Bürgermob gegen geplanten Knast in Berlin?

_ 23.05.2007 15:55 Themen: Antifa Repression
Bürgermob gegen geplanten Knast in Friedrichshain/Lichtenberg?

Am 24.Mai findet eine Demo gegen einen, sich in Planung befindenden, Knast. Dieser soll im Raum des S-Bahnhofs Storkower Straße entstehen.

Es werden Neoazis anwesend sein und es wird eine „Law and Order“-Stimmung gegen „Kriminelle“ geschührt.

Die VeranstalterInnen mobilisieren unter dem Motto „Kein Knast im Kiez“ um 17 Uhr zur Max-Brunowstraße 4.
Bürgermob gegen geplanten Knast in Friedrichshain/Lichtenberg?

Am 24.Mai findet eine Demo gegen einen, sich in Planung befindenden, Knast. Dieser soll im Raum des S-Bahnhofs Storkower Straße entstehen. Die VeranstalterInnen mobilisieren unter dem Motto „Kein Knast im Kiez“ um 17 Uhr zur Max-Brunowstraße 4

Bürgerbewegunen und die Flanke nach rechts.
Die Hauptargumentation der Veranstalter_Innen lässt sich auf „Keine Kriminellen in unserer Gegend!“ reduzieren. Bei einigen Teilnehmer_Innen der letzten Bürgerdemonstration am 20. April ließen sich auch Arugumentationen verorten, die mit dem entstehen des Knastes eine Sicherheitszone im Raum des Friedrichshainer Nordkiezes verbinden (Keine Plakate, Sprühereien, alternatives Leben etc.). Prinzipiell klingt dies nicht nach Herrschaftskritik, die Fragt warum wir in einer Gesellschaft leben, in der überall Knäste entstehen, sondern läuft argumentatiev in die Richtung wie die meisten Bürgerbewegungen: „Da ist ein Problem und das muss jetzt weg!“. Genau der Punkt, an dem Neonazis regelmäßig andocken um ihre Inhlate zu vermitteln. So liefen auch bei der letzten Demonstration Kameradschaftsnazis am Fronttransparent mit.
Die Erfahrungen in Pankow-Heinersdorf, im Rahmen des Moscheebaukonfliktes, haben gezeigt das die Beteiligung von Neonazis allerdings nicht das alleinige Problem sind, auch wenn in Lichtenberg der Einfluß auf den Protest eine ernst zu nehmende Gefahr darstellt.
Vielmehr ist die Bürger-Argumentation ein zentrales Problem, da sie eher Anklang findet als explizit als rechts erkennbare Propaganda. Im Rahmen der Bürger-Knast-Proteste“ wird sich höchstwarscheinlich eine „Antikriminalitäts“-Argumentation durchsetzen. Gerde auf der Friedrichshainer Seite der Storkower Straße kann dies zu einem Kippen der alternativen Mainstream-Stimmung führen und der Kiez sieht sich auf einmal mit noch mehr „Alternativ- Law and Order-Spießern“ konfrontiert.

What to do?
Die alleinige Dokumentation und Vertreibung von Neoazis aus den Protesten wird darum nicht genügen. Die Verantwortlichen des Protestes müssen ausfindig gemacht werden. Im Rahmen von Diskussionen und Runden Tischen muß sich mit ihnen über ihre Meinung auseinandergesetzt werden. Denn innerhalb eines solchen Protestes sind zahlreiche „Wackelkandidaten“ anzutreffen, die sich auf Grund einer emotionalen Ablehnung einer solchen Einpunktbewegung anschließen. Ein schnelles Eingreifen, vor allem auf der Inhaltlichen Ebene, ist darum notwendig.

Kommt darum am 24.Mai zur Bürgerdemo zur Kritischen Dokumentation.

Demo „Kein Knast im Kiez“
24. Mai / 17 Uhr / Max-Brunowstraße 4

Startpunkt der Demo (Stadplan-Berlin)
 http://www.berlin.de/stadtplan/map.asp?sid=dd874f958466e34525193aa3a4da75cc&id=8244&num=04


Hier ein paar Links:

Herrschaftskritik zu den Themen Knast & politische Gefangene:
Anarchsit Black Cross – Berlin:  http://www.abc-berlin.net/

Lokale Antifa Gruppen in Friedrichshain / Lichtenberg:
Antifa Hohenschönhausen:  http://www.puk.de/antifah/
Antifa Friedrichshain:  http://www.puk.de/antifah/

