Rostock: Polizei gewaltausloesendes Element
Die Gewalt wurde von der Staatsmacht in die Demonstration gebracht. Als 'Autonome' verkleidete Polizisten schmissen Steine gegen bereitstehende Robocops, um Gewalt zu provozieren. Teilweise fielen Demoteilnehmer darauf rein und machten mit, andere Demoteilnehmer versuchten, sie davon abzuhalten.
Kurze Darstellung des Ablaufs:
Recht mittig in der Demo laufend, hinter DiDiF und vor anderen Linken, griff eine auf 'autonom' getrimmte Gruppe ausnahmslos ueber 1,90 Meter grosser Maenner eine seitlich stehende Gruppe Robocops an. Die Demonstration war bis hierher voellig friedlich verlaufen und auf die ueblichen provozierenden Drohgebaerden der Polizei wurde seitens der Teilnehmer nicht eingegangen.
Diese offensichtlich geplante Aktion, um Gewalt in die Demo zu bringen, geht definitiv auf das Konto der Staatsmacht.
Zum einen war die Gruppe, wie bereits beschrieben, sehr homogen: Maenner zwischen 25 und 35 Jahren, allesamt sehr gross.
Zum anderen trugen saemliche Mitglieder dieser Gruppe VOELLIG NEUE Kleidung, auf 'autonom' getrimmt -- es war auf den ersten Blick zu erkennen, dass diese Klamotten brandneu aus dem Kaufhaus stammten, und zwar bei allen Mitgliedern dieser Gruppe.
Des Weiteren wurden die Steine vorab sehr offensichtlich praesentiert, d.h. sie waren bereits als Wurfgeschoss vorhanden und es wurde nicht damit hinter dem Baum gehalten. (Kein realer Steinewerfer setzt sich angesichts der massiven Polizeipraesenz dermassen auf den Praesentierteller).
Ferner war unter der fuer Schwarze Block-Mitglieder inkorrekt zu legeren Kleidung Koerperschutz erkennbar; jeder, der bereits auf einer Demo war, weiss, dass man so von der Polizei NICHT in die Demo gelassen wird.
Zu guter letzt war die Aktion konzertiert abgesprochen und man konnte einwandfrei sehen, dass die Gruppe in einem 'nicht ueblichen Sinne Spass' daran hatte -- sie fuerchteten sich in keinster Weise vor Gegenwehr und suchten keinerlei Schutz. Die Gewissheit, dass die Kollegen Ihnen keinen Schaden zufuegen wuerden, fuehrt zu solchem Verhalten.
Als die Aktion der Gruppe begann, machten einige (offensichtlich) unerfahrenere Demoteilnehmer mit -- sie warfen Steine. (Interessanterweise wurden diese Leute kurz nach dieser Intervention in den Haenden der Staatsmacht gesichtet -- haben sich da 'Autonome' ploetzlich gesinnungsmaessig gewandelt und lieferten ihre Kollegen aus?)
Demoteilnehmer versuchten diese auf die Gruppe reinfallenden Menschen davon abzuhalten mit Rufen wie 'Macht da nicht mit!' 'Die sind von der anderen Seite, die Klamotten sind pfuschneu!' 'Die Verarschen euch!' u.ae.
Dadurch, dass ein paar Demoteilnehmer mitgemacht haben und durch die Provokation an sich hatten Polizei und Staat genau das, was sie wollten. Der N24-Nachrichtenwagen fuhr prompt nach dieser Aktion davon...
Leute, lasst Euch nicht von den Bullen provozieren!
Beschaedigung von Firmeneigentum ist keine Gewalt! :-)
Recht mittig in der Demo laufend, hinter DiDiF und vor anderen Linken, griff eine auf 'autonom' getrimmte Gruppe ausnahmslos ueber 1,90 Meter grosser Maenner eine seitlich stehende Gruppe Robocops an. Die Demonstration war bis hierher voellig friedlich verlaufen und auf die ueblichen provozierenden Drohgebaerden der Polizei wurde seitens der Teilnehmer nicht eingegangen.
Diese offensichtlich geplante Aktion, um Gewalt in die Demo zu bringen, geht definitiv auf das Konto der Staatsmacht.
Zum einen war die Gruppe, wie bereits beschrieben, sehr homogen: Maenner zwischen 25 und 35 Jahren, allesamt sehr gross.
