Ermittlungen gegen "Myfest"-Organisatorin

Maria Ohlbaum 07.04.2007 01:44
Die SPD Vorsitzende Kreuzbergs Silke Fischer steht im Verdacht, Gelder veruntreut bzw. Steuern hinterzogen zu haben. Im Auftrag des SPD/PDS Senats war die 47jährige seit 2005 mit der Organisation des "Myfest" betraut. Jetzt soll die Staatsanwaltschaft ermitteln, weil die 120.000 Euro zur Ruhigstellung der renitenten Kreuzberger Jugendlichen nicht sauber abgerechnet wurden.
Der frühere Kreisvorsitzende der SPD, Stefan Zackenfels, war 2003 auf der Suche nach einer Basisorganisation, welche zusammen mit dem Bezirksamt als Mitveranstalter auftreten sollte. Ausgestattet war er mit einem Zuwendungsbescheid des Bezirksamtes und benötigte eine Kreuzberger Basis, die sich an der Vorbereitung und Durchführung eines alternativen Veranstaltungskonzepts am 1. Mai rund um die Oranienstraße engagieren wollte.

Silke Fischer, SPD-Mitglied und heutige Kreisvorsitzende der SPD Kreuzberg, hat in ihrer Funktion als Vorstand der Luisenstadt eG, in der sich viele ehemalige HausbesetzerInnen befinden, den Vertrag unterschrieben, mit dem Schönheitsfehler, dass weder die GenossInnen der Luisenstadt noch der Aufsichtsrat darüber informiert wurden. Das ist ihr Kreuzberger Selbstverständnis.

Einige Ladenbesitzer und Gewerbetreibende rund um Silke Fischer wurden über den Zuwendungsbescheid bezahlt. Dazu gehörte auch die Finanzierung des Logos des Myfestes über eine Werbeagentur in Mitte, die Bezahlung des Pressesprechers und der Bühnenbetreuung inklusive Security für ihren Aufwand.

Seit der letzten Wahl haben sich die Mehrheitsverhältnisse im Bezirksamt Kreuzberg verändert. Der neue Bürgermeister kommt von den Grünen und heißt Franz Schulz. Er löste Cornelia Reinauer ab, die sich im Kiez durch ihr hartes Vorgehen gegen die Initiative für ein soziales Zentrum nicht gerade beliebt gemacht hatte. Mit dem Machtwechsel lichtete sich auch der undurchsichtige Abrechnungsdschungel von Silke Fischer. Für die Grünen zeichnete sich bald ab, dass Fischer als Organisatorin des Myfest nicht mehr zu halten ist. Die SPD-Vorsitzende steht nicht nur für die Umsetzung des Armutsprogramms Hartz IV, sondern jetzt auch noch für die Veruntreuung von Geldern eines im Kiez auch als Befriedungsprogramm bezeichneten Strassenfests am 1.Mai. „Mafiöse Strukturen im Alternativmilieu“ nennt eine Gerwerbetreibende aus der Oranienstrasse, die lieber anonym bleiben will, die Myfest-Aktivitäten.
Bürgermeister Schulz sagte der taz im Februar, er wolle keine neuen Strukturen für das Myfest einführen. Er erwäge aber, die Koordination, die Fischer bislang alleine innehatte, zu splitten, indem eine weitere Person einbezogen werde. Seine offizielle Begründung: Zwei von fünf "Myfest-Teilraumverantwortlichen" hätten wegen Problemen mit Fischer in diesem Jahr nicht mehr weitermachen wollen. Nur mit Mühe, so Schulz, hätten sie zum Bleiben überredet werden können. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sollten nicht publik werden.

Als sich Anfang des Jahres die unauffällige Kaltstellung Fischers anbahnte, organisierte sie den Protest von Günstlingen ihrer bisherigen Geldverteilungspolitik. Sauber inszeniert stürmte ein knappes Dutzend Männer und Frauen ein erstes Treffen im Bezirksamt zur Koordination des Strassenfestes. Für den insszenierten Krawall im Bürgemeisterbüro brachten sich die Gewerbetreibenden ihre nichts ahnenden Pressevertreter vom Tagesspiegel gleich mit. Die von Silke Fischer in den letzten Jahren „ausbezahlten AkteurInnen“ mimten fast perfekt die Kreuzberger Basis, und jammerten darüber, dass sie sich ausgebootet fühlten. Sie würden schließlich am 1.Mai ihren Kopf hinhalten.
Die von Silke Fischer organisierte Protestaktion war jedoch eine Mogelpackung. Es geht nicht um "den Kopf hinhalten", sondern um "die Hand aufhalten". Nur wenige durchschauen die Propaganda des SPD/PDS-Konzepts „Myfest“ als geschickte Inszenierung angeblicher Kiezbevölkerung von unten. Der 1. Mai rund um die O-Straße ist ein Geschäft - seit 2003 über das Bezirksamt initiiert und bezahlt. Nebenbei versucht die SPD in Konkurrenz zu den Grünen über das Myfest einen bezahlten Fuß in die Tür der Basis zu kriegen.

