Nächtliches Feuer auf der Rigaer Straße

Dabei 31.03.2007 17:59 Themen: Freiräume
In der Nacht zum 31. März 2007 wurden in der Rigaer Straße zwei Feuer auf der Straße entfacht. Ein Auto brannte dabei gleich mit. Nach langer Zeit ohne Polizei kam es zwischen 2.00 und 5.00 Uhr zu Auseinandersetzungen mit der Polizei...
Nachdem es am Tag zwei ganz gute Demos für die von Räumung bedrohten Autonomen/ Linken Projekte in der Stadt gab und im Zusammenhang mit dem langem Wochenende der Rigaer Straße am Abend in der selbiger Straße gefeiert und viel getrunken wurde, errichteten einige wenige vermumte und eher betrunkene Männer in der späten Nacht erst ein Feuer auf der Kreuzung direkt vorm XB und später noch eines vor der Rigaer 94.

Das erstere Feuer wurde immer größer und die Leute schmissen immer mehr Müll ins Feuer, was einige der Umstehenden linken Frauen nicht mehr tollerieren wollten, aber nicht verhindert konnten. Feuerwerksköroer flogen in die Luft.

Nach ca. 60 Minuten tauchten dann die Bullen mit ziemlicher Verspätung auf und es entstand eine sehr chaotische Situation. Das zweite Feuer hatte unterdessen auf ein umstehendes Auto übergegriffen...

Die Bullen waren bei den Demos nur mit wenigen Einsatzfahrzeugen vor Ort und in der Nacht im Kiez bis zum Einrücken gegen 2.30 Uhr überhaupt nicht vorhanden.

Ab diesem Zeitpunkt gab es dann diverse Übergriffe und Auseinandersetzungen - Pfefferspree wurde eingesetzt, es gab nach meinen Erkenntnissen auch Verletzte - wie viel und wie sehr weiß ich nicht.

Gegen 5.00 Uhr waren kaum noch linke Leute auf der Straße , die Bullen hatten die Situation im Griff und standen mit größerem Aufgebot in der Rigaer und der Samariterstraße.

Die AnwohnerInnen waren ausgesprochen geduldig in dieser Nacht, es war laut, selbst das Feuer schien niemanden zu stören - aber für Aktionen, die ohne Not und politischem Ausdruck im eigenem Kiez ein Auto von Nachbarn hochgehen lassen zeigen nur wenige Verständnis, selbst in den Gesprächen von linken Leuten vor Ort.

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Weiterführende Artikel

Dein Name 31.03.2007 - 18:20

Erst das Fressen...

Roland Ionas Bialke 31.03.2007 - 20:48
Der Vorwurf, dass sich nur Männer an den "Ausschreitungchen" beteiligt hatten, lässt sich nicht halten. Zu den ersten verletzten Menschen gehörte eine angetrunkene Frau. Sie hatte zu sehr die Polizisten "angemackert" und dafür eine Pfefferspray-Antwort erhalten.

Es stimmt schon, dass sich mehr Männer als Frauen an den Aktionen beteiligt haben. Und auch mehr Männer hatten ein Alkoholproblem. "Diese/r" Mili-Tanz geht aber jedem unterdrückten Menschen etwas an, egal ob Mann, egal ob Frau, egal ob anders selbstdefiniert!

Vielleicht wäre es auch Solidarität, wenn die Projekte zu solchen heissen Anlässen kein Alkohol ausschenken würden.

Gestern war auch ein Zug Zivilpolizisten unterwegs. Fast alles Männer über 2 Meter. Ein Trupp bewegte sich zwischen den Barrikaden entlang, eine Gruppe patroullierte die Samariterstrasse entlang. Sie schienen mir relativ unvorbereitet [gewesen] zu sein, unter anderem waren sie leicht durch ihre helle und unangepassete Kleidung auszumachen.

