NSBM-Konzert in Bayern geplant

XXX 16.05.2007 17:58 Themen: Antifa
Im Juni 2007 ist in Bayern ein Konzert der neonazistischen Black-Metal-Musikgruppen „Absurd“ (D), „Blessed in Sin“ (F), „Finis Gloria Dei“ (F) und „Funeral Winds“ (NL) geplant.
Das Konzert wird in einschlägigen Internetforen vom - kürzlich aus der Haft entlassenen - Ex-Sänger der Band „Absurd“, Hendrik Möbus, beworben. Er war 2003 wegen Volksverhetzung, Gewaltverherrlichung und der Verunglimpfung Toter zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Die Rolle des Sängers übernahm sein jüngerer Bruder Ronald Möbus, der sich ebenfalls vor Gericht verantworten musste (1).

In einem Statement im Online-Forum der neonazistischen „Pagan Front“ macht Hendrik Möbus noch einmal klar, wofür die Band „Absurd“ stand und steht: (...) Ich möchte die Paganische Tollheit unter möglichst vielen unserer Arischen Jugend verbreiten (...). In nächster Zeit ist u. a. auch eine gemeinsame Tonträgerveröffentlichung von „Absurd“ mit der neonazistischen US-Band „Grand Belial's Key“ geplant.

Auch die anderen auftretenden Musikgruppen sind eindeutig dem neonazistischen Flügel der Black Metal Szene zuzuordnen: Der Frontmann von „Funeral Winds“, Maurits Jansen, meinte in einem Interview etwa: „(...) Es ist an der Zeit, alle Immigranten zusammen mit der Regierung aus den Niederlanden zu werfen. Öffnet Auschwitz wieder und gebt ihnen allen einen Freifahrtschein zur Hölle.“ (2)

Die Brüder David und Christophe Magnoni, die als Sänger und Gitarrist der Band „Blessed in Sin“ aktiv sind, gehören zu den wichtigsten Aktivisten des neonazistischen Black-Metal-Underground in Frankreich. Im Februar 2004 standen sie gemeinsam mit fünf anderen Personen wegen Rassismus, Antisemitismus und Friedhofschändung vor Gericht und wurden zu Geld- und Haftstrafen verurteilt. (3)

In einem Interview zeigt die Band ihre menschenverachtende Orientierung: (...) aber am schlimmsten sind die Araber und die Neger, die in unseren Straßen viel zu viele sind. Wie die Christen, die Juden und die Moslems muss man diese Scheiße verbrennen, sie alle vergasen, kein Erbarmen für die Minderwertigen.“ Die Band „Finis Gloria Dei“ besteht ähnlich wie „Blessed in Sin“ aus Neonazis: Neben David Magnoni sind auch Laurent Franchet, der Frontmann der NSBM-Band „Kristallnacht“, und Anthony Mignoni involviert. Die beiden letzteren mussten sich ebenso wie die Magnoni-Brüder u. a. wegen Rassismus vor Gericht verantworten.

Mit diesem Konzert wird erneut bewiesen, dass Behauptungen, die Band „Absurd“ habe sich vom Neonazismus verabschiedet und wende sich nun lediglich dem Paganismus zu, unzutreffend sind.




(1) http://www.taz.de/dx/2003/05/16/a0130.1/text.ges,1
(2)Dornbusch/Killguss 2005. Unheilige Allianzen – Black Metal zwischen Satanismus, Heidentum und Neonazismus, Seite, 216, mehr Infos zu „Funeral Winds“ siehe:  http://fightfascism.wordpress.com/2007/04/29/janner-2006-eternity-in-witten/
(3)Dornbusch/Killguss 2005. Unheilige Allianzen – Black Metal zwischen Satanismus, Heidentum und Neonazismus, Seite 219, mehr Infos zu „Blessed in Sin“ und „Finis Gloria Dei“ siehe:  http://fightfascism.wordpress.com/2007/04/29/april-2007-neonazistische-konzerte-in-ellrich-und-annaberg-buchholz/
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Ergänzungen

DATUM?

ART 17.05.2007 - 00:53
"Im Juni 2006 ist in Bayern ein Konzert ..."

gemeint ist wahrscheinlich eher 2007, oder?!

Die Behauptung, dass sich Absurd vom

Geraer 17.05.2007 - 08:52
Neonazismus verabschidet hätten, wird ja schon durch die Tatsache als Albernheit klassifiziert, dass sich bei Liveauftritten regelmäßig die Geraer Hardcore-Nazis Jens "Asemit" Fröhlich von "Eugenik" ( http://germany.indymedia.org/2007/05/177214.shtml) als "Sänger" und Denis "Rabensang" Schoner von Totenburg ( http://de.wikipedia.org/wiki/Totenburg) fürs Schlagzeug zur Verfügung stellten.

ganz nebenbei

elfboi 18.05.2007 - 12:15
Ganz nebenbei kapieren diese rechten Neuheiden nicht, daß das klassische Heidentum überhaupt kein Problem damit hatte, Göttinnen und Götter und deren Kulte von anderen Völkern zu übernehmen. Gerade die Durchlässigkeit des antiken Polytheismus machte seine Stärke aus.

