Antikapitalistischer Block auf DGB-Demo in SB
Trotz mangelnder Mobilisierung zog der Aufruf zum Antikapitalistischen Block auf der DGB Demonstration zum 1. Mai in Saarbrücken ca. 50 Autonome auf die Straße.Im letzten Jahr wurde von Seiten des DGB die Teilnahme an der Demo verboten, was neben seiner verkürzten Kapitalismuskritik und dem bevorstehenden G8-Gipfel unter anderem Thema war.
Trotz mangelnder Mobilisierung zog der Aufruf zum Antikapitalistischen Block auf der DGB Demonstration zum 1. Mai in Saarbrücken ca. 50 Autonome auf die Straße.Im letzten Jahr wurde von Seiten des DGB die Teilnahme an der Demo verboten, was neben seiner verkürzten Kapitalismuskritik und dem bevorstehenden G8-Gipfel unter anderem Thema war.
Die Demonstration startete um 11 Uhr am Schlossplatz und war von ihrer Zusammensetzung her relativ bunt gemischt.Neben den verschiedenen Teilgewerkschaftblöcken waren auch Jusos,Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten (VVN-BDA),DKP und Linkspartei und einige andere am Start.Aufgrund von technischen Problemen zu Beginn der Demo konnte sich der Antikap-Block ein wenig verspätet in Bewegung setzten und musste sich vorerst
am Ende des Demonstartionszuges einreihen, direkt hinter der Gewerkschaft der Polizei.Doch das tat der Stimmung keinen Abbruch,im Gegenteil.Lautstark wurden unsere Forderungen skandiert und für tolle Musik sorgte der entsprechende Lautsprecherwagen, auf den zu unseren Gunsten bis auf einenen Block alle anderen verzichtet hatten.So war es auch von Vorteil für uns zwei Redebeiträge der Autonomen Antifa[NK] und der Autonomen Antifa[IGB] gut hörbar vorzutragen.Da von der erdrückenden Mehrheit der Demoteilnehmer auf Seiten der Gewerkschaft nichts zu hören war galt die Parole "Ohne die Autonomen wär hier gar nicht los!".Dies galt auch beim plötzlichen Auftauchen von drei Nazisprovokateuren, die nach kurzer verbaler Außeinandersetzung mit unserm Block schnell das Weite suchten.Der Eindeutig entschlossenste Block der Demo hatte somit folgedessen auch die größte Öffentlichkeitswirksamkeit und erreichte schließlich das Ziel der Demonstartion, den Deutsch-Französischen Garten indem anschließend das DGB-Fest stattfand zu dem sich über den Tag verteilt, laut SR 8000 Menschen einfanden.Dort wurden dann kurzer Hand noch zwei Infostände aufgebaut von [saarbotage network] und der Antinationalen Offensive Saarbrücken (ANO) und Flugblätter unter die Besucher gebracht.Von Einzelpersonen aus den Reihen des DGB gab es dann noch skurillerweise Recht positives Feedback zur Parole "100 Jahre DGB-tun dem Kapital nicht weh" und zur genrellen Teilnahme.
Alles in allem ein Recht gelungener Auftakt zur Aktionsreihe in den Monaten Mai und Juni im Saarland.Unter dem Motto: "Für eine emanzipierte und antifaschistische Jugendkultur!" finden Vorträge,Kundgebungen,Konzerte und anderes organisiert vom Bündnis organisierter antifaschistischer Gruppen aus dem Saarland [saarbotage network] statt.Die nächste Aktion findet eine Kundgebung zum Tag der Befreiung vom Faschismus findet am 8.Mai um 18:00Uhr in Neunkirchen auf dem Stummplatz statt.Alles weitere auf dem Infoplakat weiter unten.
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Hier noch der Redebeitrag der Autonomen Antifa [NK]:
Wir haben uns Hier und Heute versammelt, an einem Tag, der in den Kalendern Tag der Arbeit genannt wird und dieser Name ist Programm. Die wenigen hier, die sich nicht dem allgemeinen Besäufnis hingeben, also immerhin Kritik an den bestehenden Verhältnissen äußern, bleiben dennoch weitgehend davon entfernt das eigentliche Problem wahrzunehmen geschweige denn einen wirklichen Ausweg zu suchen. Wer dem kapitalistischen System als solchem, nicht durch sein Nichtstun Recht gibt begnügt sich meistens damit eine, in seinen Augen, angenehmere Lohnarbeit zu fordern. Mit viel Eifer wird an ihrer Oberfläche herum gebastelt um ihr damit einen schöneren Anstrich zu verpassen. Was nicht erkannt wird ist, dass das eigentliche Problem nicht darin liegt, welche Form Lohnarbeit hat, sondern darin, dass sie überhaupt existiert und sich durch die immer rigoroseren Ausprägungen des Kapitalismus die Arbeitsbedingungen mehr und mehr verschlechtern. Die Arbeitszeit wird hoch, die Löhne werden runter gesetzt, das Rentenalter wird erhöht, Lohndumping ist seit den ein Euro Jobs de facto legalisiert worden und so weiter. Doch die Tradition des ersten Mai, wie sie im Moment besteht, beruht entweder auf dem Stand, eine angenehmere Lohnarbeit zu fordern oder verkürzt sich leider viel zu oft auf ein Trinkgelage am nächstgelegenen Weiher. Der vermeintliche Zweck des 1. Mai ist also entweder das dumpfe verschleiern oder die Reorganisierung der eigenen Unterdrückung. Das Problem wird in den Auswüchsen der Lohnarbeit, nicht aber in ihr selber gesehen.