BURN YOUR HOUSES DOWN
TO MAKE THE SKY PRETTY

Der Zugführer sagt

Lauschangriff 31.03.2007 - 23:47
Nachts gegen 3.45 konnte ich ein Gespräch belauschen, welches ein behelmter Zugführer mit einem weißhaarigen Mann geführt hatte. Der Weißhaarige hatte eine leitende Funktion, eventuell war er der Gesamt-Einsatzleiter oder der Chef der PMS, der Sondergruppe für "politische Straftaten". Er kam in einem dunkelgrauen Bulli.
Jedenfalls sagte der Zugführer, daß zunächst die Feuerwehr mit Flaschen und Steinen beworfen wurde (was meiner Meinung nach nicht stimmt) und darauf die Polizei anrückte. Sie waren tatsächlich auf diese Situation nicht vorbereitet und dachten, der "Aufstand ist losgebrochen" (O-Ton). Der Zugführer zeigte sich überrascht (genau wie ich), daß sie mit so wenigen Kräften die Situation so problemlos räumen konnten. Zu dem Zeitpunkt waren laut Polizeischätzung noch 100-150 Leute nördlich der Rigaer unterwegs und sollten "in Bewegung gehalten werden". Für die weitere Nacht waren dann noch mehr Züge angefordert worden.

Einschätzung

Lauschangriff 01.04.2007 - 00:02
Der Bericht gibt die Situation im Großen und Ganzen gut wieder. Allerdings halte ich den Kontrast zwischen betrunkenen Mackern und linken Frauen für falsch. Generell waren fast alle betrunken es schien von Seiten der Rigaer keine klare Linie im Umgang mit solch einer Situation zu geben. Dementsprechend halbherzig war das Ganze. Schon lange vorher hatten welche was auf die Strasse geworfen, was andere wieder entfernt haben. Klare Ansagen, von wegen "hier kein Feuer" oder so hab ich nicht mitgekriegt. Und vom Balkon "Stop it" zu rufen ist nicht gerade ein ernstzunehmender Versuch.
Insgesamt war der Alkoholpegel schon krass, aber das ist mir in der Rigaer schon öfter unangenehm aufgefallen. Beim Feuer waren viele Schaulustige und Touristen, aber daß sich die Leute zurückziehen, weil die ersten acht (!) behelmten Bullen auftauchen, war nicht nur unnötig sondern grenzenlos peinlich. Ein Feuer auf der Rigaer zu machen war eh schon keine gute Idee, aber wenn man das schon macht, dann hätte man bei der Gelegenheit den Bullen problemlos eine Abreibung verpassen können, die sie sowieso verdient haben.
Aber stattdessen lassen sich 200 Leute von ca. 30 Cops die ganze Rigaer Str. runtertreiben. Unglaublich. Und das soll kein Streichelzoo sein?

Politischer Kampf mit Feuer?

Stoersender 01.04.2007 - 04:36
Sicherlich war die Aktion in der Rigaer Strasse kein Kampf für Freiräume. Als die Rigaer zwischen Liebig und Proskauer geräumt war und die Menschen in Richtung Rigaer 84 gedrängt wurden, kam es wenn auch vereinzelt zu Rufen die man eher einem Fussballstadion zuordnen würde als einen Kampf um Freiräume.

Team Green war, wenn man der RBB-Abendschau glauben schenken darf, völlig ahnungslos und gab sich erstaunt das es zu Randalen kam. Und nicht nur die haben sich am Kopf gekratzt was das denn nun alles soll. Viele die heute auf den verschiedensten Veranstaltungen unterwegs waren konnten zwar die Notwendigkeit eines Kampfes für die Schaffung und Verteildigung von Freiräumen verstehen. Warum dafür aber direkt vor den autonomen Häusern Barrikaden in Flammen aufgehen mussten konnten sich die wenigstens erklären.

Als am späten Sonnabend bei einigen Krawallis der Akoholkonsum wieder ausartete, kam wie zu erwarten die Bullerei und sprach mehrere Platzverweise vor dem Fischladen bis fast zur Samariterstrasse aus (Glücklicherweise nicht bis zum beliebten Getränkestützpunkt). Das grüne Geschwader zog sich aber schnell wieder zurück. Augenscheinlich will der Schnittlauch nicht das man sich in grösseren Gruppen auf der Strasse versammelt. Dies ist als direkte Konsequenz der gestrigen Aktionen zu sehen und hat jedenfalls für heute den Freiraum Rigaerstrasse empfindlich gestört durch nervöse Bullerei, die es nicht wieder eskalieren lassen will.

