Cocablätter gegen die Angst

Susanne Brehm 06.04.2007 22:04 Themen: Soziale Kämpfe Weltweit
Bolivien hat sich für Rucksacktouristen inzwischen zu einem beliebten Reiseziel entwickelt - zu Recht, denn es bietet beeindruckende Landschaften, faszinierende Städte und eine wunderbare, bunte Tradition. Doch auch die verzweifelte Situation vieler Bewohner Boliviens, eines der ärmsten Länder Lateinamerikas, ist nicht zu übersehen. Dass die jahrhundertelange Kolonisation bis heute auf erschreckende Weise nachwirkt, wird bei einem Besuch der berühmten Minen von Potosí besonders deutlich. Ein Erlebnisbericht.
Der Bus windet sich mühsam die steile, ungepflasterte Strasse hinauf, vorbei an großen Lagerhäusern, lässt die Stadtgrenzen hinter sich. Die Häuser werden weniger, auf der linken Seite tauchen die ersten Lagerhallen auf, immer mehr wird meine gesamte Aufmerksamkeit auf den die Landschaft mit Macht dominierenden Berg gezogen, der am Ende dieser Straße vor mir liegt. Der Berg wurde von der indigenen Bevölkerung in diesem Teil des Andenhochlands einmal "Sumaj Orcko" genannt, was soviel wie "schöner Hügel" bedeutet. Seit hier allerdings 1545 erstmals Silber gefunden wurde, heißt er nur noch "Cerro Rico", der "reiche Berg".

Die Entdeckung dieses sagenhaften Reichtums, der auf der Oberfläche des Cerro Ricos nur auf die Ausbeutung wartete, hat Potosí zur reichsten und bedeutendsten Stadt Amerikas gemacht. Mitte des 17. Jahrhunderts umfasste die Silberausfuhr 99% des gesamten Exports aus den amerikanischen Kolonien und das unumstrittene Zentrum dieses Handels war: Potosí, eine heute unbedeutende Stadt in Bolivien. Die wuchs in den Jahren des Silberbooms rasant, bis heute kann man den Glanz der dutzenden damals reichverzierten Kirchen, Palästen, Klöstern und Lokalen erahnen. Nach nur achtundzwanzig Jahren war ihre Bevölkerung von null auf 120 000 angestiegen.

Der Silbertraum zog tausende von Schatzsuchern in die unwirtliche Gegend, gigantische Mengen wurden nach Spanien ausgeführt und diente der damals hochverschuldeten spanischen Krone zur Tilgung dieser Schulden bei ihren europäischen Nachbarn. Aber auch das lateinamerikanische Umfeld Potosís hing in starkem Maße von der Ergiebigkeit der Minen ab.

Gleichzeitig ist der Cerro Rico das Symbol für Elend und Erniedrigung, für Armut und Ausbeutung. Von Beginn an wurde die Silberförderung in den Minen von Potosí mithilfe massiver Zwangsarbeit der indianischen Bevölkerung der Kolonien betrieben. Die Arbeitskräfte wurden zum Teil aus weit entfernten Gebieten herbeigeschafft, versklavt und in den Minen in den Tod geschickt. Das rauhe Klima und die unmenschlichen Arbeitsbedingungen führten dazu, dass die Arbeiter kaum länger als einige Jahre durchhielten. Millionen sind der Plackerei in den Minen von Potosí seither schon zum Opfer gefallen. Nachdem der Silberstrom versiegt war, wurde damit begonnen, andere Minerale, besonders Zinn, zu fördern und davon lebt die Stadt bis heute.