Leidliche Erfahrungen mit dem Bürgermob in Heinersdorf:
 http://www.heinersdorf-buendnis.de.vu
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Ergänzungen

Fehler meinerseits:

Verfasser_In des Postings 23.05.2007 - 20:02
Die Internetseite der Antifa Friedrichshain lautet: www.antifa-fh.de.vu

Schon Leute unterzeichnen sehen

schwierig 23.05.2007 - 20:04
Das Thema wird bereits mit einer Unterschriftenkampage begleitet, nach dem Stil "Sicherheit für unsere Kinder - Kein Knast in Friedrichshain", liegen Unterschriftenlisten in diversen Läden und werden teilweise schon genutzt. Das Schwierige liegt genau hierin - es gibt eben genug Leute die da bereits unterschreiben - entweder weil sie lesen Keinen Knast(was ja richtig ist) oder Sicherheit für unsere Kinder(wo es um Angstmache und Kriminalisierung geht, was Rechten in die Hände spielt. Das ist brand gefährlich und ich kann nur hoffen, dass eine linke Kritik am Knast diesen Blödsinn ein Ende bereitet - gar keine Knäste, wozu überhaupt solche Anstalten... - wodurch werden Menschen krimminell,wer deutet so was, warum und welche Menschen triffen Knäste eigentlich? usw.

@ ich dachte ich wär links

Anarcha/o- Kommunist 24.05.2007 - 09:45
Kapitalismus ist kein Naturgesetz nach dem die handelden Personen (hier Unternehmer) zu ihrem tun gezwungen werden. Kapitalisten haben sich bewußt auf das "Spiel des Marktes" eingelassen - ansonsten wäre nach deiner "Theorie" ja etwas wie nichtkommerzielle Arbeit unmöglich - ohne hierbei übersehen zu wollen, dass der Kapitalismus nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten funktioniert und auch die alternativen Versuche innerhalb des kapitalistischen Systems diesen Gesetzmäßigkeiten unterliegen. Hier passt dann auch der "einzige" schlaue Satz von Adorno: Es gibt kein richtiges Leben im Falschen - wenn er mit der Aufforderung nach Veränderrung einhergeht.
Vielleicht solltest du zur Abwechslung mal weniger mit dem historischen Materialismus beschäftigen und mal was zur Theorie von Macht und Herrschaft von Foucault lesen. Kapitalismus nur als System ohne handelnde Idividen zu begreifen (was ja noch nicht mal der olle Kalle Chemnitz gemacht hat) ist jeden Falls auch nur verkürzte Kapitalismuskritik...

Gegensdarstellung

Der Veranstalter 24.05.2007 - 10:51
Hallo,

ich bin doch sehr verwundert über den Käse denn du so schreibst.

Aber da ich ja einer der Verantwortlichen bin, beziehe ich hierzu sehr gerne Stellung, um einfach mal deine verdrehte Wahrnehmung aufzuzeigen.

1. Es gab bei den bisherigen Demos keinerlei Nazis oder sonstiges Rechtes Klientel, falls doch beweise es!

2. Uns Eltern verleumderisch als Rechts zu bezeichnen, obwohl wir durchweg eine Alternative Lebensauffassung haben, ist ein Straftatbestand,
aber das wirst Du ja wissen !

3. Zu der Demo kommen Eltern mit ihren Kindern, Babys, Körperlich- und Geistigbehinderte Kinder und eben die Anwohner.

4. Das ist ein demokratischer Protest und weder Du oder sonst wer steht über dem Gesetz und wird das verhindern !

Aber nichtsdesto trotz, wir haben unseren Anwälten das Mandat gegeben, um gegen Dich Straf- und Zivilrechtliche Schritte einzuleiten.
Und sollte etwas passieren und auch nur einer irgendwie verletzt, wirst Du dafür die Verantwortung tragen, definitiv !

Habe den Mut und zeige Dich nachher und stelle dich den Eltern und den Anwohnern, aber dafür wird Dir wohl der Mut fehlen, oder nicht ?!