Daher geht ein ironischer Dank an alle Pyromanen, die es geschafft haben Bewohner der Rigaerstrasse die zunächst ihre Unterstützung zugesagt haben zu vergraulen und in das Wespennest der Ordnungshüter zu stechen. Das Wochenende hätte eine positivere Wirkung gehabt, wenn nicht ein paar Militanzfetischisten völlig unnötig die Klischees selber bedient hätten.

Wer mit dem Feuer spielt weiss das jemand kommt um es zu löschen.

Der "Zugführer"...

@Lauschangriff 01.04.2007 - 10:35
Der Weißhaarige, der in dem grauen Bulli kam, war übrigens Dieter Glietsch, Polizeipräsident in Berlin.

Brännendes Fahrzeug

Passantin 01.04.2007 - 13:16
Es war nicht Sinn der Sache, die Fahrzeuge der Nachbarn in Brand zu setzten. Als das Feuer vor der 94 größer wurde, rannten einige verantwortungsbewuste Menschen mit Feuerlöschern zum Feuer um die darumstehenden Fahrzeuge zu schützen. Das Feuer war jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht mehr unter Kontrolle zu bringen, so das sie diese Aufgabe dann den kurz darauf eintreffenden Einsatzkräften der Feuerwehr überlassen mussten.
Ich möchte darauf hinweisen, dass politisch verantwortungsbewuste Menschen nicht mit krawallgeilen Menschen, welche warscheinlich nicht einmal in der Rigaer wohen und daher keine Konsequenzen befürchten, über einen Kamm geschert werden sollten.
Also nicht die Sollidarität für den politischen Kampf um Freiräume verlieren, auch wenn nicht immer alles nach Plan läuft.
Freiräume verteidigen und erkämpfen!

Ergänzung

mein name 01.04.2007 - 22:53

Wo bitteschön ???

drei Frägezeichen 02.04.2007 - 19:59
In welcher Stadt liegt den verdammt noch mal diese Rigaer Straße ???

Feuer kann Mensch löschen..

L-u-t-z-E 04.04.2007 - 22:00
Freitag ist ein freier Tag...? So mal nen Augenzeuge.
Die Sache verhält sich ja so, das die Feuerwehr das Feuer am Freitag hätte löschen können. Die anwesende Polizei hat an der Ecke Rigaer/Liebig Straße der Feuerwehr die anweisungen gegeben das, das Feuer, welches ca. 100 Meter brannte nicht zu löschen. Dort brannte eine Staßensperre und der Fort Ka welcher mehrere andere Auto´s in Mitleidenschaft zog.


Ich sprach die Feuerwehr an warum sie auf der Kreuzung mit Wasser rumplantschen, während 100 Meter weiter Autos brennen. Und der Einsatzleiter der Feuerwehr hat in meiner Gegenwart folgendes zu mir Gesagt. (eigentlich hat er mir das nur geflüstert)
"Anweisund der Polizei; Die Feuerwehr soll doch erstmal die Kreuzung löschen und könne sie durch die Polizeiabsperrung....Aber Kritik am Polizeiverhalten darf man aber ja nicht äußern, wenn man im öffentlichen Dienst tätig ist."

Um noch etwas zu sagen zu den Stimmen die es als 1.Mai Vorbereitung sehen. Am ersten Mai werden genug Bullen in Berlin verteilt sein um irgendwelche "Randalierer" festzunehmen. Also bin ich der Meinung das man es ruhig auf den 2.Mai verlegen sollte um Charlottenburg bzw. Zehlendorf zu verschönern. Ich wohne in X-Berg und habe keinen Bock das man in einem Kiez wo, politisch korrekt denkende Leute wohnen, alles kurz und klein zu kloppt.

Der Anwohner und Aktioner L-u-t-z-E

Berliner Mopo in Action !