Beim Näherkommen kann ich im Gemisch der Farben, der unterschiedlichen roten, braunen und grauen Töne, die Umrisse von großen aufgeworfenen Gestein- und Schutthaufen erkennen, die den ganzen Berg bedecken wie ein schuppiges Kleid. Auch werden die vielen kleinen Löcher sichtbar – Eingänge zu den Minen, die den Cerro Rico aushölen wie einen schweizer Käse. Kreuz und quer verlaufen Strassen und provisorische Fusspfade, vereinzelt sieht man winzige Wohnhäuser sich gefährlich dem Hang entgegenneigen, überall liegt Müll. Doch auch die ärmlichste Hütte geniesst einen atemberaubenden Blick über die von Bergen umarmte Stadt Potosí. Der erste Eindruck ist faszinierend, bis ich mir klar mache, dass hier Menschen leben... Menschen, die noch nie etwas anderes gesehen haben als diesen Berg und die ihr Leben in seinen Tiefen verbringen.

Überall sind Menschen: Arbeiter auf dem Nachhauseweg, Frauen und Kinder, die die Umgebung nach liegengebliebenem brauchbaren Gestein absuchen, das sie verkaufen können. Einige sitzen in einer Gruppe vor dem Gewerkschaftsgebäude und löffeln ihre Mittagssuppe. Es kommt eine Touristengruppe vorbei. Zehn gelbe Gestalten in Schutzanzügen und ausgerüstet mit Helm, Gasmaske und Stirnlampe folgen ihrem zweisprachigen Reiseführer zu einer der Minen hinauf. Das wirkt grotesk gegenüber den meist jungen Männern, die in Jeans und Baumwollhemd, mit einer ausgefransten Stofftasche auf dem Rücken zur Arbeit gehen. Die Arbeiter steigen zielstrebig den Berg hinauf, während die Touristen von einigen Kindern aufgehalten werden, die ihre Mineralsammlungen als Reiseandenken an den Mann bringen wollen. Seit einiger Zeit sind Besuche in den Minen gang und gäbe und werden in der Stadt von verschiedenen Reiseagenturen als Rundumpaket mit Anfahrt und Vesperbrot angeboten.

Wir lernen Tatjana kennen. Sie trägt weisse Turnschuhe und einen schmutzigen blauen Pulli, der mit chinesischen Schriftzeichen bestickt ist. Sie ist elf Jahre alt und will uns die Mine zu zeigen, in der sie ihrem Vater bei der Arbeit geholfen hat, bis er vor zwei Jahren an seiner Staublunge gestorben ist. Jetzt arbeiten ihre beiden Brüder, 12 und 14 Jahre in den Minen, um für den Familienunterhalt zu sorgen. Es ist Sonntag, die meisten Kumpels sind bei ihren Familien in Potosí. Diejenigen, die trotzdem arbeiten, können sich selbst einen Tag Arbeitsausfall nicht leisten. Hier in den Minen der Kooperativen verdient jeder soviel wie er erarbeiten und verkaufen kann. Im Monat bringt das nach Angaben der Arbeiter je nach Marktlage und Arbeitspensum etwa 800 Bolivianos (ca. 80 Euro) ein. Das reicht im Normalfall nicht zum Leben, aber gerade so zum Überleben.

Ein festes Einkommen kennen sie nicht, ebenso wenig natürlich Unfall- oder Krankenversicherung. Und trotzdem ziehen viele die Arbeit in einer Kooperative vor und lehnen die Verstaatlichung ab. Die staatlichen Minen, so die Begründung, zahlen zwar einen sicheren Lohn und bieten eine Versicherung, aber der Lohn liegt eben noch unter dem, was ein Familienvater durch harte Arbeit in einer Kooperative erwirtschaften kann. Im Moment sind die Weltmarktpreise für die Mineralien sehr hoch, und die Menschen bevorzugen die Unabhängigkeit. Was passiert denn, wenn die Marktpreise wieder fallen? Meine Gesprächspartner zucken die Schultern.

