Rechtsextremismus in Oberfranken
Oberfranken bleibt auch weiterhin Schauplatz rechtsextremer Aktivitäten. In der Fränkischen Schweiz haben gerade Mitglieder der NPD mit Unterstützung szenerechter Jugendlicher die so sogenannte "Schulhof-CD" des NPD Bezirksverbandes Mittelfranken an Schulen in Gräfenberg verteilt. In Kronach ist die rechtsextreme Kameradschaft "Patriotische Runde – auf gut Deutsch" aktiv.
Die Bürger in der Fränkischen Schweiz haben inzwischen Erfahrung mit rechten Umtrieben. Seit Jahren marschieren Rechtsextremisten durch Gräfenberg, um ihre Gesinnung zur Schau zu tragen. Anfänglich hat man versucht das rechte Gesindel zu ignorieren. An Aufmarschtagen haben die Bürger einfach die Jalousien im Ort heruntergelassen und geglaubt, so komme man der Bagage schon bei. Mittlerweile gehen die Einwohner der Stadt offensiver mit dem Thema um. Die Stadt sucht die öffentliche Debatte. In einem Bürgerforum haben sich Einwohner der Stadt zusammengefunden, um bürgerliche Aktivitäten gegen rechte Aufzüge zu organisieren. Das Forum betreibt eine eigene Internetpräsenz.
Im oberfränkischen Kronach dagegen tut man sich immer noch schwer, mit den Nazis offen umzugehen und sich mit bürgerlichen Mitteln gegen Rechtsextremismus zu wehren. Erst kürzlich hat in der Stadt ein rechtes Heldengedenken stattgefunden, bei dem fränkische Nazis ihre Kranzkultur zelebrierten. Die Stadt ist hilflos und verfolgt eine Strategie, wie das auch füher in Gräfenberg der Fall war. Man glaubt, mit Totschweigen käme man dem Problem schon bei.
Die lokalen Medien im Einzugsgebiet von Kronach tragen einen erheblichen Teil dazu bei, die Naziumtriebe zu verharmlosen. Die Lokalpresse in Gräfenberg ist immerhin ein offensiver Begleiter der bürgerlichen Aktivitäten gegen die Rechten geworden. In Kronach hat die Presse kürzlich gegen eine Gruppe junger Antifaschisten gehetzt, die sich den Braunen offen in den Weg gestellt haben. Aufgrund der destruktiven Presseaktivitäten kommt auf die Jugendlichen wohl mächtiger Ärger zu. Das ist Wasser auf die Mühlen der Rechten - verursacht durch einen sensationslüsternden Lokaljournalisten.
Die Offiziellen der Stadt Kronach werden die Strategie des Ignorierens nicht viel länger Durchhalten können. Mit dem Rechtsextremisten Kai Limmer, der am 11. März zum Vorsitzenden des NPD Bezirksverbandes Oberfranken gewählt wurde, wohnt einer der aktiven Kader in der Stadt. Limmer ist außerdem der Anführer der rechtsextremen Kameradschaft "Patriotische Runde – auf gut Deutsch". Der NPD-Kreisvorsitzende im Kreis Kronach, Dominik Hanakam, wird auf der Internetseite des NPD Bezirksverbandes Oberfranken mit den Worten zitiert, dass "Erziehungsanstalten, oder Arbeitslager", "einfache und effektiven Lösungsvorschläge", für den Umgang mit den Gegnern der NPD seien.
Im oberfränkischen Landkreis Kulmbach planen Rechtsextremisten am Samstag, den 24. März 2007 eine Veranstaltung in Melkendorf. Auch dort befinden sich rechte Kader, die dabei sind, eine rechtsextreme Szene in dem Kreis zu etablieren. Linke Gruppen haben an diesem Tag Gegenaktivitäten geplant, Ab 18.00 Uhr sind beispielsweise gegenüber dem Versammlungslokal in Melkendorf Maßnahmen geplant.
In Gräfenberg wollen bereits am Freitag wieder Nazis marschieren. Auch dort soll es zu Gegenaktionen kommen. So ruft das bürgerliche Bündnis zu einer "großen Informationsparty am Marktplatz Gräfenberg" am Freitag, den 23.März 2007, ab 18 Uhr auf. Es soll ein Bühnenprogramm stattfinden und eine "Gräfenberger Menschenrechts- und Demokratieerklärung" verabschiedet werden.
Im oberfränkischen Kronach dagegen tut man sich immer noch schwer, mit den Nazis offen umzugehen und sich mit bürgerlichen Mitteln gegen Rechtsextremismus zu wehren. Erst kürzlich hat in der Stadt ein rechtes Heldengedenken stattgefunden, bei dem fränkische Nazis ihre Kranzkultur zelebrierten. Die Stadt ist hilflos und verfolgt eine Strategie, wie das auch füher in Gräfenberg der Fall war. Man glaubt, mit Totschweigen käme man dem Problem schon bei.
Die lokalen Medien im Einzugsgebiet von Kronach tragen einen erheblichen Teil dazu bei, die Naziumtriebe zu verharmlosen. Die Lokalpresse in Gräfenberg ist immerhin ein offensiver Begleiter der bürgerlichen Aktivitäten gegen die Rechten geworden. In Kronach hat die Presse kürzlich gegen eine Gruppe junger Antifaschisten gehetzt, die sich den Braunen offen in den Weg gestellt haben. Aufgrund der destruktiven Presseaktivitäten kommt auf die Jugendlichen wohl mächtiger Ärger zu. Das ist Wasser auf die Mühlen der Rechten - verursacht durch einen sensationslüsternden Lokaljournalisten.
