"Andere Kampagne": wieder auf dem Weg

diverse 30.03.2007 12:04 Themen: Globalisierung Soziale Kämpfe Ökologie
Die "Andere Kampagne" hat nach einem Auftakt am vergangenen Sonntag, der gleichzeitig der Aufruf zu einer Internationalen Kampagne der Verteidigung von Land und indigenen Territorien in Mexiko und auf der ganzen Welt war ( siehe:  http://de.indymedia.org/2007/03/171874.shtml ) Mexiko-Stadt erreicht: "Die Andere Kampagne" - Etappe zwei; Teil 1
Die " Andere Kampagne" / "La Otra" - Hintegrundinformationen, Vorgeschichte etc. siehe unter:
www.gruppe-basta.de - www.chiapas.ch -  http://www.narconews.com/otroperiodismo/de.html
 http://projekte.free.de/bankrott/links.html

DIE "ANDERE KAMPAGNE" IN MEXIKO-STADT
La Jornada; 29.03.07
Die Karawane der "Otra" erreicht DF; Aktivitäten im Norden des Landes beginnen

Kurz vor Beendigung ihres Abstiegs in dasTal von México, wurde die Sexte Komission der Nationalen Zapatistischen Befreiungsarmee - Ejército Zapatista de Liberación Nacional (EZLN) von einem spektakulären Schneefall empfangen, der zunächst als Hagelschauer begann, sich aber innerhalb weniger Minuten in ein wahrhaftes Schneegestöber verwandelte. Die Zapatist@s hatten das Gefühl mehr in Norddakota als in DF angekommen zu sein.

Für die Kommandanten und- Komandantinnen, Indigen@s und Campesin@s (Bauern) der Tropen, war dieses klimatische Ereignis doppelt überraschend. Ihren Erfahrungen gemäss ist das Klima von Cuaresma das trockenste und heisseste des ganzen Jahres. Schon beim Abstieg von Puebla waren zwischen feurig tanzenden Sonnenstrahlen, Wolken zu sehen gewesen. Kurze Zeit später liess der Schnee die Wagen auf der Autobahn nur noch mit 10 Std/km vorankommen.

Nach 14 stündiger Reise von den Bergen von Chiapas in die Hauptstadt, übernachtete die Delegation der EZLN schliesslich im "zapatistischen Winkel". Im Gegensatz zur ersten Etappe, als die "Andere Kampagne" von ersten Moment an von einer Eskorte der Nationalen Sicherheitspolizei, PFP, ( "von der m@n manchmal nicht recht wusste, ob sie Subcomandante Marcos als Delegierten Null der Kampagne, beschützte oder überwachte" ) begleitet worden war, hatten die Zapatist@s diesmal "die Ehre", nur von drei "Zivilfahrzeugen" verfolgt zu werden.

Nur in Veracruz, Cosoleacaque-Cosamaloapan, wurden die sechs Fahrzeuge der EZLN-Kommandatur von vier Lastern der Staatspolizei patroulliert, die mit Gewehren und kugelsicheren Westen ausgestattet waren. Diesen hinzu gesellten sich Zivile, die Fotos und geheime Filmaufnahmen von der Karawane machte.

Auf diese Weise begann die Reise des Klandestinen Komitees der Revolutionären-Generalkommandatur der EZLN in den Norden von México, deren Ziel verschiedene Orte und unterschiedliche Bestimmungen sind und die Grenze an Grenze ( oder des Pazifiks zum Golf von México ) enden wird. Diese Reise wird fundamental sein; eine Wanderung durch die prähispanische Geschichte, als Reisende und Botschafter der Tolteken, Mixtecos oder Mayas neue Ideen mit sich führten und diese den alten Völkern zutrugen. Diese Vermischung der Ideen ist noch heute an den Pyramiden von Teotihucán, Monte Albán, Xochicalco oder Uxmal erkennbar.