Berliner Morgenpost 05.04.2007 - 10:45
Polizei schützt Stadtrundfahrt vor Neonazis
Berliner Links- und Rechtsextremisten rüsten auf. Befürchtungen für den 1. Mai

Unmittelbar vor dem 1. Mai werden die rechts- und linksextremistische Szene offenbar aktiv. Nach den Ausschreitungen von Autonomen in Friedrichshain, ist nun ein Fall rechtsextremer Bedrohung bekannt geworden: Neonazis wollten die Teilnehmer einer Rundfahrt einschüchtern, die zu historischen Stätten des Nazi-Terrors führt.

Zum ersten Mal musste am Sonnabend eine seit Jahren stattfindende Rundfahrt in Tempelhof unter Polizeischutz stattfinden. Eine Handvoll Neonazis war am Treffpunkt der 61. Rundfahrt des Veranstalters paperpress e.V., der als SPD-nah gilt, erschienen.

Die Polizei hatte mehrere Mannschaftswagen geschickt, da das Landeskriminalamt einen Hinweis aus der Neonazi-Szene bekommen haben soll. Zum Abschluss der Fahrt am Schulenburgring 2, wo 1945 die Kapitulationsurkunde für Berlin unterschrieben wurde, waren sogar vier Fahrzeuge der Polizei vor Ort, um die Veranstaltung zu schützen. Es passierte zwar nichts, aber ein Großteil der 35 Teilnehmer der Rundfahrt, darunter Gäste aus Italien, war erschrocken. "Es war ein mulmiges Gefühl, dass man nach 25 Jahren, in denen wir diese Fahrten veranstalten, von Neonazis beobachtet wird", sagte Uwe Januszewski, Leiter der Stadtrundfahrt. "Offenbar sollen wir als Veranstalter und die Teilnehmer eingeschüchtert werden. Das werden wir aber nicht zulassen."

Verfassungsschutz in Sorge
Berliner Verfassungsschutz und die Polizei befürchten, dass sich die politischen Extremisten vor dem 1. Mai gegenseitig hochschaukeln könnten. Anlass für solche Szenarien geben auch die Aufrufe der autonomen Szene. Dort werden zwei Punkte zur Mobilisierung genutzt: Zum einen der G 8-Gipfel in Heiligendamm, der von Sicherheitsexperten als möglicher Krawallanlass gesehen wird. Im Aufruf der Autonomen zum 1. Mai nimmt aber auch der Protest gegen Nazis breiten Raum ein. So heißt es: "Auch am diesjährigen 1. Mai will die rechtsextreme NPD nach eigener Aussage mit provokativen Aktionen auf sich aufmerksam machen." Die Autonomen kündigen ihrerseits "Antworten" an: "Wir werden uns den Nazis entgegenstellen", heißt es in dem Aufruf der Antifa.

Aktionen der Rechtsradikalen erwartet
Auch weil die linke Szene mit Aktionen der Rechtsextremisten rechnet, ist nach eigenem Bekunden der Beginn der sogenannten "revolutionären 1. Mai-Demonstration" auf die Abendstunden des Feiertags verlegt worden. Tagsüber will die linke Szene sich offenbar um Aktionen gegen die NPD und ihre Anhänger "kümmern". Unter Termine zum 1. Mai findet man: "Wenn Naziaufmarsch, dann verhindern!"

Schon in den vergangenen Jahren war es bei Aufmärschen der NPD zu Rangeleien mit Mitgliedern der autonomen Szene gekommen. Die Berliner Polizei hatte aber größere Auseinandersetzungen meist durch ein großes Aufgebot an Beamten verhindern können. Auch für dieses Jahr stellt sich die Berliner Polizeiführung auf alle Eventualitäten ein. In den vergangenen Jahren war es dagegen kaum noch zu Ausschreitungen gekommen. Die Polizeiführung hatte auf friedliche Kiezfeste in Kreuzberg und massiven Polizeieinsatz gesetzt.

