Arnstadt: Nazis überfallen Linke auf Bierfest

Junge Antifaschistische Linke Arnstadt [JALA] 27.05.2007 19:43 Themen: Antifa
Am gestrigen Samstagabend kam es während des Arnstädter Bierfestes zu einem schweren Übergriff durch Neonazis auf Linke. Polizei und Security sahen dem Treiben untätig zu. Zum wiederholten mal war die alternative Szene der Stadt organisierten Übergriffen ausgesetzt, ohne Hilfe durch Cops, Sicherheitspersonal oder Bürger_innen zu erfahren.
Am Samstag, dem 26. Mai fiel der Startschuss für das erste Arnstädter Bierfest. Wie in Südthüringen bei öffentlichen Feierlichkeiten und bei Volksfesten allgemein nicht ungewöhnlich, tummelte sich beim städtischen „Bierfest“ im Stadtgarten eine enorme Anzahl von Neonazis aus Arnstadt, aber auch von außerhalb. Dass Neonazis auf solchen Festen zu Gewalt gegen Linke und Migrant_innen neigen, überraschte nicht.

So sammelten sich in den Abendstunden mehrere dutzend Neonazis vor dem Skatepark, ein gezielter und geplanter Angriff schien wieder bevor zustehen. Schon im Frühjahr 2005 (indy berichtete) und zur Jahreswende 2005/2006 (Junge Welt berichtete) gab es schwere organisierte Übergriffe von Rechtsextremen auf Jugendliche, welche sie der linken Szene zurechneten.

Gegen 23:00 Uhr griffen, nach Augenzeug_innenangaben ca. 10-20 Nazis, teils mit Quarzhandschuhen, Baseballschlägern und Eisenstangen bewaffnet einige Jugendliche an, die sie als Linke identifizierten. In Panik flüchteten viele und verließen den Stadtpark. Einige fielen den Angreifern trotzdem zum Opfer. Einem jungen Mann schlug ein Nazi mit dem Baseballschläger auf den Kopf und trat nach, als er sein Opfer schon am Boden lag. Als Täter konnten Augenzeug_innen den einschlägig bekannten Neonazi Marcel Unger identifizieren (Infos zu Unger). Unger attackierte schon am Vortag ein junges Mädchen mit einer Bierflasche. Mehrere Opfer wurden durch den Stadtpark gejagt und attackiert. Ebenfalls am Angriff beteiligt war der auf Bewährung stehende Steve Heerdegen (Infos zu Heerdegen).

Als Antifaschist_innen die Security über die Angriffe informierte, erklärten diese dafür nicht zuständig zu sein. Die informierte Polizei schaute etwa 10 min nach dem Angriff mal mit einer Streife vorbei und zog sich nach wenigen Minuten der Inaugenscheinnahme wieder zurück.

Weitere Opfer und Augenzeug_innen bitten wir sich per e-Mail (jala@no-log.org) bei uns zu melden und uns kurz und detailliert zu schildern, was sie am Tag mitbekommen haben. Auch bei der Identifikation weiterer Täter bitten wir um Mithilfe.
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Ergänzungen

organisiert euch

oioi 28.05.2007 - 01:49
besorgt euch pfefferspray.
versucht ein lokales netz von helfern für solche fälle aufzubauen welches man schnell mit einer
telefonkette abrufen kann.

keine mail

dein name 28.05.2007 - 06:09
Bei Berichten auf Indemedia ist es bereits mehrfach vorgekommen, dass falsche Kontaktinformationen gestreut wurden.
Bitte überprüft solche Adressen bevor ihr irgendwa schreibt.

ggf. wendet euch an die örtlichen antifastrukturen

 http://lra.antifa.net/cms/component/option,com_contact/Itemid,3/

Antifa Kampagne in Südthüringen

AGST 28.05.2007 - 10:36
Das ist nun der dritte Naziübergriff innerhalb von zwei Monaten, der bekannt wurde. Infos zu den vergangenen beiden und den Vertuschungsversuchen der Bullen findet man hier:  http://agst.antifa.net/archiv/text051.htm

Außerdem findet in Südthüringen aktuell eine Kampagne unter dem Motto "... den Wald vor lauter Bäumen nicht?! Nazistrukturen abholzen, den rechten Konsens brechen." statt. Im Rahmen dieser Kampagne gibt es 12 Veranstaltungen in 4 Südthüringer Städten.

Die nächsten Dates für Arnstadt sind:

Diskussion zu rechtsextremen Strategien und Gegenwehr: 14.06.07 (Do), 19.00 Uhr - Arnstadt - Stadthalle (Brauhausstr. 1-3)
Antifakundgebung: 06.07.07 (Fr), 16.00 Uhr - Arnstadt - Fußgängerzone/Hopfenbrunnen

Wäre auch eine Möglichkeit, um mit lokalen Antifas ins Gespräch zu kommen und Dinge, wie die hier vorgeschlagene Organisierung (z.b. durch ne Telefonkette) ins Rollen zu bringen.

