Berlin - Für die Köpi
Am 05. Mai 2007 fand in Berlin unter dem Motto "Ihr habt die ganze Stadt verkauft - Köpi ist und bleibt Risikokapital!" eine Demonstration für die Köpi und gegen deren Verkauf statt.
Die Demonstration sollte auf dem Breitscheidplatz am Kurfürstendamm beginnen. Von Seiten der Polizei wurde es jedoch untersagt auf dem Kuh-Damm zu demonstrieren, da Ausschreitungen in diesem Bereich befürchtet wurden. Gegen 15 Uhr sammelten sich immer mehr Demonstranten auf dem Breitscheidplatz. Anfangs war es schwer einen wirklichen Treffpunkt zu finden, da zur selben Zeit eine Tierrechtsdemonstration auf dem Breitscheidplatz stattfand.
Ins Auge fiel, dass eine Gruppe von etwa 50 Menschen im Black-Block-Stil gemeinsam Richtung Kurfürstendamm zogen, dann aber vor dem Showprogramm einiger Skater stehenblieben und sich das ganze anschauten. Die Polizei reagierte daraufhin sichtlich nervös, aber schritt kaum ein.
Dann kamen die Demonstrationswagen, einschliesslich eines Pressewagens, und ein Teil des Breitscheidplatzes wurde von Polizisten umstellt um Vorkontrollen durchzuführen. Das war aber total sinnleer, da man von mindestens zwei Seiten noch an die Demonstranten rankam ohne kontrolliert zu werden. Der Breitscheidplatz wurde immer voller und schwärzer.
Nun ging es los: Die Demonstranten gingen auf die Strasse paralell zum Kurfürstendamm. Kurz vor dem Losgehen wurden die Auflagen vorgelesen. Das übliche Unrecht, beispielsweise keine Stahlkappenschuhe tragen zu dürfen. Als sich die Demonstration endlich bewegte kamen plötzlich behelmte Polizisten vor diese und hielten die Demonstanten auf. Ein Lautsprecherwagen der Polizei sagte irgendetwas durch, die Veranstalter sagten ihrerseits nun, dass die Polizei nur 1,50 Meter lange Transparente dulden würde.
Einzelne Polizisten schienen sehr nervös oder aggressiv zu sein. Und bevor es nun losging zogen behelmte Polizisten auf und begleiteten die gesamte Demonstration über die Demonstranten im Spalier. Im übrigen war die Kernaussage der Redebeiträge das die Köpi nicht versteigert werden dürfe, und wenn doch, das es "Krieg" gäbe. Angesichts des massiven Polizeiaufgebots und der zwar lautstarken aber nicht kämpfenden Menschen eine klare Falschaussage, bzw. etwas lächerlich so etwas zu sagen.
Fakt ist, dass viele ziemliche Angst hatten umgeflügt zu werden. Beide Seiten. Letztendlich hatte die Polizei die Demonstration aber zu jeder Zeit unter Kontrolle. Zum Ende der Demonstration, an der Commerzbank in der Bülowstrasse, wurden die Menschen mit zwei Wasserwerfern und enorm vielen behelmten Polizisten empfangen. Die Commerzbank war komplett von diesen mit abgesperrt. Es gab seitens der Demonstranten kein Rankommen.
Die Demonstration blieb ansonsten friedlich und ohne besondere Zwischenfälle.
Am Ende und zwischendurch gab es Party, die ich Euch aber ersparen will. Umstehende Menschen hätten zwar mitkriegen können um was es ging, aber ich glaube die "dumme Allgemeinheit" sollte man doch anders triggern. Viele Passanten dachten es wäre eine "Gegen-Nazis-Demonstration" und riefen daher auch "Nazis Raus!".
Es soll noch einen kleinen Versuch gegeben haben von einigen Bahnstationen weiter weg an die Commerzbank zu kommen. Davon habe ich aber nichts mitbekommen. Schien mir auch etwas unrealistisch.
Ins Auge fiel, dass eine Gruppe von etwa 50 Menschen im Black-Block-Stil gemeinsam Richtung Kurfürstendamm zogen, dann aber vor dem Showprogramm einiger Skater stehenblieben und sich das ganze anschauten. Die Polizei reagierte daraufhin sichtlich nervös, aber schritt kaum ein.
Dann kamen die Demonstrationswagen, einschliesslich eines Pressewagens, und ein Teil des Breitscheidplatzes wurde von Polizisten umstellt um Vorkontrollen durchzuführen. Das war aber total sinnleer, da man von mindestens zwei Seiten noch an die Demonstranten rankam ohne kontrolliert zu werden. Der Breitscheidplatz wurde immer voller und schwärzer.