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orga statt chaos

ne ne ne 31.03.2007 - 18:35

jaja der suff!

das war nur der Vorgeschmack

heute nacht 31.03.2007 - 19:22
wird randaliert und gerammelt bis es kracht. Bullen sind schon vorbereitet, ZDF RTL SAT und ARD sind alle auch schon ganz geil darauf. Und wenn am Montag noch jemand sagen sollte die Friedrichshainer sind eigentlich ganz okay dann wird er nur noch ausgelacht. HaHaHa

Streßige Aktion!!!

BLABLUN 31.03.2007 - 19:24
So eine MACKER scheiße. Am Nachmittag dafür demonstrieren das die Häuser bleiben sollen und 10 bier später dann fast die Räumung herbeiführen. ich habe da kein verständnis für. An die Rigarer Leute lasst euch eure projekte nicht von solchen personen kaputt machen.

...

is bekannt 31.03.2007 - 19:26
Und das ist Linke Politik? Aus Alkoholismus und Wahn heraus Barris in Straßen zu baun? Autos anzuzünden und sich eine Auseinandersetzung mit den Cops liefern?
Das damit vieleicht Projekte wie Rigaer bedroht werden können, weil nun argumentiert werden kann, dass dort Chaoten und Gewalttäter hausen ist den Leuten wohl nicht klar gewesen.

Idioten !

instrumentalisiert!!!

no go area 31.03.2007 - 20:02
jaja... waer netuerlich alles besser wenn mensch sich als so vielfaeltige straße darstellen koennte... "wir sind ja so wichtig fuer die kulturelle vielfalt dieser stadt und wollen doch nur dass ihr uns zuhoert!" alles bullshit. dass mensch auch in "linken projekten" von "denen da oben" ausgenutzt werden kann scheint hier nicht erkannt zu werden! danke auch fuer die entsolidarisierung einiger projekte in der rigaer straße! ihr seid super!!!

...was ist mit euch los?

Red Pirate 31.03.2007 - 20:21
Wenn RTL, Bild und Co. was äusern müsst ihr nicht gleich mitgehen! NA UND? Dann hat mal was gebrannt und jetzt wissen wenigstens mehr Leute im Lande, dass da was los ist. Nicht übertreiben, besser machen. Auch wenn ihr mein, dass sie übertrieben haben seit ihr die Leute die noch mehr Holz ins Feuer wirft. Im Endeffekt gibts jetzt mehr Interesse und man wird/soll es besser machen.
Wenn nichts gemacht wird, bewegt sich auch nichts!


´Auto´agression

Ein Nachbar 31.03.2007 - 21:02
Auch wenn ich mich mehr im Köpi engagiere, so bin ich doch Unterstützer und vereinzelter Gast der Projekte. Ich unterstütze auch handfesten Widerstand, z.B. bei Naziaufmärschen. Aber Das? Vor 2 Monaten wurde mein Auto in der Eldanaer Straße Opfer von Volxsport. Damit habe ich 2 Monate meines Lebens umsonst gearbeitet. Dankeschön. Es ist niemandem geholfen, wenn man sein eigenes Umfeld abfackelt.

gewalt von wem ?

riotnotdiet 31.03.2007 - 21:57
mir fallen jeden tag 10 gründe ein um auf der strasse feuer zu machen, was haben wir sonst für möglichkeiten ? das was der (linke) spiesser am meisten fürchtet ist chaos und unordnung, lasst uns ihre zufriedenheit stören!

wurden jemals besetzte projekte oder plätze gerettet, indem die leute brav und gehorsam waren und sich auf alle bedingungen des staates eigelasssen haben ? NEIN
das eu-weite ziel der innenminister ist es alles autonome,libertäre, illegale projekte langsam plattzumachen...wir müssen uns wehren. und wenn es gegen die alternativspiesser ist, die wegen ihrer karren und mülltonnen rumheulen...

feuer ist kein argument

riot 31.03.2007 - 22:00
sie sagen, steine sind keine argumente

- und schlagen uns mit dem gummiknüppel in die fresse,
besprühen uns mit reizgas, erschießen uns mit blei,
vergiften uns mit atom...

sie haben recht: steine sind keine argumente

- sie sind nur der zögerliche versuch,
uns in der einzigen sprache auszudrücken, die sie verstehn!

