorado con carrera 52 can bogotá d.c.
 siden@mindefensa.gov.co
 infprotocol@mindefensa.gov.co
 mdn@cable.net.co

carlos holguin sardi
Innen,-und Justizminister
avenida el dorado con carrera 52 can bogotá d.c.
fax. 2221874
 ministro@minjusticia.gov.co

mario iguaran
Generalstaatsanwalt der Nation
diagonal 22b no. 52-01 bogotá d.c.
fax. 570 20 00
 contacto@fiscalia.gov.co
 denuncie@fiscalia.gov.co

wolmar antonio perez ortiz
Ombudsmann
calle 55 no. 10 – 32 bogotá d.c.
fax. 640 04 91
 defensoria@defensoria.org.co
 secretaria_privada@hotmail.com

edgardo jose maya villazòn
Generalprokuratur der Nation
cra. 5 no.15 – 80f bogotá d.c.
anticorrupción@presidencia.gov.co
reygon@procuraduría.gov.co

carlos franco
Präsidentiales Prgogramm für Menschenrechte und Internationales Humnitäres Recht
clle 7 n° 5 – 54 bogotá d.c.
fax. 337 46 67
 cefranco@presidencia.gov.co
 fibarra@presidencia.gov.co

danilo reinaldo vivas ramos
Rektor der Cauca-Universität
calle 5 no. 4-70
teléfono: (+57 2) 8209910
fax: (+57 2) 8209911 y extensión 1251.
 rectoria@unicauca.edu.co

Bitte Kopien, Berichte über ev. Aktionen etc. an folgende Adressen:
Red DH "Francisco Isaias Cifuentes" ( Menschenrechtsnetz des kolumbianischen Südwestens )
 redfcifuentes@gmail.com und  redfcifuentes@yahoo.es

Estimados Señoras/Señores

Tengo / tenemos conocimiento de las graves violaciones de los derechos humanos y de la repression a la que hubiese sometido la Asamblea general de lxs estudiantes de la Universidad del Cauca, Departamento Cauca, municipio de Popayan, por parte del ESMAD y por la responsabilidad de la Präsidencia columbiana y tambien de la direccion de dicha Universidad.
Antes de esas injusticias y con mucha preocupacion exigo/exigimos

A LA OFICINA DEL ALTO COMISIONADO DE LAS NACIONES UNIDAS PARA LOS DERECHOS HUMANOS (OACNUDH)

• El cumplimiento de su mandato como veedores de que el estado colombiano cumpla con sus obligaciones constitucionales y del derecho internacional de los derechos humanos.

AL ESTADO COLOMBIANO

• El inmediato cumplimiento de las reiteradas recomendaciones que sobre el respeto y acatamiento del Derecho Internacional de los Derechos Humanos ha formulado la Comisión de Derechos Humanos de las Naciones Unidas, la Comisión Interamericana de Derechos Humanos de la OEA y demás organismos internacionales.
• Detener las medidas represivas y el amedrantamiento a las que están siendo sometidas los estudiantes y organizaciones de la Universidad del Cauca en el Departamento del Cauca por parte de las fuerzas regulares e irregulares del Estado y la Dirección de la Universidad del Cauca.
• Garantizar el derecho a la vida, la integridad física y psicológica y el derecho a protesta de los estudiantes y organizaciones de la Universidad del Cauca.

A LA DIRECCION UNIVERSITARIA DE LA UNIVERSIDAD DEL CAUCA

• Detener las medidas represivas y el amedrantamiento a las que están siendo sometidas los estudiantes y organizaciones de la Universidad del Cauca.
• Garantizar el Derecho a la vida, la integridad física y psicológica y el derecho a protesta de los estudiantes y organizaciones de la Universidad del Cauca.
• Allanar las condiciones para que se resuelvan las causas que han generado esta crisis.

A LA DEFENSORÍA DEL PUEBLO

• Cumplir con su papel institucional de velar por la garantía y el respeto a los derechos constitucionales de la vida, la integridad física y psicológica y el derecho a protesta de los estudiantes y organizaciones de la Universidad del Cauca.

SOLICITAMOS

A la oficina del alto comisionado de las naciones unidas para los derechos humanos (OACNUDH)
• En el marco del cumplimiento de su mandato, prestar toda su gestión para que las actuaciones del estado colombiano se apeguen a las normas internas y externas que se ha comprometido a respetar y que se inicien las investigaciones a que haya lugar por el desconocimiento de las mismas.

Atentamente ( hochachtungsvoll; oder auch nicht )
Name.....
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( Quelle:  http://colombia.indymedia.org/news/2007/05/66416.php )
Freie Übersetzung: tierr@

Weitere Links über die Situation an den kolumbianischen Unis auf ((i))-Kolumbien
 http://colombia.indymedia.org/news/2007/05/66434.php
(apoyo distrital)
 http://colombia.indymedia.org/news/2007/05/66418.php
padres de familia
 http://colombia.indymedia.org/news/2007/05/66394.php
unicacuca en resitencia
 http://colombia.indymedia.org/news/2007/05/66386.php
estudiantes de inza
 http://colombia.indymedia.org/news/2007/05/66378.php
Universidad de Tunja
 http://mexico.indymedia.org/tiki-read_article.php?articleId=211
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Ergänzungen