Nun ging es los: Die Demonstranten gingen auf die Strasse paralell zum Kurfürstendamm. Kurz vor dem Losgehen wurden die Auflagen vorgelesen. Das übliche Unrecht, beispielsweise keine Stahlkappenschuhe tragen zu dürfen. Als sich die Demonstration endlich bewegte kamen plötzlich behelmte Polizisten vor diese und hielten die Demonstanten auf. Ein Lautsprecherwagen der Polizei sagte irgendetwas durch, die Veranstalter sagten ihrerseits nun, dass die Polizei nur 1,50 Meter lange Transparente dulden würde.
Einzelne Polizisten schienen sehr nervös oder aggressiv zu sein. Und bevor es nun losging zogen behelmte Polizisten auf und begleiteten die gesamte Demonstration über die Demonstranten im Spalier. Im übrigen war die Kernaussage der Redebeiträge das die Köpi nicht versteigert werden dürfe, und wenn doch, das es "Krieg" gäbe. Angesichts des massiven Polizeiaufgebots und der zwar lautstarken aber nicht kämpfenden Menschen eine klare Falschaussage, bzw. etwas lächerlich so etwas zu sagen.
Fakt ist, dass viele ziemliche Angst hatten umgeflügt zu werden. Beide Seiten. Letztendlich hatte die Polizei die Demonstration aber zu jeder Zeit unter Kontrolle. Zum Ende der Demonstration, an der Commerzbank in der Bülowstrasse, wurden die Menschen mit zwei Wasserwerfern und enorm vielen behelmten Polizisten empfangen. Die Commerzbank war komplett von diesen mit abgesperrt. Es gab seitens der Demonstranten kein Rankommen.
Die Demonstration blieb ansonsten friedlich und ohne besondere Zwischenfälle.
Am Ende und zwischendurch gab es Party, die ich Euch aber ersparen will. Umstehende Menschen hätten zwar mitkriegen können um was es ging, aber ich glaube die "dumme Allgemeinheit" sollte man doch anders triggern. Viele Passanten dachten es wäre eine "Gegen-Nazis-Demonstration" und riefen daher auch "Nazis Raus!".
Es soll noch einen kleinen Versuch gegeben haben von einigen Bahnstationen weiter weg an die Commerzbank zu kommen. Davon habe ich aber nichts mitbekommen. Schien mir auch etwas unrealistisch.
Indymedia ist eine Veröffentlichungsplattform, auf der jede und jeder selbstverfasste Berichte publizieren kann. Eine Überprüfung der Inhalte und eine redaktionelle Bearbeitung der Beiträge finden nicht statt. Bei Anregungen und Fragen zu diesem Artikel wenden sie sich bitte direkt an die Verfasserin oder den Verfasser.
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)

Ergänzungen
Pressemitteilung der Köpi
PRESSEMITTEILUNG
des autonomen Wohn- und Kulturprojektes KÖPI
Gestern, 5.5.2007 15 Uhr, demonstrierten wir und unsere UnterstützerInnen lautstark unter dem Motto:
„Ihr habt die ganze Stadt verkauft - Köpi bleibt unser!
Köpi ist und bleibt Risikokapital!“
gegen die am Dienstag geplante Zwangsversteigerung der Köpi und des daran anliegenden Wagenplatzes.
Trotz der kurzen Mobilisierungszeit von knapp 10 Tagen nahmen über 2000 Personen teil.
Die Menschen kamen nicht nur aus Berlin, sondern waren aus allen Teilen Deutschlands und mindestens 13 europäischen Ländern extra angereist (Spanien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Dänemark, Schweden, Norwegen, Estland, Litauen, Weißrussland, Polen, Tschechien, Kroatien …).
Die von der Polizei angegebene Teilnehmerzahl von 1200 halten wir für untertrieben.
Bei einer Verschärfung der Lage, wird sichtbar werden, dass unser Mobilisierungspotential noch weit über 2000 Menschen liegt.
Sollte unser Projekt kommenden Dienstag tatsächlich versteigert werden, droht eine Eskalation der momentan friedlichen Situation.
Wir mobilisieren zur Kundgebung schon am Montag, dem 7. Mai. Ab 18 h vor dem Amtsgericht Berlin Mitte in der Littenstr.12-17 nahe der Jannowitzbrücke. Dort wird es auch ein buntes Rahmenprogramm geben.
Zudem wird dort eine nächtliche Mahnwache abgehalten.
Am Dienstag, den 8. Mai ab 7 Uhr morgens mobilisieren wir zur
Kundgebung gegen die geplante Zwangsversteigerung und potentielle Käufer, ebenfalls vor der Littenstr.12-17.
Dort wird es Musik geben und dazu ein kleines Frühstück.