Durch die absehbare verachtung seitens der Medien, wird sich die "Otra" noch mehr an unten wenden, als beim ersten Mal und in grösserer Ruhe.. Die Mission der Delegierten der Sexten Komission der EZLN ist es, während der nächsten drei Monate, das Land zu durchqueren, um ein nationales, antikapitalistisches Kampfprogramm, in Einklang mit der Sexten Erklärung abzustimmen. Gemeinsam mit Subcomandante Marcos/Delegierter Null, wurden die linguistischen Detaills der Reise besprochen. Die Comandant@s verabschiedenten sich mit Händedruck von den zehn unbewaffneten Millizen, die seit Sonntag in Cideci angekommen waren, um über die Sicherheit der Delegierten zu wachen. Und sie verabschiedeten sich von den SchülerInnen und ArbeiterInnen von Cideci und all´ jenen, die Tag und Nacht den Eingang des Zentrums beschützt hatten.

Ausser aus Subcomandante Marcos, besteht die Delegation aus den Kommandanten David, Tacho und Zebedeo - Koordinatoren der EZLN-Vertretung bei den Dialogen von San Andrés 1995 und 1996 - sowie Susana, Yolanda, Guillermo, Emiliano, Kelly, Dalia, Masho, Eduardo, Miriam, Moisés, Eucaria und Sandra.

Am späten Abend betrat die zapatistische Kommandatur mit von Pasamontañas bedeckten Gesichtern das Gebäude der ArbeiterInnensiedlung, wo sie sich während ihrers Verweilens in México-Stadt aufhalten werden..
( Quelle:  http://clajadep.lahaine.org/articulo.php?p=8136&more=1&c=1 )

MARCOS: "EINE ANDERE WELT WIRD NUR ÜBER DIE LEICHE DES KAPITALISMUS MÖGLICH SEIN"
Der internationalen Auftakt der zweiten Etappe der "Anderen Kampagne" in San Cristóbal de las Casas, am 25.März, war life mit Tegucigalpa und Sao Paulo vernetzt und die Bauern-Organisationen Vía Campesina und Movimiento Sin Tierra/Landlosenbewegung (MSN), schlossen sich in Echtzeit dem Aufruf der EZLN zu einer weltweiten Kampagne zur Verteidigung des Landes (im Sinne ländlicher, natürlicher Gebiete) und der Territorien der Indigen@s und Campesin@s/Bauern und Autonomen in Chiapas, México und der Welt aufzurufen an, der in mehr als zehn Ländern gesehen und gehört wurde: http://de.indymedia.org/2007/03/171874.shtml

"Seit mehr als 500 Jahren, so Marcos, kommt den Indiovölkern Amerikas die ProtagonistInnenrolle im Widerstand zu, aber die Schlacht wird mit einer definitiven Niederlage enden, wenn sie sich nicht mit den ArbeiterInnen in der Stadt und auf dem Land und anderen sozialen Sektoren alliieren". Bei einer Diskussionsrunde sagte der Sub im Hinblick auf den neoliberalen Krieg :"Eine andere Welt wird nur über die Leiche des Kapitalismus als herrschendes System möglich werden" und: "Die aktuelle Phase der Kapitalismus ist ein neuer Eroberungskrieg. Die Globalisierung des Kapitals zerstört die nationalen Grenzen und assimiliert die Welt; die Logik des Markts bestimmt sowohl die internationalen Beziehungen wie auch die, innerhalb der sterbenden Nationalstaaten. Diese Logik verbirgt hinter ihrer vermeintlichen Unschuld, die Logik der Ausbeutung, des Raubs, der Repression und der Verachtung. Es gibt im Kapitalismus keinen sauberen Reichtum, denn sein Ursprung ist Raub und Ausbeutung und in seiner ökonomischen Globalisierung, d.h. im Vierten Weltkrieg, ist der Planet selbst der Feind, mit allem was er beinhaltet: BewohnerInnen und Natur. Der Imperialiamus mag die Kriegsform geändert haben, aber seine Liebe sind nach wie vor das Kapital und sein vitaler König, das Finanzkapital".

DIE MEDIEN UNTERDRÜCKEN DEN SOZIALEN KAMPF

"Die grossen elektronischen Kommunikationsmedien sind "die Unterdrücker des demokratischen und sozialen Kampfs", seit sie sich zum Öffentlichkeitsministerium, zu einem inoffiziellen Kabinett, zu einer vollpotenzierten Polizei und Richtern, welche die Strafe für "unten" und den Freispruch für "oben" diktieren, verwandelt haben.

