Manege frei für "pro Köln"

Kampagne "Kein Bock auf pro Köln" 15.05.2007 19:32 Themen: Antifa Antirassismus
„Die Ehrenfelder Moscheegegner und zahlreiche pro-Köln-Aktivisten werden den etablierten Politikern vor der heutigen Ratssitzung einen gebührenden Empfang bereiten!“, kündigte die extrem rechte „Bürgerbewegung pro Köln“ auf ihrer Homepage an. Um 14:30 Uhr sah das Bild vor Ort allerdings ganz anders aus. Gerade einmal 40 „Moscheegegner“ hatten sich eingefunden, außer dem üblichen „pro Köln“ Mob und ein paar Neonazis war allerdings niemand gekommen. Diese wurden dann von der Polizei in einem extra für ihren Wanderzirkus abgesperrten Bereich untergebracht und ca. 90 Min. lang von mehr drei mal so vielen AntifaschistInnen (& der Clowns Army) verspottet. Hier ein paar Bilder und Videos vom „pro Köln“ Zoo.
Sicher hatte der rassistische Mob von „pro Köln“ sich den heutigen Nachmittag etwas anders vorgestellt. „Die etablierten Ratspolitiker, die den Bürgerwillen in Sachen Großmoschee seit Jahren ignorieren, sollen zu dieser wichtigen Sitzung gebührend empfangen werden!“, hatten sie auf ihrer Homepage großmäulig angekündigt. Stattdessen wurde ihnen ein gebührender Empfang bereitet. Da der Zulauf zur rechten Mahnwache jedoch sehr verhalten ausfiel, gesellten sich spontan ca. 20 Clowns mit in den Käfig und stimmten Parolen an. Leider wurden sie nach einer knappen halben Stunde wegen angeblicher Störung aus der Kundgebung entfernt. Aber auch im weiteren Verlauf der Veranstaltung kümmerten die Clowns sich rührend um jeden einzelnen Rassisten, mensch begleitete jeden Neuankömmling in den Käfig (und die Genervten natürlich auch wieder heraus). Später brachten sie die sichtlich mehr als irritierten „pro Kölner“ sogar noch zur Ratshaustür, hierbei schlug ein „Moscheebaugegner“ einen der Clowns äußerst brutal nieder (dieser blieb zum Glück jedoch unverletzt;). Auch sonst war der immer weiter schrumpfende Häuflein Rechter hinter ihren Gittern mit der Situation mehr als überfordert. Nicht einmal die Lautsprecheranlage funktionierte ordentlich, sondern spuckte Biedermannis Rede nur in Bruchstücken aus. Gegen 16 Uhr wurden dann auch die letzten „Moscheebaugegner“ von den Clowns zur Zuschauertribüne des Rathauses gebracht. Auch dort werden sie am heutigen Abend keinen großen Spaß mehr haben, schließlich hat die Verwaltung schon vor Tagen angekündigt, dass das Begehren aufgrund fast 8000 ungültiger Unterschriften unzulässig ist. Insgesamt ein aus antifaschistischer Sicht sehr erfolgreicher Nachmittag.

Allerdings hat „pro Köln“ neben der heutigen Mahnwache bereits weitere Aktionen angekündigt. Am Abend des 29.Mai wollen sie eine Bürgeranhörung zum Moscheebau stören und für den 16.Juni kündigen sie einen „großen Schweigemarsch mit schwarzen Fahnen“ von der DITIB Moschee zum Ehrenfelder Bezirksrathaus an(dieser war urspünglich für den 9.Juni geplant, wurde aber aufgrund eines Polizeinotstands durch die erwarteten Proteste um eine Woche verlegt). Für beide Termine sind von der Kampagne „Kein Bock auf pro Köln“ und anderen antifaschistischen Initiativen bereits Gegenaktivitäten angekündigt, am 16. Juni soll es unter anderem eine große Antifademonstration geben. Weitere Infos dazu folgen in den nächsten Tagen....


zwei kleine Videos findet ihr hier:
 http://www.youtube.com/watch?v=gG1tsIwmRAk
 http://www.youtube.com/watch?v=NpcfOgkT4Kw
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Ergänzungen

weitere Fotos

ausgefüllt 15.05.2007 - 20:17
Bild 1 zeigt den (im Text) erwähnten Rentner beim zuschlagen. Die anderen beiden ein anwesendes Neonazipärchen auf den Weg zur Kundgebung.

