Naziaktivitäten in Süd-Neukölln am 8. Mai

Antifaschist_innen aus Neukölln 05.05.2007 19:07 Themen: Antifa
Am Samstag den 5. Mai machte sich eine Gruppe Antifaschist_innen auf den Weg zum Gemeinschaftshaus Gropiusstadt im Süden Neuköllns, um dort die Anwohner_innen auf das am 8. Mai geplante Treffen der NPD und anderer Neonazis aufmerksam zu machen. Mittels zu tausenden in den umliegenden Hochhäusern verteilten Flugblättern wurde zu Gegenprotesten und aktivem Widerstand aufgerufen.
Die NPD wirbt z.Z. in Gropiusstadt für ihre "öffentliche Saalveranstaltung" im städtischen Gemeinschaftshaus, welches ihnen von Heinz Buschkowsky (SPD-Bezirksbürgermeister des Berliner Bezirks Neukölln) für den 8. Mai zur Verfügung gestellt wurde (er meint es hätte keine Möglichkeit gegeben dieses zu verhindern, was wir bezweifeln: Zivilcourage sieht anders aus!) In ihrem Aufruf versucht die neonazistische NPD gar nicht erst, ihren Bezug zum Nationalsozialismus zu verheimlichen, schreibt sie doch in dem Aufruf zum 8. Mai: "Gestern eine Niederlage, Heute eine Chance, Morgen ein Sieg".

Nach den erfolgreichen antifaschistischen Interventionen im Süden Neuköllns (siehe Artikel vom 30.4  http://de.indymedia.org/2007/04/174299.shtml), rufen Antifaschist_innen erneut dazu auf, sich den Nazis entgegenzustellen. Auch wenn die von den Nazis herbeiphantasierte National Befreite Zone in Süd-Neukölln nicht existiert, stellt Rudow für Menschen, die im Weltbild der Nazis als minderwertig gelten, leider weiterhin einen Angstraum dar.

In Westberlin ist Rudow seit den 80er Jahren und insbesondere in den 90ern immer wieder durch neonazistische Aktivitäten in die Schlagzeilen geraten. Eine Zusammenfassung der Aktivitäten von Rudower Neonazis läßt sich in der Chronologie auf  http://www.neukoellner-antifa.de.vu nachlesen.

Der 8. Mai ist der Tag der Niederlage für das faschistische Deutschland und ein Sieg für die Menschheit. Lassen wir nicht zu, dass sich Neonazis an diesem Tag ungestört und öffentlich treffen können, um das
menschenverachtende Programm Nazideutschlands erneut aufzugreifen.

Kommt alle am 8. Mai um 17:00 Uhr zur angemeldeten Kundgebung am U-Bhf Lipschitzallee (U7) oder stellt Euch den Nazis anderweitig entgegen. Für das Andenken an die Opfer des Faschismus und gegen Neonazi-Veranstaltungen, egal wann, egal wo.


Hier der Aufruf der Autonomen Neukoellner Antifa (ANA):

Die NPD will am 08. Mai eine Veranstaltung in den öffentlichen Räumen des Gemeinschaftshauses Gropiusstadt durchführen. Insbesondere am 08. Mai, dem Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus, empfinden wir diesen Versuch eine Neonazi Veranstaltung durchzuführen als Provokation. Wir werden deshalb dafür sorgen, dass die Veranstaltung nicht ohne Gegenproteste über die Bühne gehen wird und rufen, zusammen mit anderen Gruppen, zu einer Kundgebung vor dem Veranstaltungsort auf.

08. Mai || 17 Uhr || U-Bhf Lipschitzallee


Vorläufige UnterstützerInnen des Aufrufs:

Antifaschistisches Bündnis Südost - Berlin (ABSO)
Antifaschistische Initiative Moabit (A.I.M.)
Autonome Neuköllner Antifa [ANA]
Bündnis 90/Die Grünen - Neukölln
Deutsche Kommunistische Partei (DKP) - Neukölln
Die Linke.PDS Neukölln
Die Linke.PDS Treptow-Köpenick
Junge Linke Treptow-Köpenick
JungsozialistInnen (Jusos) - Neukölln
Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ)
VVN-BdA Berlin
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Ergänzungen

Hauptstadtfalle

kein Berliner 05.05.2007 - 20:21
nicht alle kennen die Berliner Bezirke!
also vllt näxtes mal, wie andere auch, die Stadt in der Überschrift erwähnen

grüsze aus einer anderen stadt in D (es gibt nämlich noch mehr ;-)

köpi bleibt!

Der Referent

husten 06.05.2007 - 14:26
der referent der NPD, Dr. Olaf Rose, hatte schon öfters Stress mit der Antifa (in Herne, in Leipzig-Connewitz, etc.) und ist kein unbekannter. Des weiteren ist er Parlamentarischer Berater der NPD im Sächsischen Landtag.
Hier ein Paar Bilder von ihm:
 http://national-zeitung.de/bilder/2005/NZ3305/Rose_Olaf.jpg
 http://www.gfp-netz.de/assets/images/Rose.jpg

Also, am kommenden Dienstag Olaf Rose und die ganze NPD in die Flucht schlagen!

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