Derartige Verkürzungen sind schon fast zum Leitbild dieser Gesellschaft geworden. Ein Beispiel dafür ist das Treffen der Staatsoberhäupter der Sieben größten Industrienationen und Russlands, im Juni dieses Jahres, kurz, die G8. Nicht nur, dass ihre Zusammensetzung schon reine Willkür ausdrückt, sondern auch die Vorstellung, dass Acht Menschen über das Schicksal von Milliarden von Menschen, mit denen sie noch nicht einmal in ihrer demokratischen Scheinwelt etwas zu tun haben, bestimmen dürften, entbehrt jedem noch so geringen Ansatz von Verstand und logischem Denken.
Doch auch innerhalb der so genannten 'Globalisierungskritischen' Bewegung befinden sich die Forderungen in der Regel lediglich innerhalb kapitalistischer Verhältnisse und Denkmuster. Diese selbst ernannte Avantgarde der weltweiten Befreiung schafft es nicht über ihren Tellerrand hinaus zuschauen und für wirksame Alternativen einzutreten. Auch hier ist das Problem nicht die Form des Kapitalismus, sondern der Kapitalismus als System. Alle Veränderungen, die sich innerhalb einer Kapitalistischen Weltordnung befinden werden die Probleme nicht beseitigen, sondern höchstens weiter verschleiern können.
Die wirklich notwendigen Veränderungen allerdings, sind weit entfernt vom herum schrauben an Lohn- oder Steuerrädern. Der notwendige Schritt ist das Abschütteln, das Zersprengen, des Kapitalistischen Systems! In den Köpfen ebenso wie auf de Straße. Es kann NICHT darum gehen, für einen angenehmeren Kapitalismus zu kämpfen! Ob im Juni in Heiligendamm oder am ersten Mai in Saarbrücken. Was wir brauchen sind keine Reformen, was wir brauchen ist eine Revolution!
Die Demonstration startete um 11 Uhr am Schlossplatz und war von ihrer Zusammensetzung her relativ bunt gemischt.Neben den verschiedenen Teilgewerkschaftblöcken waren auch Jusos,Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten (VVN-BDA),DKP und Linkspartei und einige andere am Start.Aufgrund von technischen Problemen zu Beginn der Demo konnte sich der Antikap-Block ein wenig verspätet in Bewegung setzten und musste sich vorerst
am Ende des Demonstartionszuges einreihen, direkt hinter der Gewerkschaft der Polizei.Doch das tat der Stimmung keinen Abbruch,im Gegenteil.Lautstark wurden unsere Forderungen skandiert und für tolle Musik sorgte der entsprechende Lautsprecherwagen, auf den zu unseren Gunsten bis auf einenen Block alle anderen verzichtet hatten.So war es auch von Vorteil für uns zwei Redebeiträge der Autonomen Antifa[NK] und der Autonomen Antifa[IGB] gut hörbar vorzutragen.Da von der erdrückenden Mehrheit der Demoteilnehmer auf Seiten der Gewerkschaft nichts zu hören war galt die Parole "Ohne die Autonomen wär hier gar nicht los!".Dies galt auch beim plötzlichen Auftauchen von drei Nazisprovokateuren, die nach kurzer verbaler Außeinandersetzung mit unserm Block schnell das Weite suchten.Der Eindeutig entschlossenste Block der Demo hatte somit folgedessen auch die größte Öffentlichkeitswirksamkeit und erreichte schließlich das Ziel der Demonstartion, den Deutsch-Französischen Garten indem anschließend das DGB-Fest stattfand zu dem sich über den Tag verteilt, laut SR 8000 Menschen einfanden.Dort wurden dann kurzer Hand noch zwei Infostände aufgebaut von [saarbotage network] und der Antinationalen Offensive Saarbrücken (ANO) und Flugblätter unter die Besucher gebracht.Von Einzelpersonen aus den Reihen des DGB gab es dann noch skurillerweise Recht positives Feedback zur Parole "100 Jahre DGB-tun dem Kapital nicht weh" und zur genrellen Teilnahme.
