NPD Prominenz in Weißenburg
Am Samstag, den 19.05.2007, fanden im Raum Weißenburg mehrere Propaganda Veranstaltungen der NPD Weißenburg/Guzenhausen statt. So fand zeitgleich unter anderem in Gunzenhausen, Weißenburg, und Ansbach Informationsveranstaltungen der NPD und in Pleinfeld eine Veranstaltung der Republikaner statt. Ursprünglich war auch in Treuchtlingen ein Stand zur Verbreitung ihrer menschenverachtenden Politik geplant, dies scheiterte jedoch an den dort ansässigen Behörden, welche kurzerhand den Stand verbot.
Diese groß angelegte Propaganda Aktion seitens der NPD konnte nicht ignoriert werden. So meldeten Weißenburger AntifaschistInnen in Gunzenhausen eine Gegenveranstaltung an. Im Rahmen der Bundesweiten Kampagne NoNPD sammelten sie, zeitgleich zum Stand der RechtsextremistInnen Unterschriften für ein Verbot der NPD. Die Reaktion der Gunzenhausner Bürger hätte zwar euphorischer ausfallen können, jedoch haben sich eindeutig mehr Anwohner für den Stand der AntifaschistInnen interessiert als für den Stand der NPD und so konnte wieder eine große Anzahl an Unterschriften für ein Verbot der Rechtsradikalen Partei gesammelt werden.
Anschließend an die Informationsveranstaltungen fand in Weißenburg eine Kundgebung mit seltener NPD Prominenz statt. Hauptredner war der Bayrische NPD-Landesvorsitzende und Nürnberger Stadtrat Ralf Ollert(13). Auch der mehrfach Vorbestrafte Vorsitzende der Weißenburger NPD Christian Jones (8) und die Gebrüder Paulus(11 & 12) waren anwesend. Ollerts lächerliche Rede über nationale Globalisierungskritik wurde jedoch von den gut 50-60 anwesenden AntifaschistInnen niedergeschrieen. Es wurden Transparente mit dem Schriftzug „Nie wieder Faschismus“ und „NoNPD“ gehalten und Fahnen der „Linken“ sowie „Antifa Fahnen“ geschwenkt. Die gerade zu lächerliche Anzahl von ca. 15 FaschistInnen konnte ihre Menschenverachtende Propagande nicht verbreiten. So war die Resonanz von vorbei eilenden Bürgern sehr gut, immer wieder kamen Passanten zu den Gegendemonstranten und ließen keinen Zweifel daran, wie sehr sie die NPD verabscheuten.
Unter den verdutzt blickenden Nazis, die offensichtlich nicht mir so einem Großen Aufgebot an Gegnern gerechnet hatten, waren unter anderem Michael und Martin Paulus (11 & 12), welche auch ihren Elfenbeinfarbenen VW-Bus (ERH–DM–199) als Lautsprecherwagen mitgebracht hatten, Erich Kaufmann(7), Christian Jones(8), und ein verängstigter Ordner mit einem Anti-Antifa T-Shirt(2). Im Cafe daneben wurde der peinliche Aufzug der NPD von einigen Republikanern kritisch beäugt(siehe unten). Nach gut einer Stunde brach die NPD dann ihre Kundgebung ab, da auch sie endlich einsahen, dass kein einziger vorbeieilender Weißenburger ihr faschistisches Gedankengut verstehen konnte. Unter den Pfiffen der anwesenden AntifaschistInnen rollten sie ihr groteskes Anti G8 Plakat ein und zogen davon.
Abschließend ist zu sagen, dass leider keine größere Gegenveranstaltung zu den NPD Ständen und der Kundgebung möglich war bzw. diese ernsthaft zu stören, da die Aktionen sehr kurzfristig angemeldet worden waren, und somit eine größere Antifaschistische Mobilisierung fast unmöglich gemacht wurde. Dass in Weißenburg trotzdem so viele Menschen anwesend waren ist sehr positiv zu bewerten. Es wurde mal wieder gezeigt:
Es gibt kein ruhiges Hinterland!
Faschisten bekämpfen, immer und überall !!!
Anschließend an die Informationsveranstaltungen fand in Weißenburg eine Kundgebung mit seltener NPD Prominenz statt. Hauptredner war der Bayrische NPD-Landesvorsitzende und Nürnberger Stadtrat Ralf Ollert(13). Auch der mehrfach Vorbestrafte Vorsitzende der Weißenburger NPD Christian Jones (8) und die Gebrüder Paulus(11 & 12) waren anwesend. Ollerts lächerliche Rede über nationale Globalisierungskritik wurde jedoch von den gut 50-60 anwesenden AntifaschistInnen niedergeschrieen. Es wurden Transparente mit dem Schriftzug „Nie wieder Faschismus“ und „NoNPD“ gehalten und Fahnen der „Linken“ sowie „Antifa Fahnen“ geschwenkt. Die gerade zu lächerliche Anzahl von ca. 15 FaschistInnen konnte ihre Menschenverachtende Propagande nicht verbreiten. So war die Resonanz von vorbei eilenden Bürgern sehr gut, immer wieder kamen Passanten zu den Gegendemonstranten und ließen keinen Zweifel daran, wie sehr sie die NPD verabscheuten.