Die VertreterInnen der Demobündnisse sind seit Beginn des „Myfest“ 2003 irritiert. Angeblich sollte das Strassenfest die politischen Demonstrationen nicht verhindern sondern bereichern. Faktisch wurde von der Polizei aber seither alle Strassen im und um den Bereich des Strassenfests für jegliche Demonstrationen gesperrt. Ob damit „Myfest“ nicht eher zu einer Verschärfung der ohnehin angespannten Lage am 1.Mai beiträgt, sei dahingestellt.

Wer unter diesen Umständen am "Myfest" verdient bzw. verdient hat, sollte schnellstmöglich aufgeklärt und der „Basis“, also den in Kreuzberg lebenden Menschen, bekannt gemacht werden. Schließlich handelt es sich hier auch um öffentliche Gelder in Zeiten knapper Kassen, so erklärt es den von Sozialabbau Betroffenen jedenfalls der regierende Senat seit Jahren immer wieder, wenn er soziale Leistungen streicht bis es quietscht. Und am 1.Mai gibt´s dafür eine Wurst ohne Kassenbeleg - leider nicht für alle.


 http://www.taz.de/pt/2007/02/16/a0289.1/text.ges,1
 http://www.taz.de/pt/2007/03/06/a0235.1/text.ges,1
 http://www.inforadio.de/static/dyn2sta_article/116/178116_article.shtml
 http://www.myfest.de/
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Ergänzungen

Keine Demo in Kreuzberg

Ohrenzeuge 07.04.2007 - 09:02
Ich wusste bisher gar nicht, dass die SPD beim Myfest dahintersteckt. Habe gehört, dass die Poizei die Route der Demo gegen Sozialabbau, die am 1.Mai mit einer kleinen Ecke auch durch das Gebiet des SPD-Fests gehen soll, nicht genehmigen will . Argument: Die Veranstalter des "Myfest" wünschten das nicht. Wahrscheinlich sollen die KreuzbergerInnen beim Bratwurstessen nicht an die realpolitischen sozialen Grausamkeiten der SPD erinnert werden. Interessante Vorstellung von Demokratie! Eigentlich ganz schön dreist. Erinnert mich an das alte Rom: Brot und Spiele und so....

SPD will Ruhe beim Sozialabbau

Ex-Juso 07.04.2007 - 10:09
Oben genanntes Zitat von Silke, hat sie zwar nicht im Zusammenhang mit den Vorwürfen gegen ihre Person geäußert, sonder ein paar Jahre früher, aber es drückt ihr Demokratieverständnis aus.

Mit dem sehr informativen Artikel liest man den Tagesspiegel-Bericht vom 16.02.2007 nochmal anders:

Kreuzberger befürchten 1.-Mai-Randale
Friedliches „Myfest“ als Gegenpol zu spät geplant

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Das große „Myfest“ mit tausenden friedlichen Gästen im Herzen Kreuzbergs hielt potentielle Randalierer am 1. Mai 2006 vom Barrikadenbau ab – doch dieses Jahr kommen die Festvorbereitungen nicht so recht in die Gänge: Deshalb befürchten Anwohner der Oranienstraße am kommenden 1. Mai wieder mehr Ausschreitungen.

Zuletzt sei es zwischen Kottbusser Tor und Görlitzer Bahnhof wegen des überall präsenten Festes überwiegend friedlich geblieben, sagen sie. Aber nun seien die Vorbereitungen fürs Fest verhältnismäßig spät angelaufen – und bislang auch ohne die Einbindung des eingespielten Teams von Anwohnern um Silke Fischer vom Quartiersmanagement Mariannenplatz, eine der „Myfest“-Initiatoren.