Differenzierte Positionierung

Lokaler Antifaschist 24.05.2007 - 12:31
Ich denke, dass eine differenziertere Positionierung erforderlich wird, ist ja klar. Wir haben es weder mit einer ähnlich homogenen Masse aus Rassist_innen zu tun wie in Heinersdorf. Andererseits sind diese achso alternativen Kiezeltern, genauso spießbürgleriches Pack wie alle anderen auch, die in allem fremden eine Bedrohung sehen.
Trotzdem sollte es möglich sein mit den Veranstalter_innen zu reden. Wurde das versucht? Ich denke nicht. Der Idealfall wäre eine kritisch-revolutionäre Beteiligung an den Protesten und zwar als klar erkennbarer linker Block, der als Nebeneffekt, auch die Teilnahme von Faschist_innen auf den Demonstrationen verunmöglicht.
Unsere Perspektive muss lauten, die Märchen um den bösen Kriminellen (denn die meisten Häftlinge sind arme Schweine, die wegen Schwarzfahren, Diebstahl, Schulden und ähnlichem im Knast sitzen. Aber auch die "schweren Jungs und Mädchen" sind oft von einer Biographie der Ausgrenzung und Armut geprägt)der herumzieht und kleine Kinder mit AIDS infiziert entgegenzutreten und andererseits unsere Positionen zu Zwangsanstaltungen, nämlich die bedingungslose Abschaffung von ihnen, in die Proteste hereinzutragen.

@ Anarcha/ o Kommunist

ich dachte ich wär links 24.05.2007 - 13:19
Natürlich ist es kein Naturgesetzt, allerdings ist aus der Konkurrenz allerdings der "Zwang zum Handeln" entstanden, dem die Unternehmer folgen, sonst wären sie ja dem Untergang geweiht.
Wenn du sagst das Unternehmer sich "bewußt" auf dieses "Spiel" einlassen, merke ich deine Anarchorealitätsferne!
BSp: Tante Emma verkauft ihr Gemüse an der Straße, direkt vom Feld. Den Leuten schmeckts und um die gestiegen Nachfrage zu decken, investiert sie in einen kleinen Laden und macht etwas Werbung. Den Leuten schmeckts immer noch und die Nachfrage steigt weiter. Sie muss also weiter expandieren. Sie schießt Geld vor (Investition) kauft mehr Acker, baut eine Abfertigungshalle und stellt Menschen ein, die nun das Feld bearbeiten, ernten und verpacken. Diesen Menschen bezahlt sie einen möglichst geringen Lohn um ihren Gewinn zu erhöhen. usw. usw.
Jetzt geb mal Tante Emma den Namen Siemens und statt Gemüse nimmst du Maschienen.
Kein Unternehmer steht geifernt und sabbernd vor seinen Lohnabhängigen und sieht den wandelnden Mehrwert in ihnen, sondern der Druck aus Geld Kapital zu machen, zwingt ihn dazu besser, schneller und toller zu sein als die Konkurrenz.
Desweiteren muss ich mich noch kurz über das "Anarch/o" vor deinem Namen lustig machen.
Frage: Wenn Anarchos gegen den Kapitalismus sind, wollen sie doch auch das Privateigentum an Produktionsmitteln vergesellschaften. Dazu müssen sie aber Enteignungen starten. Oder etwa nicht? Also fungieren sie doch genauso als Unterdrücker und üben Macht auf die Klasse der Kapitalisten aus! Warum spielen sich alle Anarchos dann so als Freiheitskämpfer auf, die gegen Macht und Unterdrückung sind, obwohl sie selber unterdrücken müssen. Siehe z.B. Spanien oder die Machnobewegung.
Erwarte erläuterung!

FAKE--Gegendarstellung--FAKE

cheka 25.05.2007 - 13:11
Die Gegendarstellung ist ein FAKE!!!
Die website exestiert nicht, es gibt keinerlei hinweise auf die unterm text genannte mail adresse auf der echten! BEA kita site!
UND! warum hat der angebliche Veranstalter seine mailadresse auf der BEA site (ist möglich)
Also: kein mails mit eurer mailadresse an diese Adresse!

ganz nebenbei an den "Gegendarstellung" verfasser:
Wo wurde wie dazu aufgerufen die Demonstration zu stören oder zu verhindern?
Und wie kommst du zu der Behauptung das keine bereitschaft zur verbalen Disskusion vorhanden ist, nachdem im anfangstext zu einem runden tisch mit dem veranstaltern aufgefordert wurde?

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 10 Kommentare

sind wir nicht

auch 23.05.2007 - 19:35
gegen zwangsanstalten. dann mischen wir uns natuerlich ein, oder etwa nich ?