Zum anderen trugen saemliche Mitglieder dieser Gruppe VOELLIG NEUE Kleidung, auf 'autonom' getrimmt -- es war auf den ersten Blick zu erkennen, dass diese Klamotten brandneu aus dem Kaufhaus stammten, und zwar bei allen Mitgliedern dieser Gruppe.
Des Weiteren wurden die Steine vorab sehr offensichtlich praesentiert, d.h. sie waren bereits als Wurfgeschoss vorhanden und es wurde nicht damit hinter dem Baum gehalten. (Kein realer Steinewerfer setzt sich angesichts der massiven Polizeipraesenz dermassen auf den Praesentierteller).
Ferner war unter der fuer Schwarze Block-Mitglieder inkorrekt zu legeren Kleidung Koerperschutz erkennbar; jeder, der bereits auf einer Demo war, weiss, dass man so von der Polizei NICHT in die Demo gelassen wird.
Zu guter letzt war die Aktion konzertiert abgesprochen und man konnte einwandfrei sehen, dass die Gruppe in einem 'nicht ueblichen Sinne Spass' daran hatte -- sie fuerchteten sich in keinster Weise vor Gegenwehr und suchten keinerlei Schutz. Die Gewissheit, dass die Kollegen Ihnen keinen Schaden zufuegen wuerden, fuehrt zu solchem Verhalten.
Als die Aktion der Gruppe begann, machten einige (offensichtlich) unerfahrenere Demoteilnehmer mit -- sie warfen Steine. (Interessanterweise wurden diese Leute kurz nach dieser Intervention in den Haenden der Staatsmacht gesichtet -- haben sich da 'Autonome' ploetzlich gesinnungsmaessig gewandelt und lieferten ihre Kollegen aus?)
Demoteilnehmer versuchten diese auf die Gruppe reinfallenden Menschen davon abzuhalten mit Rufen wie 'Macht da nicht mit!' 'Die sind von der anderen Seite, die Klamotten sind pfuschneu!' 'Die Verarschen euch!' u.ae.
Dadurch, dass ein paar Demoteilnehmer mitgemacht haben und durch die Provokation an sich hatten Polizei und Staat genau das, was sie wollten. Der N24-Nachrichtenwagen fuhr prompt nach dieser Aktion davon...
Leute, lasst Euch nicht von den Bullen provozieren!
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Ergänzungen
Wirklich Bullen? Möglich bestimmt.
Zum Einen waren genug echte "autonome" Schwachköpfe da (siehe Angriffe auf einzelne Polizeifahrzeuge, z. T. schon während der Demo), um ganz ohne getarnte Polizeiprovokateure Feuer an die Veranstaltung zu legen.
Zum Andern lässt Deine Beobachtung auch andere Schlüsse zu. Es könnten auch Faschos gewesen sein, die ein politisches Interesse an einer Eskalation hatten und dazu tatsächlich dann eine Aktion gemacht haben. Ich habe selber bei zweien gestanden, die sich die Scharmützel ca 1 Stunde nach ihrem Beginn sehr amüsiert angesehen haben.
Diese Typen sind nämlich auch gern in Schwarz unterwegs, mit Sonnebrille und Basecap, darunter rasierte Glatze, nur eben ganz sauber und mit vergleichsweise neuen Klamotten. Ich fand die direkt verdächtig und hab mich dazugestellt und sie ein bisschen mit Fragen genervt. Die redeten sich mit pikiertem Lächeln heraus und der eine hatte einen Pullover mit dem kleinen Emblem "NS" an. Grosse Kerls, genauso, wie Du sie beschrieben hast (nur ohne Panzer).
merkwürdig
Auf der Zielgerade angekommen habe ich mich hingestellt und die ganze Szene beobachtet. Die Bullen kam von dem Seitenweg auf den nichtsahnenden Demonstrationszug zu. Als die Bullen dann mit voller Wucht in den Zug rannten, wehrten sich die Autonomen, Antifas. Sie sammelten sich und drängen die Polizei wieder nach oben. Was oben geschah weis ich nicht. Nach etwa 20 Minuten bekamen die Grünen Verstärkung von der BUndespolizei (die schwarzgekleideten). Sodann prügelten sie die Demonstranten den ganzen Weg runter. Unter angekommen, ging es dann auf einen Schlag richtig zur Sache.
Innerhalb von Sekunden flogen Steine, Flaschen durch die Luft in Richtung Polizei. Diejenigen, die geworfen haben, zögerten keine Sekunde, wie sonst üblich, sondern bewarfen die Polizei fast zeitgleich. Zunächst aus der Reihe des Demonstrationszuges, schlossen sich dann auch ein paar Demonstranten von der Seitenstraße an und warfen mit Flaschen.