Der Preis dieser Unabhängigkeit zeigt sich jedoch, als wir uns schliesslich vorsichtig von Tatjana in die Mine hineinführen lassen. Ihre Stimme verwandelt sich in diesem Moment in die einer professionellan Touristenführerin. Sie wirkt gar nicht mehr wie ein Kind von elf Jahren. Mit Vorsicht und Geduld bugsiert sie uns etwas ungelenke Touristen durch die engen und oft steil bergauf und bergab führenden Tunnel und Durchgänge. Nach kürzester Zeit habe ich die Orientierung verloren, doch Tatjana strahlt eine beruhigende Sicherheit aus. Nach ein paar Minuten stoßen wir auf den ersten Arbeiter, der im Schein seiner Stirnlampe auf dem Boden hockt und mit bloßen Händen Steine aufeinanderklopft, bis sie auseinanderbrechen und ihr inneres entblößen. Er erklärt uns, dass er die Steine auf ihren Gehalt an Edelmetall und damit auf ihren Wert überprüft. Die brauchbaren Steine legt er auf ein Baumwolltuch neben sich, das er sich später auf den Rücken binden wird, um seinen Schatz ans Tageslicht zu tragen.

Während wir ihm noch einen Moment zusehen, bemerke ich die dicke mit Cocablättern gefüllte Wange des Mannes. Seine Mundwinkel sind von dem betäubenden Saft grün gefärbt – nur so scheint der Arbeitsalltag an diesem Ort erträglich zu sein. Auch wir haben kleinen Tüten der allgegenwärtigen Blätter als Geschenke mitgebracht und er freut sich über die Geste.

Wir gehen unter Tatjanas Führung weiter und treffen erneut auf Arbeiter. Wir sehen zwei junge Männer eine Handkurbel an einem Schacht betätigen. Schon von weitem hört man sie vor Anstrengung laut Stöhnen. Erst als uns die Arbeiter ganz nahe an den Schacht herantreten lassen und wir hinabblicken können, sehen wir eine Etage tiefer einen weiteren Kumpel stehen. Er belädt eine ledernen Einkaufstasche mit Geröll, das die anderen schließlich an der Kurbel heraufziehen. Dann wuchten sie mit vereinten Kräften die Tasche von der Kurbel herunter und leeren sie auf einem Geröllhaufen aus. Während diese unten von neuem befüllt wird, kann sich einer der beiden ausruhen; der andere macht sich daran, mit einer Schaufel den Schubkarren zu beladen, auf dem das geförderte Material später in Etappen aus der Mine transportiert wird. Auch hier kommen wir mit unseren Coca-Geschenken gut an.

Der Mangel an auch nur einigermassen an die schwere Arbeit angepassten Werkzeugen ist schockierend. Die kleinen Kooperativen haben einfach nicht die Mittel, sich auch nur mit dem Nötigsten auszurüsten. Die wenigen Hilfsmittel werden vom "Patron", dem Vorsitzenden der Kooperative, bereitgestellt, erzählt einer der Arbeiter an der Kurbel, den ich auf etwa 20 Jahre schätze. Wie es ihnen gesundheitlich gehe, fragen wir nach und die Männer klagen über Rückenschmerzen und Atemprobleme. Die duchschnittliche Lebenserwartung in den Minen liegt ab Arbeitsbeginn bei 10 bis 15 Jahren. Die Angaben gehen ein wenig auseinander, doch viel länger halten die wenigsten durch.

Wir hören einige dumpfe Explosionen in den Tiefen des Berges. Auf Tatjanas Rat gehen wir jedoch nicht näher. Bei den Explosionen werden besonders viele giftige Gase frei, erklärt sie uns. Stattdessen statten wir noch einen Besuch beim "Tio" (Onkel) ab, beim Gott der Minenarbeiter. Durch ein enges Loch im Boden gelangen wir in eine Art Höhle. Im Schein der Lampen sehen wir in einer Ecke "Pachamama" sitzen, eine steinerne Darstellung der Mutter Erde. Ihr gegenüber, etwas erhöht in einer Felsausbuchtung, wie auf einem Thron der Tio, eine Figur aus Gips. Sie hat menschliche Formen, nur der überdimensionale Penis und die großen Hasenohren irritieren.