Zwischen den Kommandanten David und Tacho sitzend, unterstrich Marcos, dass die Expetitionskräfte der Invasion in den lateinamerikanischen Ländern bereits die Regierungen und die politische Klasse bilden und "mit Ausnahme Kubas, der wachsenden, täglichen Rebellion in Venezuela und der noch unbestimmten Besonderheit Boliviens, die lateinamerikanischen Regierungen, ohne deren Ideologie zu importieren, zu den Kapitänen der Neoeroberung /Reconquista, der durch die Zivilisationen der Urvölker blühenden Territorien geworden sind".

"Die traditionelle politische Klasse, die Mittelschicht; das kritische Denken; der Korporativismus; die grossen ArbeiterInnen,-und Bauerngewerkschaften; die relative Autonomie der Bildungsinstitutionen, der analysierenden Wissenschaft, der Kunst und Kultur; die kommunalen Beziehungen; das soziale Dach und die soziale Sicherheit sowie die öffentliche Sicherheit und die demokratischen Wahlen werden, so Marcos, sterben".

Joao Pedro Stedile von der Landlosenbewegung MST verlas eine Botschaft, die life übertragen wurde und ausserdem von Eduardo Galeano und den Bischöfen Pedro Casaldáliga und Thomas Balduino unterzeichnet worden war: "Ihr Kampf und Widerstand, zapatistische Brüder und Schwestern, sind für uns ein Nahrungsmittel, eine Hoffnung. Ein sozialer Treibstoff. Fahren Sie fort im Widerstand, lassen Sie sich nicht entmutigen. Zählen Sie auf uns. "Dank" dem mexikanischen Konsulat, dass in Brasilien wie ein Büro der Gringos funktioniert, können wir nicht physisch anwesend sein, aber wir sind bei Ihnen".

Mit ihnen grüssten 66 Bewegungen und Formationen Brasiliens die "Andere Kampagne": "Wir begleiten aufmerksam die Vorgänge der repressiven Offensive gegen Sie, wie sie vor Kurzem in Atenco und Oaxaca geschehen ist und wie sie sich nun mit verstärkter Intensität in Chiapas abzeichnet". Während des gesamten, umfassenden Runden Tischs, wurde immer wieder Bezug auf die paramilitärische,- und Agraroffensive genommen. Damit hat eine immense Arbeitsrunde zur Verteidigung des Landes in Mexiko selbst und der Welt ihren Anfang genommen.

Weiter wurden die Worte der Koordinators der Globalen Kampagne für Agrarreform von Vía Campesina Internacional, Rafael Alegría, übertragen, der den Zapatist@s volle Unterstützung bekundete: "Wir kämpfen den selben Kampf uind gemeinsam werden wir siegen. Als Campesin@s, Indígen@s und Landlose empfinden wir Ihren Kampf der Verteidigung und Rückeroberung der Gebiete als unseren eigenen. Wir erinnern an den grossen Wert der Agrarreform der Zapatist@s auf ihren Territorien und klagen die Kampagne der Gegenagrarreform an, in deren Rahmen Paramilitärs, das Militär, die Prokuratur, das Landwirtschaftsgericht und die Regierung konsprieren, um die zapatistischen Gemeinden ihrer Territorien und der seit der Erhebung von 1994 zurückeroberten Gebiete zu berauben".

( Quelle:  http://clajadep.lahaine.org/articulo.php?p=8133&more=1&c=1 )

Übersetzungen:tierr@
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Ergänzungen

Ergänzung

tierr@ 30.03.2007 - 12:25
Vorab noch zwei Links deutschsprachiger Zeitschriften zu Lateinamerika generell:
 http://www.lateinamerikanachrichten.de/
 http://www.ila-web.de/lateinamerika/home.htm

DIE RÜCKKEHR DER "ANDEREN KAMPAGNE"
Luis Hernández Navarro
La Jornada
Letzten Sonntag ( 25.03.07 ) hat die zweite Etappe der " Anderen Kampagne" begonnen. Sieben Kommandanten, sechs Komadantinnen und ein Subkommandant werden erneut das Land durchqueren und dabei zu einer weltweiten Kampagne zur Verteidigung des Landes (im Sinne ländlicher, natürlicher Gebiete) aufrufen und der Territorien der Indigen@s und Campesin@s/Bauern und Autonomen ( im Sinne selbstverwalteter Gemeinschaften/Gemeinden) in Chiapas, México und der Welt aufzurufen.

