Rote Karte für Tagesspiegel-Redakteur
Der Tagesspiegel-Redakteur Jörn Hasselmann ist für die Berichterstattung über linke Bewegungen für den Berliner Lokalteil zuständig. Dass er dies oft tendenziös und hetzerisch gegen die Linke tut, soll nicht wundern oder zu Beschwerden Anlass geben. Mangelnde journalistische Qualität kann Hasselmann jedoch bei seiner regelmäßig unhinterfragten Übernahme von Informationen aus dem Polizeiapparat bestätigt werden. Rassistisch gefärbter Unterton zieht sich leider ebenfalls durch viele Reportagen. Hasselmann scheut bei seinem Geschäft allerdings auch nicht davor zurück, Fakten zu verdrehen und wahrheitswidrig zu berichten. Nur drei Beispiele von vielen:
• Am 16.11.2006 veröffentlichte Hasselmann eine Art „Hitliste der Ausländerkriminalität“. Dabei gab er unkommentiert eine angebliche Polizeistudie wieder, wonach Straftäter offenbar nach Herkunft sortiert werden. Demnach fielen auf Platz 1 „Libanesen auf, Vietnamesen liegen auf Platz 4, Türken auf Platz 7“ (Originalzitat).
• Im Fall des Berliner Antifaschisten Mathias Z., der aufgrund von Falschaussagen bekannter Neonazis in Untersuchungshaft saß, behauptete Hasselmann am 30.12.2006 gegen Z. sei schon früher ermittelt worden, weil er maskiert an einem Überfall auf einen Wahlstand der NPD beteiligt gewesen sein soll. In einem Prozess sei er freigesprochen worden, weil die Opfer ihn nicht wiedererkannt hätten. Dies entspricht nicht der Wahrheit. Weder wurde gegen Z. von der Polizei früher ermittelt, noch gab es einen Prozess. Möglicherweise wieder eine ungeprüfte Fehlinformation aus Polizeikreisen.
• Am 27.3.2007 behauptete er, Michael K. sollte als Anmelder der 1.Mai Demonstration anlässlich der Proteste gegen den EU-Gipfel polizeilich überprüft werden und sei knapp einer Festnahme entgangen (dabei erfolgte die Nennung des vollen Namens ohne Rücksprache mit dem Betroffenen). Wahr ist, dass Michael K. gegen eine grundrechtswidrige, schikanöse Polizeimaßnahme erfolgreich protestierte. Dabei wurde er weder festgenommen, noch sollte er festgenommen werden. Mit der gleichen Absicht antifaschistische Aktivisten zu diskreditieren und kriminalisieren, nannte er im selben Artikel auch Gunnar K. (das Ausschreiben seines vollen Namens erfolgte auch hier ohne Rücksprache mit dem Betroffenen), dem er ebenfalls eine Festnahme am 1. Mai 2005 bescheinigte. Der Hintergrund der Festnahme von Gunnar K., Aktivist in der Gruppe „BANG“, ist skandalös: Er geriet in Unterbindungsgewahrsam, weil ein Tagesspiegel-Redakteur fälschlicherweise der Polizei meldete, dass Gunnar K. zu Straftaten aufgerufen hätte. Dies geschah einen Tag nachdem der zuständige Tagesspiegel-Redakteur Hasselmann von der Gruppe „BANG“ wegen seiner wahrheitswidrigen Berichterstattung mit einem Informationsboykott belegt wurde. Der zuständige Richter hob damals nach einer Überprüfung der Sachlage den Gewahrsam sofort auf.
Hasselmann hat wiederholt nicht nur fundamentale journalistische Gepflogenheiten verletzt, sondern betätigt sich im übertragenen Sinne auch als unkritischer Polizeimitarbeiter. Dass er dabei leider die reaktionären Strömungen im Berliner Polizeiapparat bedient, sei als Nebensache erwähnt.
Dass die Berichterstattung über linke, außerparlamentarische Politik auch ohne Verletzungen des journalistischen Ehrenkodex auskommt, zeigen beispielsweise regelmäßig die Artikel von Frank Jansen (Tagesspiegel) und Andreas Kopietz (Berliner Zeitung).
Nun haben in Berlin zahlreiche linke Gruppen und Bündnisse eine Erklärung unterzeichnet, in der sie Hasselmann Hausverbot für alle von ihnen durchgeführten Veranstaltungen erteilen. Für Hasselmann heißt das ab sofort, dass er bei Pressekonferenzen der linken außerparlamentarischen Bewegung draußen bleiben muss. Pressemitteilungen oder Hintergrundinformationen wollen linke Gruppierungen nicht mehr an Hasselmann weiterleiten, und bei telefonischen Anfragen oder Interviewwünschen soll es für den Redakteur ab sofort heissen: Keine Antwort für diese Nummer!
Dass inzwischen linke Gruppen Tageszeitungen an die Einhaltung elementarer, journalistischer Grundregeln ihrer MitarbeiterInnen erinnern müssen, könnte auch Ausdruck des zunehmenden Proftidrucks im Zeitungsgeschäft sein. Der Tagesspiegel gehört inzwischen zum Holtzbrinck-Konzern, und die Ware Nachricht wird unter Kostendruck scheinbar nicht mehr so genau geprüft.
Im Zeitungslogo des Tagesspiegel steht seit Beginn unter einer Weltkugel das lateinische Motto: rerum cognoscere causas (Die Ursachen der Dinge erkennen). Den Dingen auf den Grund zu gehen ist demnach Ziel und Anspruch des Tagesspiegels. Der Herausgeber di Lorenzo beschrieb nach der Übernahme durch Holtzbrinck die Richtung mit den Worten: "Zwischen Sein und Schein kann sich eine Qualitätszeitung nur für das Sein entscheiden."
