Valencia: Immigranten unter der Brücke

Obrim la Ment! 20.05.2007 15:14 Themen: Antirassismus Soziale Kämpfe
Seit fünf Jahren leben ca. 150 Immigranten unter einer Brücke mitten in Valencia. Die Stadt sieht sich "ausser Stande" diesen inhumanen Zustand zu beenden. Eine studentische Initiative hat nun
ein Video über "die Schande Valencia" gedreht...
UNMENSCHLICHE STITUATION SUBSAHAURISCHER MIGRANTEN IN VALENCIA: LEBEN UNTER DER BRÜCKE
( Siehe dazu auch ausführlich, Apartheid ist ein warmes Bett, Teil zwei:  http://de.indymedia.org/2007/01/167253.shtml )
von: Asamblea de estudiantes Obrim la Ment!

Einwanderung ist in Spanien eine Realität die, weit davon ein Problem zu sein, dem Land zu Reichtum verhilft. Zahlenerhebungen und Daten von Untersuchungen veranschaulichen das. Dieser Reichtum ist nicht nur ökonomisch, sondern auch kulturell. Trotzdem sind die Lebenbdingungen vieler ImmigrantInnen ohne Papiere, sin papeles, in Spanien tragisch.

Ein Beispiel hierfür ist die Situation von ca.150 Migranten, vornehmlich subsahaurischer Herkunft, die unter absolut menschenunwürdigen Bedingungen seit etwa 5 Jahren! unter der Ademúz-Brücke, im Park um den (Fluss) Río Turiaen in der katalanischen Stadt Valencia leben. Laut Angaben der Stadtverwaltung kann die Migrantengruppe nicht in Aufnahmezentren unterkommen, weil dort nicht genügend Betten zur Verfügung stehen. Verschiedene NGO´s fordern von daher von der autonomen und lokalen Verwaltung, eine Unterkunft für die Betroffenen zu errichten. Die Verantwortlich jedoch stellen jedoch die Angemessenheit dieser Alternative in Frage. Die MacherInnen des Programms “Rechtzeitig geht der Mond auf” -"La Luna sale a tiempo" von Radio Luz in Valencia haben nun anhand der Aussagen des senegalesischen Einwanderers Papa Boy ein Video über die schändliche Situation erarbeitet. Papa Boy kam in einem Cayuco ( tiefes Holzboot mit Platz für ca. 100 Personen ) nach Spanien ud lebt seit 9 Monaten unter der Brücke in Valencia.
Das VIDEO gibt es auf:
 http://www.masvoces.org/spip.php?article772

Die StudentInnenversammlung Asamblea de estudiantes Obrim la Ment! hat dieses Video erstellt um diese Realität sichtbar zu machen und UNTERSTÜTZUNG für die Betroffenen zu erreichen. Dem Tourismusland Spanien zu zeigen, dass sein Rassismus auch im globalen "Ausland" bekannt ist und auf Entrüstung stösst, ist jedenfalls eine der Möglichkeiten, diese Initiative und den Erfolg des Protestes vor Ort zu unterstützen.

Verantwortlich für die Einwanderumngspolitik des spanischen Staats u.a.:
José Luís Rodríguez Zapatero
Spanischer Regierungspräsident
Palacio de la Moncloa,
Avda. Puerta de Hierro, s/n.
28071 Madrid
España
 Jlrzapatero@presidencia.gob.es
Fax: 0034 913900217

AKTUELLE PROTESTE: ZELTLAGER "Ningú sense sostre, ningú sense drets"

Seit nun bereits 5 Jahren leben Hunderte Personen unter der Ademúz-Brücke, wo sie Schutz vor dem Regen und einen Platz zum schlafen suchen. Die Regierung Valencias verspricht seit Jahren zwei Aufnahmezentren einzurichten; getan hat sie jedoch nichts. Die Situation kann so nicht weitergehen, und zumindest dürfen nicht alle passiv bleiben. Ohne Einmischung, so die Asamblea der StudentInnen, werden diese Leute vielleicht im Fluss verschwinden, aber nicht weil sie nicht einmal Zugang zu den geringsten Auswegsmöglichheiten hatten, sondern weil sie selbst dort nicht geduldet wurden.