Ja wir sind gegen Zwangsanstalten

Verpasser_In des Postings 23.05.2007 - 20:00
Natürlich sind wir gegen Zwangsanstalten. Die Bürgis bekämpfen den Knast allerdings nicht
weil er eine Zwangsanstalt ist und einen wichtigen Teil kapitalistischer Herrschaft darstellt,
sondern weil sie Schiss vor den vielen "Gangstern" haben, die ihre Wohnqualität mindern und
die Grundstückspreise sinken lassen etc...
Steht aber auch in meinem Artikel.

Der rechte Aufruf ist aber peinlich

! 23.05.2007 - 20:19
Die scheinen zu denken, daß ein Knast ein normales Wohnhaus ist und die Knasties vom Knast aus dann allabendlich ihre Raubzüge aus starten. Das passiert, wenn man zuviel SAT1 guckt.
Nun ja, die Demo könnte man ja auch dafür benutzen, eine Welt ganz ohne Knäste zu propagieren. Wenn auf 50 Bürgers dann 150 Anarchos mit genau dieser Forderung kommen und nebenbei die 10 Nazis weghauen, wär das doch ne witzige Aktion :-)

Hää?

Ich dachte mal ich wär links! 23.05.2007 - 21:50

Ein Gefängniss hat nichts mit kapitalistischer Ökonomie zu tun. Wer herrscht denn im Kapitalismus? Doch nicht ein kapitalistischer Geheimbund, der heimlich alles unterwandert. Einige Leute sollten wohl mal erkennen, das "der" Kapitalismus eine ökonomische Form ist, sich entwickelt hat aus der freien Konkurrenz , die jeden Unternehmer zwingt zu handeln. Die Auschlachtung des Mehrwerts aus den Lohnabhängigen, die tauschwertsorientierte Geldzirkulation, die Akkumulation von Kapital, das chaotische Prinzip von Angebot und Nachfrage usw. usw. . Das sind kapitalistische Verhältnisse, nicht irgendwelche Gefängnisse. Also, missbraucht doch das Wort "Kapitalismus" doch nicht so. Und
verkürzte Kapitalismuskritik sollten wir den Nazis überlassen.

einfach lächerlich

egal 24.05.2007 - 10:54
mal unabhängig von den bebirnten nasen:
die leute sind nicht gegen den knast, weil "ihre" grundstückspreise da sinken (lol, wer hat denn dort ein grundstück?)!
die haben schlichtweg schiss um sich selbst und ihre kinder.
hierbei geht es nicht darum, ob die angst berechtigt ist oder nicht, sie haben sie halt einfach.
dazu kommt noch etwas:
ihr glaubt doch nicht im ernst, dass ihr da mit 150 leuten auftaucht, oder?
ein drittel davon wäre schon ein erfolg!
was bewirkt da euer auftreten in einer bedrohlichen form? das gegenteil von dem, was ihr wollt. die leute fühlen sich bekräftigt in ihrer ablehnung!
und unterschätzt mal nicht die anzahl der leute, die das nicht wollen!

die nazis haben mal wieder ein thema für sich erkannt. deshalb kann man aber das anliegen der anwohner nicht automatisch in die rechte ecke schieben, das ist unlauter.
ernst nehmen und möglicherweise argumentativ begegnen.
es ist weiterhin noch interessant für die argumentationslinie, welche art von gefangenen da untergebracht werden sollen.
einige arten hätte ich auch nicht gern in meiner nähe!!!

hmmm

Rastaman 24.05.2007 - 11:24
Also zunächst mal: Gefängnisse sind definitiv Teil der kapitalistischen Zwangslogik, was nicht heißt das sie nur im Kapitalismus existieren aber ich wage zu behaupten: Unsere Gesellschaft könnte ohne Gefängnisse nicht existieren.
Soviel zu meiner Meinung. Ansonsten wollte ich mich noch an "den Veranstalter" wenden(sollte das kein Fake sein gg) : Spar dir doch mal prophylaktische Anzeigen und warte ab was bei der nächsten Demo so kommt. wenn wirklich keine rechtsgerichteten Personen dabei sind kannst du dich doch freuen wenn 20-100 laute Autonome mit ein paar Transpis deine Demo bereichern, oder nicht? ;-)
Macht euch locker und seid solidarisch!