KÖPI ist und bleibt Risikokapital!
weitere infos
für die leute drumherum sollte der sinn der demo recht eindeutig rübergekommen sein. immerhin gabs etliche transpis mit eindeutigem bezug zur köpi, auch am großen lauti. die ersten 10-15 reihen liefen in ketten, die stimmung war gut. es wurden sehr oft und regelmäßig slogans gebrüllt wie z.b. "nehmt ihr uns die häuser ab, machen wir die city platt", "one struggle, one fight - rigaer str. und köpi bleibt", "viva viva köpi", "wir sind alle ungdomshuset", "für spekulanten eine medizin - knüppel, steine und benzin" usw., besonders in den schmaleren straßen war es dadurch eine sehr laute und kraftvolle demo.
es gab übrigens mehrere lautis, auf einem gabs zum schluß ein konzert.
es muss natürlich erwähnt werden, daß die SEITENtranspis nicht länger als 1.50m sein durften, was ja üblich ist. beim freiräume-block am 1.mai konnte immerhin ein 3.5m langes seitentranspi benutzt werden.
die redebeiträge waren allgemein gut, es gab auch welche übers XB sowie dem SCHWARZEN KANAL. bei der abschlußkundgebung gabs allerdings eine rede, wo theatralisch über
"unseren stolz und würde" geredet wurde. das war extrem peinlich und fast schon nazi-vokabular. das nächste mal sollte das etwas sensibler formuliert werden.
die demo hatte sich schnell aufgelöst, weil viele leute weitergedüst sind zur antifa-demo nach pankow.
mindestens 2000 teilnehmer!
Anderer Eindruck
Es war eine kraftvolle Demonstration und die Redebeiträge waren zwar schon klar darauf ausgerichtet auch für eine agressive Position einzustehen, was in diesem Fall auch völlig legitim ist, aber den "Krieg" hat keiner angekündigt, finde auch das diese Demonstatration vom Autor hier ziemlich runtergespielt wird.
Die Teinehmer traten wirklich geschlossen in Ketten auf, das mit den Ketten hat zwar ein bisschen gedauert, aber danach war es eine starke und vor allem einheitliche Demo, was ja für Berlin nicht mehr normal ist, da sich ja alles in kleine Grüppchen spaltet.
Es war auch eine gute "disziplinierte" Sache das es friedlich blieb, denn so konnten wirklich Inhalte vermittelt werden ohne das die Presse oder Polizei es als leere Krawallmacherei abspeisen konnte und das man diese Demo für eine Anti-Nazi Demo gehalten hat kann ich mir wirklich kaum vorstellen, da ständig klargemacht wurde worum es geht und die meisten Redebeiträge gut waren.
Nochmal zur Einheitlichkeit und zur Solidarität, diese hat sich denke ich auch super dadurch gezeigt, das sämtliche Projekte beteiligt waren oder sich beteiligen konnten und auch Platz für ihre Redebeiträge war und die ganze wirklich als komplexe Stadtumstrukturierung klar gemacht wurde, die einfach darauf abzielt das Stadtbild zu säubern und zu vereinheitlichen.
Soli...
nochwas:
grevener.blogsport.de
am 19.05 auf jeden fall nach Münster kommen!
Beginn der demo um 16.00 uhr am Bremer Platz
Schöne Demonstration!
Störend war das übertriebene Polizeiaufgebot,welches der Demonstration wieder den Polizei-Willen aufzwängen wollten. Doch durch unsere Einigkeit blieb die Polizei erfolglos! Auch die um die Demo herumschwirrenden Zivilbeamten (darunter auch wieder die bekannten Anti-Antifa-Zivis Starsky und Hutch)stressten die ganze Zeit!
Doch die Provokation der Polizei ließ uns völlig kalt, so dass wir der Öffentlichkeit eine große, lautstarke und geschlossen Demonstration zeigen konnten!
Viva Viva Köpi! Köpi bleibt!
Für den anfang ganz gut
Jetzt kommt es darauf an das sich am montag und dienstag auch wieder so viele menschen mobilisieren lassen und das auch aktionen in anderen staedten gemacht werden.
Toll das auch menschen aus dänemark dort waren. Obwohl die ja selber immmer noch stress haben und so wie das zuzeit woll ist auch die leute die im Ungdomshuset bei der räumung fesgenomen wurden für ein Jahr in denn Knast müssen.
Außenwirkung
bürgernah abgemildert und informativ.
Diese wurden zu hunderten an Interessierte Menschen verteilt, was der Außen- und Öffentlichkeitswirkung der Demo mit Sicherheit förderlich war (was eigentlich auf keiner Demo fehlen sollte).
Ansich hat die Demo echt Spaß gemacht und kämpferisch war sie auch - mehr davon!
Ob es jetzt 1000 oder 3000 waren, ist müßig zu diskutieren. 2000 trifft´s aber schon ganz gut.
Wir sehen uns alle am Montag und Dienstag vor´m Amtsgericht wieder!
Köpi bleibt!
Fotos von der Demo...
...gibts hier, wie immer CC-Lizensiert.