Die ganze Figur ist über und über mit Cocablättern bedeckt und in seinem Mund stecken abgebrannte Zigaretten. Die dunklen Flecken sind Spuren von Bier. Geschenke der Kumpels für den Tio, erklärt uns Tatjana und da fallen mir auch die leeren Dosen auf, die in den Ecken liegen. Der Tio ist der Tradition nach für Glück und Unglück in der Mine verantwortlich und die Kumpels versuchen deshalb, ihn mit Opfergaben zu beschwichtigen. Auch wir lassen ihm ein wenig von unseren Cocablättern da. Tatjana zeigt uns, wie man die Blätter auf die Figur ausstreut, dabei die Augen schliesst und in Gedanken einen Wunsch ausspricht. Auf dem Rückweg, den wir beklommen und möglichst rasch zurücklegen, wiederhole ich in Gedanken meinen Wunsch für diese Menschen und hoffe, den Tío damit irgendwie zu stimmen.
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Ergänzungen

da fehlt was

... 07.04.2007 - 09:53
Kolonialismus hat sicherlich seinen Beitrag zur Situation geleistet. Was die Autorin allerdings vergessen hat, ist die Beschreibung der vorherrschenden Mentalität bei der einfachen Bevölkerung. Eine von verkrusteten christlichen Traditionen und extrem patriachalen Sitten geprägte Gesellschaftsordnung in der Gewalt gegen Frauen und Kinder wie selbstverständlich an der Tagesordnung ist. Dies ist sicherlich auch ein wesentlicher entwicklungshemmender Faktor - und hat nur indirekt mit dem Verbrechen des Kolonialismus zu tun.

Übrigens: Seit 1. April gilt für BolivianerInnen in Spanien Visumspflicht - damit wurde der Weg nach Europa versperrt.

Korrektur zu 9:53

Thomas K. 07.04.2007 - 11:28
Die genannten verkrusteten christlichen Traditionen haben ihren Ursprung auch im Kolonialismus. Der Katholizismus wurde durch Missionare (teilweise mit Gewalt) in die lateinamerikanischen Gesellschaften dominiert. Hinzu kommt das schlechte Bildungssystem. Das entschuldigt sicherlich nicht individuelles Fehlverhalten, aber es als trotzdem Ursache zu benennen - was zu selten passiert.
Vielen Dank übrigens an Susanne Brehm für den sehr guten Artikel.

Weiss

auchn icht 07.04.2007 - 17:37
Wen es interessiert:
ergänzender Artikel:  http://www.jungle-world.com/seiten/2007/12/9595.php

GRACIAS

tierr@ 07.04.2007 - 19:26
Ich möchte mich ebenfalls - herzlichst - für den Artikel bedanken; und zwar hiermit ( von wegen "der verkrustung" ):

Neoconquista und Opium fürs Volk ( der Diktaturen )

In den siebziger Jahren operierte der Opus Dei mit Millionen von Dollar die über organisierte Finanznetze in Sinn und Zweck der kath. Ultrarechten kursierten. Die Foundation " Limmat, gegründet 1972 in Zürich, war hierbei der Zentralpunkt und als solcher vernetzt mit entsprechenden Institutionen: in Spanien (Fundacion General Mediterranea ) ; Deutschland ( Foundation Rin-Danubio; Institut Lindenthal und in Lateinamerika ( Fundacion General Latinoamericana in Venezuela)

Der antikommunistische Kampf der ultrarechten Kirche in Kooperation mit dem Weissen Haus; Geheimdiensten; Militär und Paramilitär wurde schon unter Reagan zelebriert, der 1982 ein Treffen von Papst JohannesPaul II mit seinem Botschafter, General Vernon Walter, einem devoten Katholiken, organisierte - woraufhin der Papst sich nach Nicaragua begab um zu verkünden, dass es die wichtigste Aufgabe der kath.Kirche sei, den Sandinismus zu unterbinden ...