Zu der Informationen über einen Haufen autonomer, die mit einheitlich nagelneuen Klamotten die Flaschen und Steinen schmissen, kann ich nichts sagen. Allerdings ist das nach meinen Eindrücken vor Ort nicht unwahrscheinlich, dass sich unter den Autonomen nen Haufen Bullen versteckt hielten. Was ich aber überhaupt nicht verstehe, ist, warum sich nach monatelanger Organisation niemand in dieser Situation verantwortlich gefühlt hat und den Provokateuren Einhalten geboten hat. Notfalls mit Gewalt!
Faschos
Ich habe es leider weder von anfang an noch (zum Glück!) aus nächster Nähe mitbekommen, nur aus der Ferne. Was mir aber auf jeden Fall aufgefallen ist, ist, dass meiner Meinung nach einige Nazis auf der Demo am Hafen war. Ich habe beim Demonstrationszug immer mal wieder "Doitsche" in billiger Tarnung gesehen, die anscheinend als Passanten unterwegs waren, aber einen kritischen Blick auf den Demozug warfen. Am Hafen schließlich standen genug Hooligans oder Faschos unter den Demoteilnehmern, einmal sah ich eine Gruppe von ca. 10 Leuten in "sportlicher"/unbeteiligter Kleidung... die haben Fotos geschossen und sich köstlich amüsiert über den Gewaltexzess. Ob solche Leute auch aktiv dabeiwaren kann ich nicht sagen, die Steinewerfer die ich aus nächstes Nähe gesehen habe, sahen mir eher nach "echten" Autonomen aus... wie so oft sind solche "Augenzeugenberichte" sehr subjektiv und hochgradig fehleranfällig. Ich fände es pervers, wenn die gesamte Gewalt WIRKLICH NUR von agents provocateur ausgegange wäre...
Eigene Erfahrung
Die riots in Rostock waren unsinnig und zumindest am Anfang unnötig. Was war denn das Ziel, bitteschön? Hier war kein Naziaufmarsch aufzuhalten oder dergleichen.
Stattdessen wurden Kleinwagen entglast und angezündet, der N24-wagen wurde anegriffen etc.
Dass unter den Militanten auch einige augenscheinliche Hooligans (z.B. mit "ProViolence"-T-Shirt) zu erkennen waren wundert bei der Art von Sinnlos-Action kaum.
Nach meinen Beobachtungen wurden übrigens nirgendwo Molotov-Cocktails geworfen.
PS: Natürlich hat die Polizei schnell brutal zurückgeschlagen und an einigen Stellen auch provoziert.
WDR Reportage bestätigt solch einen Verdacht
LINK
nächster Versuch:
LG
Keine Polizei, pure Provokation!
1.) Als ich mit der Demo in Richtung Hafen lief, war kein einziger Bulle in der Nähe zu sehen! Die standen immer eine Straße parallel zu uns. Was soll ich auf einer Demo, bei der es keine Bullen gibt? Bei der Bullen sich total defensiv und abseits des Geschehens aufhalten? Eine Provokation nenn ich das!
2.) Als wir dann am Hafen angekommen waren (und ich innerlich schon total aggressiv wegen der vorhergehenden enormen Provokation!!!) haben es die Bullen doch tatsächlich gewagt eine autonome Menge zurückzudrängen, die weiter oben stand! Sie waren sich wohl zu fein, um auch zu uns zu kommen!
3.) Es gab nirgends einen Eisstand!
4.) Das Handynetz war zusammengebrochen und ich konnte meine Mammi nicht anrufen, um ihr zu sagen, dass die Bullen angefangen haben...
5.) Es hatte sich tatsächlich jemand getraut, seinen Wagen auf dem Parkplatz weiter oben zu parken! Das konnte man natürlich nicht zulassen! Daher haben sie den Wagen verbrannt! Der Besitzer des Wagens war wegen seiner Behinderung wohl einfach zu langsam, um den Wagen woanders zu parken (-der Wagen parkte - als einziges auf dem Parkplatz überhaupt - auf einem Behindertenplatz. Welch Held derjenige, der den Brandsatz legte!!)