Die Offiziellen der Stadt Kronach werden die Strategie des Ignorierens nicht viel länger Durchhalten können. Mit dem Rechtsextremisten Kai Limmer, der am 11. März zum Vorsitzenden des NPD Bezirksverbandes Oberfranken gewählt wurde, wohnt einer der aktiven Kader in der Stadt. Limmer ist außerdem der Anführer der rechtsextremen Kameradschaft "Patriotische Runde – auf gut Deutsch". Der NPD-Kreisvorsitzende im Kreis Kronach, Dominik Hanakam, wird auf der Internetseite des NPD Bezirksverbandes Oberfranken mit den Worten zitiert, dass "Erziehungsanstalten, oder Arbeitslager", "einfache und effektiven Lösungsvorschläge", für den Umgang mit den Gegnern der NPD seien.
Im oberfränkischen Landkreis Kulmbach planen Rechtsextremisten am Samstag, den 24. März 2007 eine Veranstaltung in Melkendorf. Auch dort befinden sich rechte Kader, die dabei sind, eine rechtsextreme Szene in dem Kreis zu etablieren. Linke Gruppen haben an diesem Tag Gegenaktivitäten geplant, Ab 18.00 Uhr sind beispielsweise gegenüber dem Versammlungslokal in Melkendorf Maßnahmen geplant.
In Gräfenberg wollen bereits am Freitag wieder Nazis marschieren. Auch dort soll es zu Gegenaktionen kommen. So ruft das bürgerliche Bündnis zu einer "großen Informationsparty am Marktplatz Gräfenberg" am Freitag, den 23.März 2007, ab 18 Uhr auf. Es soll ein Bühnenprogramm stattfinden und eine "Gräfenberger Menschenrechts- und Demokratieerklärung" verabschiedet werden.
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Ergänzungen
NPD Oberfranken
Gräfenberg und Kronach
Links zum Thema Kronach
Ober/Unterfr.
Strukturen in Oberfranken
Nazimusik an Schulen
Keine Chance für Propaganda-CD der Neonazis
Gräfenberger Bürgerforum veranstaltete einen Informationsabend zu der jüngsten Verteilaktion vor der Schule
Die NPD hatte ihre Propaganda-CD am Gräfenberger Schulzentrum verteitl - dies bleibt nicht ohne Folgen: Über 130 Eltern, Lehrer und Schüler sind der Einladung des Bürgerforums Gräfenberg zu einem Informationsabend in die Aula der Realschule gefolgt.
GRÄFENBERG - Die junge Mutter zuckt zusammen, als sie die beiden kräftigen Männer in Schwarz am Eingang der Schule stehen sieht. Sicherheits-Service steht auf deren Anoraks. «Eine Vorsichtsmaßnahme», erklärt Karin Bernhart vom Bürgerforum. «Wir wollen nicht riskieren, dass unsere Veranstaltung durch ungebetene Gäste gestört wird.»
Die Angst der Mutter ist bezeichnend. So wie ihr geht es derzeit vielen Gräfenbergern. Seitdem unbekannte Rechtsextremisten auf dem Busbahnhof vor der Haupt- und Realschule ihre Propaganda-CD (wir berichteten) verteilt haben, ist die Sorge um die Kinder groß. «Ich dachte, dass die Neonazis hier einfach nur durchlaufen wollen», gibt ein Vater zu, «jetzt erkenne ich, dass die wirklich vorhaben sich hier breit zu machen.»
«Willste was geschenkt?»
Eine Schülerin erinnert sich an die jüngsten Vorkommnisse: Zwei Männer und eine Frau standen da außerhalb des Schulareals nach Unterrichtsschluss. Nicht besonders auffällig gekleidet. Mit den Worten: «Willste was geschenkt haben?» zogen sie die CDs aus ihrem Karton. «Ich griff natürlich zu», erzählt die Schülerin. Erst auf dem Heimweg sah sie sich die Scheibe genauer an und erkannte den Zweck.
Bei der Info-Veranstaltung wurde die Scheibe der Rechtsextremisten untersucht.. Rockmusik sei eines der beliebtesten Mittel, um an Jugendliche zu kommen. «Gerade in Bayern gibt es die meisten Konzerte Rechtsradikaler», so Michael Helmbrecht vom Bürgerforum. Die Musik auf der CD sei so konzipiert, dass sie die Jugendlichen anspreche. Rebellion gegen Lehrer und Eltern - immer haarscharf am Rand der Legalität. Und jede Menge billiger Pathos, wie die Ballade des «Deutschen Mädels», das so tapfer für die «Fahne des Reiches, schwarz, weiß und rot» kämpft. Rechtlich sei der Tonträger mehrfach überprüft worden - «zu machen ist da nichts.»
Wie viele der CDs tatsächlich in den Zimmern der Schüler gelandet sind, ist unklar. Fest steht, dass sich die Eltern durch gegenseitige Anrufe sofort darüber informiert haben, was da gerade tatsächlich im Umlauf ist.
Die Mitglieder des Bürgerforums raten den Eltern unbedingt zum Gespräch mit ihren Kindern - «auch wenn es ein schmerzhaftes Kapitel ist», so Karin Bernhart. Im Geschichtsunterricht werde der Themenschwerpunkt «Nationalsozialmus» bereits vorgezogen, so eine Geschichtslehrerin. «Wer weiß, was Recht ist, bei dem haben Rechte keine Chance», sagt der Hauptschulrektor Stefan Kuen.
Einig sind sich die Teilnehmer darin, dass sie das Thema Rechtsradikalismus noch eine Weile beschäftigen wird. «Demokratie wird ja nicht einfach vererbt - sondern muss von Generation zu Generation gepflegt werden», sagt Karin Bernhart. RURIK SCHNACKIG
Gräfenberg
Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen
neidisch ? — elvira
Gräfenberg — XxXxX
Bericht vom 10.3. in Kronach — Antifa
Oberfranken — der Gilb