Erneute Bullenprovokationen auf Demo in MD
Antifaschistische Kundgebung zum Gedenken an Torsten Lamprecht + + + Anschließende Spontandemonstration mit ca. 130 Leuten + + + Bullen verhindern Solidarität mit den von Repression Betroffenen Anti G8 AktivistInnen + + +
Am heutigen Freitag rief die Autonome Antifa Magdeburg (AAMD) zu einer Antifaschistischen Kundgebung um 16.30 Uhr auf. Anlass war das jährliche Gedenken an Torsten Lamprecht und die neuerlichen Angriffe der deutschen Repressionsorgane gegen Anti G8 Strukturen. Mit 90 Personen war die Kundgebung am Alten Markt in Magdeburg gut besucht.
In der Nacht vom 8.-9. Mai 1992 griffen 50- 60 bewaffnete Neonazis eine Geburtstagsparty von Punks an den Magdeburger Elbterassen an. Etliche Schwerverletzte Punks und der Tod von Torsten Lamprecht waren die schrecklichen Folgen. Die ankommende Polizei griff nicht ein, sondern als die Faschisten abgezogen waren schikanierten sie die Angegriffenen Punks.
Torsten Lamprecht erlag drei Tage später an seinen schweren Verletzungen.
Seitdem gibt es den Versuch in jedem Jahr Gedenkveranstaltungen zu seinem Todestag zu organisieren. Doch die Polizei und die Stadt Magdeburg sieht es nicht gern, wenn Menschen an faschistische Mordtaten erinnern.
Die Exekutive in Sachsen-Anhalt scheint in Anlehnung an die Aufgaben der SA als Hilfspolizei im Dritten Reich lieber eine Form der Hilfs-SA einzunehmen. Wir können nur jeden warnen, Menschen die in dem rassistischen und faschistischen Weltbild der Polizei keinen Platz haben, leben in Sachsen-Anhalt gefährlich.
Schon zu Beginn der Kundgebung gab es diverse Schikanen der Bullen und eine Festnahme (angebliche Begründung: „es läge wohl ein Haftbefehl gegen diese Person vor“) Wie schon am kämpferischen 1.Mai verhinderte Team Green das Mitführen mehrerer Transparente welche sich auf die Polizeirazzien am 09.05. kritisch bezogen.
Wir kennen ja die Fantasie des BKAs und anderer Geheimdienste in Bezug auf fadenscheinige § 129a/b-Konstrukte.
Die Veranstaltungsleitung entschied sich eine Spontane Demonstration zum Friedhof, wo sich Torstens Grab befindet, anzumelden. Nach langer Verzögerung, seitens der Bullen, konnte die Demo dann mit ca. 130 Leuten starten. Vom Alten Markt gings dann lautstark und kraftvoll bis zum Universitätsplatz. Dort kam es wieder zu unbegründeten Angriffen auf DemonstrantInnen. Nach einem kurzen Stopp, dem Sammeln der Leute und vereinzelten Durchbruchsversuchen, gings dann weiter in Ketten Richtung Friedhof in Magdeburg- Nord.
Auf dem Friedhof angekommen wurde ein Kranz auf Torstens Grab niedergelegt. Eine VertreterIn der Gruppe Internationale Solidarität [Magdeburg] erinnerte in einem kurzen Redebeitrag, an die Vorfälle vor 15 Jahren. Sie machte deutlich, dass Opfer rassistischer Gewalt nicht vergessen werden und antifaschistische und antikapitalistische Politik nicht einzuschüchtern sei. „Torsten Lamprecht wird in unseren Herzen und Kämpfen weiter leben!“
Abschließend wurde noch eine Schweigeminute abgehalten.
Gegen 18.30 Uhr wurde die Veranstaltung dann vor dem Friedhof beendet.
Fazit:
Kraftvolle Demonstration. Für Magdeburger Verhältnisse recht viele Leute.
Das aggressive Verhalten seitens der Bullen wird uns auch dieses mal nicht einschüchtern und wir werden die notwendigen Aktionen unerbittlich weiterführen.
Die gesamte Veranstaltung wurde von einer Hundertschaft der Bullen begleitet. Im gesamten Verlauf der Demo liefen die Bullen knapp 1,50 Meter vor dem Fronttransparent und an den Seiten.
In Magdeburg- Stadtfeld brannten anscheinend in den frühen Abendstunden dann noch vereinzelt Mülltonnen.