weitere Fotos & Ergänzungen

ausgefüllt 15.05.2007 - 20:34
Bild 1 - Zeigt den Ehrenfelder "pro Köln" Bezirksvertreter Heinz Kurt Täubner nachdem er einen Antifaschisten mit seinen Beutel schlagen wollte und ihn dabei verlor. Täubner hat wie die meisten seiner Mitstreiter eine lange neofaschistische Vergangenheit[siehe hier http://de.indymedia.org/2006/11/161609.shtml] Bild 2 - "pro Köln" Anti-Antifa Fotograf mit der Hinterlassenschaft eines Clowns auf der Wange Bild 3- Einer der Antifa Flyer für den 29.Mai, Treffpunkt 17h30 (Berufskolleg in der Weinsbergstraße 72)

Bei pro Köln hört sich das ganze so an...

Mein Name 15.05.2007 - 20:37
"....Ein großes Polizeiaufgebot mußte die friedlichen Mahnwachen-Teilnehmer gegen linke Störer und potentielle Gewalttäter schützen. Der gesamte Rathausvorplatz war für beinahe zwei Stunden lahm gelegt, die meisten Ratspolitiker der Altparteien kamen verspätet zur Sitzung. .... Unter Polizeischutz mußten anschließend die fünf Stadträte der Bürgerbewegung pro Köln das Rathaus betreten, was allerdings einige linkskriminelle Gegendemonstranten nicht an Handgreiflichkeiten hinderte. Besonders die 60jährige pro-Köln-Ratsfrau Regina Wilden wurde das Ziel einer Attacke eines jungen Politkriminellen aus der autonomen Szene. Nur die eingesetzten Polizeikräfte konnten schlimmeres verhindern! ..."

Re:

Bernibär 15.05.2007 - 21:00
Es stimt einfach nicht, dass sich nur die Linken verkleiden können. Biedermanni geht manchmal auch als Penner:

 http://biedermanni-verliert.blogspot.com/2007/05/keine-gewalt-4.html

weiteres

antifa-blogger 15.05.2007 - 23:44
informationen über die machenschaften von "pro köln" findet Ihr u.a. hier:

 http://antifa-aktionen.blogspot.com/search?q=pro+k%C3%B6ln .

Keep on rockin´!

Ein Foto aufgenommen...

Autorin 16.05.2007 - 00:37
...wenige Meter vom Rathaus entfernt. Köln ist bei weiten nicht die Nazifreie Insel als die sie immer dargestellt wird. Hier existiert neben "pro Köln" auch ein aktiver NPD+JN Kreise und auch sonst sind alle Facetten der extremen rechten hier vertreten.

videos

mollrops 16.05.2007 - 01:08
wie unlustige menschen mit clowns umgehen...

das video kann man in besserer auflösung noch bis zum 21.05 unter  http://senduit.com/63564d
downloaden -

ansonsten auf youtube unter  http://www.youtube.com/watch?v=SRmoOtubiYA

Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen

Verstecke die folgenden 9 Kommentare

Nazis rein...

...in den Käfig! 15.05.2007 - 20:39
LOL.
super aktion! :)

wie peinlich sind die den ;)

ausgefüllt 15.05.2007 - 22:54
guckt euch mal das letzte foto an. dort sieht man ein (schlecht gemaltes) transparent mit der aufschrift "wen ihr die moscheebaut - wählen wir pro köln"(< rechtschreibfehler im orginal) der witz an der sache ist, das transpi halten bis auf einen gelsenkirchen "pro gelsenkirche" stadtrat(der in köln sowieso nicht wählen darf) nur pro köln mitglieder. das zeugt ja von viel vertrauen in die eigene partei.

klares 1:0 für die Antifa

!!! 16.05.2007 - 01:21
am heutigen Tage und nachgelegt wird sicher am 29.Mai und am 16.Juni, kurz nach den erfolgreichen Anti G8 Protesten

See you on the Streets!

@ mollrops

Ein Clown 16.05.2007 - 01:50
Dein Video funktioniert leider bei beiden Links nur in Zeitlupe und mit äußerst verzehrten Ton. Stell es doch Bitte nochmal online, freu mich drauf

video in zeitlupe

mollrops 16.05.2007 - 10:38
das soll auch so sein :)
hab das video so bekommen...