Nachdem ich all diese Punkte losgeworden bin kann ich nur sagen, dass ich total enttäuscht von der gesamten Bewegung bin und dass es mich wundert, dass es wegen all dieser "Provokationen" soweit kommen konnte.
verkleidete bullen als provokateure
video:angriff auf den polizeiwagen:
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
loool
welcher paranoia bist du denn verfallen, so einen quatsch zu posten?
das schlägt dem fass ja echt den boden aus, ich bekomm mich nicht mehr ein vor lachen,löööl
erfahrungen schwer vermittelbar
aber um konkret doch was zu machen: alle, die die situation mitbekommen haben: gedächtnisprotokoll schreiben!! und dem ea zukommen lassen. solche situationen sind gerne und oft genau der moment, wo dann anderen die schuld zugewiesen wird und es auch deftigste prozeße gibt. also solidarisch und als schutz und gegen diese polizeitaktik: so genau aufschreiben wie's geht, was da passiert ist.
alles Uncover - alles Neonazis?
In einem anderen Beitrag hier wird sogar behauptet, Neonazis seien unter den Demonstranten - als Steinewerfer - gesichtet worden!
Die radikale Linke, also alles nur getarnte Bullen oder Neonazis?
Der wahre "Linke" läuft dann wohl als Pink & Silver, als Affen-Clown, als Spaß-Guerilla oder als Samba Gruppe friedlich - ich wiederhole das Wort "friedlich" - im Block der PDS/WASG und ATTAC/DGB mit!
Aber es soll ja auch ganz schlaue Leute geben , die behaupten, die RAF sei in Wahrheit ein Produkt des BKA gewesen, um den Polizeistaat in der BRD einzuführen, und Andreas Baader wäre in Wahrheit der BKA-Hauptkommissar Gerhard Lehmann - Spitzname "Sam" - gewesen, hätte sich vor 30 Jahren in seiner Zelle auch gar nicht selbst-ermordet, sondern man hätte ein unbekanntes Unfallopfer - für die Kameras - dort hingelegt, oder er sei in Wahrheit ermordet worden, und den deutsche Polizeistaat tut nur so, als hätte sich Baader per Genickschuß selbst-ermordet, um zu beweisen, zu was er fähig ist mit politischen Gefangenen, usw, usw...!
Argument? Kein Argument!
Des weiteren konnte man sich doch ganz einfach an den Demos beteiligen ohne kontrolliert zu werden. Die mehreren Black-Blocks, die es gab, waren schon während der Demo vermummt und hatten "passive Bewaffnung", also Helme und andere Schutzmaterialien an. Also ist dies auch kein Hinweis dafür, dass sich Bullen als "autonome" verkleidet hatten.
Ich glaub du willst einfach nicht wahrhaben, dass halt einige das friedlich Spiel nicht mitspielen wollen, und dem Staat sein Gewaltmonopol in Frage stellen -richtig so! Sollen doch die Bullen mal ruhig was abbekommen, dann sehen diese auch mal, wie es ist, wenn man nicht austeilt. Und da das Ziel ist, den Staat und die Nation abzuschaffen, muss man halt auch mal trainieren.
Keine Träne für Bullen.
Für den Kommunismus!
@loool
Mehr als "unerfahrene Demonstranten"
Was gestern in Rostock ablief, ist unendlich beschämend und kontraproduktiv. Selbst wenn provoziert wurde, ist diese sinnlose Gewaltorgie durch nichts zu rechtfertigen. Und nein, es sind nicht nur "unerfahrene" Demonstranten oder Agenten, die daran teilgenommen haben. Lügen wir uns nichts in die Tasche!
Die Lehren aus Genua
+Video?
gerücht?
wäre schön wenn jemand dieses mit bildern oder sogar video belegen könnte
Polizisten oder Hooligans?
Ansonsten: Fotografiert die so auffälligen. Seht, wohin sie verschwinden. Wenn es verkleidete Polizisten sind, müssen sie sich schließlich aus der Affäre ziehen und bei ihren Kollegen kenntlich machen.
o.O? lol !
gibts für die geschichte auch irgendwelche beweise ? Fotos ? Videos ?
@soso
Du liest wohl zuviel SPIEGEL: man wirft obskure Verschwörungstheorien und Tatsachen in einen Topf, rührt kurz um und fertig ist die eigene Entblödung.
Damit du nicht dumm sterben musst:
Den Rest bitte selbst zusammen suchen, du schaffst das!
Alles Autonome?? Eher nicht !!!!!!!
Ist doch ganz simpel
Dumme Verschwörungsscheiße
So der so - Scheiße!
wie auch immer es tatsächlich abgelaufen ist, ob tatsächlich "Agents provocateurs" am Werk waren oder "echte" Autonome: Das Resultat ist verheerend.