Wenn der Tagesspiegel nach diese Maxime informieren und kommentieren will, sollte er auch darauf achten, dass er seine Nachwuchskräfte entsprechend trainiert.
• Im Fall des Berliner Antifaschisten Mathias Z., der aufgrund von Falschaussagen bekannter Neonazis in Untersuchungshaft saß, behauptete Hasselmann am 30.12.2006 gegen Z. sei schon früher ermittelt worden, weil er maskiert an einem Überfall auf einen Wahlstand der NPD beteiligt gewesen sein soll. In einem Prozess sei er freigesprochen worden, weil die Opfer ihn nicht wiedererkannt hätten. Dies entspricht nicht der Wahrheit. Weder wurde gegen Z. von der Polizei früher ermittelt, noch gab es einen Prozess. Möglicherweise wieder eine ungeprüfte Fehlinformation aus Polizeikreisen.
• Am 27.3.2007 behauptete er, Michael K. sollte als Anmelder der 1.Mai Demonstration anlässlich der Proteste gegen den EU-Gipfel polizeilich überprüft werden und sei knapp einer Festnahme entgangen (dabei erfolgte die Nennung des vollen Namens ohne Rücksprache mit dem Betroffenen). Wahr ist, dass Michael K. gegen eine grundrechtswidrige, schikanöse Polizeimaßnahme erfolgreich protestierte. Dabei wurde er weder festgenommen, noch sollte er festgenommen werden. Mit der gleichen Absicht antifaschistische Aktivisten zu diskreditieren und kriminalisieren, nannte er im selben Artikel auch Gunnar K. (das Ausschreiben seines vollen Namens erfolgte auch hier ohne Rücksprache mit dem Betroffenen), dem er ebenfalls eine Festnahme am 1. Mai 2005 bescheinigte. Der Hintergrund der Festnahme von Gunnar K., Aktivist in der Gruppe „BANG“, ist skandalös: Er geriet in Unterbindungsgewahrsam, weil ein Tagesspiegel-Redakteur fälschlicherweise der Polizei meldete, dass Gunnar K. zu Straftaten aufgerufen hätte. Dies geschah einen Tag nachdem der zuständige Tagesspiegel-Redakteur Hasselmann von der Gruppe „BANG“ wegen seiner wahrheitswidrigen Berichterstattung mit einem Informationsboykott belegt wurde. Der zuständige Richter hob damals nach einer Überprüfung der Sachlage den Gewahrsam sofort auf.
Hasselmann hat wiederholt nicht nur fundamentale journalistische Gepflogenheiten verletzt, sondern betätigt sich im übertragenen Sinne auch als unkritischer Polizeimitarbeiter. Dass er dabei leider die reaktionären Strömungen im Berliner Polizeiapparat bedient, sei als Nebensache erwähnt.
Dass die Berichterstattung über linke, außerparlamentarische Politik auch ohne Verletzungen des journalistischen Ehrenkodex auskommt, zeigen beispielsweise regelmäßig die Artikel von Frank Jansen (Tagesspiegel) und Andreas Kopietz (Berliner Zeitung).
Nun haben in Berlin zahlreiche linke Gruppen und Bündnisse eine Erklärung unterzeichnet, in der sie Hasselmann Hausverbot für alle von ihnen durchgeführten Veranstaltungen erteilen. Für Hasselmann heißt das ab sofort, dass er bei Pressekonferenzen der linken außerparlamentarischen Bewegung draußen bleiben muss. Pressemitteilungen oder Hintergrundinformationen wollen linke Gruppierungen nicht mehr an Hasselmann weiterleiten, und bei telefonischen Anfragen oder Interviewwünschen soll es für den Redakteur ab sofort heissen: Keine Antwort für diese Nummer!
Dass inzwischen linke Gruppen Tageszeitungen an die Einhaltung elementarer, journalistischer Grundregeln ihrer MitarbeiterInnen erinnern müssen, könnte auch Ausdruck des zunehmenden Proftidrucks im Zeitungsgeschäft sein. Der Tagesspiegel gehört inzwischen zum Holtzbrinck-Konzern, und die Ware Nachricht wird unter Kostendruck scheinbar nicht mehr so genau geprüft.
Im Zeitungslogo des Tagesspiegel steht seit Beginn unter einer Weltkugel das lateinische Motto: rerum cognoscere causas (Die Ursachen der Dinge erkennen). Den Dingen auf den Grund zu gehen ist demnach Ziel und Anspruch des Tagesspiegels. Der Herausgeber di Lorenzo beschrieb nach der Übernahme durch Holtzbrinck die Richtung mit den Worten: "Zwischen Sein und Schein kann sich eine Qualitätszeitung nur für das Sein entscheiden."
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(Moderationskriterien von Indymedia Deutschland)
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Ergänzungen
gegendarstellung
Gegendarstellung
GEGENDARSTELLUNG
Ihr Bericht im Tagesspiegel vom 27. März 2007 mit dem Titel: „1. Mai: Linke Szene ist sich einig“ im Ressort Berlin enthält unwahre Behauptungen über mich.
1. Sie berichten, ich sei während einer Demonstration am 25. März 2007 anlässlich des EU-Gipfels in Berlin nur knapp einer Festnahme entgangen. Ich sollte von der Polizei überprüft werden.
Hierzu stelle ich fest: Ich bin nicht knapp einer Festnahme entgangen. Die Polizei wollte mich nicht überprüfen.
2. Falsch ist, mein Name sei Michael Kronewetter.
Mein Name ist Michael Kronawitter
Berlin, den 5. April 2007
Rechtsanwalt Alain Mundt
für Dr. Michael Kronawitter
gegendarstellung online
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
@verfasser — egal
Ja und? — abc
Frank Jansen — Rache ist süß