Die Perfektionierung der Infrastruktur zur politischen Instrumentalisierung des Katholizismus in Lateinamerika wurde nach der Wahl von Johannes Paul II in Kolumbien ( mit Kardinal Ratzinger und Monsenor Alfonso Lopez Trujillo als aktiven Hintermännern ) durch die Installation eines Überwachungszentrums in Bogota vorangetrieben: sämtliche Daten und Aktivitäten des gesamten Klerus wurden registriert, beobachtet und im Geheimen sanktioniert ; bzw. exekutiert - in diese Zeit fällt ( als Spitze eines Eisberges ) der Mord an Pater Oscar Romero von San Salvador durch die Todesschwadrone der extremen militärischen Rechten. Den internen Regeln der Machtnahme folgend, wurde Pater Romero " ersetzt " - durch ( den Spanier ) Fernando Lacalle, der nicht nur Mietglied des Opus war, sondern auch Kaplan der salvadorianischen Streitkräfte.

Etwa zur selben Zeit verfasste ein Monsenor Herranz-Casado eine Revision legislativer Texte womit Statuten festgeschrieben wurden, die bewirkten dass Opus Dei Mitglieder sich der Kontrolle der Erzbischöfe auf territorialer Ebene entziehen konnten und stattdessen aussschließlich der Autorität der Prälate und dem Papst direkt verantwortlich waren.

Der Opus ist in Lateinamerika, inclusive Mexico, fest infiltrierend verankert

In Argentinien reaktivierte sich die Geheimorganisation während des Menemismus und forcierte während des gesamten XX Jahrhunderts den organisierten Nationalismus ....
Am 13. Nov.2004 ! erfolgte eine "escrache " ( Gericht durch die öffentliche Bevölkerung ) gegen den kath. Priester Mario Bellavigna,der während der Militärdiktatur, zwischen 1978 und 1982 im Strafgefängnis für Frauen , Villa Devoto, " Gott auf Erden vertreten " hatte .... In dieser Haftanstalt wurde gefoltert, Kranken medizinische Hilfe verweigert und die Gefangenen ( unter Befehl eines Militärgenerales, Mason ) gezwungen eine Erklärung zugunsten der Reorganisation des Nationalismus zu unterzeichnen.
Im Jahr 1974 feierte der Opus durch Balaguer eine Danksagung an drei seiner " geistigen Söhne " : Admiral Merino, General Leigh und General Pinochet. ( während der Diktatur unter Pinochet, 1973 - 1990, wurden in 1200 geheimen Zentren planmäßig ca. 35.000 Menschen fegoltert; mind. 3000 von Militärs umgebracht. ).
Es gibt keine Diktatur in Lateinamerika in welcher die Ultrarchte der kath Kirche nicht ihre Rolle gepielt hätte. Überall wo kommunistische und sozialistische ec. Kräfte sich regten schlug die Einheitsfront mit allen ihr verfügbaren Mitteln und Methoden (Kanonen, Kreuz und Dornenkrone) zu......

Um 1981 wurden von Papst Paul II in Lateinamerika zahlreiche Opus Dei Mitglieder als Bischöfe in Amt und Würden ernannt: sechs in Peru; vier in Chile; zwei in Ecuador und jeweils einer in Kolumbien,Venezuela, Argentinien und Brasilien. Peru war auserkoren als lateinamerikanischer Brückenkopf der Opus-Ofensive zu dienen. So war Ex-Präsident Fujimori ein Freund des Monsenor L.Cipriani; Erzbischof von Ayacucho und Organisator des Opus Dei in Peru . Die " götliche " geheimloge hatte eine Koalition geschaffen aus Unternehmern, Bankiers und Politikern die samt und gänzlich den korrupten Fujimori unterstützten.
Nach diesem Muster ist die Laienfront des Opus Dei in gesamt Lateinamerika hochrepresentiert und belegt Positionen in allen relevanten Finanz und Militärbereichen.

In Venezuela und Kuba ist der Opus Dei mit der anti-sozialistischen Oposition ( die sich immer wieder durch Umsturzversuche, Attentate, Morde und Mordversuche sowie Verleumdungskampagnen auszeichnet ) vernetzt.