Fragen dazu

wieder der Nachbar 31.03.2007 - 22:31
- Warum dann Selbstgespräche, anstatt es IHNEN mitzuteilen?

- Warum beherrschen die meisten die Sprache erst ab 2promille ?

- Was sage ich den Jungs und Mädels von 48Stunden Neukölln, wenn Sie wieder Kram zum Bethanien gefahren wollen bekommen ?

was soll das ?

egal 31.03.2007 - 23:42
warum bitte muss betohnt werden ,dass ganz viele "böse betrunkene männer" das waren ? soll man sich noch ein paar frauen dazu schnappen nächstesmal ? es ist doch scheiß egal , wer was macht !
das sind wieder so leute , die durch solche aussagen , mehr sexismus verbreiten als alles andere !


und ich stehe auch solchen aktion "nicht" ablehnend gegenüber ! klar scheiße mit dem auto ... aber was willst du machen ? immer nur reden ? reden , reden reden ? wer hört dir denn zu ? wen interessiert es denn ? man kann alles tod reden ! aber solche aktionen egal in welcher art und weiße, sie die einzigen dinge , die BEACHTUNG finden !

Als semiprofessioneller...

Warhead 01.04.2007 - 00:44
...Pyromane turnt mich Feuer natürlich an,immer und überall.
Und alle anderen macht es natürlich ebenfalls an,dann kommen lange verschüttete Archetypen aus uns hervorgekrochen und bemächtigen sich uns...endlich dürfen wir wieder Barbar sein,alle kulturellen und zivilisatorischen Fesseln abwerfen und richtig losledern.
Das erbeutete Wild wird zerlegt und über dem Feuer geröstet...die blutigen Innereien als Opfergabe für die Götter dem Feuer preisgegeben,wer frisst schon Müll wenn seine Kiefer köstliches Fleisch zerfetzen und zermalmen können.
Infernalisches Gebrüll dringt aus den Kehlen adrenalingesättigter Berserker während sie um das Feuer hüpfen...doch da kommt der Feind aus dem Wald gestürmt,die fiesen Kerle vom Stamme der Lalülalüs...Ihre kehligen schrillen Kampfschreie sind markerschütternd,sie riechen Blut,sie riechen Fleisch...unerbittlicher Hunger peinigt jedes Molekül ihrer Körper...der Hunger nach Fleisch,der Hunger nach den Mädels die man sich letztens noch so mühevoll vom Stamme der Urrrgs ergattert hat...drei Mammuts musste man für die jungen gesunden Dinger hergeben...riesige Kampfkeulen krachen auf Schädeldecken und nähren angesichts zermalmter Hirne den Blutdurst nur noch mehr...Steine fliegen,die gefürchteten Feuerkugeln des Stammesschamanen kommen zum Einsatz...er spricht mit den Göttern,sie geben chemische Geheimnisse preis,die zerplatzenden Feuerkugeln bringen Chaos und Zerstreuung in die Reihen der Angreifer,die daraufhin das Weite suchen...am nächsten Morgen sitzt man unter der Stammeseiche und erzählt sich die Heldentaten...."und Uung ergriff den Speer..."...der Stammchronist sucht währenddessen nach einer Höhle deren Wände Platz für eine grossartige Nacht bieten

hinweise an die bullen

xxx 01.04.2007 - 10:59

mit eurer aufzählung in eurem artikel, wo ihr darauf eingeht, wer da feuer gemacht hat, hilft letztendlich nur den bullen...(besoffene männer..), das da ätzende prolls am start waren kann mesch in diesem kontext ja für sich behalten, oder anders ausdrücken...

@riotnotdiet

d 01.04.2007 - 12:12
genau...und deswegen zünden wir erstmal das kleine auto von nebenan an, damit wir die entsprechenden leute auch nochmal so richtig in die finanzielle scheisse reiten, den gehts ja eh noch zu gut, wa....
also wenn man keine anderen möglichkeiten hat, und es geht wirklich in dem moment um irgendwas, dann kann man zur not vielleicht mal ne karre nehmen, aber wenn man für jedes bekackte protest feuerchen den kleinwagen von nebenan verbrennt, dann is das einfach unsozial.bleibt doch einfach bei den üblichen gegenständen das klappt doch woanders auch.