Unter den verdutzt blickenden Nazis, die offensichtlich nicht mir so einem Großen Aufgebot an Gegnern gerechnet hatten, waren unter anderem Michael und Martin Paulus (11 & 12), welche auch ihren Elfenbeinfarbenen VW-Bus (ERH–DM–199) als Lautsprecherwagen mitgebracht hatten, Erich Kaufmann(7), Christian Jones(8), und ein verängstigter Ordner mit einem Anti-Antifa T-Shirt(2). Im Cafe daneben wurde der peinliche Aufzug der NPD von einigen Republikanern kritisch beäugt(siehe unten). Nach gut einer Stunde brach die NPD dann ihre Kundgebung ab, da auch sie endlich einsahen, dass kein einziger vorbeieilender Weißenburger ihr faschistisches Gedankengut verstehen konnte. Unter den Pfiffen der anwesenden AntifaschistInnen rollten sie ihr groteskes Anti G8 Plakat ein und zogen davon.
Abschließend ist zu sagen, dass leider keine größere Gegenveranstaltung zu den NPD Ständen und der Kundgebung möglich war bzw. diese ernsthaft zu stören, da die Aktionen sehr kurzfristig angemeldet worden waren, und somit eine größere Antifaschistische Mobilisierung fast unmöglich gemacht wurde. Dass in Weißenburg trotzdem so viele Menschen anwesend waren ist sehr positiv zu bewerten. Es wurde mal wieder gezeigt:
Es gibt kein ruhiges Hinterland!
Faschisten bekämpfen, immer und überall !!!
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Ergänzungen
Die örtliche Zeitung schreibt:
Die hatte tatsächlich in viele Richtungen gut funktioniert, denn die Gruppe der Demonstranten war bunt gemischt. In die Jahre gekommene Anhänger der Friedensbewegung standen neben den Mitgliedern des „Schwarzen Blocks“ – einer Gruppe junger, autonomer Antifaschisten, die sich mit Kapuzen halb vermummt hinter ihrem „Nie wieder Faschismus“-Plakat versteckten. Stadträte (Gabriele Schlör und Heinz Gruber), Lehrer, Kneipiers, Musiker, Geschäftsleute, Studenten, Schüler – der Protest war breit angelegt. „Solcher Abschaum“ Immer wieder blieben Passanten stehen und stellten sich im wahrsten Sinne des Wortes hinter die Demonstranten. Eugen Bratkowski konnte sich vor Wut kaum mehr beherrschen: „Solcher Abschaum ist das allerletzte, was wir brauchen“, wetterte der Sohn von polnischen Zwangsarbeitern. Während Ollert am Mikro sich gegen „Internationalismus“ ausssprach und Rezepte für das „so leidvoll geprüfte Deutsche Land“ entwarf, antworteten die Friedensbewegten mit Gesängen: „Lasst euch nicht ködern, fangt zu denken an. Mit braunen Parolen fing so viel Unheil an.“ Die Jugendlichen skandierten „Nazis raus“ und wer nicht singen wollte, blies mit aller Kraft in die Trillerpfeife. Zu gewalttätigen Zusammenstößen zwischen den Rechten und deren Gegnern kam es in Weißenburg weder während noch nach der Demonstration. Das bestätigte die Polizei auf Nachfrage unserer Zeitung. Auch in Gunzenhausen führte der NPD-Stand zu keinerlei Gealttaten. Eine Gegenveranstaltung gab es aber auch in der Nachbarstadt. Die Offene Linke hatte dort ebenfalls einen Stand aufgebaut und sammelte Unterschriften für ein Verbot der NPD. In Treuchtlingen hatte die Stadtverwaltung dem geplanten Infostand der Nationaldemokraten die Genehmigung nicht erteilt. Michael Paulus, Pressesprecher des NPD-Bezirksverbandes: „Wir haben vier Standorte vorgeschlagen und die Stadt hat alle abgelehnt, weil sie bereits ausgebucht seien.“ Die NPD will sich nun überlegen, ob sie gegen die Entscheidung Treuchtlingens rechtlich vorgeht. Paulus kündigt aber bereits Konsequenzen in anderer Richtung an: „Auf jeden Fall wird es Treuchtlingen, was die politische Information betrifft, jetzt öfter treffen.“ Parallel zu den Kundgebungen in Weißenburg und Gunzenhausen hatte die rechtsextremistische Partei auch in Ansbach Infostände aufgebaut. Der Ortsverband Weißenburg-Gunzenhausen ist rechtlich dem Ansbacher NPD-Kreisverband angegliedert.
Jahn Stephan