Die Stimmung in der Öffentlichkeit hat sich in den letzten Wochen, spätestens seit den Razzien stark gegen den Staat gewendet. Viele hielten die "Sicherheitsmaßnahmen" für überzogen. Das hat sich nun grundlegend geändert. Ab jetzt dürfen die Bullen alles. Und keine Zeitung, kein anderes Massenmedium und wahrscheinlich nicht mal attac oder sonstige Mitorganisatoren werden sich darüber beschweren. Ich bin kein Freund irgendwelcher Verschwörungstheorien. Aber aufgrund eigener Beobachtungen am Samstag, der Berichte und Videos, die man allerorten zu lesen und zu sehen bekommt finde ich es nicht besonders abwegig, vielleicht sogar naheliegend, dass die ersten Aktionen, die zur Eskalation führten von Bullen durchgeführt wurden. Und falls nicht, hätten sich die Miltanten nie und nimmer auf diese Auseinandersetzung einlassen dürfen. Ein politisches Eigentor par excellence. Es wäre für die Organisatoren solcher Demos bzw. solcher Blöcke innerhalb großer Demos dringend angebracht, sich darüber Gedanken zu machen wie in Zukunft ausgeschlossen werden kann, dass Einzelne (egal ob Linke oder Bullen) einer großen Bewegung solchen Schaden zufügen können. Oder kann mir irgendjemand auch nur einen positiven Effekt der Auseinandersetzungen nennen? Mir fällt keiner ein. Und bevor das Geschrei los geht: Nein, ich bin nicht prinzipiell gegen Gewalt als Mittel. Manchmal muss es sein. Aber eben nicht immer.
Frustrierte Grüße.
nicht de - Eskalierende Moderation !
Mich interessiert zuallererst, wie man selbst eine Sache steuert und worin der eigene Anteil besteht.
Es sollte einfach nicht so sein, daß man anderen (der Polizei) die Möglichkeit einräumt, diese Steuerung zu übernehmen.
Im Zusammenhang mit der Demo / Abschlußveranstaltung möchte ich daher anmerken und fragen, warum es keine eigenen Ordner der Veranstalter gab und wieso die Moderation keinen Beitrag zur Entspannung leistete, sondern im Gegenteil zur Aufheizung beitrug.
Die Situation stellte sich mir wie folgt dar:
zunächst wurde z.B. öffentlich, lautstark und plakativ von der Polizei gefordert, den Hubschrauber über der Bühne zurückzuziehen. Dies wurde nicht in Form einer sachlichen Information getan (z.B. „wir mühen uns gerade im Kontakt mit der Polizei den Hubschrauber abziehen zu lassen“) sondern als anheizende Ansage: "wir fordern die Polizei auf, den Hubschrauber zurückzuziehen..." Damit wird öffentlich das Gegenteil von Kooperation mit der Polizei suggeriert - es wird ausgedrückt, daß man sich gegenübersteht. (Später gab es durchaus ein Ansage, die Absprachen mit der Polizei wiedergab (unkontrollierter Abzug).
Während der Auseinandersetzungen gingen sämtliche Aufforderungen immer nur an die Polizei („zieht euch zurück / haut ab“). Die Stimmung wurde auf massenpsychologische Weise zusätzlich aufgeheizt: " ... d i e s i s t u n s e r e Demo - die Polizei s o l l sich zurückziehen ...! was als Stichwortgeber für massenhaftes "Haut ab!“ - Geschreie funktionierte. Dies war keine sachliche auf einen friedlichen Ablauf ausgerichtete Moderation sondern eine suggestive Kollektivierung aller Demonstranten und Provokation eines aufgeheizten Freund - Feind - Schemas.
An keiner Stelle und zu keinem Zeitpunkt gab es eine an uns Demonstranten gerichtete Aufforderung sich zurückzuziehen, sich zu beruhigen .... (z.B. in dieser Weise: „Leute, beruhigt euch, kommt zur Bühne vor, laßt die Feuerwehr ihr Arbeit machen, schafft einen Abstand zur Polizei - kommt bitte alle her. Wir sind für eine friedliche Welt und verhalten uns friedlich, diese Bilder sollen als Zeichen in die Welt gehen...“ (Ganz schön pathetische!) oder Ähnliches.
Ich würde abschließend meinen, daß die Moderation also eine wesentliche Mitverantwortung für das Ausmaß und die Dauer der Auseinandersetzungen hatte.
Alles Weitere wäre Spekulation...