Freiraum für den Arsch

Warhead 01.04.2007 - 16:39
Ich hab ehrlich gesagt kein Bock auf "Freiräume" in denen sich allerlei ominöses Gelichter tummelt,in denen Junghools, die man sonst eher beim Platzsturm im Sportforum verortet,endlich auch mal das tun können was sie sonst nie dürfen.Freiräume in denen bekannte Kameradschaftler die Strasse runterziehen und sich einzelne Pünke oder Antifas ausgucken und diese in einer Schummerecke mal eben aufmischen.
Wo Chauvis und testosterongesteuerte vorgeblich "linke"Jungmacker Frauen als Votzen bezeichnen und als geeignete Therapie "du brauchst mal wieder einen ordentlichen Fick"verordnen.
Ich finds auch nicht sonderlich freiraummässig Fahrräder kaputtzulatschen,manch einer schraubt stundenlang dran rum das das Rad nicht aussieht und auch nicht so fährt wie ne alte Huddel.
Manch einer verwechselt da was,Freiraum hat nichts mit mit der Abwesenheit von Rechten zu tun,zum Beispiel das Recht auf Unversehrtheit z.B. meiner Fresse,es ist niemand dazu berechtigt mir oder anderen Steine oder Flaschen an den Kopf zu schmeissen weil gerade keine soziale Kontrolle da ist.
Und es hat,auch wenn da zuwiderlaufende Meinungen herrschen,in einem Freiraum auch niemand die Berechtigung Räder zu zerlatschen,auch wenn diese teuer waren oder teurer und besser aussehen als die Möhre mit der man selbst rumgurkt.
Diese Freiräume sind auch keine temporäre Anarchieumsetzung oder ein Reclaim your street,es ist allerhöchstens Faustrecht und damit eher ein temporärer Gewalterlebnispark.
Es ist,wie ich schon weiter oben schrieb,nichts weiter als archaisches Höhlenmenschentum...Hedonistisch oder
wenn die Musik laut genug ist hören wir nicht mehr wie alles um uns zusammenkracht

musik

Deichkind 02.04.2007 - 18:19

danke!

bart 02.04.2007 - 18:48
schön geschrieben und richtig erkannt! als langjähriger anreiner, kenn ick mittlerweile keinen menschen aus der nachbarschaft der sympatien hegt! und die gab es! heute schütteln nur alle den kopp und fragen, wat sind denn dit für spinner? mich würde mal interessieren, wie viele von den gutmenschen aus friedrichshain kommen? es wird ja ihr kietz kaputt gemacht! mit der aktion, habt ihr die letzten sympatiesanten vergrault!!! herzlichen glückwunsch! P.S. das haus am senefelder platz, war mein zu hause. aber so assozial, haben sich die leute dort nicht verhalten! feuer frei.....

im...

bart 02.04.2007 - 21:31
wunderschönen ostberlin! aber so wunderschön iss es nicht mehr. zugezogene möchtegernlinke/alternative machen alles platt! sie regen sich über die simon- dach strasse auf, schreien yuppis raus und verdrängen selber, alteingesessende bewohner, in dem sie deren autos abfackeln, zerkratzen, alles vollsprühen und verdrecken! schaut mal auf den hof der 94! anders sein - ok! das system bekämpfen - ok! aber bitte doch nicht so!

Hoffnungsloser Fall

... 02.04.2007 - 23:27
Wer bundesweit und darüber hinaus mit einem Plakat, auf dem Schraubenschlüssel und Pflastersteine abgebildet sind, auf dem der Aufruf endet mit den Worten:
"Wir denken schon, das „Direct Action“ immer eine vernünftige Antwort ist. Uns geht es genau darum, dass wir unsere Freiräume, Häuser, Infoläden und einiges mehr nicht kampflos und widerstandslos aufgeben werden.
....Eine Kampagne im Bezirk, in der Stadt, die Investoren zeigen soll, daß wir ihr profitgieriges Handeln nicht dulden werden, denn es gibt noch viele Menschen, die für eine emanzipierte Gesellschaft kämpfen wollen.
Deshalb achtet auf Ankündigungen, seid bereit und gemein...