.

. 19.05.2007 - 09:23
die seite  http://www.myspace.com/unheiligeallianzen ist ein fake und nicht von christian dornbusch!

sdf

d 19.05.2007 - 10:30
das konzert soll im raum erlangen stattfinden, die vermutung liegt nahe, dass es sich um den gasthof "göb" handelt, in dem absurd schon im jänner 2004 und im februar 2005 ungestört auftreten konnten.

siehe auch:  http://www.turnitdown.de/430.html
 http://aida.open-lab.org/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=75&Itemid=192
 http://66.102.9.104/search?q=cache:wMezg6WfuG8J:www.stmi.bayern.de/imperia/md/content/stmi/sicherheit/verfassungsschutz/verfassungsschutzberichte/verfsch_2005_hj.pdf+absurd+konzert+bayern&hl=de&ct=clnk&cd=1&gl=at (Bayrischer Verfassungsschutzbericht 1. Halbjahr 2005).

Korrektur

ph 20.05.2007 - 04:41
Bitte korrigieren: Ronald Möbus ist nicht der jüngere sonderen der ältere Bruder von Hendrik.

Möbus' MySpace

hp 20.05.2007 - 22:32
Henrdik Möbus hatte kurzzeitig auch ein MySpace-Profil, dieses wurde inzwischen aber gelöscht.

 http://img108.imageshack.us/img108/3541/jfnqx1.png

dd

dd 22.05.2007 - 17:13
das konzert findet im gasthof "göb" statt, wo absurd in der vergangenheit schon mindestens 3 mal aufgetreten sind, hier ein bericht aus der bürgerlichen presse (mit schöner werbung für indymedia ;) ):

«Kein Neonazi-Dorf»

Gremsdorf: Ärger über «rechte» Konzerte wächst

«Wir wollen bewusst einen Kontrapunkt setzen und zeigen, dass Gremsdorf keine Neonazi-Gemeinde ist», sagt Bürgermeister Waldemar Kleetz. Am Sonntag, 1. Juli, wird im Forum der Barmherzigen Brüder eine Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus abgehalten.

GREMSDORF - Über 300 Menschen mit Behinderungen, die damals als «lebensunwert» stigmatisiert wurden, wurden in den 1940er Jahren deportiert und von den Schergen Hitlers ermordet. «Daran wollen wir erinnern», sagt Kleetz - im Wissen darum, dass sein Dorf vielen Menschen nur aus dem Verfassungsschutzbericht bekannt ist.

Denn seit Jahren schon trifft sich die rechtsradikale Szene immer wieder im Gasthof Göb. Neben NPD-Versammlungen sind es vor allem Konzerte mit faschistischen Bands, die regelmäßig Hunderte von Fans aus dem einschlägigen Lager anlocken.

Am 9. Juni ist das nächste Treffen geplant, «wenn alles klappt», so Wirt Thomas Göb. Der Gastronom hat erkennbar keinerlei Probleme mit seiner «braunen» Kundschaft. «Das läuft alles über einen Veranstalter, ich habe damit wenig zu tun», sagt er.

Von der Polizei werden die Treffen im Wirtshaus zwar stets kritisch beäugt, zu Gesetzesverstößen - weder in Richtung Volksverhetzung noch wegen Alkoholmissbrauchs - war es aber bisher nie gekommen. Oft werden die Konzerte als «geschlossene Veranstaltungen» deklariert - dann ist nicht einmal ein behördliche Genehmigung erforderlich.

Weder beim Landratsamt noch bei der Verwaltungsgemeinschaft Höchstadt oder den Polizeidienststellen war der Auftritt der neonazistischen Black-Metal-Musikgruppen Absurd (aus Deutschland), «Blessed in Sin», «Finis Gloria Dei» (beide Frankreich) und «Funeral Winds» (Niederlande) bislang bekannt.

Laut antifaschistischen Internetforen sind alle Bands eindeutig der rechtsradikalen Szene zuzuordnen. Als Beispiel für die menschenverachtende Denkweise wird auf der Homepage indymedia.org der Frontmann von «Funeral Winds», Maurits Jansen, zitiert: «Es ist an der Zeit, alle Immigranten zusammen mit der Regierung aus den Niederlanden zu werfen. Öffnet Auschwitz wieder und gebt ihnen allen einen Freifahrtschein zur Hölle.»