Veranstalter

Vater 24.05.2007 - 16:58
Hallo Veranstalter!
Wo sind denn Eure Demos gegen die ständigen rechten Übergriffe im Kiez?
Das schüren der Angst, schön Kinderschutz vortäuschnd, ist wesentlicher Bestandteil rechter Propaganda. Klar reagieren Eltern, auch ich auf jede Bedrohung der Kinder. Manche lassen sich auch vor einen Karren spannen von dem sie nicht wissen wer diesen steuert. Als ich den ersten Zettel zu diesem Thema in Lichtenberg sah, war mir klar das formulieren Nazis. Der hier abgedruckte Flyer ist mit Abstand der harmloseste.
Und nur weil ein Veranstalter die Nazis in "seiner" Demo nicht erkennt heisst das nicht dass keine da sind!
Also vor jeder Aktion überlegen was mache ich da.
z.B. Knäste für Freigänger gibt es. Wo sollten diese sein? Was unterscheidet meine Gegend von anderen das diese Knäste nicht auch hier sein könnten? .......

An "ich dachte ich wär links"

Anarchosyndikalistin 24.05.2007 - 18:11
Es ist ja wohl eindeutig auf welcher Seite du im Klassenkampf stehst. Für die Chefs vollstes Verständnis, fürs Proletariat nur Verachtung. Was immer links und rechts bedeuten mag, du bist ein Kapitalistenfreund.

@ ich dachte ich wär links

Anarcha/o-Kommunist 24.05.2007 - 19:13
Zu deinem TanteEmma-Beispiel (bei uns in der Gegend sind eher OnkelAchmeds): Erst lies nochmals meinen Kommentar! Dann denke darüber nach, was passiert, wenn Tante Emma sagt, boh das läuft gut ich könnte zwar mehr verkaufen, mach ich aber niocht, weil ich keine Bock hab und die Konkurrenz mir nicht schadet und ich über die runden komme.
Soll heißen Schwachsinn was du erzählst, gleiche "Naturgesetzkacke" wie im ersten Posting. Und zu deinem Spanien und Ukraine: Doppelschwachsinn! Als klassenkämpferische AnarchistInnen geht es sehr wohl um Enteignung oder besser Wiederaneignung der Produktionsmittel. Dies wird nicht ohne Zwang geschehen, muss aber nicht zu neuer Herrschaft führen.
Da kann ich mich nur der Genossin Anrchosyndikalistin anschließen, wichtig ist auf welcher Seite im Klassenkampf du stehst: für oder gegen den Kapitalismus und die mit ihm verwobenen anderen Unterdrückungsmechanismen (Hauptwiderspruch fuck off!)
Empfohlen sei dir: Albert Meltzer: anarchism argument for and against und crimeth.inc: Days of war, nights of love sowie Horst Stowasser: Anarchie.
Ansosnten lass uns mit der praxislosem Theoriegeschafel in Ruhe und geh wieder in dein Uni-Seminar!

@Anarcha/o Kommunist

ich dachte ich wär links 25.05.2007 - 16:21
wenn du dauernd irgendwelche buchtitel nennst, geh ich davon aus das du sie nicht verstanden hast und nicht erläutern kannst. aber ich werd sie trotzdem nicht lesen.

mit deinem tante emma einwand beweist du eindeutig deinen anarchounsinn. es scheint das du keinerlei ökonomisches wissen besitzt.
die tante emma hat (neu)-investiert um die gestiegene nachfrage zu decken. hätte sie das nicht getan und einen teil der nachfrage nicht gedeckt, wäre zwangsläufig der andere teil auch weggefallen, da die Kunden nicht linear hinter einander einkaufen, sondern zufällig. D.h. Kunde A, B, C, D E, F...... kommen nicht immer in dieser Reihe in das Geschäft, sondern auch mal in der Reihenfolge F, A, C, B, D, E oder B, C, E, F D, A . Also wird mit sicherheit jeder Kunde einmal nichts bei tante emma bekommen, da sie ihr angebot nicht der gestiegenen nachfrage angepasst hat. Und darauf wird sich logischerweise der kunde ein geschäft suchen, wo er bekommt was er will.

desweiteren setzt du bei tante emma eine moral voraus, bzw. werte und tugenden, wenn sie sagt wie du schreibst: "weil ich keine Bock hab und die Konkurrenz mir nicht schadet und ich über die runden komme."
Damit unterscheidest du dich nicht von einem christen, du willst quasi eine anarcho religion.
außerdem erschreckt mich, das du tante emmas produktionsmittel nicht vergesellschaften willst, sondern es bei ihrem privateigentum an produktionsmitteln belässt. hast wohl zuviel vom geisteskranken proudhon gelesen!
und entäuschen muss ich dich nochmal, ich studier nicht, aber lesen hilft trotzdem.