In diesem Sinne
Antifaschistische Strukturen stärken und verteidigen!
Nix bleibt wie es ist: G8 Gipfel rocken!
Autonome Antifa Magdeburg, 11,Mai 2007
Infos und Aufruf zum Gedenken an T. Lamprecht: www.aamd.de.md
In der Nacht vom 8.-9. Mai 1992 griffen 50- 60 bewaffnete Neonazis eine Geburtstagsparty von Punks an den Magdeburger Elbterassen an. Etliche Schwerverletzte Punks und der Tod von Torsten Lamprecht waren die schrecklichen Folgen. Die ankommende Polizei griff nicht ein, sondern als die Faschisten abgezogen waren schikanierten sie die Angegriffenen Punks.
Torsten Lamprecht erlag drei Tage später an seinen schweren Verletzungen.
Seitdem gibt es den Versuch in jedem Jahr Gedenkveranstaltungen zu seinem Todestag zu organisieren. Doch die Polizei und die Stadt Magdeburg sieht es nicht gern, wenn Menschen an faschistische Mordtaten erinnern.
Die Exekutive in Sachsen-Anhalt scheint in Anlehnung an die Aufgaben der SA als Hilfspolizei im Dritten Reich lieber eine Form der Hilfs-SA einzunehmen. Wir können nur jeden warnen, Menschen die in dem rassistischen und faschistischen Weltbild der Polizei keinen Platz haben, leben in Sachsen-Anhalt gefährlich.
Schon zu Beginn der Kundgebung gab es diverse Schikanen der Bullen und eine Festnahme (angebliche Begründung: „es läge wohl ein Haftbefehl gegen diese Person vor“) Wie schon am kämpferischen 1.Mai verhinderte Team Green das Mitführen mehrerer Transparente welche sich auf die Polizeirazzien am 09.05. kritisch bezogen.
Wir kennen ja die Fantasie des BKAs und anderer Geheimdienste in Bezug auf fadenscheinige § 129a/b-Konstrukte.
Die Veranstaltungsleitung entschied sich eine Spontane Demonstration zum Friedhof, wo sich Torstens Grab befindet, anzumelden. Nach langer Verzögerung, seitens der Bullen, konnte die Demo dann mit ca. 130 Leuten starten. Vom Alten Markt gings dann lautstark und kraftvoll bis zum Universitätsplatz. Dort kam es wieder zu unbegründeten Angriffen auf DemonstrantInnen. Nach einem kurzen Stopp, dem Sammeln der Leute und vereinzelten Durchbruchsversuchen, gings dann weiter in Ketten Richtung Friedhof in Magdeburg- Nord.
Auf dem Friedhof angekommen wurde ein Kranz auf Torstens Grab niedergelegt. Eine VertreterIn der Gruppe Internationale Solidarität [Magdeburg] erinnerte in einem kurzen Redebeitrag, an die Vorfälle vor 15 Jahren. Sie machte deutlich, dass Opfer rassistischer Gewalt nicht vergessen werden und antifaschistische und antikapitalistische Politik nicht einzuschüchtern sei. „Torsten Lamprecht wird in unseren Herzen und Kämpfen weiter leben!“
Abschließend wurde noch eine Schweigeminute abgehalten.
Gegen 18.30 Uhr wurde die Veranstaltung dann vor dem Friedhof beendet.
Fazit:
Kraftvolle Demonstration. Für Magdeburger Verhältnisse recht viele Leute.
Das aggressive Verhalten seitens der Bullen wird uns auch dieses mal nicht einschüchtern und wir werden die notwendigen Aktionen unerbittlich weiterführen.
Die gesamte Veranstaltung wurde von einer Hundertschaft der Bullen begleitet. Im gesamten Verlauf der Demo liefen die Bullen knapp 1,50 Meter vor dem Fronttransparent und an den Seiten.
In Magdeburg- Stadtfeld brannten anscheinend in den frühen Abendstunden dann noch vereinzelt Mülltonnen.
In diesem Sinne
Antifaschistische Strukturen stärken und verteidigen!
Nix bleibt wie es ist: G8 Gipfel rocken!