- man sieht bei beiden aktionen erst eine zeitlupe und anschließend die sequenz in echtzeit.

Infoveranstaltung in Berlin

Smash ipahb & pro köln 16.05.2007 - 11:02
am kommenden freitag, den 18.5.07, wird es vom antirassistischen heinersdorf-bündnis in kooperation mit der initiative "kein bock auf pro köln" eine infoveranstaltung zur rechtspopulistischen partei pro köln veranstaltet.

18.5.07
19uhr
bandito rosso
lotummstraße 10a
berlin-mitte
(nahe u-bahnhof rosa-luxemburg-platz)

weitere infos gibts beim stressi
 http://www.stressfaktor.squat.net/termine.php?cat=16

Ihr habt keine Ahnung

tut nix zur Sache 17.05.2007 - 21:30
Ralph Giordano müßte nach eurer Logik auch ein Rechter sein. er ist nämlich auch gegen die Moschee (s. ksta von heute) Die Stimmung in Ehrenfeld ist echt schon scheiße genug, es grenzt an ein Wunder dass es nicht öfter dort knallt. Warum die Linke eine Moschee unbedingt verteidigen will die vom türkischen Staaat finaziert wird, kann ich nicht verstehen. Schon mal mit den Moscheebesuchern über Homosexualität und Frauenrechte gesprochen. Nicht? Nur zu! Man sollte ja wissen was man da verteidigt. Mit einem Minirock am Freitag nachmittag über die Venloersrstr. gehen-nur zu. Da lernst Du neue Schimpfwörter kennen. Da ist Nutte noch nett. Von einer Linken hätte ich mir doch eine fundiertere Kritik erwünscht. Nazis raus auf Bürgerversammlungen zu rufen, ist armselig. Ich werde auf keine Gegendemo wegen pro Köln in Ehrenfeld gehen, wenn nicht kritisch mit der islamischen Position vor Ort umgegangen wird.

Gegen "Pro Köln" heißt nicht "Pro-Moschee"

wiebke 18.05.2007 - 00:50
Natürlich wird bei einer Veranstaltung gegen Pro-Köln nicht der Islamismus verteidigt.
Dieser wird von der Antifa eindeutig thematisiert und angegriffen. Niemand tritt hier für den Bau einer Moschee ein, es geht ganz allein gegen Pro Köln, gegen Rassismus.

Smash djihad, smash racism.

Giordano

fuck racism 19.05.2007 - 13:03
Giordano macht in seinem Interview ( http://www.ksta.de/html/artikel/1176113436263.shtml) tatsächlich Anleihen bei faschistoiden Argumentationen, mault gegen die Religionsfreiheit, gegen die "fremde Kultur", die den armen Deutschen von der Multikultiverschwörung übergestülpt werden soll. Ein paar Beispiele für seine Hass-Phrasen:

"Auf dem Wege hierher musste ich einen Anblick ertragen, der meine Ästhetik beschädigt hat - eine von oben bis unten verhüllte Frau, ein menschlicher Pinguin."

"Was mich stutzig gemacht hat, ist: Ein solches Großprojekt wird hier mitten in Köln errichtet als Religionsausdruck einer fremden Kultur, und die Bevölkerung wird überhaupt nicht gefragt, ob sie damit einverstanden ist."

"Ich will auf deutschen Straßen keiner Burkaverhüllten begegnen."

"Sie antworten wie jemand aus einem Kulturkreis, dem die kritische Methode völlig unbekannt ist. Diese Errungenschaft der abendländischen Kultur ist dem Islam total unbekannt."

"Der Missbrauch von Kindern ist in der Gesellschaft allgmein geächtet. Das, was Sie Ehrenmorde nennen, kommt dagegen aus der Tiefe Ihrer Kultur."

usw.

Giordano macht dabei einen Fehler, den viele Angehörige von Minderheiten begehen - zu denken, er könnte sich durch Hetze gegen andere Verfolgte beim Deutschen Mob andienen und in die Volkgemeinschaft integriert werden. Das klappt natürlich nicht. Für den deutschen Durschnitts-Nazi wird er immer ein Jude bleiben, egal wie sehr er sich im Kampf gegen Muslime hervortut.