Man sieht sich!

kaum zu glauben

egal 29.05.2007 - 09:34
Ich war den ganzen Abend bei der Veranstaltung, der weitaus überwiegende Teil der Jugendlichen war linke Szene. Unger war ab 22:00 Uhr schon absolut zu, die kleine rechte Gruppe stand den ganzen Abend an einem Bierstand, ohne dass sich jemand an ihnen gestört hat. Wie Unger da jemand geschlagen haben soll? Bis zum Ende des Konzertes hat nicht einer gesagt, dass es einen Vorfall gegeben hätte. Übrigens: eine mit linken Outfit scheinen sich privat mit denen ganz gut zu verstehen

Helfernetz

Tim 29.05.2007 - 14:53
Das Helfernetz wäre was leider mangelt es in Arnstadt an fähigen Antifas.Die Hauptbeschäftigung besteht hier leider aus Saufen und Kiffen.Das Ruder halten wie woanders leider nur 2 fähige Köpfe.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

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Gewaltspirale

nessi 28.05.2007 - 12:37
Das ist eine typische Gewaltspirale, die LRA hat den Faschos Streß gemacht und jetzt wo sich die LRA klammheimlich vom Acker gemacht hat schlagen sie zurück. Hättet ihr euch mal besse rklar von der Antifa dinstanziert als sie zu unterstützen. So machen wir Punks und ALternativen das hier und seitdem lassen uns die Faschos in Frieden.

Frieden mit Faschos

Kontroverso 28.05.2007 - 13:29
Ja richtig! Schön mit den Nazis Frieden schließen. Wir machen das auch so. Die wollen nämlich nur die böse undeutsche Antifa. Mehr nicht. Mit uns kommen die super klar, und wir zischen abends mal ein Bierchen, weil so weit sind wir (einige Trottel"punks" und Spießer"alternative") geistig gar nicht so weit von denen entfernt. BLA BLA BLA. Was glaubt ihr denn? HA!

Kuhhandel

Arsen 28.05.2007 - 13:33
...Auf meinen Vorredner solltet ihr lieber nicht hören, da dies einem Kuhhandel gleichkommt. Solidarisiert euch mit den örtlichen Antifagruppen (selbst wenn sie noch so klein ist). Macht keine stillen Abkommen mit den Nazis.

Fight back, bite back and smash the fascism

Ich

kann 28.05.2007 - 15:50
es dir sagen warum die Bullen euch nicht geholfen haben, weil ihr bestimmt wie Steine schmeisser aussaht.Überlegt doch mal heult nicht rum verlasst doch dann einfach das Festivel und sauft zu Hause weiter.Wir wissen alle das es immer zu Handgreiflichkeiten kommt wenn Besoffene Nasen Jrgendwo auftauchen, oder.Und das die Bullen immer nur zu gucken.Eines Tages Kriegen wir sie alle.Kommt Zeit Kommt Rat nie wieder Nazisaat

Was machen Linke überhaupt auf einem Bierfest

Heinz-Günther 28.05.2007 - 16:49
Da gehören die auf jeden Fall nicht hin.

Nazi-Stuff auf Youtube

Besorger 28.05.2007 - 17:17
Hallo

Ich habe Nazi-Stuff auf Youtube gefunden.
Macht ihr da mal eine Antifa-Aktion ?

Hier der link:

 http://youtube.com/watch?v=8-up33wwoBQ

wie krank

larifariklaus 28.05.2007 - 18:49
na klar, frieden mit nazis um in ruhe saufen zu können und sich von der antifa distanzieren??? als punk???
aua aua aua und heil

wtf

Defiance 28.05.2007 - 20:12
Punks making peace with nazi's to be left alone?! Are you fucking out of your mind? Those nazifucks should be the ones begging for mercy. Since when did we forget Nazipunks Fuck Off?
They are the once cuasing troubles not the antifa's...

Oi!

Schmunzel

Müller-Erich 29.05.2007 - 09:28
Sauffen du Depp was macht man den sonst auf solchen Festen?
Haschrauchen geht ja nich bei so viel "Deutschen".

@ egal

Lora 30.05.2007 - 10:41
nunja...
so wie ich das sehe ging es bei dem Angriff nicht um den Freitag als das Konzert der AC/DC Coverband stattfand, sondern um den Partyabend am Samstag Abend.
Das der Angriff erfolgte ist nicht abzustreiten und zur Not lassen sich auch genug Augenzeugen ermitteln, welche Aussagen über die Teilname einiger Szene-Größen wie z.B. Marcel Unger an dem Angriff machen können.

Die gemachten Aussagen bezüglich des liberalisierung mit den Nasen von einem meiner Vorredner kann ich nur als dummes gewäsch abtun. Was bringt es denn? Die Alternativen Jugendlichen wurden trotzdem angegriffen, was nicht mit verständigungsschwierigkeiten zu tun hat, sondern einfach nur mit der pervers-kranken Weltansicht der Nasen.