Am 11.Mai gab es den Versuch, auf dem Rathausplatz aus Protest bzw. in Solidarität zu zelten; dazu hatten verschiedene Organisationen in Solidarität mit den InmigrantInnen/Mesa de Entidades en Solidaridad con los Inmigrantes sowie das Alternative Migrationsforum und die Asamblea Baobab aufgerufen:

VIDEO:  http://www.youtube.com/watch?v=8usJZG2-5dU

Die StudentInnenversammlung ist zu finden und kontaktieren unter:
Assemblea d'estudiants
OBRIM LA MENT
Web-Site: www.obrimlament.tk
E-Mail:  obrimlament@gmail.com
Forum: orimlament.losforos.es
Blog: obrimlament.blogspot.com

übersetzt von: tierr@
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Ergänzungen

kleine korrektur

egal 20.05.2007 - 22:43

valencia ist nicht katalanisch!

kleine korrektur:
valencia ist keine katalanische stadt - auch wenn dort ein dialekt des katalanischen, das "valenciá", gesprochen wird.

valencia gehört zur "Communidad Valenciana", was mehr oder weniger einem deutschen bundesland entspricht, nicht zu katalonien. im uebrigen legen viele menschen in valencia - außer linken und rechten/bürgerlich-rechten nationalisten auch wert darauf, nicht als katalanen bezeichnet zu werden.

in der sache keine einwaende und danke für den bericht.

Kleine Korrektur

nichtidentisches 20.05.2007 - 23:50
"subsahaurischer Herkunft" gibts net

Entweder sie sind Sahauris, das ist eine ethnische Bezeichnung für Menschen aus Westsahara, oder sie sind aus dem subsaharischen Afrika.

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 2 Kommentare

Jugendwohnungslosigkeit auch in Berlin ein Pr

Fatina 20.05.2007 - 21:02
Problem ,jedenfalls im Winter .Die Wohnungen sind unbezahlbar für Leute ,die keine amtlichen Gelder in Anspruch nehmen oder die Mieten werden vom Amt nicht übernommen ,weil sie zu hoch sind.Jugend nicht in der Provinz verschwenden zu wollen ,soziale Kontexte und Atmosphären selber wählen zu wollen läßt Leute mit der Straße vorlieb nehmen ,währenddeßen werden alternative Wohnprojekte geräumt ,luxus -oder standartsaniert und Teurer vermietet :an Firmen ,deren Produkte sich niemand leisten kann .Und die es darüber hinaus in den Konsum -und Einkaufszonen schon gibt ,warum nicht die Vielfältigkeit der Milleus und Ansprüche und Bedürfniße abhängig vom Einkommensniveau sich auch im Stadtbild spiegeln laßen ,anstatt ALLES den Kapital-und Konsumbedürfnißen von Reichen und Mittelreichen anzupaßen ,unterzuordnen .Verödete Innenstädte oder Einkaufs-Zonen sind auch nicht der Ort ,an dem die meisten Leute GERNE wohnen wollen Vororte und Einfamilienhausgegenden begünstigen ein Lebensmodell,das viele nicht mehr favorisieren Bohemekonzepte und gelernte Gewohnheiten ,die aus Überlebensstrategien der ehemals Armen .oder ehemals der Armen entstanden sind ,werden kommerzialisiert und werden kaufbar :die Kneipennacht ,die WG ,die Foodcoop..Die Enteignung um selbstgeschaffene Formen ,der "Schick" ,der darus entsteht ,das viele mit wenig auskommen ,das wird kopiert ,zum Marktangebot ,verteuert ,zum Privileg ,unzugänglich für die neuen und die immer-Armen .So funktioniert wohl Gentrifikation .Das Viertel auch armsaniert und auf maßenkulturelle Konzepte hin ausgerichtet werden können ,bweisen die "Ideen " der Umstrukturierer in Kreuzberg :wer trägt schon Nike -Schuhe oder feiert in einer Arena.

noch ne Ergänzng

clandestino 21.05.2007 - 12:00
Die Spanische Sprachregelung "subsahara" bzw. "subsahariana/o" ist ein Euphemismus für "Schwarzafrika" bzw. "Schwarzafrikaner". Wie hier in der BRD werden auch in Spanien und in der ganzen Weiß-dominierten Kultur Menschen schwarzer Hautfarbe als "Farbige" oder "Dunkelhäutige" bezeichnet. Nennen wir die Dinge/Menschen beim Namen: Die meisten BewohnerInnen Afrikas südlich der Sahara sind Schwarze, nicht mehr und nicht weniger.