„Wir sind bei den Vorbereitungen ein bisschen spät dran“, gab Bezirksbürgermeister Franz Schulz (Grüne) zu. Das 2003 von Kneipenbetreibern, Künstlern und Anwohnern erstmals organisierte Volksfest wurde zuletzt jeweils ab Dezember geplant. Anwohner werfen dem Bezirksamt nun außerdem vor, das Straßenfest über die Köpfe der Kreuzberger hinweg planen zu wollen. Die fehlende Zusammenarbeit sei bedauerlich, sagt Silke Fischer. Es sei schade, dass das im September 2006 gewählte Bezirksamt offensichtlich bisher gemachte Erfahrungen ignoriere. Die Bezirksverwaltung habe ihr schon im Herbst 2006 zu verstehen gegeben, dass sie für die Vorbereitungen des Myfestes nicht mehr geeignet sei – obwohl sie mit der früheren PDS-Bezirksbürgermeisterin gut zusammen gearbeitet habe. „Bei mir hat sich in diesem Jahr niemand vom Bezirk gemeldet“, beklagt Fischer. Dem widerspricht Bezirksbürgermeister Schulz: „Ich treffe mich nächste Woche persönlich mit Frau Fischer.“ Er erwarte wieder ein friedliches Myfest.

Bislang wurden für den 1. Mai 2007 zwei Kreuzberger Demonstrationen angemeldet. Um 13 Uhr wollen sich Anhänger der „Revolutionären 1.-Mai-Demo“ versammeln. Am Abend wird dann die „Mayday“-Parade vom Lausitzer Platz durch Kreuzberg nach Neukölln ziehen. Die Veranstalter rechnen mit mehr als 4000 Teilnehmern. Dieses Jahr jährt sich am 1. Mai der Beginn der traditionellen Straßenschlachten vor 20 Jahren: 1987 lieferten sich Polizei und Autonome blutige Auseinandersetzungen, am Görlitzer Bahnhof plünderten Vermummte einen Supermarkt.Hannes Heine

Gegendarstellung

Coretex-Kunde 07.04.2007 - 10:28
Als Kreuzberger, der in der Oranienstrasse wohnt, und als Kunde von Coretex weiss ich, dass viele Ladenbetreiber und Anwohner die Demo begrüssen. Viele haben zwar satt, dass immer wieder Scheiben von kleinen Läden oder Kleinwagen eingeschmissen wurden, aber die Demos waren immer in Ordnung. Viele Ladenbetreiber und Anwohner gehen wie ich regelmäßig zu den Demos. Auch dieses Jahr werde ich mich der undogmatischen Demo am Abend anschließen. Ich finde das Fest und die Demos ok.

36Kingz

Xberger 07.04.2007 - 11:24
Redet erstmal mit Senol und den Leuten von 36Kingz, die in den letzten Jahren die HipHop-Bühnen organisiert haben. Die wurden von Silke und dem Myfest um mehrere tausend Euro betrogen. In Kreuzberg kocht es auf jeden fall und Silke sollte sich vorsehen...

18 Uhr Demo am 1. Mai

autonom 07.04.2007 - 11:30
Weitere Infos und Presseartikel zum 1. Mai 2007 auf der Internetseite des Revolutionären 1. Mai Bündnis:

 http://www.1mai.de.vu

domain wieder gelöscht !

skeptiker 07.04.2007 - 13:49
die domain ist wohl wieder gelöscht worden.
weiss jemand die ip, oder genaueren link ?

er

da 07.04.2007 - 16:39
hier der richtige link zum 1.mai in kreuzberg;

 http://1mai07.de.vu

Trinkteufel auch für Silke F.

Spion 07.04.2007 - 18:34
Neulich beim MyFest Plenum im Ballhaus Naunynstrasse gewesen. Ballhaus ist extra dafür jetzt videoüberwacht. Es wurde über das beabsichtigte Flaschenverbot diskutiert. Die Organisatoren steiten sich extrem um die Verteilung der Kohle und wie sich am besten Profit aus dem 1. Mai machen lässt. Manche wollen nur Geld verdienen andere sind voller Hass auf die Demos, z.B. die Leute vom Trinkteufel. Die Jugendlichen von  http://protection05.de/ werden zur Zeit extrem aufgeputscht um als Kanonenfutter bei Randale den Kopf für die Fressbuden hinzuhalten.
Leute lasst euch nicht spalten! Wenn es nur um ein friedliches Stassenfest ginge hätte die Polizei dieses nicht 1987 angreifen müssen um es dann Jahre später wieder zu installieren.
Einige skrupellose wollen mit dem Krawallmythos reich werden und gleichzeitig alles vertreiben was nicht nicht nur konsumiert.