Während ihrer ersten Etappe war die "Otra" mit unvorhersehbaren Ereignissen konfrontiert: Zuerst gab es die Repression von Atenco, die dazu zwang, die Initiative für eine grundlegende Veränderung auf nationaler Ebene zeitweise auszusetzen. Dann fand die Erhebung Oaxacas statt, welche die Dynamik der sozialen Konfrontation in México verändert hat ( www.chiapas.ch ).Und letztlich sah m@n sich dem Wahlbetrug und dem Triumph Felipe Calderón´s gegenüber.

Obwohl die Bemühungen der "Anderen", die Gefangenen von Atenco aus den Gefängnissen zu bekommen und die Bestrafung der Verantwortlichen zu erwirken, diese Ziele nicht erreichen konnten, schaffte sie es doch, zu einer permanenten Solidaritätskampagne aufzurufen und dadurch die Erinnerung an das Geschehene wachzuhalten.

Die Gemeinde Oaxaca hat die Aufmerksamkeit der öffentlichen Meinung und der Kommunikationsmedien entfacht, was dazu führte, dass die ohnehin geringe Berichterstattung über die "Andere Kampagne" noch mehr eingeschränkt wurde. Vor Oaxaca eckten die Zapatist@s an, auch durch die Entscheidung der Bewegung, einer breiten Politik der Allianzen zu folgen, die Andrés Manuel López Obrador ( der "gescheiterte", linke Wahlgegner des jetzigen Präsidenten ) und die PRD ( Republikanisch Demokratische Partei ) einschloss, da die Differenzierung von diesen, ein zentrales Ziel der "Otra" war.

Letztendlich veränderten der Wahlbetrug und der Sieg von Felipe Calderón das Schema in dem die "Otra" konzipiert gewesen war. Die Zapatist@s hatten angenommen, dass der Wahlsieger bei López Obrador sein würde und sich darauf vorbereitet. Sein Scheitern veränderte das Ergebnis. Subcomandante Marcos hatte den Betrug (Unregelmässigkeiten bei der Stimmenauszählung) bereits wenige Stunden nach seiner Vorbereitung angeklat. Trotzdem nahm die EZLN nicht an den Widerstandsaktionen teil ( Abgeordnete und Anhänger/innen Obrador´s besetzten wochenlang den Kongress und Mexico-Stadt ), mit denen versucht wurde, eine Korrektur des Wahlergebnisses durchzusetzen. Diese Haltung entfernte ihnen einen Teil der Mitglieder der "Anderen Kampagne" und einen Bereich der Intellektualität, die für gewöhnlich solidarisch mit ihren Positionen sind.

Die neue Etappe der "Otra" geginnt in einem komplexen politischen Panorama. Innerhalb von Chiapas hat der neue Gouverneur Juan Sabines, der formell die Wahlen unter den Initialen der PRD gewonnen hat, den neuen Ansatz der PRI gestattet. Deren ehemaliger Parteiführer, Sami David, steht an der Front der Kooperation für strategische Projekte der Staatsregierung. Der Sohn des traurig- berühmten Roberto Albores Guillén war designierter Sekretär der Ökonomischen Fördergruppe. Der Führer der Viehzüchter und Stadtrat von Comitán, Jorge Constantino Kanter, steht in enger Verbindung zu dem Regierungsbeauftragten.

Gleichzeitig mit dieser Regeneration der staatlichen Regierung, sind die Paramilitärs zurückgekehrt und melden sich zu Wort und damit der Disput um die zurückeroberten Gebiete in den Händen der zapatistischen Unterstützungsbasen. Bewaffnete Organisationen der PRI, wie die URCI uns Opddic, versuchen die Grundstücke zu er-halten, die von den Rebellen/innen und demokratischen Camesin@(Bauern)-Organisatioen bearbeitet werden und belästigen regelmässig deren Mitglieder. "Umwelt"-Initiativen versuchen unter dem Vorwand des Umweltschutzes weitere Gruppen von Camesin@ ihres Landes, das ihnen schon seit Jahren gehört, zu berauben ( siehe auch:  http://de.indymedia.org/2007/03/171468.shtml ).