Alles in allem ein Recht gelungener Auftakt zur Aktionsreihe in den Monaten Mai und Juni im Saarland.Unter dem Motto: "Für eine emanzipierte und antifaschistische Jugendkultur!" finden Vorträge,Kundgebungen,Konzerte und anderes organisiert vom Bündnis organisierter antifaschistischer Gruppen aus dem Saarland [saarbotage network] statt.Die nächste Aktion findet eine Kundgebung zum Tag der Befreiung vom Faschismus findet am 8.Mai um 18:00Uhr in Neunkirchen auf dem Stummplatz statt.Alles weitere auf dem Infoplakat weiter unten.
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Hier noch der Redebeitrag der Autonomen Antifa [NK]:
Wir haben uns Hier und Heute versammelt, an einem Tag, der in den Kalendern Tag der Arbeit genannt wird und dieser Name ist Programm. Die wenigen hier, die sich nicht dem allgemeinen Besäufnis hingeben, also immerhin Kritik an den bestehenden Verhältnissen äußern, bleiben dennoch weitgehend davon entfernt das eigentliche Problem wahrzunehmen geschweige denn einen wirklichen Ausweg zu suchen. Wer dem kapitalistischen System als solchem, nicht durch sein Nichtstun Recht gibt begnügt sich meistens damit eine, in seinen Augen, angenehmere Lohnarbeit zu fordern. Mit viel Eifer wird an ihrer Oberfläche herum gebastelt um ihr damit einen schöneren Anstrich zu verpassen. Was nicht erkannt wird ist, dass das eigentliche Problem nicht darin liegt, welche Form Lohnarbeit hat, sondern darin, dass sie überhaupt existiert und sich durch die immer rigoroseren Ausprägungen des Kapitalismus die Arbeitsbedingungen mehr und mehr verschlechtern. Die Arbeitszeit wird hoch, die Löhne werden runter gesetzt, das Rentenalter wird erhöht, Lohndumping ist seit den ein Euro Jobs de facto legalisiert worden und so weiter. Doch die Tradition des ersten Mai, wie sie im Moment besteht, beruht entweder auf dem Stand, eine angenehmere Lohnarbeit zu fordern oder verkürzt sich leider viel zu oft auf ein Trinkgelage am nächstgelegenen Weiher. Der vermeintliche Zweck des 1. Mai ist also entweder das dumpfe verschleiern oder die Reorganisierung der eigenen Unterdrückung. Das Problem wird in den Auswüchsen der Lohnarbeit, nicht aber in ihr selber gesehen.
Derartige Verkürzungen sind schon fast zum Leitbild dieser Gesellschaft geworden. Ein Beispiel dafür ist das Treffen der Staatsoberhäupter der Sieben größten Industrienationen und Russlands, im Juni dieses Jahres, kurz, die G8. Nicht nur, dass ihre Zusammensetzung schon reine Willkür ausdrückt, sondern auch die Vorstellung, dass Acht Menschen über das Schicksal von Milliarden von Menschen, mit denen sie noch nicht einmal in ihrer demokratischen Scheinwelt etwas zu tun haben, bestimmen dürften, entbehrt jedem noch so geringen Ansatz von Verstand und logischem Denken.
Doch auch innerhalb der so genannten 'Globalisierungskritischen' Bewegung befinden sich die Forderungen in der Regel lediglich innerhalb kapitalistischer Verhältnisse und Denkmuster. Diese selbst ernannte Avantgarde der weltweiten Befreiung schafft es nicht über ihren Tellerrand hinaus zuschauen und für wirksame Alternativen einzutreten. Auch hier ist das Problem nicht die Form des Kapitalismus, sondern der Kapitalismus als System. Alle Veränderungen, die sich innerhalb einer Kapitalistischen Weltordnung befinden werden die Probleme nicht beseitigen, sondern höchstens weiter verschleiern können.
Die wirklich notwendigen Veränderungen allerdings, sind weit entfernt vom herum schrauben an Lohn- oder Steuerrädern. Der notwendige Schritt ist das Abschütteln, das Zersprengen, des Kapitalistischen Systems! In den Köpfen ebenso wie auf de Straße. Es kann NICHT darum gehen, für einen angenehmeren Kapitalismus zu kämpfen! Ob im Juni in Heiligendamm oder am ersten Mai in Saarbrücken. Was wir brauchen sind keine Reformen, was wir brauchen ist eine Revolution!
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Ergänzungen
Aktionsreihe
Für erfolgreiche Maitage!
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
Autonomer Block & GdP — haha
Schwanzlängenvergleich? — Sekten stinken
verbot im letzten jahr — haha
@verbot letztes Jahr — Hubert