Handaufhalten beim Myfest

GERTRUD TRISOLINI, Berlin 13.04.2007 - 01:01
Als Mitglied der Luisenstadt eG, der Genossenschaft der Ex-Hausbesetzer/Innen in SO 36, möchte ich dem Entstehungsmythos des Myfestes als Bewohnerfest contra Bezirksamtsfest Folgendes entgegenhalten: Der frühere Kreisvorsitzende der SPD, Stefan Zackenfels, war 2003 auf der Suche nach einer Basisorganisation, welche zusammen mit dem Bezirksamt als Mitveranstalter auftreten sollte. Ausgestattet war er mit einem Zuwendungsbescheid des Bezirksamtes und benötigte eine Kreuzberger Basis, die sich an der Vorbereitung und Durchführung eines alternativen Veranstaltungskonzepts am 1. Mai rund um die Oranienstraße engagieren wollte.

Silke Fischer, SPD-Mitglied und heutige Kreisvorsitzende der SPD Kreuzberg, hat in ihrer Funktion als Vorstand der Luisenstadt eG den Vertrag unterschrieben, mit dem Schönheitsfehler, dass weder die Genossen der Luisenstadt noch der Aufsichtsrat darüber informiert wurden. Das ist ihr Kreuzberger Selbstverständnis.

Die Aktivisten rund um Silke Fischer wurden über den Zuwendungsbescheid bezahlt. Dazu gehörte auch die Finanzierung des Logos des Myfestes über eine Werbeagentur in Mitte, die Bezahlung des Pressesprechers und der Bühnenbetreuung inklusiv Security für ihren Aufwand.

Der jetzige Protest der Aktivisten um Silke Fischer ist eine Mogelpackung. Es geht nicht um "den Kopf hinhalten", sondern um "die Hand aufhalten". Die Spezies "politisch korrekter Kreuzberger" weiß dies zu unterscheiden. Der 1. Mai rund um die O-Straße ist ein Geschäft - seit 2003 über das Bezirksamt initiiert und bezahlt. Die SPD hat über das Myfest einen bezahlten Fuß in der Tür der Basis. Die Grünen haben über ihre ehrenamtlichen Aktivitäten zum 1. Mai bis 1987 am Lausitzer Platz und seit 1988 am Mariannenplatz diesbezüglich eindeutig weniger Profilneurosen.

Das Programm steht - die Basis zankt

Jan Thomsen 13.04.2007 - 01:03
Auf der linken Info-Homepage Indymedia wird Fischer seit ein paar Tagen von einer Autorin namens Maria Ohlbaum - offenbar ein Pseudonym - angegriffen. Die Autorin behauptet, Fischer habe das öffentliche MyFest-Geld "nicht sauber abgerechnet" und stehe im Verdacht, "Gelder veruntreut bzw. Steuern hinterzogen" zu haben.

"Jetzt soll die Staatsanwaltschaft ermitteln", heißt es in dem Text, der dem MyFest vorwirft, ein staatliches Befriedungsprogramm gegen die wahre Kreuzberger Basis zu sein. Belege für die angeblichen Verstöße fehlen dabei vollständig.

Silke Fischer weist schlicht darauf hin, dass sämtliche Finanzen des MyFestes vom Bezirksamt geprüft, veranschlagt und abgerechnet werden. Sie habe nichts mit der Geldverteilung, sondern nur mit der Organisation zu tun. Auch die Staatsanwaltschaft, die doch "ermitteln soll", weiß von keinerlei Nachforschungen gegen Silke Fischer.

Organisation Myfest

silke fischer 07.12.2007 - 14:01
Gegendarstellung:
Es ist schon erstaunlich, wofür ich alles stehen soll. Zusammengefasst wird das in dem Artikel von Frau Oelbaum und Frau Trisolloni, die einen fast identischen Artikel schreiben. Vielleicht leben ja beide zusammen in der Manteuffel 97. Besonders die folgenden drei Sätze:

Mit dem Machtwechsel lichtete sich auch der undurchsichtige
> Abrechnungsdschungel von Silke Fischer. Für die Grünen zeichnete sich
> bald ab, dass Fischer als Organisatorin des Myfest nicht mehr zu
> halten ist. Die SPD-Vorsitzende steht nicht nur für die Umsetzung des
> Armutsprogramms Hartz IV, sondern jetzt auch noch für die Veruntreuung
> von Geldern eines im Kiez auch als Befriedungsprogramm bezeichneten
> Strassenfests am 1.Mai.