Nachdem unter Präsident Clinton die Achse mit dem Weissen Haus eher zweideutig gewesen war, kristallisiert sich unter George W. Bush ein zum Fanatismus tendierender Wille zum Kreuzzug auf allen Ebenen heraus ... Womit er paktiert ist folgende Position der katholischen Ultrarechten :
" Der einzige Weg das Christentum zu revitalisieren ist die Wiederaufnahme des Kreuzzuges von Karl V, nicht nur auf nationaler Ebene - sondern in Form einer mächtigen und vitalen, transnationalen katholischen Bewegung, eingeleitet durch den Opus Dei. Genau wie das alte Imperium, hat die "moderne Heilige Gemeinschaft des Opus Dei " erreicht, sich in Lateinamerika und den Vereinigten Staaten intensiv ( um nicht zu sagen:innovativ ) zu verankern "

Für das Funktionieren des mit Bush-US-Dollar und modernster Technologie hochgerüsteten Überwachung-und Propagandaapparates wurden die Bischöfe instruiert staatliche Kontrollen der Telefonnetze zu umgehen. Hierbei ging und geht es der US-Asministration um die Realisierung der Projekte der Nordamerikanischen Freihandlszone (ALCA ) oder den Plan Colombia welche die absolute und direkte Marktkontrolle durch die Wall Street und us-amerikanische Lobbys voraussetzen. Von anfang an waren Argentinien und Kolumbien favorisierte Territorien der " Heiligen Achse ".
( Kapitalismus grenzenlos von Alaska bis Feuerland:  http://www.nadir.org/nadir/initiativ/agp/new/ftaa/ftaadt.htm und www.nuevacolombia.de )

Der Präsident der Bischofskonferenz in Lateinamerika hierzu : " Wir haben einen neuen Plan über die Computertechnologie alle Knotenpunkte ( der Kontrolle ) Lateinamerikas mit dem Zentrum des Vatikan zu vernetzen."
Was Bush ( Lanze, Essig und Atomsprengköpfe der Freijeit schwingend )finanzierte sind propagandistische Papstreisen, Medienspektakel nach bester Hollywoodmanier, bei welcher die göttliche Vertretung ( im Tausch gegen Dollar ) hauptsächlich angeregt war, die Nordamerikanische "Demokratie" in Lateinamerika und ihre Politik ( der Neokolonialisierung ) zulobzupreisen und den Kommunismus / Sozialismus ( in sämtlichen Entwicklungsstufen) zum Teufel zu schicken. Hierzu oblagen der göttliche Vertretung sämtliche Emissionsrechte öffentlicher Medien um die " absolute Wahrheit " an die Massen zu verbreiten (die Telefonkarten ; T-Shirts u.d.m.mit Vatikanmotiven wurden wohl eher nicht zugunsten der Armen veräussert ... )

Auf dem afrikanischen Kontinent expandiert das "Unternehmen kath.Gott" in vergleichbarer Weise. Allerdings werden hier die Schulen des Opus in Kenia und Nigeria von der Regierung Gorßbritaniens finanziert
(Quellen :  http://www.nodo50.org/elotropais/enlace/enlamenu.htm
 http://argentina.indymedia.org/news/2004/11/240777.php
 http://www.nodo50.org/derechosparatodos/Areas/AreaPeru7.htm )

*****
Der Rebell zerschlägt die Wände weil er weiß, daß das Labyrinth eine Falle ist; weil er weiß, dass es kein anderes Entkommen gibt als das Zerschlagen der Wände.
Das Labyrinth der ofiziellen Geschichte !
Subcomandante Insurgente Marcos México


LINKS zum Thema

Öl-Krieg in Kolumbien
 http://de.indymedia.org/2004/12/102228.shtml
Öl: Schwarze Zukunft der Mapuche ?
 http://de.indymedia.org/2005/01/104712.shtml
Wie sieht die Bilanz des Plan Kolumbien aus?
 http://de.indymedia.org/2005/02/106103.shtml
Die Privatisierung von Krieg
 http://de.indymedia.org/2004/11/98887.shtml
 http://de.indymedia.org/2004/11/98889.shtml
Rüstungslobbyismus
 http://de.indymedia.org/2004/11/100305.shtml