Autonome Antifa Magdeburg, 11,Mai 2007
Infos und Aufruf zum Gedenken an T. Lamprecht: www.aamd.de.md
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Ergänzungen
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
raum und zeit
interessant fände ich wie das die genossen aus magdeburg schaffen allem einen schritt voraus zu sein. bisher hatte ich immer das gefühl das die leute der aamd gerne in den guten alten antiimp-zeiten schwelgen.
wenn es ihnen dennoch gelungen sein sollte einen riss im raum-zeit-kontinuum zu erzeugen würde ich mich ob dieses technischen vorsprungs hinreißen lassen einen mitgliedantrag auszufüllen.
(so sie mich denn überhaupt haben wollen, mich kleinen unwissenden wicht)
Den Riss schließen
siehe dazu
dies ist natürlich nicht unbedingt aus diesem Demobericht ersichtlich, sorry!
Ansonsten gilt für Magdeburger Antiimps: wer uns kritisiert - auf's Maul ;)
Für den Kommunismus oder wahlweise die Anarchie
relativierung
@antifischo
@ antifa
na klar ist das eine relativierung des "dritten reiches", genauso wie wenn ich die NPD in Tradition der NSDAP stelle oder die Neonazis mit den Nazis vom "dritten reich" vergleiche -alles relativierung? ich denke ja wohl nicht.
Die Polizei steht wie der gesamte Deutsche Staat in der Tradition des "dritten Reiches"
ungebrochene Traditionen = kontinuität in der Politik
Polizei = SA / SS
what da fuck
also kopf auf - buch rein - und dann immer schön kritisch mit sich und der welt!
aber auch egal
polizei = sa = ss? da gabs wohl schon damals unterschiede und falls es bei der aamd noch nicht bemerkt wurde: die zeit dreht sich weiter und nichts ist so wie es mal wahr, sondern manches anders. und trotz kontinuitäten ist die situation nicht identisch. mit der analyse werdet ihr die entwicklungen nicht aufhalten können...
@ antifischo "als linker wird man doch hier noch schlechter behandelt als damals der JUD." ??? soll das n witz sein, is das n nazifake, oder was soll der scheiß??? dafür das ihr eurem empfinden schlechter behandelt werdet als die juden im ns, seid ihr noch ganz schön großfressig und lebendig. das bittere an der situation von aamd und freunde in magdeburg ist ja, dass man leider davon ausgehen muss, dass derartige statements von den leuten auch ernst gemeint sind....
leider muss man auch alle menschen warnen, die nicht in das antisemitische weltbild von aamd und freunde passen, denn auch diese leben in magdeburg gefährlich...
und die lösung? bildung für alle und nachhilfe in geschichte für die aamd und freunde
KRITIK UND ERGÄNZUNG
Was ich schade finde ist, dass die überschrift nicht auf den Inhalt der Demonstration bezogen ist.
Aber wie die Polizei aufgefahren hat war wirklich enorm. Es war ein video wagen vor Ort und ca.15sixer.
es ist sicherlich schön das es ca.130 menschen zur demo geschafft haben. Aber letzendlich sind es 130 in einer Stadt mit über 200.000 einwohnern.
Die Lokal-Zeitung(volkstimme) berichtete in einem kleinen text über die Demonstration. In dem Text geht sie auch kurz auf den Vorfall vor 15 Jahren ein.
Für eine emanzipatorische LINKE.
Nazis bekämpfen. BILDET BANDEN.
magdeburger trauerspiel
aus diesem grund, und da teile ich die meinung der verfasser, war das bullenaufgebot übertrieben, es sei den szenekundige beamte befürchteten, dass sich die 90 besucher noch untereinander kloppen. mein herzliches beileid an all jene, die sich wegen solcher vollhirnies aus der antifaschistischen szene zurück zogen, diese bittere kröte schluckten oder auswanderten.
aber das kommt halt davon, wenn 90 % der gruppenmitglieder pupertierende kids sind, die hart sein wollen, sich gegenüber den "alten & erfahrenen" als non plus ultra aufführen und im endeffekt genau diesen scheiß, den die anderen 10 % a.k.a. die alten von sich lassen, unreflektiert nachplappern. hauptsache der verfassungsschutz erwähnt mich als bösen autonomen.
Oje
jaja
Slime singt das auch in einem lied. trotzdem wird diese band auch vone vielen linken gehört odser wurde gehört. Darauf sollte man nicht die ganze Gruppe vertigmachen. vor allem weil der text bestimmt nicht von allen MITGLIEDERn (komisches wort) geschriebn wurde. nUN JA
gegen die hetze in der LINKEN. Wir brauchen uns.
Kritiesiert euch, aber hört auf euch fertig zu machen!!!!