Die Vergabe und Abrechnungen von öffentlichen Geldern wird und kann nicht durch einen Machtwechsel auf der Bezirksebene geändert werden. Es gilt hier einzig und allein die Landeshaushaltsordnung nach § 44. Das bedeutet es muss ein Antrag gestellt werden, der die Kosten enthält. Dieser Antrag wird genehmigt vom Bezirksamt und geht zur Kenntnis ans Land. Danach gibt es einen Bewilligungsbescheid an einen beauftragten Fördernehmer, der wiederrum mit den einzelnen Kooperationspartner Verträge abschließt. Diese Kooperationspartner haben ebenfalls vor der Unterzeichnung einen Kostanplan einzureichen.
Nach Beendigung des Projektes wird gemäß des Vertrages abgerechnet (Kostenplan, Verträge, Belege) und zwar erstens beim Fördernehmer und zweitens beim Bezirksamt. Jeder der schon mal in den Genuss von öffentlichen (Steuergeldern) Geldern gekommen ist, kann ein Lied von dem bürokratischen Aufwand singen.
Im Jahr 2003 hatte ich den Wahnsinn zu regeln, mit anschließender Prüfung durch einen Wirtschaftsprüfer, da Frau Trisollonie die Prüfung angestrengt hat. Was das bedeutet, kann sich jeder ausmalen. Die Prüfung entsprach vom Ergebnis nicht den Hoffnungen von Frau Trisollonie, weshalb sie bis heute bei jeder Gelegenheit den Veruntreuungsvorwurf in die Welt setzt. Der Grund: Ich und viele andere haben es ihr vermasselt ein ehemals besetztes Haus in dem sie lebt zu ihren Gunsten zu privatiseren, damit sie mit dem erzielten Geld in den Olymp der Toskana-Fraktion einziehen kann.
Als Organisatorin habe ich seit 2004 das Glück, weder Fördernehmer noch vertraglicher und somit finanzieller Kooperationspartner zu sein.

Die Behauptung, dass ich der Veruntreuung bezichtigt werde, haben die GRünen nie in den Raum gestellt. Wenn Frau Trisollonie das Mandat hat für die Grünen zu sprechen, ist mir das bisher verborgen geblieben.

Auf die SPD will ich hier nicht großartig eingehen, denn das Myfest hat gar nichts mit den herrschenden Parteien zu tun. Es ist für und von den Anwohnern. Kein Abgeordneter der SPDPDSCDUGRÜNEFDP ist mit einem Scheck durch den Kiez gelaufen, ich bin mir auch nicht sicher ob man in so einem Land leben will, wo so was läuft. Parteien haben mit dem Myfest nichts tun, die Ehre sollte ihnen auch nicht gebühren.

Zu der Bemerkung ich stehe für die Umsetzung des Armutsprogramms HartzIV.
TJA schon etwas schwer daneben.
Ich stehe nicht dafür, dass Menschen mit 347 € im Monat klar kommen müssen. Ich stehe nicht dafür, dass sie von diesem Geld, Strom für die Wohnung, Telefon, Fahrtkosten, Gas für den Herd bezahlen müssen und am Ende für Lebensmittel fast nichts mehr verbleibt. Nein ich stehe nicht dafür, wie die Menschen schon bei der Antragstellung von Hartz IV menschenunwürdig behandelt werden. Nein ich stehe definitiv nicht dafür. Ich stehe auch nicht für die Rente mit 67, stehe nicht für das neue ASOG-Gesetz, stehe nicht für die Vorratsdatenspeicherung, stehe nicht für die Ausgrenzung von Menschen in der Bildung und so weiter und so weiter. Stehe nicht für die Privatisierung von Wasser, von Kinder- und Jugendeinrichtungen. Stehe nicht dafür, dass man von Multikulti schwaffelt und sofort das Weite sucht, wenn die eigenen Kinder schulpflichtig werden und so weiter und so weiter.

FAZIT: Wenn jemand mich richtig scheiße findet, weil ich in der SPD bin, soll er das auch sagen. Aber mich der Veruntreuung zu bezichtigen und mich auf die gleiche politische Verantwortungsebene mit Schröder, Fischer, Künast, Roth, Knaake-Werner, Müntefering, Wolf zu heben, bedeutet zuviel Unkenntnis und erschreckende Dummheit einerseits und mit Dreck schmeißen andererseits.
In meinen Kreisen bezeichnet man das auch als Rufmord. Da genau das auch seit längerer Zeit beabsichtigt ist, sah ich mich zu dieser Gegendarstellung genötigt.
Silke fischer

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