Unwille wächst

Kein Wunder, dass Bürgermeister Kleetz «alles andere als begeistert» ist, wenn Gremsdorf immer wieder mit diesen Umtrieben in Verbindung gebracht wird. «Der Unwille in der Gemeinde wird größer, viele gehen nicht mehr in das Wirtshaus», teilt er seine Beobachtungen mit. Der Gemeinderat zumindest kehrt nach seinen Sitzungen dort schon länger nicht mehr ein.

Auch im Kreistag waren die rechten Gastspiele heuer schon ein Thema, das die Grünen/Bündnis 90 auf die Tagesordnung gebracht hatten. Für die Fraktion formulierte Manfred Bachmayer den Vorwurf: «Dort will man mit den Rechten Geld verdienen.» Auf eine klare Linie für den Umgang mit den Neonazis konnte man sich im Gremium nicht verständigen. Die Bandbreite reichte von «ignorieren» bis hin zum Boykottaufruf. Die Bürger könnten den Veranstaltungsort ja meiden, hatte Jörg Bubel (SPD) angeregt.

«Natürlich sind die Auftritte der Bands nicht illegal, so lange sie nicht verboten sind, doch moralisch muss ich das Ganze verurteilen. Aber Herr Göb denkt wohl, das sei das große Geschäft», sagt Gremsdorfs Bürgermeister Kleetz. Bei seiner Ansprache am 1. Juli will er nicht nur an die Verbrechen vor über 60 Jahren erinnern, sondern auch «deutliche Worte» für diejenigen finden, die bis heute nichts aus der Geschichte gelernt haben. HOLGER PETER

 http://www.nn-herzogenaurach.de/artikel.asp?art=648825&kat=15&man=6 (Nordbayerische Nachrichten, 22.05.2007)

Junge Nationaldemokraten als Mitorganisator!

fuckG8 05.06.2007 - 19:04
Offensichtlich gehört die Neonaziorganisation “Junge Nationaldemokraten Bayern” (Jugendorganisation der NPD) zu den Organisatoren des Konzertes. Zumindest wird als Kontakt-Telefonnummer für das als “Geburtstagsfeier” getarnte Konzert eine Telefonnummer angegeben, die sich interessanterweise auch in einem Aufruf zu einer Demonstration der “Jungen Nationaldemokraten Bayern” wiederfindet. Die Neonazis hatten am 23. Februar 2007 einen Fackelmarsch “gegen linken Terror” in Gräfenberg veranstaltet.

.

fuckG8 06.06.2007 - 17:29
die telefonnummer gehört matthias fischer (NPD) ( http://www.redok.de/content/view/575/36/)

weitere Neonaziband bestätigt!

fuckG8 08.06.2007 - 16:13
Auch die deutsche Neonaziband "Blutrache" soll nun bei dem Konzert in Gremsdorf auftreten. Die Band sollte im November 2006 bei einem NS-Black-Metal-Konzert in Thüringen auftreten, das jedoch von der Polizei aufgelöst wurde ( http://fightfascism.wordpress.com/2007/04/29/november-2006-neonazistisches-konzert-in-thuringen-von-polizei-aufgelost/). Auf dem Cover ihres Tonträgers “Marsch zu neuen Zeitaltern” ist eine SS-Rune abgebildet. Im Lied “Eternal War” heißt es (übersetzt): “Ewiger Krieg, jüdischer Glauben in Flammen, quält sie in den Klauen des Todes (…) Ewiger glorreicher Krieg, Rache, Blut und Ehre (…)”

Im Lied “Die Rache des Heidenbluts” wird man noch deutlicher: “Arische Horden - Armeen des Hasses - auf der Suche nach Rache für jene die unseren Glauben verbannt haben, aber der Wille zur Wiedererrichtung unseres Reiches ist stark! (…). Auch das Lied “Arische Freiheit” ist auf dem Tonträger zu finden.

“Blutrache” finden sich neben anderen braunen Gruppen auf mehreren neonazistischen Tonträgern: Auf dem “Volksbote 12″-Sampler sind sie mit dem Lied “Die Rache des Heidenbluts” vertreten. Auf dem Sampler “Common Reich” findet sich das Lied “Marching Towards The New Aeon”

korrektur

fuckG8 08.06.2007 - 17:54
bezüglich "Blutrache" kams leider zu einer Verwechslung mit der gleichnamigen, finnischen NSBM-Band. Für die deutsche Band gilt nur der erste Satz betreffend das Nazikonzert, das in Thüringen stattfinden sollte.

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Was der Experte dazu meint... — chinesischer Reissack

Fake ? — umgefallener Reissack

Absurd in Bayern — marcel

f — f