Laßt es uns ihnen zeigen, daß Kopenhagen nicht weit entfernt ist...

Freiräume werden erkämpft- und nicht erbettelt!

Solidarität mit allen bedrohten Projekten!

Wisst ihr wo es wieder kracht – Rigaer Strasse jede Nacht!"

Der sollte eigentlich darauf vorbereitet sein, dass jemand ein Feuer macht.

Wer Gentrification durch nette Straßenfeste a la dresdner Neustadt aufhalten will und deswegen keine Feuer will (das ist OK), der/die sollte sich vorher ein Konzept ausdenken, Feuer zu verhindern.

Wer ein Feuer legt und damit die Bullen in den Kiez ruft, der/die sollte nicht wegrennen und den Bullen ermöglichen, innerhalb von 15 Minuten den ganzen Kiez zu kontrollieren.

Wer nicht weis, was er oder sie will, was er oder sie von dem Feuer hält und er oder sie jetzt machen soll, der oder die verrammelt sich am besten einfach im eigenen Hausprojekt.

Wer so ne Kampagne startet, der sollte wissen, was er oder sie vorhat. Oder kann es sein, dass die Rigaer Projekte selbst irgendwie zwischen bürgerlichem Besitzdenken und Autonomie stehen, bzw. zwischen den beiden Stühlen hocken?

muss ausgefüllt werden

muss ausgefüllt werden 03.04.2007 - 16:04
Da hab ich aber irgendetwas nicht verstanden!
ICh dachte "Riga(str.) fights back" und dann so eine Haltung???
Mit Pflastersteinen auf einem Plakat mobilisieren und dann so zurück rudern???
Auf einmal waren es die bösen MännerMacker die die Bullen in den Kiez holen???

Am besten ihr holt euch eure Unterstützung zukünftig bei euren dauerbesoffenen dauergästen(meistens SuffPunks), irgendwelchen Lokals aus F´hain(am besten Magnet oder so), euren lieben netten Nachbarn oder von super emanzipatorischen Unmacker-frauen die angeblich nur pöbbelnde Männer gesehen haben wollen. Wenn ihr dort um Verzeihung bittet und uf die Tränendrüse drückt bekommt ihr bestimmt ne Woche mehr für eure Projekte!

Ich verstehe eure Spaltungsversuche und auch eure Reaktion nicht.

@Lutze

Warhead 04.04.2007 - 22:55
Grunewald oder Dahlem wäre nicht schlecht.Aber was soll das bringen,da kennt sich doch keiner aus...und selbst wenn
es Leute schaffen sich da hin zu quälen,die kennen nur Daimler und BMW als Nobelkarre,scheissegal ob das Ding uralt ist,da erwischen sie garantiert die Karre von einem armen Schwein,nicht jeder der im Grunewald wohnt ist automatisch reich.
Also zünden sie den alten Strichachter an und laufen am Bentley vorbei..*grinsel*
Wie dem auch sei,einige meinen das man nicht mit den Nachbarn rumschmusen muss,aber wie stellt ihr euch die Revolution vor??Die funktioniert nur wenn wir die Nachbarschaft in Massen auf unsere Seite bekommen,oder wir uns im Gegenzug auf deren Seite,indem wir sie mit unseren sprachlichen Abstraktionen und politischen Absurditäten..."unserer"Weltsicht penetrieren geht das mit Sicherheit nicht.
Mitunter muss man sich sprachlich auf Bildzeitungsniveau herablassen um mit dem "kleinen Mann"zu kommunizieren,manchmal ist es so unglaublich leicht,weil diesen Leuten keiner zuhört.Wir tun das nicht,zu stur,zuviel Dünkel,zu steif,zu stolz...die Nazis tun das,deswegen haben sie bei diesen Leuten Erfolg