Auf nationalem Feld hat sich die Regierung von Felipe Calderón trotz allem gefestigt. Sie liess das neue Gesetz des ISSSTE passieren, ohne kurzfristig einen nennswerten, politischen Preis zahlen zu müssen und ihr Kampf gegen den Drogenhandeln, obgleich er wenige reale Erfolge aufzuweisen hat, wurde von der Öffentlichkeit angenommen. Einzig der Anstieg der Preise für Tortillas (Maismehlfladen) haben dem Ansehen des Präsidenten geschadet. Offen bleibt indessen, welchen Preis er für seine Haltung in der Debatte in México-Stadt zur Entkriminalisierung Abtreibungen zahlen wird.

Formell hat sich die breite Fortschrittsfront - Frente Amplio Progresista (FAP) nicht aufgelöst und ihre Mitglieder stimmen in den Kammern in wesentlichen Fragen einheitlich ab. Trotzdem zeigen sie sich bei den laufenden Wahlen, wie in Yucatán und Durango, gespalten. Ihre Teilnahme an der Convención Nacional Democrática (CND) ist mehr formal denn real.

Die zweite Versammlung der CND zeigte die Existenz einer uneinschätzbaren Masse von BürgerInnen, in welchen die Entrüstung über der Wahlbetrug fortlebt und die Andrés Manuel López Obrador als ihren legitimen Präsidenten anerkennen. Diese hartnäckige Kraft scheint wenig zu tun zu haben mit der nationalen Wende von El Peje, die sich einer Kraft im Wahlkampf widmet, die weit von den unmittelbaren Problemen der Leute entfernt ist.
Trotz der Repression von Oaxaca besitzt die APPO (Öffentliche Versammlung der Völker/Gemeinschaften von Oaxaca) weiterhin eine unbezweifelbare Widerstands,- und Mobilisierungkapazität, die zwar nicht genügt, den Rücktritt von Ulises Ruiz (Staatsgouverneur) zu erwirken, aber sehr wohl ausreichend, dessen Illegitimität zu zeigen. Dennoch haben sich aus dem Stattfinden von Wahlen zur Erneuerung von Gemeindeverwaltungen und dem lokalen Kongress für viele Mitglieder der APPO Wahldynamiken und komplexe und schwierige Verhandlungen mit der FAP ergeben.

Alle diese Elemente sind der Rahmen in welchem sich die Rückkehr der "Anderen Kampagne" vollzieht. Die Zapatist@s, wie am Sonntag zu sehen war, besitzen innerhalb von Chiapas eine ausser Frage stehende Stärke und grosse Sympathien ausserhalb Méxicos. Nennenswert bei diesem Auftakt war die Teilnahme von Vía Campesina ( soviel wie "es leben die Bauern/Bäuerinnen"), mit Botschaften von Joao Pedro Stedilé und Rafael Alegría. Sie haben heute eine Diagnose und eine Karte der politischen und sozialen Konflikte im Land, wie sie keine andere politische Kraft besitzt. Zu ihnen gehört ausserdem eine Direktion und ein Netz von Verbindungen mit den Basisbewegungen ganz Méxicos, die für gewöhnlich von den politischen Parteien ignoriert werden.

Wenn es ihnen gelingt, eine Struktur und stabile, nationale Koordination dieser Widerstandskerne, die heute isoliert funktionieren - in der Politik ist nichts sicher - zu schaffen, wird die Durchführbarkeit des Projekts der Rechten sich an einer starken Klippe stossen. Aber ihr Einsatz wird konfrontiert sein mit dem Bestreben der Regierung, ihre Gebiete zu destabilisieren, den vom Aktivismus besetzten Raum und zwar bei der Option verschiedener, sozialer Kräfte für die Errichtung politischer Repräsentationen durch den Weg der Wahlen und der eigenen Isolierung von den durchschnittlichen Bereichen der Gesellschaft. Die nächsten Monate werden entscheidend sein.

( Quelle:  http://clajadep.lahaine.org/articulo.php?p=8135&more=1&c=1 )
übersetzt von: tierr@