Aktion gegen Nazis in Eckernförde (SH)

Antifabündnis Kiel-Eckernförde 25.05.2007 18:34 Themen: Antifa
Nachdem Kader der schleswig-holsteinischen NPD unterstützt von den „Freien Nationalisten Eckernförde“ (FNE) und rechtsradikalen Skinheads aus der Umgebung am letzten Samstag einen „Infotisch“ in Rieseby durchgeführt haben, wurde nun ein weiterer öffentlicher Auftritt für Samstag den 26.05. in Eckernförde geplant. Dieser wurde zwar vom Ordnungsamt mit der Begründung abgelehnt, dass die „Sicherheit nicht gewährleistet“ sei, allerdings steht zu befürchten, dass die NPD spontan Eckernförde oder Umgebung mit 20 – 30 Nazis auftauchen wird.

Achtung: Neonazis planen Aktion in Eckernförde!

 

Nachdem Kader der schleswig-holsteinischen NPD unterstützt von den „Freien Nationalisten Eckernförde“ (FNE) und rechtsradikalen Skinheads aus der Umgebung am letzten Samstag einen „Infotisch“ in Rieseby durchgeführt haben, wurde nun ein weiterer öffentlicher Auftritt für Samstag den 26.05. in Eckernförde geplant. Dieser wurde zwar vom Ordnungsamt mit der Begründung abgelehnt, dass die „Sicherheit nicht gewährleistet“ sei, allerdings steht zu befürchten, dass die NPD spontan Eckernförde oder Umgebung mit 20 – 30 Nazis auftauchen wird.

 

Wer sind diese Leute und was wollen sie?

Die FNE gehören zu den „Freien Kameradschaften“. Diese in vielen deutschen Orten bestehenden gewalttätigen Gruppen sehen sich in der Tradition der NSDAP und der SA. Unverholen propagieren sie einen aggressiven, kriegsverherrlichenden Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus. Ihr Ziel ist ein neues deutsches Reich.

 

Dass solche offen staatsfeindlichen Kräfte mit der „demokratischen“ Wahlpartei NPD zusammenarbeiten, ist weder Zufall noch Ausnahme. Sowohl auf lokaler als auch auf Bundesebene sind bekennende Neonazis in der NPD aktiv und verfolgen offen verfassungsfeindliche Ziele, ohne Angst vor einem neuen Verbotsverfahren haben zu müssen.

 

Warum ausgerechnet Rieseby und Eckernförde?

In den großen schleswig-holsteinischen Städten haben Neonazis Gott sei Dank schlechte Karten: Als die NPD Anfang 2005 versuchte, in Kiel Fuß zu fassen, blies ihr ein Sturm ablehnender Empörung von großen Teilen der Bevölkerung entgegen. Als Höhepunkt verhinderten tausende von AntifaschistInnen einen Aufmarsch eines lächerlichen Häufchens von 200 Neonazis im Januar 2005 in der Kieler Innenstadt.

 

In dieser Situation entstand der Plan der Neonazis, „die Städte vom Land aus erobern“ zu wollen. Dass solche Ideen zumindest ansatzweise erfolgreich sein können, zeigt das Beispiel Rieseby in erschreckender Weise: Es gelingt den Nazis zunehmend mit „coolen“ Angeboten wie dem Verteilen von CDs mit rechtsradikaler Musik und größeren Partys, attraktiv für Jugendliche zu sein. Die schleswig-holsteinische NPD hat Rieseby in den letzten Monaten ins Zentrum ihrer Propaganda-Aktivitäten gerückt: Mit Flugblättern und politischen Aktionen will sie sich vor Ort verankern, was ihr teilweise gelungen ist. So bekannte sich der jetzige Schulsprecher der Riesebyer Hauptschule vor laufenden NDR-Kameras zu einem neuen großdeutschen Reich.

 

Parallel zur Nazipropaganda stieg die rechte Straßengewalt in den letzten Monaten sprunghaft an: Übergriffe auf „links“- oder „ausländisch“-aussehende Jugendliche, Obdachlose, Behinderte und alle anderen, die nicht in das beschränkte Weltbild der Nazis passen, sind in Rieseby, Eckernförde und Umgebung fast an der Tagesordnung.

 

Wohin die Reise gehen kann, zeigt ein Blick in die „national befreiten Zonen“ (nicht nur) in Ostdeutschland: Es gibt Gemeinden, in denen niemand mehr wohnen kann, der „ausländisch aussehend“, behindert, homosexuell oder auch einfach „nicht rechts genug“ ist.

 

Wir werden eine „national befreite Zone Rieseby“ nicht zulassen! Weder Eckernförde noch Rieseby dürfen ruhiges Hinterland für die Nazi-Szene werden!

 

Wir rufen alle Menschen die keine Lust auf Nazis haben auf, (nicht nur) am Samstag ein deutliches Zeichen zu setzen: Ihr seid nicht alleine! Zusammen werden wir es schaffen die nationalsozialistischen Ideen dorthin zu befördern wo sie hingehören - Auf den Müllhaufen der Geschichte!

 

Der letzte Samstag war ein voller Erfolg für die antifaschistische Bewegung: Alle von den Nazis in Rieseby verteilten Materialien wurden fachgerecht in einer „braunen Tonne für braunen Müll“ entsorgt, die AnwohnerInnen wurden über die menschenverachtenden Aktivitäten der Nazis in ihrer Gemeinde informiert und spontan setzten mehr als 50 Menschen ein friedliches, aber deutliches Zeichen gegen den braunen Spuk. Hierüber wurde auch in der Presse sehr positiv berichtet. An diesen Erfolg gilt es diesen Samstag anzuknüpfen!

 

Treffpunkte:

Kiel: 10:30 Uhr Bahnhof, 10:42 Uhr fährt der Zug nach Eckernförde (Gleis 6)

Eckernförde: 11:00 Uhr in der Fußgängerzone vor der Sparkasse, Kieler Straße 1

 

Antifabündnis Kiel-Eckernförde

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Ergänzungen

Viel spass morgen in der Fussgängerzone

Nationale Beobachter Ostholstein 25.05.2007 - 21:10
BVersucht es mal morgen mit Gettorf um kurz nach zwölf treffen sich die Faschos am Bahnhof in Gettorf

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Zeige die folgenden 2 Kommentare an

Die haben umgeplant — Frankenstein

Wo waren denn die Nazis — AntiFascho